Seit Eine Frau fürs Leben ist der 1968 geborene Journalist und Schriftsteller Daniel Bielenstein abonniert auf vergnügliche, intelligent gemachte und flott geschriebene Unterhaltungsromane über die Suche der Singlegeneration nach der großen Liebe. Dass sich die Sehnsucht nach einer dauerhaften Bindung dabei eher zufällig und unbeabsichtigt, quasi im Vorübergehen, stillt, ist bei Bielenstein nach seinem Bestsellerdebüt fast schon klar. Bei Max und Isabelle ist das nicht anders. Hier sollte der One-Night-Stand der treu sorgenden Mutter und Besitzerin eines halben Blumenladens Isabelle mit dem fast zwanzig Jahre jüngeren Max eigentlich auch einer bleiben. Das finden nicht nur Isabelles das finden auch die von Max. Aber dann entwickelt sich doch noch mehr aus dieser Nacht, und Isabelles Privatleben, das sich bisher zwischen Küche und Waschmaschine abgespielt hatte ("Ich arbeite als Zimmermädchen, Köchin und Raumpflegekraft. Unbezahlt, denn leider bin ich mit meinen 'Herrschaften' entfernt verwandt -- es sind meine Kinder"), befindet sich unversehens wirklich "im Schleudergang". "Gerade beginnt etwas, das mein ganzes Leben auf den Kopf stellen wird", heißt es in Max und Isabelle : "Es fühlt sich ziemlich unheimlich an. Aber ich habe trotzdem überhaupt nichts dagegen". Bielensteins amüsante Liebesgeschichte wird wohl niemandes Leben verändern. Aber er wird jeden, der kluge, leichte Kost zu schätzen weiß, blendend unterhalten -- quasi im Vorübergehen. -- Isa Gerck