Jump to ratings and reviews
Rate this book
Rate this book
In der Wiener Gerichtsmedizin liegen zwei ertrunkene Frauen und die mumifizierte Leiche eines Drogensüchtigen. Der Polizeipräsident, auf Sparkurs, ordnet an, die Fälle als Unfälle zu den Akten zu legen. Doch da hat er nicht mit Schäfer gerechnet. Der beginnt eigenmächtig zu recherchieren und stellt Zusammenhänge zwischen den Fällen fest. Sie lassen auf einen Serientäter schließen, der sich seine Opfer nach dem Muster eines Kartenspiels aussucht. Mit dieser kühnen Theorie bringt er nicht nur seinen Vorgesetzten gegen sich auf, er stößt auch bei seinen Kollegen auf völliges Unverständnis. Doch Schäfer bleibt stur ...

382 pages, Paperback

First published August 16, 2010

11 people want to read

About the author

Georg Haderer

12 books4 followers
Georg Haderer ist ein österreichischer Autor.

Nach einem abgebrochenen Studium und einer vollendeten Schuhmacherlehre arbeitete er zunächst als Journalist, Barmann, Landschaftsgärtner, Skilehrer und Werbetexter.

Photo credit: Petra Schneemann

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
8 (19%)
4 stars
22 (53%)
3 stars
11 (26%)
2 stars
0 (0%)
1 star
0 (0%)
Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for Sonja Rosa Lisa ♡  .
5,195 reviews646 followers
April 1, 2021
Johannes Schäfer ist ein etwas anderer Kommissar. Ein bißchen chaotisch, aber sehr liebenswert. Zur Zeit kämpft er mit gesundheitlichen Problemen: depressive Verstimmungen und Erschöpfungszustand. Gerade jetzt wird eine Tote gefunden; eine Leiche in der Donau. Die Frau ist ertrunken, aber war es nur ein Unfall oder ein Mord? Schäfer tippt auf Letzteres; ihre Hände weisen seltsame Verletzungen auf. Obwohl Schäfer immer noch nicht wieder gesund ist, beteiligt er sich an der Ermittlung, und schon bald taucht ein weiteres Todesopfer auf. Eine Frau ertrinkt in der Badewanne. Zufall? Und was ist eigentlich mit dem Mann, den man vor einiger Zeit im Wald gefunden hat? Er konnte nicht identifiziert werden und ist in Vergessenheit geraten. Schäfer beschließt, das zu ändern und stellt schon bald Verbindungen her, für die er aber zunächst nur Spott erntet…
Ein richtig guter, intelligenter Krimi! Es hat mir viel Spaß gemacht, diesen Roman zu lesen! Kommissar Schäfer ist ein Charakter, den man selten in Krimis antrifft. Mit seinen nur allzu menschlichen Gefühlen und Gedanken ist er mir sehr sympathisch, und es ist bestimmt nicht der letzte Krimi, den ich von Georg Haderer gelesen habe. Sprache und Stil gefallen mir sehr; das Buch läßt sich flüssig lesen, ist aber dennoch nicht anspruchslos- im Gegenteil! Einfach nur gut!
Profile Image for Kerstin.
746 reviews24 followers
January 4, 2011
Kurzbeschreibung:
Nebel, Kälte, Innenpolitik...
als ob Major Schäfer nicht schon genug mit seinen Depressionen und Angstzuständen zu kämpfen hätte, treten ihm auch noch der Wiener November und ein reformwütiger Innenminister in die Rippen. Wie soll Schäfer unter diesen Bedingungen arbeiten - zumal in der Gerichtsmedizin neben zwei ertrunkenen Frauen auch noch die mumifizierte Leiche eines Drogensüchtigen liegt. Unfall, Unfall, Überdosis, so soll es in den Ermittlungsakten stehen, wenn es nach dem Polizeipräsidenten geht - nur keine überflüssigen Ermittlungen.
Doch dass nicht nur mit dem toten Junkie etwas faul ist, steht für den sturen Schäfer fest. Bei seinen Untersuchungen entdeckt er Zusammenhänge, die auf einen Serientäter schließen lassen, der sich seine Opfer nach dem Schema eines Kartenspiels aussucht. Mit seiner Theorie steht Schäfer innerhalb der Polizei weitgehend alleine da - was ihn aber nicht daran hindert, mit seinen Ermittlungen in die Offensive zu gehen...

Zum Autor:
Georg Haderer, geboren 1973 in Kitzbühel/Tirol, lebt in Wien. Nach einem abgebrochenen Studium und einer vollendeten Schuhmacherlehre arbeitete er als Journalist, Barmann, Landschaftsgärtner, Skilehrer und Werbetexter. "Schäfers Qualen", sein Debüt und zugleich erster Teil der Reihe rund um Polizeimajor Schäfer, erschien 2009 bei Haymon.

Der Park begann im Dunkel zu versinken. Unwahrscheinlich, dass um diese Uhrzeit noch jemand vorbeikam. Der noch dazu misstrauisch werden und die Polizei informieren würde, anstatt einen weiten Bogen um die zwei Männer zu machen. Warum hatte er niemanden über sein Vorhaben informiert? Wie dumm konnte man sein? (Seite 282)

Rezension:
Major Johannes Schäfer hat es nicht leicht. Ihn quälen Depressionen und er besucht zur Aufarbeitung einen Therapeuten. Doch plötzlich geraten diese ins Hintertreffen, denn die Wasserleiche einer jungen Frau gibt Schäfer und seinen Kollegen Rätsel auf. Doch nicht nur dieser Fall muss gelöst werden, auch machen ihm weitere Morde, zum Beispiel wurde eine Frau ertrunken in ihrer Badewanne gefunden und ein toter Junkie, der bereits mumifiziert im Wald gefunden wird, Kopfzerbrechen.

Doch sind dies wirklich Morde oder doch Unfälle? Schäfer ermittelt mit seinen Kollegen in alle Richtungen und entdeckt gewisse Parallelen zu einem Kartenspiel. Ist wirklich ein Serienmörder in der Stadt Wien unterwegs?

"Ohnmachtspiele" von Georg Haderer zeigt deutlich, dass auch sogenannte Regionalkrimis ihren Reiz haben. Major Johannes Schäfer, der Protagonist des Romans, ist nicht der "gelackte" und unfehlbare Ermittler, wie man sie leider nur zu oft aus Büchern des Genres Krimi/Thriller kennt, sondern ein wahrer Sturkopf, der gerne auf eigene Faust ermittelt und sich von seinen Vorgesetzten nicht reinreden lässt. Auch hat er einen ganz eigenen trockenen Humor, der immer wieder in verschiedenen Szenen mit seinen Kollegen aufblitzt.

Auch wenn man als Leser nicht sehr viel über die Person Schäfer selbst erfährt, wie z.B. sein Aussehen, genaueres Alter usw., kann man doch einen sehr guten Einblick in seine Psyche und sein Gedankenleben bekommen. Die Ermittlungen der Mordkommission sind detailreich und anschaulich geschildert.

Wer allerdings einen Roman erwartet, in dem viel Blut fließt, der wird hier enttäuscht werden. Vielmehr glänzt "Ohnmachtspiele" durch seine Vielschichtigkeit, jede Menge Nebenpersonen und auch falsche Fährten, die gelegt werden, um den Leser bei der Lösung des Falles in die ein oder andere Irre zu führen. Die Spannung bleibt da aber leider dann doch etwas auf der Strecke. Trotzdem hat mir der Krimi gut gefallen, was Hauptverdienst des für mich sehr sympathischen Majors Schäfer ist.

Es gibt bereits einen ersten Band rund um Major Johannes Schäfer mit dem Titel "Schäfers Qualen", ebenfalls im Haymon-Verlag erschienen, der aber nicht unbedingt zum Verständnis des vorliegenden zweiten Bandes gelesen werden muss, was ich als sehr positiv empfinde.

Zur Gestaltung des Buchs: Das Cover zeigt einen See im Hintergrund, im Vordergrund ein steiniges Ufer, an dem eine rote Gummiente angeschwemmt ist (die auch im Roman vorkommt).

Fazit: "Ohnmachtspiele" ist ein solider Regionalkrimi mit einem Ermittler mit Ecken und Kanten, der sich nichts vorschreiben lässt. Für Leser dieses Genres empfehlenswert!

Wertung: 4 von 5 Punkten
Profile Image for Brina.
2,050 reviews122 followers
July 29, 2011
Da bereits die komplette Handlung in der Kurzbeschreibung beschrieben ist, werde ich mir eine weitere Zusammenfassung sparen.

„Ohnmachtsspiele“ ist bereits das zweite Buch, dass über die Tätigkeiten von Major Schäfer handelt.

Major Schäfer ist ein sympathischer Protagonist, der mir sehr gut gefallen hat. Hier wird kein knallharter Polizist dargestellt, der für die Karriere über Leichen geht, sondern ein ängstlicher, depressiver und intelligenter Mann, der mit Erfahrungen glänzen kann.
Die Art und Weise, wie er Fälle miteinander verbindet sind interessant und nachvollziehbar.

Der Schreibstil ist dem Autor zum Großteil gelungen. Allerdings empfand ich einige Passagen als sehr langtmig und dem Buch hätten dadurch mindestens 20 Seiten weniger gut gestanden.
Die Dialoge sind dagegen gut gelungen. Zwar sind einige Dialoge doch sehr zusammenhangslos und dadurch verwirrend, aber es passt sehr gut zur Atmosphäre im Buch, denn da bleibt auch so einiges ungeklärt, wie z.B. so manches Verhältnis untereinander.

Die Spannung wird einem Krimi gerecht und hat mich stellenweise sehr gut fesseln können. Allerdings wurde das durch die oben erwähnten Dialoge doch teilweise gedämpft.

Die Covergestaltung ist recht schlicht gehalten, aber durchaus passend für einen Krimi. Was mich allerdings etwas gestört hat, ist der Umschlag, der aus normalen, recht dünnen Papier besteht. Dadurch ist die Gefahr recht hoch, dass mal eine Ecke einreisst.
Die Kurzbeschreibung ist im Prinzip gut und spannend geschrieben, verrät in meinen Augen aber schon viel zu viel, da dies beinahe die komplette Handlung ist. So bleibt nicht mehr viel Raum für Überraschungen.

„Ohnmachtsspiele“ ist ein typischer Krimi, der leider so manche Schwächen aufweist. Daher nur für wirkliche Krimifans empfehlenswert.
Profile Image for Wal.li.
2,572 reviews72 followers
October 23, 2016
Schnapsen

Mit der Schwermut ist nicht zu spaßen, erfährt Major Johannes Schäfer. Nach einer Auszeit kämpft er sich in den Job zurück. Mal wieder hat es Tote gegeben und Schäfer und sein Kollege Bergmann begeben sich daran, die Geheimnisse, die die Todesfälle umgeben, zu lüften. Wo ist ein Ansatzpunkt, wo ein Zusammenhang. Noch ringt Schäfer mit den Auswirkungen seiner Krankheit und nichts geht so schnell voran, wie er es gerne hätte. Zwei Frauen, die in kurzem Zeitabstand ertrunken sind, kann das noch ein Zufall sein?
Mit seiner unnachahmlichen Art, einer Mischung aus hintersinnigem Humor und zeitweiliger Schwermütigkeit, macht sich Major Schäfer an die Arbeit. Immer hadernd mit den Vorgaben der Obrigkeit, die einem unsinnigen Sparzwang gehorchend jedwede intensive Ermittlung unmöglich machen. Da kann wegen der Statistik aus einem Mord schonmal ein Unfall werden. Macht sich halt besser. Schließlich ist jede Statistik nur so gut wie man sie selbst hingebogen hat. Aber nicht mit Major Schäfer. Seinem Gespür folgend macht er sich auf die Suche nach dem Zusammenhang und kommt einer ganz unglaublichen Sache auf die Spur.
Sein eigener Weg ist der richtige, meistens jedenfalls. Und in diesem Wissen entführt er den Leser auf den Pfad, auf dem nur mit Schäfer gemeinsam des Rätsels Lösung gefunden werden kann. Da geht es nicht ohne humorige Szenen, die man nicht beschreiben kann, man muss es schon selber lesen, um an dem speziellen Witz teilhaben zu können. Und natürlich muss Schäfer auch so manche gefährliche Situation überstehen. Da ist man genauso froh wie er über seinen treuen Weggefährten Bergmann, der Schäfer nicht von der Seite weicht und dem der Major doch entwischt, wenn es ihm in den Kopf kommt. In diesem zweiten Band um Major Schäfer scheint seine Gemütslage etwas lichter zu werden und so lange ihm sein verschrobener Humor und seine Dickköpfigkeit nicht abhaben kommen, kann man sich seinen weiteren Fällen getrost zuwenden, man wird bestens unterhalten werden.
Displaying 1 - 4 of 4 reviews

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.