Dotti ist Single. Seit 19 Tagen, 4 Stunden, 32 Minuten und 57 Sekunden. Seit Florian sie »entfreundet« hat, ohne Vorwarnung, mitten in der Nacht. Eigentlich sollte das Dotti gar nichts ausmachen, schließlich ist die Kulturredakteurin doch Gründerin und Ikone der Mauerblümchenbewegung. Doch Dotti ist am Boden zerstört, bis der Fund eines geheimnisvollen handgeschriebenen Rezeptbuchs sie erfolgreich ablenkt. Wem mag es gehören? Und wer hat es geschrieben? Dotti begibt sich auf die Suche, angeleitet nicht zuletzt durch mysteriöse Hinweise von mohnschnecke55 …
Ohne Goodreads hätte ich nicht einmal gewusst, dass es sich hierbei um den zweiten Teil einer Serie handelt, da es im Buch (auch Klappentext etc) nicht erwähnt wird. Vielleicht ist einem die Hauptfigur auch sympathischer wenn man Teil 1 gelesen hat, ich hatte jedenfalls das Gefühl, dass die Autorin eine Beziehung der Leser*innen zu den handelnden Figuren voraussetzt, zumindest haben diese teilweise noch weniger Tiefgang und Motivation als ich von derartiger Belletristik erwartet hätte. Die Geschichte ist relativ seicht, stellenweise abstrus und die Personen handeln sehr oft unlogisch und irrational, bleiben damit jedoch auch im Bereich der Erwartungen. Das Ende ist eine diabetikerwürdige Überzuckerung an Kitsch und war schon auf 100 Seiten absehbar, hat mich aber dennoch zum Schmunzeln gebracht. Ich möchte noch anmerken dass mich das Cover jahreszeitentechnisch in die Irre geführt hat. Ich dachte es handelt sich um eine klassische Sommerlektüre, in Wahrheit kommen aber Schnee und Weihnachtsmärkte vor. Alles in Allem war das Buch okay (was übrigens die Definition von 2 Sternen ist!), macht mir aber keine Lust auf mehr.
Als großer "Naschmarkt"-Fan der ersten Stunde, fieberte ich eine gefühlte Ewigkeiten dem neuen Roman aus der Feder der Wiener Autorin Anna Koschka entgegen. "Naschmarkt" war für mich im Herbst 2012 ein absolutes Lesehighlight. Nicht nur die freche, spannende, lustige und schöne Geschichte konnte mich begeistern, sondern auch die pfiffigen, intelligenten Dialoge und die authentischen Protagonisten - allen voran natürlich Dotti Wilcek.
Als ich "Mohnschnecke" nun in der Hand hielt und die erste Seite aufschlug, fühlte es sich nicht so an, als würde ich ein Buch lesen, sondern als besuche ich liebe Freunde in Wien. Das Wiedersehen mit Dotti und ihren Freunden war sehr herzlich und ich fühlte mich direkt wieder aufgehoben und willkommen. Trotzdem fiel mir sehr bald auf, dass Dotti anders war, als ich sie in Erinnerung hatte. Sie wirkte traurig und lustlos - kein Wunder! - schließlich war sie seit wenigen Tagen wieder Single und hatte zu allem Überfluss nicht nur ihren Freund, sondern auch ihre Leselust verloren. Literaturredakteurin Dotti ohne ihre geliebten Bücher? Das ist so, als würde Udo Lindenberg seinen Hut ablegen oder Sherlock Holmes ohne Dr. Watson ermitteln. Doch Dotti hat nicht nur ein prall gefülltes Bücherregal, sie hat auch wunderbare Freunde, die ihr nicht viel Zeit für Liebeskummer lassen und eine Mauerblümchentherapie für sie entwickeln. Es wird geflirtet und gedatet - erfolglos. Erst ein geheimnisvolles, handgeschriebenes Rezeptbuch bringt Dotti auf andere Gedanken und schickt sie auf eine Reise, die sie zu ihrem persönlichen Happy End führen soll...
Der Elan, mit dem ich ins Buch startete, ebbte nach den ersten Seiten etwas ab, obwohl ich nicht lang auf die heiß ersehnten spritzigen Dialoge warten musste. Ungewohnt war für mich, dass ich keine "Energie- und Scharfzüngigkeitslevel 100% aufgetankt"- Dotti erlebte, sondern viel mehr ihre Freunde die Wortführer waren. Lorenz, Stella, Miki, Sun und Co. versuchen ihr Bestes, um Dotti aus ihrem Loch zu befreien. Nicht nur Ober-Nerd Lorenz, auch die süße "das ist so zwanzigstes Jahrhundert"- Sun entlockten mir die ersten zarten Schmunzeler und ich konnte mich beruhigt in die Geschichte fallen lassen.
Wie schon in "Naschmarkt" spielen Bücher auch in "Mohnschnecke" wieder eine große Rolle. Es gibt jede Menge Anspielungen auf bekannte Romanfiguren und Ereignisse aus unserer geliebten Bücher-Community, so dass sich Leseratten und Bücherwürmer nicht nur wohl-, sondern auch direkt angesprochen fühlen können. Anders als in "Naschmarkt" geht es dieses Mal jedoch um ein ganz bestimmtes Buch, nämlich ein geheimnisvolles, handgeschriebenes Rezeptbuch, das Dotti in die Hände fällt. Diese besonderen Rezepte finden sich auch im Roman wieder und laden zum "nachbacken" ein. Was genau es mit den sieben Rezepten auf sich hat, verrate ich an dieser Stelle nicht. Ich muss gestehen, dass ich selbst die Rezepte beim Lesen der Geschichte übersprungen habe, weil sie mich im Lesefluss etwas gestört haben. Erst am Ende habe ich sie mir in Ruhe angeschaut und mir gewünscht, über Nacht wenigstens ein kleines Talent fürs Backen zu entwickeln, denn wer möchte nicht gern am "Sehnsuchtsschmarrn" naschen oder das Rezept für ein "Happy End" ausprobieren? Eine schöne Idee!
Ebenso toll und außergewöhnlich empfand ich erneut den ständigen Bezug zu den modernen Social Media Plattformen wie Facebook, Twitter und Instagram. Hierzu sei verraten, dass es sich lohnt, die erwähnten Websites und Profile auch mal im "Real Life" aufzusuchen! Für mich wurden die Personen und Ereignisse dank echter Fotos und Facebook-Chats noch nahbarer, noch authentischer.
Schlussendlich fällt mein Fazit nicht ganz so begeistert aus wie bei "Naschmarkt". Anna Koschka hat zwar wieder eine interessante Geschichte erzählt, mit der sie mich aber nicht zu 100% abholen konnte. Mir fehlten ein Stück weit der Pepp (vielleicht hätte ein kleiner Spritzer Zitrone geholfen?) aber auch die in "Naschmarkt" so exzessiv zelebrierte Bücherleidenschaft... Die Reise nach Prag war zwar eine tolle Abwechslung, trotzdem zog sie sich stellenweise ein bisschen. Das Ende wiederum empfand ich als zuckertortensüß. "Mohnschnecke" ist ein tolles, luftig-leichtes und empfehlenswertes Buch, ich habe es wirklich sehr gern gelesen und liebe liebe liebe die Figuren und Anna Koschkas intelligenten Humor. Trotzdem liegt es nahe, "Mohnschnecke" mit ihrer großen Schwester "Naschmarkt" zu vergleichen und an diese besondere Atmosphäre kommt so schnell kein anderes Buch heran!
Am Ende sei noch gesagt, dass man "Naschmarkt" nicht unbedingt vorher gelesen haben muss, um in die Geschichte von "Mohnschnecke" eintauchen zu können. Allerdings finde ich persönlich es definitiv schöner und leichter, die Charaktere, die Wiener Atmosphäre und natürlich die Vorgeschichte schon zu kennen.
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge beende ich nun den Zweiteiler rund um Dotti. Ich bin traurig darüber, dass es keine neue Geschichte von Dotti geben wird, jedoch darf ich mit allen anderen Dotti-Fans aufatmen, denn wir müssen uns nicht komplett von unseren lieb gewonnenen Figuren verabschieden. Im Mai 2014 erscheint im Knaur Verlag der Auftakt zur eBook Serie "Naschmarkt 99", in der wir uns auf ein Wiedersehen mit Dottis Freunden freuen können.
Ich nehme an, dass man den ersten Band lesen muss, um den zweiten in irgendeiner Weise schätzen zu können. Vielleicht kann man dann auch mehr Sterne vergeben. Ich kenne den ersten Band nicht, und werde auch von dieser Authorin nichts mehr lesen. Mein Fazit: dieses Buch liest sich wie ein Tagebuch einer leicht hysterischen 16-jährigen. Flach, unreflektiert, sinnloses resümieren über krude Gedanken. Es macht mich traurig, dass das dann auch noch als Frauenliteratur verkauft wird. Totale Zeitverschwendung. Den zweiten Stern gebe ich nur, weil die eine oder andere Formulierung lustig war, auch wenn das Buch richtig schlecht geschrieben ist.
Dotti ist wieder Single. Seit dreihundertfünfzig Stunden. Damit sie sich mit Kater, Büchern und Flauschesocken wieder wohlfühlt, entwickeln ihre Freundinnen eine Mauerblümchentherapie für sie. Doch erst der Fund eines geheimnisvollen handgeschriebenen Rezeptbuchs verändert alles.
Wem mag es gehören? Und wer hat es geschrieben? Dotti begibt sich auf die Suche, angeleitet nicht zuletzt durch mysteriöse Hinweise von @mohnschnecke55 …
Meine Meinnung:
Dieses Buch macht einem Lust auf leckere Mohnschnecken und man hat das Verlangen zu backen und die Rezepte auszuprobieren. Man begleitet Dotti auf eine interessante Reise voller Überraschungen und unvorhergesehenen Begegnungen und wird von der ersten bis zur letzten Seite richtig gut unterhalten. Man muss Nachmarkt nicht unbedingt gelesen haben, um zu verstehen, worum es geht, denn es gibt einige Rückblenden/Tagträume, bei denen das wichtigste erklärt wird.
Die Story ist gut durchdacht und umgesetzt, man muss mit Dotti und ihren Freundinnen einige Hindernisse überwinden, um zu sich selbst zu finden. Es ist so schön sie alle auf dem Weg zu begleiten.
Der Schreibstil trifft genau meinen Geschmack, ich mag Dottis scharfe Zunge und ihren Humor. Sie erzählt aus ihrer Sicht von den Geschehnissen und mit ihrer lockeren und leichten Art, trifft sie einen mitten ins Herz und jeder der mal eine Leseflaute hatte kann nachvollziehen, wie sie sich in der Gegenwart von ungelesenen Büchern fühlt.
Ich kann mich sehr mit der lieben Dotti identifizieren, denn ich bin auch ein kleines Mauerblümchen, das im tiefsten Innern ihr persönliches "Happy End" sucht. Annili ist so toll, sie ist zwar alt aber geht mit der Zeit und hat die besten Ratschläge. Dotti kann stolz auf ihre Freunde sein, denn sie sind immer für sie da und unterstützen sie in wirklich allen Lebenslagen. Man muss sie einfach alle liebhaben, auch im einundzwanzigsten Jahrhundert.
Das Cover gefällt mir sehr gut, ich liebe dieses grün und es gibt sogar ein Glas Orange Jam. Es passt perfekt zum Inhalt und macht einen neugierig auf den Ihnhalt.
Fazit:
Für alle Mauerblümchen da draußen, ich kann euch die Geschichte von Dotti wärmstens empfehlen, denn sie bringt euch zum lachen, schmunzeln, hoffen,...und rührt euch zu Tränen.
Aus und vorbei, das Mauerblümchen Dotti ist nach der Trennung von Traummann Florian Glahnz wieder im Beziehungsstatus „pluskatze“.
Doch irgendetwas stimmt nicht und um genau zu sein, stimmt etwas schon länger nicht. Dotti kann nicht mehr lesen, sie schafft es nicht mehr, sich auf Bücher einzulassen und das ist für ihren Beruf als Rezensentin eine Katastrophe.
Als sie im Lokal ihrer Mutter ein augenscheinlich vergessenes Rezeptbuch findet, nimmt sie es an sich und will hinter sein Geheimnis kommen. Dabei taucht Dotti immer tiefer in eine Geschichte der Liebe ein, Letztendlich muss sie sich durch die Suche nach dem/der Verfasser/in auch ihren eigenen Dämonen stellen
„Mohnschnecke“ setzt nicht dort an wo „Naschmarkt aufhörte, es fehlt uns fast ein ganzes Jahr. Ein Jahr, dass Anna Koschka uns in Rückblenden und Tagträumen von Dotti zeigt. Dabei bedient sie sich einer verspielten Sprache, die voll süßer Verheißung ist und die LeserInnen zum Träumen bringt.
In liebevoller Kleinarbeit vermengt sie das Bittere und das Süße um in unseren Köpfen ein Bild von Liebe und Schmerz entstehen zu lassen. Dabei durchstreift sie mit liebevollen Seitenhieben die deutschsprachige Literaturszene, insbesondere die Online-Community und entlockt Insidern so manches herzhafte Lachen.
Die Charaktere sind bereits aus Naschmarkt bekannt und allseits beliebt. Anna Koschka verleiht ihrer Geschichte durch die lebensechte Darstellung ihrer Personen ein besonderes Maß an Tiefe.
Dem Buch haftet ein unerklärlicher Zauber an, frau (und hoffentlich auch Mann ;) ) bekommt Lust, die Rezepte nachzubacken, die eingestreuten Links wecken die EntdeckerInnen in uns und das Flair, das Anna Koschkas Geschichten umgibt ist einfach unbeschreiblich – das kann ich nicht „rezensieren“ das kann ich euch nur ans Herz legen zu lesen.
Anna Koschka ist das Pseudonym der Wiener Autorin Claudia Toman. Sie arbeitet als Schriftstellerin, Theatermacherin und Museumsguide und schreibt bereits am nächsten Roman um die liebenswerten Heldinnen des Mauerblümchenclubs.
Zum Inhalt:
Dotti ist wieder Singel, einfach abserviert von Florian, per Facebook -Chat, seit dreihundertfünfzig Stunden. Er kam einfach zu dem Ergebnis, daß sie nicht kompatibel sind. Sie stürzt durch ihren Liebeskummer in eine Leseflaute, was für ihren Beruf als Rezensentin sehr schlecht ist. Ihre Freundinnen verpassen ihr kurzerhand eine Mauerblümchentherapie. Wird diese vom Erfolg gekrönt und was hat es mit dem mysteriöschen Rezeptbuch auf sich?
Meine Meinung:
Nachdem Dotti in Naschmarkt ihr Happy End bekommen hat geht ihre Geschichte in Mohnschnecke weiter. Ein Jahr nach dem Happy End ist sie nämlich wieder Singel. Was ist denn nur schief gelaufen? Zum Glück sind da ihre tollen Freundinnen die sie auffangen und mit Rat und Tat zu Seite stehen. Gut gefallen haben mit die teils sehr chaotischen Gedanken von Dotti. Ein sehr lockerer und leichter Schreibstil lassen den Leser durch die Geschichte fliegen. Die Charas sind gut ausgearbeitet und kommen sehr authentisch beim Leser rüber.In manchen Situationen mußte ich sehr schmunzeln, da ich mich selbst gesehen haben. Ich liebe ja das Pies & Pages und die Mutter von Dotti Lady Lydia finde ich total gelungen.
Cover:
Ein richtiger Eyecatcher, genauso farbenfroh wie die Geschichte.
Fazit:
Eine turbulente Geschichte mit tollen Freundinnen die unterschiedlicher nicht sein können und doch so perfekt zueinander passen.
Ein Jahr währte Dotties Beziehungsglück mit Florian und dann serviert er sie auf Facebook mit einem Klick ab. Entfreundet und ohne Mann fürs Leben muss Dottie sich dem Liebeskummer stellen. Wie gut, dass sie ihre Freundinnen hat, die für sie die Mauerblümchentherapie erfinden.
Wer Dottie noch nicht aus ‚Naschmarkt‘ kennt, sollte dies erst nachholen, bevor er sich mit diesem Buch weiter vergnügen darf. Ausgerechnet Dottie, der Vorzeige-Single, hatte ein Jahr lang eine Beziehung, die nicht bekannt werden durfte, denn da gab es ja diese Klausel… Jetzt steht sie vor dem Scherbenhaufen ihres zerbrochenen Herzens, geplagt von Liebeskummer und einer totalen Leseflaute, die sie dringend in den Griff bekommen muss. Nach einem Kochkurs im ‚Pies & Pages‘ entdeckt Dottie das Büchlein ‚Herzensbund‘ mit vielversprechenden Rezepten.
Diese ‚Mohnschnecke‘ wurde von Anna Koschka mit viel Esprit, Humor und ganz viel Herz gebacken. Es ist genau das richtige Buch um es sich auf der Couch mit Tee, Katze/Hund und etwas Süßem gemütlich zu machen. Ich mochte auch diesmal wieder besonders gerne die vielen Anleihen aus der Pop-Kultur.