Eines Tages soll Riora über die Republik Anamoya regieren – zumindest, wenn es nach ihrem Onkel geht, der sie neben der Politik auch die geheime Kunst der Nekromantie lehrt. Doch als ihre Mutter ermordet wird, scheitert ihre Magie, und Rioras Welt bricht in sich zusammen. Warum musste ihre Mutter sterben? Welche Geheimnisse verbirgt die Republik, die von Intrigen und Korruption durchzogen ist? Riora schwört sich, den Schuldigen zu finden, wobei sie unerwartete Hilfe von dem Künstler Arias erhält. Obwohl sie sofort mit ihm aneinandergerät, muss sie ihm vertrauen. Denn ihre Familie ist nicht die einzige, die verbotene Magie beherrscht – und der Mörder hat weitaus mehr vor, als Blut in Anamoya zu vergießen …
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!
Ich war zehn Jahre alt, als ich zum ersten Mal einen Menschen sterben sah.
Das Cover finde ich richtig cool, das Grün passt perfekt und ist mal anders. Jetzt nach dem Lesen verstehe ich auch, wieso ein Totenkopf mit Blumen darauf zu sehen ist, das passt einfach perfekt zu der Geschichte.
Der Schreibstil der Autorin ist wie immer sehr gut und flüssig zu lesen. Das Buch ist aus zwei Perspektiven geschrieben, einmal aus Rioaras und dann noch aus Arias. Dadurch lernt man beide Charaktere besser kennen und weil sie in verschiedenen Schichten leben, lernt man von beiden Schichten etwas.
Zu Beginn lernt man Riora kennen, die von Arias gemalt werden soll. Sie ist eine Nekrobotanikerin, was aber niemand wissen darf. Als ihre Mutter getötet wird tun sich die beiden zusammen um den Mörder zu finden und werden in eine Intrige hineingezogen, die größer ist, als sie dachten.
Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Man bekommt ein wenig die Welt erklärt, wie Anamoyas aufgebaut ist und was eigentlich Nekrobotaniker sind. Durch den guten Schreibstil kam ich auch schnell weiter und war rasch mitten in der Geschichte, wobei ich zuerst keine Ahnung hatte, in welche Richtung sich diese entwickeln würde.
Riora mochte ich sehr gerne. Sie ist die Nichte des Regenten über Anamoyas und soll irgendwann selber diesen Posten übernehmen, allerdings hat sie keinerlei Interesse an Politik und möchte lieber andere Dinge erfoschen. Riora setzt sich aber nie gegen ihren Onkel durch und tut eigentlich immer, was er will, zumindest zu Beginn. Nach dem Mord an ihrer Mutter beginn sie auf eigene Faust zu ermitteln und stellt sich so auch ein wenig gegen die Wünsche ihres Onkels, da merkt man schon, dass sie doch mehr kann, als nur blind zu gehorchen. Abgesehen davon fand ich sie toll, sie ist schlau, freundlich und hegt keine Vorurteile anderen Menschen gegenüber.
Arias kam mir zuerst etwas sehr aufsässig vor, allerdings steht mehr in ihm, als man denkt. Nicht nur ist er künstlerisch sehr begabt, er ist auch klug und hat einige Geheimnisse, die erst mit der Zeit gelüftet werden. Ich mochte seine Einstellung gegenüber dem Regenten und dem großen Rat gerne, denn er hält absolut nichts von ihnen und sagt seine Meinung frei heraus. Zwar wirkt er wie ein Einzelgänger, da er mit seiner Meinung nie hinterm Berg hält, aber das stört ihn nicht sonderlich. Dass er Riora dann trotzdem hilft, fand ich sehr nett von ihm.
Ich habe die anderen beiden Bücher der Autorin geliebt, daher war ich schon sehr gespannt auf dieses Buch und es ist irgendwie anders, aber doch hat es noch den gleichen Charme, wie die anderen beiden. Hier geht es nicht ganz so brutal zu, der Großteil des Buches ist eher eine Ermittlungsgeschichte, bevor dann mehr Action dazu kommt, was ich persönlich aber mag. Man entdeckt zusammen mit den Charakteren Hinweise, lernt auf dem Weg andere Leute kennen und lüftet Geheimnisse. Für mich war diese Mischung einfach perfekt und es wurde auch nie langweilig.
Was auch positiv erwähnt werden sollte ist, dass es hier keine unnötig erzwungene Liebesgeschichte gibt. Es steht wirklich der Mord an Rioras Mutter im Vordergrund und bleibt auch da. Alles an romantischen Szenen passiert eher nebenbei und ist kein wesentlicher Teil der Geschichte, da diese Szenen meist andere Leute als unsere Hauptcharaktere betreffen.
Etwas goofy hingegen fand ich Leyas. An sich ein toller Charakter, auf den ich mich gefreut habe, seit er das erste Mal erwähnt wurde, aber als er dann da war, fand ich ihn ernüchternd. Er wurde ein wenig komisch dargestellt, nicht weil er die Sprache nicht gut beherrscht, sondern weil seine Handlungen komisch waren. Alles andere an dem Buch ist so ernst und dann kommt der Typ daher, ich konnte ihn einfach nicht ernst nehmen.
Am Ende überschlagen sich dann die Ereignisse und alle offene Fragen werden beantwortet. Ganz ehrlich, mit vielen Dingen habe ich nicht gerechnet, überhaupt nicht mit der Antwort auf die Frage, wieso es nur in Anamoyas Nekrobotaniker gibt. Da hat sich die Autorin ein paar tolle Dinge ausgedacht. Cool war auch, dass es ein paar Easter Eggs zu ihren anderen Büchern gab, da habe ich mich gefreut, wie ein kleines Kind.
Fazit:
Das Buch hat sehr viel Spaß gemacht und die Idee war auch echt toll. Nekrobotanik ist eine geniale Idee und wurde in dem Buch auch wirklich gut umgesetzt. Die Ermittlungen in dem Mordfall waren allerdings der wichtigste Punkt in dem Buch und hat auch bis zum Ende hin eine wichtige Rolle gespielt, da ohne die Ermittlungen Riora und Arias niemals auf einige Dinge gestoßen wären. Ich gebe dem Buch 5 Sterne.
Zugegeben, die Welt, die Magali so vorzüglich erdacht hat, ist wieder sehr erfrischend. Und ich habe schon lange keine Geschichten mehr gelesen, in denen Piraten vorkommen! Eine leicht exotische Köstlichkeit während der kalten Winterwochen.
Positiv ist auf jeden Fall die Charaktervielfalt hervorzuheben: der grantige, herrische Onkel/Regent der Republik Anamoyas; seine perspektivisch sehr eingeengt lebende Nichte weil zukünftige Regentin; der freiheitsliebende, rücksichtslose Schuft mit gutem Herz und sein ebenso Chaos stiftender Sidekick; ein aus den feindlichen Reihen stammender, durchaus charismatischer Piratenkönig; der mysteriöse Sohn einer weiteren sehr einflussreichen Familie in Anamoyas; und die emanzipierte und scharfsinnige "Businessfrau", die ihren Einfluss und Reichtum durch harte Arbeit statt Verwandtschaftsgrade aufgebaut hat, und daher in den Rat der Regenten aufgenommen werden will.
Dieses Potpourri an Personen findet sich nun in der Venedig ähnelnden Republik mit ihren zwanzig einflussreichsten wohlhabenden Familien wieder, die alle eines gemein haben: sie verfügen über die "Gabe" der Nekrobotanik. Eine Fähigkeit, von der keiner außerhalb dieser Gemeinschaft etwas wissen darf. Deshalb wird unsere Protagonistin Riora in dieser Fähigkeit auch im Geheimen unterwiesen. Merkwürdig ist jedoch, dass nur auf der Insel Anamoyas diese Gabe existiert...
Dass die zwanzig Familien nicht gerade in friedlicher Koexistenz über die Republik herrschen, sollte klar sein. Macht und Einfluss können nie groß genug sein. Und als Rioras Mutter ermordet wird und ein Drohbrief ihren Onkel dazu auffordert, den Rat der Familien aufzulösen und seine Regentschaft niederzulegen, stellt sich die Frage: war dies ein Anschlag aus den eigenen Reihen oder stecken doch die Piraten dahinter, die vor der Küste Anamoyas auf den perfekten Moment zum Überfall warten?
Insgesamt hat mir die Idee der Nekrobotanik mit dem karibischen Setting echt gut gefallen, und auch die verschiedenen Charaktere, die mal mehr, mal weniger Tiefe zeigen, interagieren hier wirklich passend miteinander, sodass die Handlung nicht stockt. Neben einem Mordfall, der gelöst werden will, gesellen sich zahlreiche Mysterien hinzu - unter anderem der Umstand, dass nur in Anamoyas Nekrobotanik gewirkt werden kann.
Allerdings hatte ich mehr Zank, mehr Action, mehr Intrigen erwartet. Der Einstieg war phänomenal, hat mich gepackt, amüsiert und neugierig gemacht, doch nach und nach hat mein Lesefluss gestockt, weil sich der Tonus geändert hat. Ich hatte das Gefühl, die Charaktere seien plötzlich jünger und ihre Handlungen oder Gedankengänge nicht vollständig ausgereift. Es gab zudem diverse Begriffs- und Handlungswiederholungen (Augen verdrehen, Arme verschränken), unglücklich formulierte Sätze und Dialoge, sodass mir alles in allem der Rest des Buches irgendwie roh erschien und die Charaktere plump auf mich wirkten.
Die Idee und das Worldbuilding sind top, aber die weitere Entwicklung der Charaktere hinkt in meinen Augen und das Ende erschien mir im Kontext der krassen Ereignisse (Verrat durch eine nahestehende Person) stellenweise wirklich ungerechtfertigt.
„Kein Tod ohne Leben, keine Asche ohne Sünde“ Rioras Zukunft scheint bereits in Stein gemeißelt zu sein: Als Nichte des Regenten der Küstenstadt Anamoya wird sie selbst eines Tages Oberhaupt. Doch dann wird ihre Mutter ermordet und Riora kann sie nicht retten, obwohl sie der geheimen Magie der Nekrobotanik mächtig ist. Während ihre Familie in Intrige versinkt und Piraten die Stadt heimsuchen, schließt sich Riora mit dem eigensinnigen Künstler Arias zusammen, um Licht ins Dunkel zu bringen. Doch was sie zutage fördert, bedroht die Zukunft der ganzen Stadt…
Wie immer hat Magali Volkmann mit Anamoya eine kreative, bunte und lebendige Welt erschaffen. Die Reise ans Sommermeer in eine Stadt voller Schiffe und Strände unter Palmen war gewohnt atmosphärisch. Dennoch war der Einstieg in die Geschichte etwas holprig. Bis die Handlung richtig in Schwung kam, verging einige Zeit, in der der Leser noch mit dem Worldbuilding und der innovativen, aber auch verwirrenden Nekrobotanik zu kämpfen hat.
Es mangelt nicht an interessanten Charakteren, politischen Intrigen und verrückten Piraten, es braucht aber seine Zeit, bis man als Leser der Geschichte richtig folgen kann. Dann aber wird es sehr unterhaltsam und auch unvorhersehbar und bis zum Schluss spannend, auch wenn viele Fragen zur großen Welt rund um Anamoya offenbleiben, Raum für Kreativität und vielleicht auch für eine weitere Geschichte lassen. An mancher Stelle hätte ich gerne mehr über die Nekrobotanik gewusst, mehr der mysteriösen Magie gesehen, doch der Schwerpunkt der Handlung lag an anderer Stelle, und:
Wie bereits in „Die Magie des Abgrunds“ wird uns hier nur eine Geschichte aus einer viel größeren Welt erzählt, nur ein Ausschnitt gezeigt, während viele andere Geschichten und Hintergründe nur angerissen bleiben. Mit anderen Worten: ich würde gern noch einmal nach Anamoya zurückkehren und ein weiteres Abenteuer erleben, zum Beispiel eine Reise über das Sommermeer auf dem Schiff des Piratenkönigs.
High Fantasy auf einer karibischen Insel mit Nekromanten und Piraten klingt auf jedem Fall nach einem Roman abseits ausgetretener Pfade. Abgesehen von dem Setting ist er das aber leider nicht. Insgesamt bleibt das Buch dennoch solide.
Schreibstil:
Der Text ist flüssig zu lesen und erzeugt Bilder. Die Atmosphäre des Settings kommt auf jeden Fall rüber. Manchmal waren mir die Dialoge ein wenig zu konstruiert, aber insgesamt ist das Buch gut geschrieben.
4,5 Sterne
Charaktere:
Die Figuren sind genügend konturiert, damit man ihnen durch die Handlung folgt. Es fehlt aber die Tiefe, wir haben es hier vielmehr mit häufig bedienten Typen zu tun: das Mädchen, das seine Unsicherheit ablegen muss; der junge Taugenichts, der aber ein gutes Herz hat; der kalte Herrscher, dem Macht über Gefühle geht usw. Im Endeffekt haben wir es also mit Stereotypen zu tun – die aber im Kontext durchaus funktionieren (sieht man ab von ein paar Entwicklungen, die mir zu konstruiert waren).
4 Sterne
Handlung und Struktur:
Ein Mord wird aufgeklärt, Geheimnisse gelüftet, eine Beziehung entsteht … Der Roman bietet genug Stoff, um spannend zu sein. Dabei werden viele bekannte Motive abgehandelt, was es für mich recht vorhersehbar gemacht hat. Irgendwie ist nichts passiert, was ich so nicht auch schon irgendwo anders gelesen habe. Zusammen mit dem jungen Alter der Protagonisten würde ich daraus folgen, dass sich der Roman eher an eine jüngere Zielgruppe richtet. Es sind eben doch Coming-of-Age-Themen dabei und das Ganze liest sich eher „leicht“. (Dazu mehr im nächsten Punkt). Wer sich vor allem unterhalten lassen will, wird aber hier wenig zu meckern finden. Ich tue mich schwer, die Handlung nun zu bewerten. Für mich war wenig dabei, aber andererseits kann die Autorin ja auch nichts dafür, dass ich so viel gelesen habe und andere finden hier vielleicht mehr.
4 Sterne
Tiefgang:
Das Buch will unterhalten und das schafft es auch. Es gibt Ansätze, wie die Entwicklung von Selbstbewusstsein einer jungen Figur, die Raum für interessante Fragen ließe. Aber das Ganze ist hier eben doch sehr konventionell abgehandelt. Der Tiefgang fehlt mir hier deshalb leider. Wenn man das Buch als Young-Adult-Roman betrachtet, ist das auch in Ordnung (dass es das wahrscheinlich ist, war für mich beim Kauf allerdings nicht ersichtlich).
Was ich aber auf jeden Fall noch anmerken möchte (und das gilt insbesondere in Bezug auf Young-Adult-Bücher!): Es ist (und ich denke, da spoilere ich nicht zu viel) inzwischen ein häufig eingesetzter Figurentyp: der des in sich gekehrten, mürrischen und unfreundlichen jungen Mannes, der sich im Nachhinein dann aber doch als tiefgründig entpuppt. Ich bin kein Freund davon, weil die Geschichte mit einer solchen Figur meistens auf eine Beziehungskonstellation hinausläuft, in der sich eine Frau in einen Mann verliebt, der sie unfreundlich und abwertend behandelt (auch wenn er sich dann oftmals noch ändert). Wie wäre es denn, entweder mal von respektvollen, sympathischen Männern zu schreiben oder alternativ ihr rüdes Verhalten zu problematisieren (und es eben nicht in eine Liebesbeziehung münden zu lassen)? Selbst wenn der Kerl innen drin eigentlich ein Guter ist, ist das doch eine merkwürdige Voraussetzung für Liebe und lässt die Frau nicht gerade gut dastehen. Hier würde ich mir mehr Reflexion, war derartige Narrative betrifft, wünschen.
Und noch etwas: Was ist denn eigentlich die Moral von der Geschichte? Dass Mord irgendwie doch in Ordnung ist, wenn es nur die richtigen trifft? Sehr merkwürdig.
2 Sterne
Worldbuilding:
Die Idee der Nekrobotanik ist interessant. Die Stadt Anamoya, in der die Handlung spielt, ist eine Art karibisches Venedig. Das ist eine interessante Kombination, die man nicht oft findet. Überhaupt: Das Karibiksetting ist für High Fantasy ungewöhnlich und sticht deswegen positiv hervor. Ein wenig kritisch sehe ich es, dass der karibische Background nicht so ganz ausgeschöpft wird (z.B. indem man lokale Mythologie behandelt), sondern dann doch wieder europäische Geschichte (Venedig) darüber gestülpt wird. Aber dennoch findet man hier mehr Originalität als anderswo.
5 Sterne
„Die Republik der Knochen“ ist ein sehr solides Buch: gut geschrieben, ein interessantes Magiesystem und glaubhafte Charaktere. Aber sowohl Handlung als auch Figuren sind sehr konventionell und Tiefgang findet sich hier auch nicht wirklich. Ich denke, dass sich der Roman eher an eine jüngere Zielgruppe richtet – diese kann hier durchaus ein unterhaltsames Buch finden.
Ich war zehn Jahre alt, als ich zum ersten Mal einen Menschen sterben sah. Er lag unter einer Brüstung, die eben noch auf einem Balkon gestanden hatte, die Knochen zerschlagen, der Rücken gebrochen." - Seite 5
Auf "Die Republik der Knochen" bin ich über den TikTok Account der Autorin aufmerksam geworden. Ich mochte ihre Videos richtig gerne und mit diesem Buch hat sie meine Aufmerksamkeit direkt auf sich gezogen.. ich mein, schaut euch das Cover an und lest euch die Inhaltsangabe durch!
Es geht um Riora die eines Tages die Republik Anamoya regieren soll - so will es zumindest ihr Onkel, der aktuelle Herrscher, bei dem sie und ihre Mutter leben. Dafür unterrichtet er sie nicht nur in Politik, sondern auch in Nekrobotanik, einer Form der Nekromantie, die sie im verborgenen ausführen. Als dann Rioras Mutter ermordet wird, bricht eine Welt für sie zusammen. Warum musste sie sterben? Sie schwört sich, den Mörder zu finden, und erhält dabei Hilfe von Arias, einem Künstler, den ihr Onkel angestellt hat, um Porträts der Familie zu malen. Arias hat dabei seine ganz eigenen Gründe, warum er herausfinden will, wer hinter dem Mord steckt. Schon bald befinden sich Riora und Arias selbst in Gefahr.
Die Idee klang genau nach meinem Geschmack und soo toll. Die ersten Seiten lasen sich echt gut, ich mochte den Schreibstil der Autorin wirklich gerne. Am Anfang gibt es einen kleinen Fehler, was das Alter der Protagonistin angeht, der mich ein wenig irritiert hat (weiß nicht, ob das mittlerweile geändert wurde), aber abgesehen davon war ich richtig gespannt, was mich hier erwarten wird.
Magali Volkmann erzählt die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Riora und Arias im Ich-Erzähler. Ich mag es echt gern, wenn eine Geschichte aus verschiedenen Perspektiven wiedergegeben wird und hier passte das richtig gut, gefiel mir sehr. Auch den Schreibstil mochte ich, wie gesagt, echt gern. Die Autorin schreibt sehr flüssig und total angenehm.
Riora und Arias gefielen mir als Hauptfiguren, ich konnte mich in beide sehr gut hineindenken, ich mochte es, wie sie sich entwickelt haben, konnte sie meistens nachvollziehen. Sie überzeugten mich. Die anderen Figuren fand ich ehrlich gesagt stellenweise ein bisschen zu blass.
Am meisten konnte mich "Die Republik der Knochen" mit seiner Story überzeugen. Die Idee mit der Nekrobotanik gefiel mir so gut, ich fand das so interessant und richtig spannend! Dazu kommt dann noch die Story um den Mord an Rioras Mutter, die Suche nach dem Täter. Dahinter steckt mehr, als ich zunächst angenommen habe. Obwohl mich das Buch nie so packen konnte, dass ich es nicht mehr zur Seite legen wollte, gefiel mir der Handlungsverlauf richtig gut, es gab Spannung, es gab Action, es gab Intrigen und Geheimnisse, eine geheimnisvolle Magie. Manche Entwicklungen am Ende fand ich ein bisschen komisch, es wirkte.. ich weiß gar nicht, wie ich es ausdrücken soll. Nicht ganz passend? Also versteht mich nicht falsch, das Ende war so okay, allerdings hatte ich es ein bisschen anders erwartet. Im Großen und Ganzen mochte ich das Buch aber richtig gern und kann es sehr empfehlen.
Mein Fazit: "Die Republik der Knochen" ist zwar leider kein Highlight geworden, konnte mich mit einer spannenden und interessanten Geschichte rund um Nekrobotanik und einen Mord sehr überzeugen. Ich kann es echt empfehlen.
Die Republik der Knochen – Zwischen Nekrobotanik und Mord.
Wow. Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd. Es wird von Anfang an ein starker Spannungsbogen aufgebaut, welcher am Ende ausbricht wie ein Vulkan. Einfach wow. Man liest aus zwei Perspektiven, aus denen der beiden Hauptcharaktere. Erst dachte ich, das könnte verwirrend werden oder viele Wiederholungen beinhalten, aber so war es nicht, es hat der ganzen Geschichte deutlich mehr Tiefe gegeben.
Das Cover ist sehr grün, ich verstehe auch warum, aber irgendwie ist es nicht ganz mein Geschmack. Es ist nicht schlecht, aber auch nicht super, es ist ganz gut.
Die Charaktere sind super durchdacht, haben sehr viel Tiefe und man lernt sie richtig kennen. Es gibt ganz klar zwei Hauptcharaktere, Arias und Riora, dennoch sind die Nebencharaktere nicht weniger durchdacht oder haben weniger Tiefe, nein. Jeder Charakter hat eine eigene Geschichte und führt zum Verständnis der Geschichte bei. Zudem wird gezeigt, dass die „Bösen“ eben nicht nur böse sind und die „Guten“ durchaus auch nicht nur gut sind. Es gibt hier kein schwarz-weiß-Denken sondern wohlgeformte Charaktere mit Problemen, Freud, Leid und Liebe.
Die Welt der Republik Anamoya ist dunkel und mitterlalterlich. Es gibt ein Schichtensystem und dank der verschiedenen Charaltere lernt man viele verschiedene Gebiete von Anamoya kennen. Das Worldbuilding ist sehr bildhaft und lebhaft beschrieben.
Für mich gibt es drei Besonderheiten an diesem Buch: 1. Nekrobotanik. Ich liebe Magie und Pflanzen. Nekrobotanik vereint beides. Die Magie nährt sich von der Lebensenergie der Pflanze. Dieses Konstrukt ist sehr gut durchdacht und spannend umgesetzt. 2. Eine Mordermittlung. Neben Fantasy lese ich vor allem Krimis und Psychothriller. Die Mordermittlung ist der rote Faden und bieten den beiden Hauptcharakteren die Chance sich und ihre unterschiedlichen Leben kennenzulernen. 3. Piraten. Meine Schwäche.
Alles in allem fiebert der Lesende richtig mit. Ich hatte von Anfang an keine klare Vorstellung wohin sich die Geschichte entwickelt und genau das hat mich gefesselt. Ein Buch, welches eben mal nicht so vorhersehbar ist. Eine für mich willkommene Abwechslung war auch, dass es eben keine krampfhafte Liebesgeschichte gibt und sich die Romantik eher nebenbei hier und da mal zeigt. Zum Schluss hin geht plötzlich alles recht schnell und die offenen Fragen werden aufgeklärt. Eine Überraschung nach der anderen. Es ist spannend zu erfahren, warum es nur in Anamoya Nekrobotaniker gibt und generell sind die Auflösungen sehr spannend und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Fazit: Sehr fesselnd. Es lohnt sich wirklich dieses Buch in die Hand zu nehmen. Klare Empfehlung.
Riora wächst in einer starken Familie von Nekrobotanikern auf. Wenn es nach ihrem Onkel geht, wird sie dessen Erbe antreten. Bedeutet Herrscherin über Anamoya. Doch dann wird ihre Mutter ermordet. Riora will wissen wer dahinter steckt und warum sie sterben musste. Überraschend bekommt sie dabei Hilfe von Arias. Einem Künstler der mehr zu wissen scheint und seine eigenen Gründen zum Auffinden des Mörders hat. Bald sind aber beide selbst in Gefahr.
Ich kam recht schnell und gut in das Buch rein. Flüssiger Schreibstil und eine interessante Idee halfen dabei. Die Erzählung der Story übernehmen Riora und Arias abwechselnd, was ganz gut passte.
Die Thematik mit der Nekrobotanik ist absolut genial und eben auch etwas Anderes. Konnte mich total abholen. Die Suche nach dem Mörder von Rioras Mutter ist dann noch eine tolle Sache zum Miträtseln.
Beide sind auch wunderbare Hauptfiguren, wobei ich erstmal den besseren Draht zu Riora gefunden habe. Sie ist ein sympathischer Charakter, der unter der Fuchtel ihres Onkels steht, der viel von ihr fordert, aber nur wenn Verständnis und Liebe entgegen bringt.
Arias empfand ich zu Beginn als zu eingebildet in gewisser Weise. Ich fand ihn tatsächlich etwas schwierig, aber nach einer Weile findet sich das schon. Der erste Eindruck täuscht eben manchmal.
Positiv für mich war auch die ungezwungene Liebesgeschichte. Die Aufklärung des Mordes stand bis zum Ende im Vordergrund, was mir sehr gut gefallen hat. Manchmal verlieren sich die Geschichten dann in der Lovestory und das war hier zum Glück nicht so.
Fazit
Auch wenn ich nicht zu 100% begeistert bin, bin ich es zu 80. Trotz Mördersuche, Nekrobotanik und guten Charakteren fehlte mir das gewisse Etwas. Eine wirklich gute Story mit solidem Handlungsverlauf gibt es dennoch. Mit der Nekrobotanik kam außerdem auch einmal wieder etwas neues ins Spiel und der Handlungsverlauf dreht sich um den Mord, was mir wirklich gut gefallen hat. Am Ende 4 Sterne von mir und eine Leseempfehlung.
3,5 Sterne. Sehr erfrischend und fließend geschrieben. Interessantes Weltkonzept! Die ersten so 40% des Buchen waren aber ein bisschen schwach. Das Ende jedoch sehr gut konzipiert ^^
Ich wäre nicht abgeneigt irgendwann zu erfahren, wo es unsere Helden jetzt hinführt ......
...this is kind of on me. I wanted this to be something else and when i figured out it wasn't I was annoyed (by my presumption not being the case - but it was always just a presumption). So I feel weird giving this a rating because it started as a 5 then turned into a 3 for me - but in general would probably be a 4 if I wouldn't have had that presumption... anyway I think this is a good book - but I lowkey ruined it for myself. (In My Defense: It would've been SUCH a good book if my presumption would have been accurate)
I loved the vibes and writing though. But the thing that annoyed me really fucking annoyed me (that is a me thing - not a generally bad thing - SUCH a me thing - not on the book at all)
das buch ist nicht schlecht und ich bereue es nicht es gelesen zu haben, aber ich hatte andere erwartungen, die dann logischerweise nicht erfüllt worden sind. teilweise musste ich mich echt zum weiterlesen zwingen, aber trotzdem ist es per se keine schlechte geschichte; im gegenteil. vielleicht bin ich auch einfach nur aus dem fantasy genre raus…