Nadnárodní korporace Tempus Fugit dosáhla nemyslitelného – dokáže obchodovat s časem. Chcete koupit nebo prodat deset let života? Nebo rovnou celý? Věčný život se zdá na dosah. Ale je tato převratná technologie skutečně tak bezpečná, jak tvrdí Tempus Fugit? Nebo jsou všechny ty podivné události, které se dějí po celém světě, důsledkem zahrávání si s časem a tím i celým vesmírem a dříve či později uvrhnou svět do chaosu, jak tvrdí tajemná organizace Rebelové věčnosti?
A jak s tím vším souvisí Willis, který se o nic z toho nezajímá a pouze se raduje z právě získané svobody a vlastního bytu? Nakonec si však i on bude muset vybrat jednu ze znepřátelených stran. A rozhodně to nebude lehká volba, protože věci nejsou takové, jakými se zdají být…
Zajímavé čtení. Jenom jeden díl! Nevěřila jsem, že se to tam všechno uzavře, ale podařilo se. Je skoro smutné, že jsme zvyklí, že knížka většinou má pokračování. Tady je na necelých 400 stranách vše, co je potřeba. Zajímavá zápletka, několik postav, jejichž osudy se prolnou, skvělý nápad, akční vyvrcholení a závěr. Vůbec ta myšlenka s časem coby komoditou, která je na prodej, se mi líbí. Prolínání paralelních světů a to ostatní není na první pohled až tak originální, ale zpracování je fajn. A holky, nedejte se odradit tím, že to na první pohled vypadá jako klučičí čtení. Je to klučičí čtení. Ale i tak vás to bude bavit :)
Von diesem Buch hatte ich mir eigentlich sehr viel versprochen. Ich fand das Cover und die eingefärbten Seitenränder total schön und auch das Thema hat sich sehr interessant angehört. Es geht darum, dass in der nahen Zukunft Zeithandel betrieben wird. Dieser bringt jedoch ungeahnte Folgen mit sich, die unser ganzes Universum in Gefahr bringen könnten. Soweit so gut, bis ich dann angefangen habe, das Buch zu lesen und es mich absolut nicht mitgerissen hat. Ich fand die Umsetzung der Thematik mehr schlecht als recht und auch die Charaktere waren sehr flach, sodass ich mich am Ende durch das Buch durchquälen musste. 1,5 Sterne gibt es nur für die ursprüngliche Idee der Geschichte und einzelne Nebencharaktere, die mir tatsächlich ganz gut gefallen haben.
Das Äußere: Das Hardcover-Buch zeigt ineinander greifende Zahnräder – und eines dieser Rädchen zeigt im Inneren eine menschliche Iris. Dies wird im Buch auch eine tragende Rolle spielen, insofern finde ich das Cover sehr gut gewählt. Hinzu kommt der orangefarben gefärbte Schnitt der Seiten – richtig toll gemacht!
Das Innere: Wir sind in einer Zeit, in der es kein Problem ist, Lebensjahre ver- und anzukaufen. Diese werden in sogenannten Zeitbatterien der Firma Tempus Fugit gespeichert. Die junge Valerie ist eine der Personen, die mehrere wertvolle Lebensjahre verkauft, um die notwendige medizinische Versorgung ihrer schwer kranken Mutter sicher zu stellen. Währenddessen gerät der junge Willis im Rahmen eines Transportauftrags als Fahrradkurier in eine brenzlige Situation, als sein Kunde von zwei zwielichtigen Gestalten getötet wird. Durch einen Zufall treffen sie auf die Privatdetektivin Karelia, die gerade einen lukrativen Auftrag erhalten hat: augenscheinlich wird Tempus Fugit von Terroristen bedroht – und Karelia soll herausfinden, um wen es sich handelt. Die beiden jungen Leute werden von Karelia als Aushilfen eingestellt – doch ihre Mission ist nicht ganz ungefährlich, geraten sie doch sehr schnell zwischen die Fronten der terroristischen Organisation.
Das Wesentliche: Wow, was für ein rasanter Roman! Schon das erste Zusammentreffen von Valerie, Willis und Karelia ist spannungsgeladen, so dass der Leser direkt von der Geschichte gefangen genommen wird. Und diese hat es wirklich in sich: allein die Vorstellung, Lebenszeit in Batterien speichern zu können, um diese anderen Personen zukommen lassen zu können, ist ungemein faszinierend. Dass eine Organisation, die dies bewerkstelligt, ein beliebtes Angriffsziel für terroristische Vereinigungen sein könnte, ist insofern auch ein realistisches Szenario und bildet den Ausgangspunkt für die Handlung.
Dass Ricardo, der Inhaber von Tempus Fugit, nicht mit ganz sauberen Methoden arbeitet, wird direkt zu Beginn des Romans bereits im Prolog erläutert. Daher ist dem Leser bereits von Anfang an klar, dass auch Tempus Fugit die eine oder andere Leiche im Keller haben muss: Amanda Reisz, die ehemalige Lebensgefährtin Ricardos, wurde von ihm ausgebootet und aus der Firma gedrängt.
Die sympathische Privatdetektivin Karelia ist auf jeden Fall froh, einen lukrativen Auftrag an Land gezogen zu haben, und stellt mit Valerie und Willis zwei junge Leute als Gehilfen ein, die direkt mit Herzblut an die Ermittlungen gehen. Valerie ist froh, einen Job bekommen zu haben, der ihr ein zusätzliches Einkommen bietet, und Willis ist froh, nach dem gefährlichen Erlebnis als Fahrradkurier direkt einen anderen Arbeitgeber gefunden zu haben.
Willis ist ein toller Charakter, der mir richtig gut gefallen hat. Er stammt aus einem Waisenhaus, hat sich jedoch schnell auf eigene Füße gestellt und sein Leben selbst in die Hand genommen. Auf bewundernswerte Art und Weise stellt er sich allen auf ihn zu kommenden Situationen. Natürlich lässt er sich auch von seinen Gefühlen leiten, doch er reflektiert die jeweiligen Umstände in den meisten Fällen besser, als das ein Erwachsener tun würde. Im Laufe der Handlung kommen er und Valerie sich näher. Die beginnende Freundschaft zwischen den beiden Jugendlichen ist richtig gut nachvollziehbar, gut dosiert und nie übertrieben, so dass es von der übrigen Handlung ablenken würde.
Das Buch fasziniert durch zahlreiche Wendungen, mit denen man zu Beginn nicht gerechnet hätte. So ist z. B. die Geschichte der Zeitbatterien etwas diffiziler als es scheint – einige zwischen die Kapitel eingestreuten kurzen Schilderungen von Personen, die sich auf eigenartige Art und Weise nicht mehr in ihrer eigenen Umgebung zurecht finden, unterstützen den Verdacht, dass es hier um mehr gehen muss.
Gerd Ruebenstrunk schafft es, seinen Roman vielfältig zu gestalten und dadurch keinerlei Längen aufkommen zu lassen. In jedem Kapitel werden die beiden Jugendlichen ordentlich durchgerüttelt. Das überträgt sich durch den lebendigen Schreibstil direkt auf den Leser, der das Buch dadurch mit Hochspannung verfolgt.
Das Fazit: Dieser Jugendroman ist richtig klasse – aber möglicherweise erst ab vierzehn Jahren zu empfehlen, denn es gibt ein paar Szenen, die man erst mal verpacken muss. Die Handlung zieht den Leser jedenfalls sofort in ihren Bann, und es gibt immer wieder neue Überraschungen. Mein erster Roman von Gerd Ruebenstrunk wird bestimmt nicht mein letzter gewesen sein!
Pre deti je tam jedna scéna dosť drastická, takže skôr by som odporúčala knihu pre tínedžerov. Začiatok je taký filmový - a akčný a brutálne zaujímavý. Veď obchodovať s časom znie ako riadne sci-fi. Vysvetlenie s kvatovou fyzikou sa mi celkom páčilo. Bolo tam pár nelogických, resp. nedotiahnutých vecí, ale vcelku hodnotím knižku kladne. A hlavne preto, že je to ucelený príbeh v jedinej knihe, čo sa teraz tak často nevidí. :)
Tohle byla knížka na kterou jsem čekala snad půl roku v knihovně!!!! AWWWWWWWWWWW byla naprosto boží. Fyziku naprosto zbožňuju, a i když to bylo místy trochu složité, moc se mi ta knížka líbila :3 Jééj, konečně přečtená :3
Zitat: „Es kam ihr so unwirklich vor, was sie gerade erlebt hatte. Vielleicht auch deswegen, weil es so schnell und unkompliziert gegangen war. Und sie hatte zehn Jahre ihrer Lebenszeit verkauft!“ (S. 35)
„In den vier oder fünf Stockwerke hohen Gebäuden klafften leere Fensterhöhlen, die Gehsteige waren mit Glassplittern, gebrauchten Heroinspritzen und Kondomen bedeckt, und in zahlreichen Nischen und Toreinfahrten lagen zerknickte große Kartons, die vielen Menschen in dieser Umgebung wahlweise als Schlafunterlage oder Bettdecke dienten.“ (S. 121)
Inhalt: Die Erfindung ist gigantisch. Nun sind Dinge möglich, an die man bisher nicht einmal denken mochte. Doch Amanda und Ricardo sind sich nicht einig, wie sie weiter damit umgehen sollen. Und dann wird der Eine vom Anderen gelinkt und das Schicksal nimmt seinen Lauf…
18 Jahre später finden Valerie, Karelia und Willis durch eine Aneinanderkettung von Zufällen zueinander. Valerie hat gerade erst 10 Jahre ihrer Lebenszeit an die Firma Tempus Fugit verkauft. Auf dem Heimweg wird sie von einem Auto angefahren.
Karelia, eine Privatdetektivin und Fahrerin des Pick-up, der Valerie überrollt hat, steckt mitten in einem Auftrag von Tempus Fugit und erwartet für ihren aktuellen Gerichtsprozess hochwichtiges Material, das nicht zu spät kommen darf.
Willis, ein Fahrradkurier, versucht rechtzeitig am Gerichtsgebäude zu sein, um eine wichtige Sendung abzuliefern. Doch er wird daran gehindert, wird Zeuge eines Mordes und letztendlich sogar verfolgt. Die Ereignisse überschlagen sich…
Meinung: „Rebellen der Ewigkeit“ von Gerd Ruebenstrunk kommt für mich in einem wunderbaren Design mit orangefarbenem Buchschnitt daher, so dass mir das Buch sofort ins Auge gefallen ist. Nachdem das Buch damit, auch wegen des interessant klingenden Klappentextes, mehr als lesenswert erschien, konnte es natürlich nicht lange ungelesen in meinem Regal stehen.
Die Einleitung machte schon mal definitiv Lust auf mehr. Den Gedanken mit der Erfindung, die ich bis dahin noch nicht kannte, weckte eindeutig meine Neugier. Ich war gespannt auf die Reise, auf die der Autor mich offensichtlich mitnehmen wollte. Der Anfang für ein spannendes Leseerlebnis war somit eindeutig bereitet.
Die weiteren Seiten ließen mich auch weiterhin auf schöne Lesestunden hoffen. Doch was war denn nun passiert…? Das zufällige Zusammentreffen der Charaktere hatte ich ja akzeptiert. Nur bei den weiteren Zufällen im Fortlauf der Geschichte musste ich dann doch mehrfach den Kopf schütteln und die Augen rollen, weil es für mich ganz einfach zu „gewollt“ gewirkt hat.
Wann immer ich auch den Eindruck hatte, dass der Plot vorankommt, wurde diese Hoffnung recht schnell von den Handlungen der Charaktere zunichte gemacht. Die Charaktere insgesamt wurden sehr flach gehalten und ihre Gedanken waren für mich oftmals nicht zu verstehen.
Auf der einen Seite haben wir Valerie. Der Charakter war mir definitiv am sympathischsten. Nur konnte Valerie nicht wirklich zur Entwicklung der Geschichte beitragen. Irgendwie empfand ich sie eher als Hemmnis denn als Inspiration. Insofern hätte man auf Valerie durchaus verzichten können. Schmückendes Beiwerk ist sie aber auf jeden Fall.
Willis kommt sozusagen als Underdog daher. Seine Vergangenheit, seine Kindheit… Alles spricht dafür, dass er der geborene Looser ist. Aufgewachsen ist er ohne Eltern. Diese haben ihn kurz nach der Geburt ins Waisenhaus abgeschoben. Ein Looser, der mehr aus seinem Leben machen will. Und das gelingt ihm auch recht gut. Bis er auf die anderen trifft. Plötzlich und unerwartet wächst er über sich hinaus. Nichts scheint ihn aufhalten zu können. So richtig verstanden habe ich die Entwicklung nicht. Auch wenn ich nun mehr über ihn weiß…
Eine richtige Enttäuschung für mich war Karelia. Hatte sie anfangs noch sämtliche Spielfäden in der Hand, wird sie mehr und mehr zur Randfigur mit urbanen Bedürfnissen degradiert. Eine Entwicklung, die weder der Geschichte noch ihr selbst gut tut. Sie hätte so viel bewirken können. Aber das war ihr nicht vergönnt…
Ein richtig großes Manko aus meiner Sicht bestand in den sich extrem schnell entwickelnden zwischenmenschlichen Interaktionen. In der Realität habe ich noch nie Menschen erlebt, die dermaßen schnell ein so festes fundamentales Vertrauen zu bis dato fremden Menschen entwickeln, dass man strengstens gehütete Geheimnisse verrät. Dass Karelia ihr Wissen, von dem mehr oder weniger ihre gesamte Existenz abhängt, mit Valerie und Willis teilt, Menschen, die sie erst kurz vorher kennengelernt hat, halte ich dann doch von zu weit hergeholt.
Ein roter Faden selbst war für mich an der Geschichte leider auch nicht zu erkennen. Dieser wurde mehr oder weniger von der geheimnisvollen Erfindung gezogen, die jedoch erst im weiteren Verlauf entsprechend dargestellt wird. Wichtige Eckpfeiler für eine fesselnde Geschichte standen somit aus meiner Sicht mehr als genügend zur Verfügung. Warum wurden diese denn nicht genutzt?
Auch wenn ich kein Fan großer Detailtiefe bin. Hier hätte sie an der einen oder anderen Stelle garantiert gut getan. So befand ich mich oftmals „schwebend beobachtend“ in der Geschichte, ohne zu wissen, was oder wer mir die Richtung weist.
Zum Ende hin lässt Herr Ruebenstrunk sein Werk nach einem aufflackernden Spannungshoch befriedigend ausklingen und mich somit beruhigt zurück. Potential beinhaltet dieser Plot deutlich mehr als so manches aktuell auf dem Markt befindliche Buch. Leider hat es aus meiner Sicht an der mitreißenden Umsetzung und dem Bezug zum Leser allgemein gefehlt.
Urteil: „Rebellen der Ewigkeit“ entführt in eine denkbare Zukunft, die durchaus Angst einflößend sein kann. Die grandiose Grundidee lenkt leider nicht von den vorhandenen Schwächen der Geschichte ab. Allein ihr ist es zuzuschreiben, dass ich das Buch nicht zur Seite legen konnte. Für die Lesestunden mit den Rebellen vergebe ich an dieser Stelle 2 Bücher.
Für alle Genießer, die vorausschauend lesen möchten, kurze Spannungen dabei nicht ausschließen und eine geniale Grundidee zu schätzen wissen.
Inhalt: Nach jahrelangem Forschen gelingt es den beiden Nachwuchstalenten Amanda Reisz und Ricardo Reming, einen Computer zu bauen, der den Zeithandel möglich macht. Da Ricardo jedoch nach immer mehr Macht trachtet und die Gefahren, die das Projekt mit sich bringt, nicht erkennen will, stellt Amanda ihn zur Rede. Dadurch kommt alles andere als Wohlwollen bei Ricardo auf und die gemeinsame Zeit als Paar scheint schnell vergessen zu sein. Deswegen schickt er seinen Leibwächter Maggiore aus, um Amanda zu beseitigen. 18 Jahre später leitet Reming den Großkonzern „Tempus Fugit“ und der Zeithandel ist vollkommen kommerzialisiert. Doch dadurch entstehen immer mehr Risse in der Realität, die so manchen Menschen ins Unglück stürzen. Sowohl das Schicksal der jungen Valerie, die doch einfach nur ein paar Jahre verkaufen wollte, um die Behandlung ihrer totkranken Mutter finanzieren zu können, als auch das des Fahrradkuriers Willis und der Privatdetektivin Karelia werden schlagartig miteinander verknüpft und gemeinsam versuchen sie herauszufinden, was hinter „Tempus Fugit“ und den Rissen in der Realität steckt. Dabei stoßen sie auf eine Geheimorganisation, die sich die „Rebellen der Ewigkeit“ nennt. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Fazit: Im Roman „Rebellen der Ewigkeit“ von Gerd Ruebenstrunck treffen sowohl Science Fiction, Thriller und auch ein wenig dystopische Züge aufeinander. Obwohl im gesamten Buch relativ viele Charaktere eine Rolle spielen, bilden der 18jährige Fahrradkurier Willis, die klavierbegeisterte Valerie und die Privatdetektivin Karelia den eisernen Kern der Geschichte. Was anfangs als Auftrag von „Tempus Fugit“ beginnt, wird zum Kampf gegen machthungrige und korrupte Firmenchefs. Dabei geraten Willis und Valerie immer wieder in tödliche Gefahr. Willis ist trotz seiner Vergangenheit ein sehr intelligenter und selbständiger junger Mann. Was er sich einmal vorgenommen hat, zieht er auch durch. Schon von Anfang an wird klar, dass Valerie mehr für ihn ist, als bloß eine einfache Arbeitskollegin. Genauso wie Willis wurde auch Valerie durch unglückliche Zustände in die Angelegenheit mit hinein gezogen. Man hätte fast meinen können, das Treffen von Willis, Valerie und Karelia sei vom Schicksal vorherbestimmt gewesen. Karelia nimmt ihren Job sehr ernst und stellt die moralischen Aspekte und ihre eigenen Ansichten oft in den Hintergrund, da sie ihren guten Ruf als loyale und ernst zu nehmende Privatdetektivin nicht gefährden will. Doch im Fall „Tempus Fugit“ kommt sie irgendwann an einen Punkt, an dem sie sich den unmoralischen Mitteln und Taten ihres Auftraggebers entgegenstellen muss. Immer wieder gibt es Handlungssprünge in der Geschichte, die zeigen, wie sehr die Techniken von „Tempus Fugit“ die Menschen beeinflussen. Dabei werden jedes Mal einzelne Personen hervorgehoben, wie z.B. ein Pilot oder ein Politiker. Aus deren Sicht werden die Geschehnisse und Erlebnisse geschildert. Dadurch wird deutlich, wie weitreichend sich die Technologie von „Tempus Fugit“ auswirkt. Der Zeithandel basiert in diesem Roman auf der Quantenphysik. Inwiefern das logisch ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen, da ich die physikalischen Erklärungen, die dieser Roman liefert, kein bisschen verstanden habe. Das macht die Geschichte für mich wahrscheinlich so authentisch, da die Physik für mich sowieso etwas ist, was außerhalb meiner Vorstellungskraft liegt. Wenn man mir erzählen würde, dass Bücher sich magnetisch aufladen können, würde ich das auch noch glauben – immerhin ziehen sie mich ja an! Der Spannungsbogen in diesem Roman ist relativ gleichmäßig, denn es wurde nie langweilig und eine gewisse Spannung war immer vorhanden. Sowohl die Charaktere selbst, als auch der Geschichtsverlauf sind sehr interessant gestaltet, sodass man einfach weiterlesen muss. Der Schreibstil ist sehr flüssig und lässt sich zügig lesen. Die physikalischen Erklärungen werden sehr schön durch Illustrationen verdeutlicht (ich habe sie trotzdem nicht verstanden). Die Erzählhaltung ist auktorial und beschäftigt sich zwar relativ oberflächlich, jedoch ausreichend genau mit den einzelnen Charakteren. Die Gestaltung des Buches möchte ich an dieser Stelle besonders hervorheben. Obwohl das Cover mit den Zahnrädern und dem orangenen Auge sehr einfach gestaltet ist, fällt sofort die ebenfalls orangefarbene Einfärbung der Seitenränder auf. Insgesamt sehr passend und ein echter Hingucker! Insgesamt hat mir „Rebellen der Ewigkeit“ von Gerd Ruebenstrunk recht gut gefallen. Die Story verlief sehr flüssig und durchgehend spannend, aber es blieben am Ende doch einige Fragen offen. Außerdem hätte ich mir ein paar Hintergrundinformationen gewünscht, wie z.B. in welcher Stadt und in welchem Jahr die Geschichte überhaupt spielt, da man die Jahreszahl durch den Zeitsprung am Anfang nur grob erahnen kann.
Der Konzern „Tempus Fugit“ hat eine revolutionäre neue Technik auf Quantenphysikbasis entwickelt, den Quantenextrapolator. Damit lassen sich Lebensjahre einer Person auf eine andere übertragen: Zeit wird somit an der Börse gehandelt wie ein Rohstoff. Bei 233.000 (USD?) für 10 Jahre Leben, wer in finanziellen Nöten würde da nein sagen? Diese Technik jedoch hat Nebenwirkungen. Überall auf der Welt ist der Werther Effekt zu beobachten, die Universen scheinen aus den Fugen zu geraten und nur die "Rebellen der Ewigkeit" können das noch aufhalten.
Kaum ein physikalischer Effekt dürfte so viele Autoren inspiriert haben, wie die Quantenphysik. Schon Greg Bear versuchte sich an einer solchen Geschichte mit seiner "Stadt am Ende der Zeit". Anders als Bear schafft es Ruebenstrunk durchaus, die Quantenphysik auf ein halbwegs verständliches Maß herunterzubrechen, dennoch überhöht er auch diese Technologie, die uns den Transistor, den Laser und die Photovoltaik beschert hat. Quantenphysik ist schwer bis nicht intuitiv verständlich, aber mitnichten eine mystische Macht.
Die Lokalisation der Geschichte ist schwierig. Ich vermute, sie spielt irgendwann in naher Zukunft in den USA, weil die Protagonisten CNN schauen, das würde in Deutschland kaum einer tun und auch der Deckname, den sich Amanda aussucht (Sarah Pahlen) ist wohl eher ein USA Insiderwitz, da kaum ein deutscher Jugendlicher von dieser Dame gehört haben dürfte (was will der Autor uns damit sagen?)
Dieser Roman hätte ein guter Science Fiction Krimi werden können, wenn da nicht: 1. Der Prolog wäre, der die komplette Pointe schon vorweg nimmt. Durch den Prolog weiß der Leser bereits fast alles und fragt sich 300 Seiten lang, was diese Ermittlung eigentlich soll. Ohne Prolog wäre das spannend gewesen, so jedoch fragt man sich, wann die Ermittler denn nun endlich auf die Lösung kommen, damit die Geschichte in Fahrt kommt. 2. Der "Luke ich bin Dein Vater" Effekt war unglaubwürdig, unnütz und peinlich. Danach hätte ich das Buch am liebsten zur Seite gelegt, vor allem, weil der Grund weswegen dies eingebaut wurde auch noch biologisch falsch ist. Die Pigmentation der Iris ist genetisch bestimmt, ABER die Muster bilden sich Zufällig während der Embryonalentwicklung aus. Weder eineiige Zwillinge, noch das rechte und linke Auge (!), nicht einmal Klone (!) verfügen über zwei identische Irismuster, die somit einmalig wie der Fingerabdruck sind. Damit wird die komplette zweite Hälfte des Buches ad Absurdum geführt. Dabei wäre es doch auch anders gegangen, da Valerie doch sogar einen Termin für die Quantenextraktion gehabt hätte und da einfach nur ein paar Tage später hätte hingehen müssen. 3. Was passiert mit den Menschen in den anderen Universen, was passiert mit den Universen, die geschaffen wurden? Sie verschwinden sicherlich nicht. Ich denke, die Auflösung der Geschichte sollte der Autor noch mal überdenken, denn weder Energie noch Materie können erschaffen oder vernichtet werden. Der erste Hauptsatz der Thermodynamik ist unumstößlich. Ärgerlich sind die verpassten Chancen der Geschichte. Zeithandel und Armut. Ankauf von Zeit aus Drittweltländern. Bekämpfung der Armut durch frühen Exitus. So viele sozialkritische Aspekte, und nichts davon wurde angesprochen.
Fazit: sowohl Biologisch, als auch Thermodynamisch als auch Quantenphysikalisch ist diese Geschichte nicht haltbar und teilweise einfach nur falsch. Dazu noch der peinliche "Luke ich bin Dein Vater Effekt", der mir die Geschichte endgültig vergällt hat. Ohne naturwissenschaftliche Grundkenntnisse sicherlich unterhaltsam, mit ein wenig Ahnung von Biologie und Physik absolut unhaltbar, falsch und unlogisch.
Zeithandel mit Lebenszeit ist für uns heute noch reine Fition. Umso gespannter war ich darauf, wie der Autor es schafft, diese doch recht neue Idee in einem Buch zu verarbeiten. Und ich muss sagen, ihm ist es wirklich gelungen daraus eine spannende und faszinierende Geschichte zu machen.
Man muss kein Physiker sein um der Geschichte folgen zu können. Egal ob Quantenphysik, Paralleluniversen oder Relativitätstheorie, gekonnt schafft es der Autor, mit einfachen Worten, ohne unverständlich zu werden oder mit erdrückenden physikalischen Gesetzen daherzukommen, die wissenschaftlichen Erklärungen darzulegen und nachvollziehbar zu machen.
Dies wird durch den jugendlichen und einfachen Schreibstil enorm gefördert und das Buch lässt sich sehr flüssig lesen.
An Spannung fehlt es in keinem Abschnitt. Gleich im Prolog geht es richtig zur Sache und diese Spannung endet erst, wenn man die letzte Seite gelesen hat. Aufgelockert wird das ganze durch die verschiedenen Perspektiven verschiedener Nebencharaktere, die auch genau das bleiben, Nebencharaktere, welche dem Zweck dienen, besondere Ereignisse in der Geschichte zu untermauern und zu erklären. Somit bleibt die Anzahl der Hauptprotagonisten gut überschaubar. Diese sind sehr sympathisch und vorallem realistisch dargestellt. Zu jeder Zeit kann man die Gründe für ihr Handeln und Fühlen nachvollziehen. Dadurch werden sie lebendig und hauchen der Geschichte Glaubwürdigkeit ein.
Mein Fazit Eine wirklich fesselnde und interessante Geschichte, welche durchweg von Spannung begleitet wird. Gerade zum Ende zu vermag man als Leser das Buch nicht mehr aus der Hand zu legen und ist vom relativen offen Ende genauso überrascht wie auch begeistert. Ein wirklich gelungenes Jugendbuch mit einer tollen Umsetzung einer neuen und frischen Idee. Meine absolute Leseempfehlung.
Sehr spannendes Buch, interessante Hintergrundidee! Am Anfang war es sehr ungewohnt, ein deutsches Buch von einem deutschen Autor zu lesen, ich wurde irgendwie nicht direkt warm damit, und die dazwischengeschobenen Sequenzen haben mich anfangs auch verwirrt. Aber nach und nach, als die Story sich entwirrte, wurde es immer besser und das Ende ist auch wirklich gelungen! Anfangs dachte ich allerdings, dass der Autor sich um die Erklärung der Funktionsweise des Zeithandels drücken will, weil immer gesagt wurde "Dazu ist nicht genug Zeit", "Das ist nicht von Belang" oder auch "Wor wissen nicht genau, wie es funktioniert", aber im letzten Drittel kam die Erklärung dann doch noch. :)
Jsem trochu na rozpacích, protože mi není úplně jasná cílová skupina knihy. Pro děti je to moc drastické (zřejmě dáno tím, že autor věděl, kam svůj příběh dovede) a pro dospělé takové moc dětinské. Na druhou stranu nápad skladování času je velmi zajímavě zpracovaný a pokud mám hodnotit knihu jako celek, nenadchla ani neurazila a navíc se mi líbila její obálka. Pokud autor plánuje další pokračování, nejspíš si ho nechám ujít.