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Eine tote Wissenschaftlerin, Fachfrau für die Mainzer Stadtgeschichte. Ein Bilderdiebstahl imLandesmuseum. Eine Klosterhandschrift, die unbeachtet im Archiv schlummert.
Die Historikerin Ernestine "Tinne" Nachtigall wird in den Strudel dieser Ereignisse hineingezogen, gerät erst unter Mordverdacht und schließlich in Lebensgefahr. Gemeinsam mit dem Lokalreporter Elvis setzt sie alle Hebel in Bewegung, um die Wahrheit zu finden. Die beiden kommen einem Geheimnis auf die Spur, das zurückreicht bis in die Zeit der Pestepidemien...

441 pages, Paperback

First published July 1, 2013

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Helge Weichmann

15 books1 follower

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Community Reviews

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Profile Image for Ro Nowak.
Author 3 books15 followers
May 21, 2020
Diese Krimi war für mich eine große positive Überraschung. Ich hatte spontan Lust, etwas mit einem Setting zu lesen, das ich zumindest ein bisschen kenne, also habe ich in Regionalkrimis gestöbert. In Mainz habe ich zwar noch nie gewohnt, aber es einige Male besucht, und fand die Stadt immer sehr schön. Die Handlung des Romans klang auch interessant, ich mag ja Bücher, die im universitären Milieu spielen, sehr gerne, also war eine Historikerin als Hauptfigur ebenfalls ein Pluspunkt. Kurz und gut: der Kauf dieses Buches entsprang einer spontanen Lust und ich ging ohne hohe Erwartungen an die Lektüre heran, wollte einfach ein wenig schnelle Krimi-Unterhaltung für’s Wochenende. Tja – jetzt habe ich, keine fünf Minuten nachdem ich "Schandgrab" beendet habe, schon den nächsten Band auf meinen E-Reader geladen, und ich musste mich wirklich sehr stark zusammenreißen, nicht mit einem Klick die gesamte Reihe zu erstehen.

Die Motivation, eine Buchreihe zu verfolgen, steht und fällt für mich hauptsächlich mit interessanten, lebendigen Charakteren. Die Hauptpersonen und Amateur-Ermittler dieser Serie sind zwei: Ernestine Nachtigall, genannt Tinne (ja, mit zwei „N“) ist Historikerin und somit Kollegin der Toten. Ihre Einmischung in diesen Fall entspringt zunächst dem Drang, die Forschung der Freundin nicht unvollendet zu lassen.
Elmar Wissmann, genannt Elvis, ist ein hartnäckiger Lokalreporter, der nahezu jede*n in Mainz kennt und sich Tinnes Nachforschungen anschließt. Sie will Gerechtigkeit und Wahrheit, er eine gute Story, doch aus der Zweckgemeinschaft der beiden so unterschiedlichen Menschen wird rasch eine Freundschaft.
Auch die Nebencharaktere sind detailliert ausgearbeitet. Ich freue mich schon, in den Folgebänden liebgewonnene Figuren wie Tinnes Mitbewohner, ein star-wars-besessener Taxifahrer und ein musikalischer Metallschmied, sowie ihre Kolleg*innen an der Uni, die sympathischen wie die durchtriebenen, noch näher kennen zu lernen.

Auch inhaltlich hat mich das Buch voll überzeugt: wie ich es mir von einem Krimi wünsche, hielt es mich bei Stange und ich habe gespannt weiter und weiter gelesen. Helge Weichmann ist wirklich gut darin, Details einzubringen, die zu Anfang noch unwichtig erscheinen und sich später perfekt in die Auflösung einfügen! Auch für Geschichtsinteressierte kann ich das Buch sehr empfehlen: man erfährt vieles über Mainz im Mittelalter und zwar auf konstant interessante Weise – und das sage ich als Person, deren historisches Interesse eher ab dem späten 18. Jahrhundert einsetzt! Im Anhang macht der Autor deutlich, wo seine Darstellung der Wahrheit entspricht und wo nicht; zu meinem Bedauern haben sich gerade die Forschungseinrichtungen, denen ich am liebsten einen Besuch abstatten würde, als fiktiv herausgestellt.

Da ich ein Mensch bin, der nicht nur loben kann, ein kleiner Kritikpunkt: mich hat es ziemlich genervt, wie viel Betonung wieder und wieder auf das Äußere der Figuren gelegt wird. Ich muss wirklich nicht auf jeder Seite daran erinnert werden, dass Elvis dick ist, Tinne sehr groß und Kommissar Pelizaeus ein pferde-ähnliches Gesicht hat. Irgendwann (genauer gesagt nach spätestens der zweiten Erwähnung) hab ich es kapiert und würde mich lieber auf die Handlung konzentrieren dürfen, als auf die Körper der Hauptpersonen.

Alles in allem bin ich aber wirklich sehr begeistert! Sobald der letzte Punkt hinter diese Rezension gesetzt wurde mache ich mich an den nächsten Band.

Rosa: Blog | Instagram | Twitter | Website
Profile Image for Kathi.
131 reviews3 followers
August 20, 2013
Ich habe eine Weile überlegt, ob ich das Buch kaufen soll, denn die meisten Regionalkrimis aus dem Rhein-Main-Gebiet haben mich bislang nicht besonders überzeugt. Ich war also skeptisch, habe mich dann aber doch dafür entschieden, es zu kaufen, und nicht bereut!

Ausgangspunkt ist eine weibliche Leiche im Mainzer Volkspark, Lehrbeauftragte am Institut für Geschichte der Uni Mainz. Ihre Kollegin, Ernestine Nachtigall, und der Lokalreporter "Elvis" finden gemeinsam schnell heraus, dass Hannah, die Tote, an einer großen Entdeckung dran war, die sie jedoch das Leben geskostet hat, bevor sie veröffentlichungsreif gewesen wäre. Gemeinsam begeben sich nun Tinne und Elvis auf eine Art Schnitzeljagd durch Mainz, um das jahrhundertealte Geheimnis zu lösen, dem Hannah auf der Spur war, und dadurch letztendlich auch ihren Tod aufzuklären.

Der Aufbau der Geschichte trägt durchaus Dan Brown'sche Züge, was ich aber nicht schlimm finde, denn auch die Dan Brown Bücher konnte ich nicht aus der Hand legen, so wie dieses. Und Mainz ist auch nicht Rom, London, Paris oder Washington, aber trotzdem schon sehr sehr alt und hat entsprechend viel Geschichte, um die sich das ein oder andere Geheimnis spinnen lässt, auch wenn große Teile im Buch natürlich eindeutig fiktiv sind.

Es hatte natürlich ein paar typische Züge (z.B. ein paar historische Kapitel am Anfang, deren Zweck sehr durchschaubau Spannungsaufbau ist, weil sich ihre Relevanz für die Geschichte erst ganz am Schluss erschließt, und sie für die Geschichte nicht unbedingt notwendig gewesen wären - aber es funktioniert, denn ich habe mir im Laufe des Buches desöfteren gedacht "Okay, aber wenn das so ist, wie passen denn dann die Kapitel vom Anfang da rein, das kann doch noch nicht alles sein!?), glückliche Zufälle und überraschende Wendungen, manche vorhersehbar, andere wirklich unerwartet, aber es war auf jeden Fall unterhaltsam und sehr spannend und kann es nur empfehlen!

Das Setting in Mainz war dann natürlich noch ein Bonus - es hat schon irgendwie was, wenn sich die Charaktere im Buch in Cafés treffen, wo ich fast jede Woche hingehe, und in den Gebäuden arbeiten und forschen, wo ich die letzten paar Jahre studiert habe - das macht das Ganze dann auch nochmal einen Ticken interessanter, denn das hat wirklich nicht jedes Buch ;-) Aber auch für nicht-Mainzer durchaus sehr zu empfehlen!
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