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Biogärtnern: Der Grundkurs - gut gezeigt was wirklich wichtig ist

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Peter Berg ist biologisch-dynamischer Gemüsebauer. In diesem Buch führt er mit zahlreichen Bildern Schritt für Schritt in die Grundlagen des Biogärtnerns ein. Der Leser schaut dem erfahrenen Profi über die Schulter und lernt dabei ganz einfach, wie er in seinem Hausgarten nachhaltig gärtnern und gesundes Obst und Gemüse anbauen kann. Welche Voraussetzungen für einen Biogarten bringt mein Garten schon mit? Wie bekommt mein Boden die richtige Nahrung und Pflege durch Kompost oder Hacken, Jäten und Mulchen? Wie mache ich meine Pflanzen widerstandsfähig und was mache ich wann im Garten, vom Frühjahr bis zum Winter? Dieser Grundkurs begleitet Sie auf dem Weg zum eigenen Biogarten!

192 pages, Library Binding

First published February 7, 2013

3 people want to read

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Peter Berg

90 books2 followers

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Displaying 1 - 2 of 2 reviews
Profile Image for sabisteb aka callisto.
2,342 reviews1 follower
July 12, 2013
Was Biogärtnern angeht, so gibt es viele unterschiedliche Philosophien, einige davon eher esoterisch (aus Sicht eines studierten Biologen). Der Autor steht jedenfalls auf die Lehren des Rudolf Steiner (S. 7). Laut Wikipedia war Rudolf Joseph Lorenz Steiner (27. Februar 1861 - 30. März 1925) ein österreichischer Esoteriker und Philosoph und Begründer der Anthroposophie. Auf Grundlage dieser Lehre gab Steiner einflussreiche Anregungen für verschiedene Lebensbereiche, etwa Pädagogik (Waldorfpädagogik), Kunst (Eurythmie, anthroposophische Architektur), Medizin (anthroposophische Medizin), Religion (die Christengemeinschaft) oder Landwirtschaft (biologisch-dynamische Landwirtschaft).
Wer mit dieser Weltanschauung nichts anfangen kann und Bio eher auf wissenschaftlicher Grundlage betreiben will, wird sich an einigen Stellen dieses Buches (milde ausgedrückt) ärgern.
Ich selber bin derzeitig eher an Informationen über den pfluglosen Mischfruchtanbau und push pull Methoden in Sachen Bio interessiert, da ich der Meinung bin, dass das Biologisch die sinnvollste Alternativen sind, nur kennt diese Anbaumethoden bisher kaum einer. So auch dieser Autor, der diesen Themen nicht ein Wort widmet. Das Buch ist also eher klassisch, aus meiner Sicht nicht wirklich auf dem neuesten Stand der Forschung.

Fachlich habe ich einige Anmerkungen und Korrekturen anzumerken:
S. 68: Feigen können in Süddeutschland wie alle anderen Obstbäume ungeschützt einfach in den Garten gepflanzt werden und wachsen da Problemlos. Die Indische Feige kommt mit -20°C problemlos klar und auch andere Feigensorten können draußen ohne jeglichen Schutz kultiviert werden. Erntezeit ist nicht August bis September, sondern meine Feige hat zwei Erntezeiten Mai + Oktober. Das mag in Ostdeutschland natürlich anders aussehen, hier hätte der Autor differenzieren sollen.
S. 69: Physalis jedes Jahr neu aussehen klappt zwar bei einem Bekannten, ich selber habe aber die Erfahrung gemacht, dass man dann nicht zum Ernten kommt. Überwintern in Form von Stecklingen (wenn man wenig Platz hat) oder einfach den Topf in die Garage stellen haben sich als erfolgreicher erwiesen.
S. 90: Furchtfolge: Hier wäre eine Tabellarische Übersicht über Fruchtfolgen sinnvoll gewesen, mit diesem Fließtext kann man nicht wirklich viel anfangen.
S. 99: Von Hacken des Bodens und Jäten halte ich als Anhänger des pfluglosen Mischfruchtanbaus gar nichts. Hacken stört die mikrobiologischen Vorgänge im Boden und kahle Flächen sind von der Natur so oder so nicht vorgesehen. Wenn Bio, dann richtig.
S. 102: Beikräuter: Noch so ein Streitpunkt. Ja, Beikräuter konkurrieren, aber sie sind auch nützlich, denn sie schützen die Nutzpflanzen unter Umständen vor Fraßfeinden (Physalis überleben nur im Schutze von vielen Beikräutern, will man kein Schneckenkorn streuen) und einige Beikräuter sind Stickstoffixierer. Hier spielen die Push pull Mechanismen rein. Man sollte die Pflanzen gemischt setzen, so dass sie sich unterstützen und viele sogenannte Beikräuter wie Löwenzahn sind eigentlich Gemüse, das man essen kann. Die Zusammenstellung des Autors ist für mich nicht sonderlich hilfreich, da die meisten der Beikräuter bei mir nicht wachsen, dafür aber komplett andere. Das Buch scheint eher nicht für den Südwesten der Republik ausgelegt zu sein.
S. 120: Das Thema Pflanzenkrankheiten kommt mir zu kurz. Nur 2 Seiten. Kaum ein Wort über die Biologie der Erreger, kein direkter Vergleich von falschem und echtem Mehltau. Überträger und vor allem die extrem wichtigen Zwischenwirte fehlen. Der Birnengitterrost (Gymnosporangium fuscum) fehlt komplett (bei dem ist Wacholder der Zwischenwirt, man kann also noch so sehr die Blätter entsorgen, wenn der Zwischenwirt der Pilze neben oder in der Nähe der Nutzpflanzen steht, hat man verloren. Einer von beiden muss gehen (ich habe den Wacholder entfernt und meiner Birne geht es nun deutlich besser)).
S. 139: Tomaten sind NICHT einjährig sondern können (wenn sie gesund sind) überwintert werden.
Besonders geärgert hat mich das Kapitel Mondgärtnern (Ab S. 30). Ja, der Mond hat einen (!) experimentell nachgewiesenen Einfluss: Pflügt man bei Neumond ohne Licht, wachsen weniger Beikräuter, weil der Lichtimpuls zum Keimen nicht erfolgt und die Samen so im Boden ruhend bleiben. Daraus gleich eine Wissenschaft des Mondgärtnerns zu machen, halte ich für an den Haaren herbeigezogen.

Fazit: Nett. Nichts Halbes und nichts Ganzes. Viele Themen werden angerissen, teils in so kurzer Form, dass sie schon fast unbrauchbar sind. Mir zu viele fachliche Fehler. Zudem scheint das Buch nicht gerade für Südwestdeutschland geeignet, da hier ein ganz anderes Klima herrscht. Insgesamt eher veraltet, weil Themen wie push pull Methoden und pflugloser Mischfruchtanbau komplett fehlen.

Dieses Buch ist von seiner Aufmachung und auch vom eher ungewöhnlichen länglichen Format her, den Kochbüchern des Verlages angepasst, steht also aus vielen Bücherregalen unter Umständen mit den Rücken heraus.

Profile Image for 78sunny.
2,345 reviews43 followers
March 30, 2016
Hier möchte ich gar nicht viel zu sagen. Das war mir alles etwas oberflächlich. Außerdem gab es nur wenige Informationen zu Gemüse und Obstsorten und vor allem keine übersichtliche Empfehlung zu guten oder schlechten Nachbarn. Da habe ich schon deutlich bessere Gartenratgeber gelesen.
Meine Wertung:
3/5
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