Ihre Dichtungen haben Jahrtausende überdauert wie die Verse Sapphos; sie schrieben in düsteren Verhältnissen wie die Schwestern Brontë; sie erfanden den weiblichen Fantasy-Roman wie Irmtraud Morgner; sie begründeten literarische Revolutionen wie Gertrude Stein und packten die Übel des Alltags mit radikalen Schreibweisen wie Elfriede Jelinek; sie erschufen weltweit bekannte literarische Figuren von Heidi über Miss Marple bis Pippi Langstrumpf und den berühmtesten Romanhelden der Gegenwart, Harry Potter.
99 Autorinnen aus allen Erdteilen und Zeiten haben Verena Auffermann, Gunhild Kübler, Ursula März und Elke Schmittler für ihren weiblichen Kanon der Literaturgeschichte ausgewählt. Sie porträtieren die Schriftstellerinnen voller Leidenschaft, betten ihr Werk in Lebens- und Zeitumstände, ziehen Verbindungslinien zu literarischen Traditionen und markieren deren Bruchstellen. Entstanden ist eine weibliche Geschichte der Weltliteratur, die neugierig macht und die Leselust weckt.
Dieses Buch hat mich über so viele Monate begleitet. Nicht, weil ich es schlecht fand, sondern weil ich möglichst lange etwas davon haben wollte und so las ich max. 3 Autorenportraits am Tag. Ein sehr empfehlenswertes, gut aufgemachtes Buch, durch das ich viele mir bisher unbekannte Autorinnen entdecken konnte, deren Bücher bereits in meinem Bücherregal gelandet sind, oder sich nun auf meiner Wunschliste finden lassen.