"Meine Eltern sind gar nicht meine Eltern. Ich bin das Kind unserer Nachbarn!"
Als Gabi im Alter von 36 Jahren herausfindet, dass sie als Baby im Krankenhaus vertauscht wurde, gerät sie in eine tiefe Identitätskrise. Doch es kommt noch schlimmer: Sie erfährt, dass ihre Eltern von der Vertauschung wussten, genau wie die Eltern des anderen Mädchens. Selbst Nachbarn und Freunde waren eingeweiht. Doch niemand unternahm etwas. Ahnungslos ließ man die beiden Mädchen in den falschen Familien aufwachsen, als Nachbarskinder und Freundinnen.
Tagelang weint Gabi um ihr entgangenes Leben bei ihren leiblichen Eltern. Wie oft hat sie ihre Freundin um deren intaktes Elternhaus, um die Fürsorge und Förderung beneidet. Und wie sehr hat sie gelitten unter den Umständen, unter denen sie selber aufwachsen musste.
Gabi beginnt, ihr Umfeld mit anklagenden Fragen zu konfrontieren. Doch niemand will sich der Realität stellen. Überall trifft sie auf Schweigen und Ablehnung. Erst in ihrem leiblichen Bruder findet Gabi einen Verbündeten. Gemeinsam versuchen die beiden Geschwister, dem Rätsel der Vertauschung auf die Spur zu kommen...
Es ist unglaublich, was manche Kinder aushalten müssen. Man hat gute Lust, die Eltern zu schütteln und Ihnen klar zu machen, was sie da machen. Leider glaube ich, dass sie das nicht wirklich interessiert.
Tragische Geschichte, die etwas lahm und langatmig auf Papier gebracht wurde. Das Ganze hätte spannender gestaltet werden können, was meiner Meinung nach mit der Autorin zu tun hat, welche sich wohl eher auf Familiengeschichten für den privaten Gebrauch spezialisiert hat. Trotz allem handelt es sich um ein schlimmes Schicksal, das aufwühlt!