Amtsrichter Siggi Buckmann hat sich geschworen, für Gerechtigkeit einzustehen – notfalls auch nach Feierabend. Als sein einstiger Mentor tot in einem Waldstück aufgefunden wird, macht er sich auf die Suche nach den Schuldigen. Schneller als gedacht handelt er sich dabei Ärger mit einer dubiosen Immobilienfirma, der russischen Mafia und dem Sohn des Ministerpräsidenten ein. Die einzige Verbündete gegen seine neuen Feinde ist die kluge Journalistin Robin Bukowsky. Aber kann er ihr wirklich trauen? Vieles scheint dagegen zu sprechen. Zum Beispiel Buckmanns nicht ganz so gesetzeskonforme Vergangenheit …
Ministersöhnchen, Mord und Mafia – Richter Buckmann will Gerechtigkeit
Siggi Buckmanns Mentor und sehr guter Freund Jochen wird tot im Wald gefunden. Siggi ist klar: hier stimmt was nicht, Jochen hätte nicht einfach so Selbstmord begangen. Als er in dessen Wohnung nach dem Rechten sieht, entdeckt er einen Zeitungsartikel zu einem großen Immobilienskandal der Firma WIP, bei dem Jochen und andere Investoren wohl ordentlich Geld in den Sand gesetzt haben. Auch der sehr gute Freund der Journalistin Robin, die Buckmann einige Tage im Amt begleitet, kommt zu Tode, nachdem er Robin einen Datenstick mit brisanten Dateien und Fotos zum WIP-Skandal überlassen hat. Siggi und Buckmann gehen den Spuren nach, geraten selbst in Gefahr und stechen in ein korruptes Wespennest von Justiz und Politik. Zudem ist Siggi sich gar nicht im Klaren, ob er Robin trauen kann oder ob sie nur darauf aus ist, seinen ungesühnten Mord (Band 1) zu aufzudecken.
Ich habe ja Band 1 schon sehr geliebt. Und was soll ich sagen: Band 2 ist mindestens genauso gut! Erneut schafft Thorsten Schleif es, mich mit einem sehr spannenden Fall bestens zu unterhalten. Inklusive staubtrockenem Humor und erneuten Seitenhieben auf unser Justiz- bzw. Politiksystem. Es gibt Stellen im Buch, die musste ich sofort meinem Mann vorlesen, weil ich so lachen musste. Der Schreibstil ist super fesselnd, die Dialoge scharfzüngig und spritzig, die Figuren herrlich real. Ich habe das Buch kaum noch aus der Hand legen können, musste es fast in einem Rutsch durchlesen, weil es mich so gepackt hat. Diese Mischung aus Thriller, Komödie, Gesellschaftssatire ist schlicht genial, genauso wie der wirklich wirklich wirklich tolle Schreibstil. Die Tatsache, dass es sich nicht um eine unglaubwürdige Story handelt, sondern ganz im Gegenteil um eine sehr realistische, macht das Lesevergnügen noch mal ein bisschen intensiver. Siggi Buckmann ist ein Mann ganz nach meinem Geschmack (was nicht nur daran liegt, dass er mit seinem Kater Grisu Unterhaltungen führt) und hoffe, dass er in noch vielen weiteren Bänden zeigen kann, was in ihm steckt bzw. wo der (korrupte) Fisch vom Kopf her stinkt. Ich liebs und kann die Buchreihe (bitte mit Band 1 beginnen) jedem ans Herz legen, der realitätsnahe, politisch angehauchte, sehr humorvolle und überaus unterhaltsame und intelligente Romane mag. Ganz klar 5/5 Sterne.
Siggi Buckmann ist zurück! Nachdem der Richter sich im ersten Band („Richter morden besser“) erfolgreich gegen einen Drogendealer zur Wehr gesetzt hat, beweist er auch diesmal, dass er mit Recht und Gesetz eher kreativ umgeht. Sein alter Mentor hat Selbstmord begangen und um die Gründe dafür aufzudecken, tut Buckmann sich mit der Journalistin Robin Bukowsky zusammen. Die hat zwar ihre ganz eigene Agenda in Bezug auf den Richter, aber als ihr bester Freund ermordet wird, kommt sie in den Besitz brisanter Informationen, die auch ein neues Licht auf den Tod von Buckmanns Mentor werfen. Zusammen ermitteln sie, kommen sich dabei näher, aber legen sich auch mit mächtigen und gefährlichen Gegnern an. Im ersten Band hat mich vor allem der schräge Humor begeistert und der ziemlich erschreckende Blick auf das deutsche Justizsystem. In diesem Band hat Buckmann etwas von seiner Bissigkeit und seiner Schlitzohrigkeit verloren, aber die Fallstricke und Mängel des Justizsystems legt Schleif wieder gnadenlos offen: Dank korrupter Vetternwirtschaft und einer Eine-Hand-wäscht-die-andere-Denkweise wird Buckmann in seiner Arbeit als Richter ausgebremst, findet aber natürlich trotzdem einen innovativen Weg, an Recht und Ordnung vorbei der Gerechtigkeit zum Sieg zu verhelfen. Und dann wäre da noch die Sache mit der Liebe: selbstverständlich verliebt sich Buckmann nicht einfach so, mit rosa Herzen und Schmetterlingen im Bauch, aber wenn es um die Beziehung zu Robin geht, kommt dann doch der typische, leicht zynische Buckmann-Humor durch. „Richter jagen besser“ - nicht so scharfzüngig wie sein Vorgänger, aber trotzdem amüsant, zum Grinsen und sehr unterhaltsam!
Angenehm flüssig zu lesen Leichte unterhaltsame, lustige Lektüre. Klare Empfehlung für einen kurzen Ausflug aus dem Alltag. Jetzt muss ich mir Teil 1 auch noch holen, wenn der nur ähnlich gut ist, bin ich begeistert :)
Ich mochte den zweiten Teil sehr, liest sich sehr flüssig und ist spannend. Er ist etwas weniger bissig als der erste aber sehr unterhaltsam, nur leider auch etwas vorhersehbar. 3.5 Sterne.