Das Land ist eingeschneit. Ein junger Mann wandert an einer Autobahn entlang. Einsame Felder, Jauchegruben, Rasthöfe und fensterlose Möbelhäuser sind die Stationen seines Weges. Das Ziel ist ein Dorf am Meer, am Rande eines ehemaligen Militärgebietes, wo sein Elternhaus steht. Müde und erschöpft muss er bei seiner Ankunft jedoch feststellen, dass die Eltern verschwunden sind. Ein geheimnisvoller Junge öffnet ihm die Tür. Schweigsam und störrisch zieht sich dieser in der darauffolgenden Zeit meist in das Kinderzimmer zurück, wo er an einem mysteriösen Projekt arbeitet. Nach und nach finden die beiden Zugang zueinander. Was sie verbindet, sind Geschichten. Historische Geschichten von Auswanderern und Naturkatastrophen. Aber auch nacherzählte Geschichten aus dem Fernsehen, die den Jungen begeistern. – Am Ende steht mitten in der Eislandschaft ein Haus in Flammen, und in den Augen der Dorfbewohner spiegelt sich weit mehr als die Farbe des Feuers. Roman Ehrlich hat einen Roman geschrieben über die Einsamkeit der Menschen. Mit enigmatischer Brutalität verwebt er Historie und Gegenwart zu einem poetischen Meisterwerk. Ein Debüt, das niemanden kaltlässt.
Roman Ehrlich, geboren 1983 in Aichach, aufgewachsen in Neuburg an der Donau, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und an der Freien Universität Berlin. Bislang sind von ihm die Bücher ›Das kalte Jahr‹ (2013), ›Urwaldgäste‹ (2014), ›Das Theater des Krieges‹ (2017, mit Michael Disqué) und ›Die fürchterlichen Tage des schrecklichen Grauens‹ (2017) erschienen.
Literaturpreise:
Bremer Literaturpreis (Förderpreis) 2014 Robert Walser-Preis 2014 Ernst Toller-Preis 2016 Alfred Döblin-Medaille 2017
Weil mir die negative Bewertung alleine nicht genug Befriedigung gibt, muss ich zusätzlich noch sagen: eines der schlechtesten Bücher, die ich je gelesen habe. Der Spannungsbogen der Geschichte, ist eher ein ausgeleiertes Gummiband. Etliche langatmige Beschreibungen von irrelevanten Dingen, die nichts zur Geschichte beitragen, unendliche Aufzählungen, klischeegeladene Metaphern die besser in den Sprüchekalender 2014 gepasst hätten und ein langweiliger Hauptcharakter dem das atmen schon überbeansprucht.
Another young/ish (*1983) German writer, debut novel (2013). Not sure what exactly that is, some kind of semi-poetic and a little mysterious eternal winter depression dream. Loneliness, tiredness, and snowy landscapes (title 'The cold year'). So not exactly uplifting but neither melancholic, no emotions at all, really. In between, and for no apparent reason, there are stories of historic explorers and disasters from 'faraway places'. I feel like the general idea, which is interesting, doesn't really fly as a novel and would have worked much better as a short story. Anyway, I am a little intrigued by his prose and will buy his second book 'Urwaldgäste' (short stories!) once I am back in the Germany. But for now: woman, back to non-fiction!
Die Geschichte ist nicht ohne Spannung, verbleibt aber letztendlich im Ungefähren. Es wäre möglicherweise besser gewesen, aus dem Stoff eine kürzere Erzählung zu machen.