Als ihr fünfjähriger Sohn Max plötzlich verschwindet, weint Doris dem Satansbraten keine Träne nach. Lieber schnappt sie sich Simon als Ersatzkind, einen echten Musterjungen und Sohn ihrer besten Freundin Paula. In der spießigen Kleinstadt beginnt derweil eine Hexenjagd – schließlich ist Max das zweite verschwundene Kind innerhalb kürzester Zeit …
Aus der Bücherbox, da wo es hingehört. Ich habe meine Neurose überwunden und bei ein bisschen über der Hälfte aufgegeben, es ging einfach nicht mehr. Der Anfang war okay, ein verschwundenes Kind, dann Max der ziemlich grausam den Hamster seines Freundes erdrückt und eine schräge Freundschaft(?) zwischen Paula und Doris. Dann verschwindet auch Max und taucht tot in einem Forellenteich wieder auf. Soweit so gut. Aber als dann Doris und Paula einen verunglückten, toten Theaterkollegen verschwinden lassen, damit es nicht so aussieht als wäre es Paulas Schuld, ists mir doch ein bisschen zu schräg geworden. Und wieso will eigentlich jeder Mann mit Paula schlafen?
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Zwei Mütter und zwei Kinder, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Paula, geschieden und ein bisschen chaotisch, hat den perfekten Sohn. Doris, die ein nach aussen hin perfektes Leben führt, hat dagegen ein Monster als Kind. Als dieser verschwindet und Paula den mutmaßlichen Täter als Gärtner einstellt, schlagen die Wellen hoch in der kleinen Stadt in Süddeutschland. Paula versucht, dem Verschwinden des Sohnes ihrer Freundin auf den Grund zu kommen und wird in ein Netz von Intrigen hineingezogen.
Die Autorin schafft es, der Geschichte immer wieder eine neue, überraschende Wendung zu geben. Die Charaktere sind sehr lebendig geschildert, wenn ich mir auch manchmal gewünscht habe, dass der eine oder andere Charakter mehr ausgebaut worden wäre. Obwohl die Auflösung vorhersehbar ist, hält das Ende noch eine Überraschung bereit.