Wenn alles, im Großen betrachtet, so stimmt, wie es der Autor hier darstellt, so ist dies ein unterhaltsames und spanndes Buch über diese die Alte Welt umreißenden 25 Jahre. Amerikanische und Französische Revolution, die Weltumsegelungen Cooks und Blighs Expedition, die Weimar Klassik und die aufziehenden Romantiker. Wir verfolgen hier vor allem bekannte, aber auch teilweise weniger bekannte Protagonisten in annalistisch angereihten Anekdoten (wichtiger und wenig wichtiger welthistorischen Relevanz). Es ist für eine kurzaufmerksame Generation geradezu gemacht.
Die Lektüre dieses Buches macht vor allem Lust auf weiteres Lesen,wie ein Baum mit vielen Früchten. Ich habe von vielen Dingen, etwa dem Hype um Ballons, der Malerin Vigée-Lebruin, der Geschichte Georg Forsters, neues erfahren. Am meisten fasziniert hat mich die Geschichte Lafayettes, diesem reichen Adeligen, der ein Citoyen wurde, im amerikanischen Unabhängigkeitsrkieg kämpfte, spätert auch in der französischen REvolution mitwirkte, schließlich von den Jakobiner geschasst, in Gefangenschaft der Österreicher gelangt. Dort bleibt er, zwischenzeitlich den Preußen übergeben, für fünf Jahre, bis er endlich freikommt. Quelle vie! Und es geht noch dreißig Jahre weiter, von denen diese Buch nicht berichtet.