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Canossa: Entlarvung Einer Legende. Eine Streitschrift

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Canossa war keine Wende. Canossa fuhrte zu keiner Entzauberung der Welt. Dieses Canossa war ein Mythos, eine Legende. Tatsachlich schlossen Papst Gregor VII. und Konig Heinrich IV. in Canossa einen Friedensvertrag. Erinnerungsunkritische Kritik wollte diesen Pakt in Zweifel ziehen, als neue Legende voreilig dem Vergessen uberantworten. Die vorliegende Streitschrift setzt sich mit dieser Kritik auseinander und zeigt, wie auch die gegenwartige Geschichtsforschung der Modulationsmacht des Gedachtnisses ausgeliefert ist und damit zu Fehlurteilen fuhrt. Sie verweist auf wesentliche Inhalte und Ziele des Vertrags von Canossa, den wechselseitigen Schutz der Ehre von Papst und Konig, die angestrebte Konsenserneuerung im Reich der Deutschen, zeigt aber auch sein Scheitern durch die Uneinigkeit der Fuhrungseliten dort und in der Lombardei. Nicht Heinrichs Rekonziliation in Canossa, nicht die Kirchenreform, kein nach Weltherrschaft greifender Papst brachten die Wende, den Auftakt zu einem durch annahernd dreihundert Jahre immer wieder erneuerten, konflikttrachtigen Gegenkonigtum im romisch-deutschen Imperium, sondern interne Konflikte, der Hader unter den Deutschen.

181 pages, ebook

First published January 1, 2012

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Johannes Fried

42 books13 followers
Johannes Fried was, until his retirement, Professor of Medieval History at the University of Frankfurt.

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