Skalpieren machen nur die Indianer? Weit gefehlt! Von Skalp-Ablösung durch Ventilatoren über absurde Sex-Unfälle bis zu marodierenden Straßen-Gangs kommt in der Notaufnahme einfach alles an, was das Leben zu bieten hat. Patienten rasten aus, weil die Rettung ihnen den Drogen-Trip versaut hat, Demenzkranke werden im Krankenhaus geparkt, weil das Seniorenheim überlastet ist, ja, sogar Babies werden "eingeliefert", damit die Eltern in die Oper gehen können. Anna Tarneke war Krankenschwester und mittendrin, als erste Ansprechpartnerin, Händchen haltende Trösterin, resolute Chefin vom Dienst...
Dieses Buch hat mir super gut gefallen. Auch wenn es teilweise wirklich nichts für schwache Nerven war -man muss auf jeden Fall auf einige eklige Stellen gefasst sein!- und der ein oder andere Patient einem wirklich leid tun kann, gibt es trotzdem viel zu lachen. Schwester Anna erzählt sehr humorvoll und mit einem großen Einfühlungsvermögen über die kuriosesten Fälle aus der Notaufnahme und verliert nie ein abfälliges Wort über ihre Patienten, wie blöd sie sich auch immer verhalten mögen. Man merkt, dass ihr wirklich die Menschen am Herzen liegen. Sehr zu empfehlen!
Interessant und sehr ansprechend erzählt die Autorin ein bisschen aus dem Alltag in der Notaufnahme. Wenns auch nur ein ganz kleiner Einblick ist, es hat sich gelohnt.