Deutschland im Dreißigjährigen Krieg: Auf der Flucht vor den heranrückenden Schweden fällt die siebzehnjährige Irmela von Hochberg den Feinden in die Hände. Wie durch ein Wunder kann sie entkommen – und wird daraufhin beschuldigt, eine Hexe zu sein …
Dies ist Wasser auf die Mühlen des Priors vom Kloster Lexenthal, denn er hatte bereits vor Jahren Irmelas Mutter auf den Scheiterhaufen bringen wollen, war aber damals vom pfälzischen Herzog daran gehindert worden. Nun wird die Tochter zum Opfer seines düsteren Ränkespiels, doch auch Irmela steht unter dem Schutz des Herzogs. Der Prior bedient sich nicht nur seiner skrupellosen Nichte Ehrentraud, um sein schändliches Werk zu vollenden, sondern auch der zwielichtigen Helene, die einst mit Irmelas Großvater verheiratet war und auf das Erbe der Hochbergs spekuliert. Das Netz, das sich um die schöne Irmela spinnt, wird immer enger und nur ein Wunder kann sie noch vor dem Feuer retten …
Hinter dem Namen Iny Lorentz verbirgt sich ein Autorenehepaar.
Elmar, Iny Lorentz' Ehemann und Co-Autor, stammt aus Bayern und wuchs in einem kleinen Bauerndorf mit fünf Höfen auf. Sein Interesse für Literatur wurde von seiner Religionslehrerin schon früh erkannt und nach Kräften gefördert. Ebenso wie seine spätere Ehefrau begann er bereits als Schüler zu schreiben. Nach einer durch die Umstände bedingten beruflichen Umorientierung, die ihn im Lauf der Jahre in verschiedene Firmen führte, kam er 1981 nach München und erhielt dort eine Stelle im selben Versicherungskonzern wie Iny, die er bereits seit mehreren Jahren kannte und ein Jahr später heiratete. Schon früh entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit mit seiner Ehefrau, die sich später auf alle weiteren Projekte auswirkte.
Iny Lorentz wurde 1949 in Köln geboren und besuchte dort die Volksschule. Nach dem Schulabgang arbeitete sie in verschiedenen Berufen, bevor sie das Abitur auf dem Abendgymnasium nachholte. Das darauf folgende Medizinstudium musste sie mangels finanzieller Reserven nach drei Semestern an den Nagel hängen und sich beruflich neu orientieren. Zunächst arbeitete sie als EDV-Operator und besuchte nebenbei eine zweijährige Samstagsschule, die sie als Organisationsprogrammiererin abschloss. 1980 zog Iny Lorentz nach München und arbeitet seitdem in einer großen Versicherung als EDV-Spezialistin. Schon früh begann sie zu schreiben, zunächst nur für sich, doch dann bot sich ihr die Gelegenheit Kurzgeschichten in Zeitschriften und Anthologien zu veröffentlichen. Ein gemeinsam mit ihrem Ehemann Elmar verfasstes Kinderbuch sowie mehrere Bücher zu Fernsehserien markierten den weiteren Weg als Autorin, bis schließlich 2003 mit "Die Kastratin" der erste historische Roman erschien.
Es folgten im Jahr 2004 "Die Goldhändlerin" und „Die Wanderhure“, die sie schlagartig berühmt machten, sowie 2005 "Die Kastellanin" - der Fortsetzungsband der "Wanderhure" - und "Die Tatarin" und im Jahr 2006 „Das Vermächtnis der Wanderhure“ (Teil 3 der Wanderhuren-Saga). Bevor 2008 mit „Die Tochter der Wanderhure“ der vierte Band über die Wanderhure Marie folgte, erschienen „Die Löwin“, „Die Pilgerin“ und „Die Feuerbraut“. 2009 folgten „Die Rose von Asturien“, ein Roman aus der Zeit Karls des Großen, die „Ketzerbraut“ und ihre Lore-Trilogie - „Dezembersturm“, „Aprilgewitter“ und Juliregen" -, die im 19. Jahrhundert spielt. Mit "Töchter der Sünde" ist 2011 der fünfte Band der Wanderhuren-Saga erschienen, deren ersten drei Teile mittlerweile äußerst erfolgreich fürs Fernsehen verfilmt wurden.
Nachdem Iny und Elmar ihre Romane viele Jahre neben ihren normalen Brotjobs geschrieben haben, leben sie seit 2007 als freie Schriftsteller in einem Ort in der Nähe von München und haben Ideen für noch viele weitere Romane.
Anmerkung: Das hier ist bis auf die paar Kritikpunkte positiv gemeint.
Also eine Inhaltswarnung am Anfang während vielleicht ganz praktisch gewesen. Grade die detaillierte Beschreibung gewisser Wunden und gewaltvoller Prozesse war schon ein bisschen heftig. Das Buch ist definitiv nichts für schwache Nerven. Nachdem ich es zum ersten Mal gelesen hatte, war ich echt leicht "traumatisiert" und habe versucht das Buch so schnell wie möglich wieder zu vergessen. Aber irgendwie hat mich die Handlung doch so sehr gepackt, dass ich es, nachdem ich mich von dem "Trauma" wieder erholt hatte, erneute gelesen habe und diesmal fand ich es gar nicht so schlecht. Es hat mich sehr gefreut, dass es auch Nicht-Weiße Charaktere, körperlich behinderte und queere Charaktere gibt. Und auch wenn ich im Normalfall kritisiert hätte, dass es sehr wenige solcher Charaktere gab, hätte ich in Anbetracht des historischen Kontextes gerade mit letzterem nicht gerechnet. Allerdings hatte ich grade bei den Szenen aus Fabians Sicht wirklich Probleme weiterzulesen und habe diese irgendwann auch übersprungen, weil die sich sehr in die Länge gezogen haben. Das ist generell ein Problem des ganzen Buches. Es könnte vermutlich um einiges kürzer sein, wenn man diese Szenen nicht so langatmig geschrieben wären. Alles in allem kann ich aber sagen, dass das Buch auf jedenfall lesenswert ist, man sollte sich nur der Brutalität der Zeit in der dieses Buch spielt bewusst sein, da wirklich alles was an Brutalität möglich war auch in diesem Buch vorkommt (siehe Spoiler).
Spoiler:
Zu den Inhaltswarnungen: Im Buch werden brutalste Vergewaltigung, Mord (auch an Kindern/Babys), Verstümmelung Folter und Hexenverbrennung beschrieben bzw. thematisiert. Wem diese Inhalte zu heftig sind, der sollte dieses Buch definitiv nicht lesen oder zumindest darauf vorbereitet sein.
Jetzt zum richtigen Spoiler:
Das ist kein wirklicher Kritikpunkt, weil es meine Meinug über das Buch nicht beeinflusst und eigentlich mehr ein Witz. Ich finde aber, dass die beiden Charaktere Johanna und Ehrentraud so viel mehr Potential hatten, was aber nicht wirklich genutzt wurde. Gerade Johanna, die so sehr von ihrer Mutter manipuliert wurde, dass sie eigentlich nicht mehr eigenständig denken konnte, hätte so ein gutes Potential gehabt die Folgen dieser Manipulation und des damit einhergehenden Traumas darzustellen. Also außer zu sterben... Und die arme Ehrentraud, habt ihr dem armen Mädchen nicht schon genug angetan? Jetzt müsst ihr sie auch noch umbringen... So langsam glaube ich die Autoren hatten ein Probem mit einer Ehrentraud im echten Leben und haben all ihre Aggressionen an diesem Charakter herausgelassen... Warum sterben immer die queeren Charaktere? Gebt denen doch auch mal ein Happy End. :-(
Als queere Frau muss ich auch sagen, dass die Romanze (?) oder was auch immer das zwischen Ehrentraud und Johanna war, echt gut geschrieben ist. Ehrlich gesagt ist das für mich sogar bis jetzt eine der besten literarischen Romanzen zwischen zwei Frauen die ich bis jetzt gelesen habe. Oder ich habe bis jetzt nur die schlechten Bücher über lesbische* Paare erwischt. Das kann auch sein...
(Meine Güte. So viel habe ich noch nie zu einem Buch geschrieben... also kann das Buch ja gar nicht so schlecht sein :-)
Obwohl ich ein Liebhaber der Lorentz-Bücher bin, war dies für mich eine Entäuschung. Wenig geschichtliche Fakten, die Personen bleiben großenteils immer in der gleichen Umgebung. Auch als Roman nicht überzeugend. Die Entwicklung der verschiedenen Partnerschaften dauern fast 700 Seiten, ohne dass sich viel tut. Dabei teilweise recht brutal. Als Einsteigerbuch in der Lorentz-Literartur keinesfalls zu empfehlen und wer wenig Geld zur Verfügung hat empfehle ich sich ein anderes Buch des Ehepaares Iny Lorentz zu kaufen.
Ein sehr spannendes Buch. Das mir häufig gänsehaut beschert hat. Das Ende war dann ales etwas sehr kurz und oberflächlich, aber durchaus ausreichend :)
Also das Buch hab ich mit gemischten Gefühlen gelesen. Der Anfang war sehr spannend und der flüssige Schreibstil von Iny Lorentz läßt einen das Buch nicht mehr aus der Hand nehmen. Allerdings sorgte der langgezogene und lahme Mittelteil dafür, dass man zwischendurch keine Lust mehr hatte weiterzulesen. Die Hauptprogatonisten bleibt ziemlich farblos und man bekommt keinen Einblick in die Gedankenwelt von ihr. Außer die Zofe Fanny bleiben auch die anderen Charaktere ziemlich auf der Strecke. Auch die Bösen in dem Buch, die dann irgendwann wieder zu den guten gehören, hat meine keine Einsicht in die Gedanken, auf einmal sind sie von böse zu gut gewechselt, aber wie der Wechsel zustande kam wird leider nicht erklärt. Zum Schluß wurde dass endlich wieder spannend, auch findet ein schönes Ende statt.
Deshalb 3 Sterne -> war schön zu lesen, würde es aber nicht wieder lesen wollen.
Irmela muss vor den Schweden flüchten. Doch werden sie auf der Flucht eingeholt, gerade noch so konnen sie sich verstecken. Dann aber holt sie die Vergangenheit ein, schon ihre Mutter wäre beinah in den Mühlen des Priors gefallen. Ihre Stieftante und Cousine sowie eine der Überlebenden des Überfalls spielen ein Falsches Spiel mit ihr. Das Ränkespiel um Irmela wird immer undurchsichtig, man weis nie wer oder was als nächstes passiert. Voller Spannung und Intrigen. Doch ist es nicht das beste von ihnen.
Habe nach ungefähr 150 Seiten völlig entnervt aufgegeben. Das ganze Buch scheint mir lieblos "hingerotzt"; dämliche Dialoge, ein 18jähriger, der mit markigem Schrei in seine erste Schlacht zieht... Für so ein Buch ist mir meine Zeit zu schade.
3,5 Sterne Die Geschichte hat wirklich stark angefangen und mir sehr gut gefallen. Auch das Ende fand ich gelungen. Allerdings fand ich dass sich das Ganze in der Mitte ein wenig in die Länge gezogen hat, obwohl der Schreibstil super flüssig ist. Alles in allem aber trotzdem ein gutes Buch :)