Wussten Sie, dass in Japan sogar Polizisten niedlich sind? Dass Zischen und Pusten als ernstzunehmende Gesprächsbeiträge gelten und Seehunde und Krokodile hier eher Einwohnerrecht bekommen als Ausländer? All dies und noch viel mehr erfahren Sie im ungeschminkten Erlebnisbericht eines in Japan lebenden Deutschen. Ein höchst unterhaltsamer Blick auf die erstaunlichsten Sitten und Gebräuche im Land der aufgehenden Sonne.
Ich muss zugeben, ich habe lange überlegt, ob ich das Buch kaufen soll, weil ich mir ob des Titels keine besonderen Hoffnungen auf den Inhalt gemacht hatte.
Ich bin aber froh, dass ich das Buch gelesen habe - es ist schonungslos ehrlich und in den ersten Kapiteln wirkt es schon fast satirisch und überspitzt. Aber man glaubt ihm, nicht nur weil er lange Zeit in Japan gelebt hat, sondern auch weil viele Situationen durch die Aussagen seiner (japanischen und nicht-japanischen) Bekannten ergänzt werden.
Ab der Schilderung des Tsunamis wird das Buch dann noch authentischer. Der Sarkasmus fällt weg und der Erzählstil wird ruhiger, aber der Eindruck bleibt der gleiche.
Ich war selbst zweimal in Japan, habe auch japanische Freunde und sehr viele Dinge, die hier angesprochen wurden habe ich auch selbst entdeckt oder gehört.
Es ist sicher kein Buch, dass sich für Japantouristen eignet, die nur das Image von Japan mit Tempeln, Kirschblüten und Manga wollen. Aber es ist ein Buch, das ich weiterempfehlen kann, weil es die Augen öffnet für die Menschen und das Land, auch wenn der Anblick oft einen negativen Beigeschmack hat.
Genauso wie man sich Klischees und Skurrilitäten vorstellt schafft es Christoph Neumann, der fast seit 20 Jahren in Japan lebt, überaus humorvoll und dennoch punktgenau den Kern des japanischen Alltagswahnsinns festzuhalten. Beide Bücher sind sehr informativ und selbst für Kulturkenner sollte das ein oder andere noch Unbekannte hier zu finden sein. Natürlich ist alles hier mit Humor zu nehmen, keiner spinnt oder nervt. Andere und fremde Kulturen kennenzulernen kann und sollte aber Spaß machen, und mit den Werken schafft der Autor es auf jeden Fall Sitten und Bräuche an uns heranzutragen, die eher befremdlich erscheinen. Ich finde allerdings an vielen Gepflogenheiten ist was dran und alles scheint seine Daseinsberechtigung zu haben, sei es der ein oder andere übertriebene Sauberkeitsfimmel oder Essgepflogenheiten zu Tisch. Wenn ihr noch nach einem Geschenk für Japanliebende sucht, seid ihr hier perfekt bedient!
Auf jedenfall sehr sehr unterhaltsam. Aber ich muss auch zugeben, hätte mir eine Freundin dieses Buch nicht zu meiner Abreise nach Japan geschenkt, dann hätte ich es mir niemals zugelegt.
Der Autor erzählt auf eine amüsante Weise über Erfahrungen, die er selbst (oder Bekannte von ihm) in Japan hatten. Teilweise sind die Dinge aber sehr überspitzt erzählt, aber bei den wichtigen und schwerwiegenden Themen ändert sich der Ton maßgeblich.
Ein sehr unterhaltsames Buch, von dem man schnell mal zwischendurch ein, zwei Kapitel lesen kann. Bestimmt kann man das Buch auch in einem Rutsch durchlesen - ich konnte es nicht^^
Ich musste lachen! Ein lustiges Buch über die aus unserer Sicht oft wunderlichen Ansichten der Japaner. Trotz aller Kuriosität, die natürlich der Hauptaufhänger des Verlags ist, scheint mir das Buch aber auch ethnologisch sehr informativ: Ich glaube, ich habe die Japaner jetzt ein kleines bisschen besser verstanden.