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Dune – Der Wüstenplanet: Luxusausgabe: Der erfolgreichste Science-Fiction-Roman aller Zeiten mit umfangreichem Bonusmaterial im Schmuckschuber

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Das atemberaubende Panorama unserer Zivilisation in ferner Zukunft – und eine Welt, die man nie vergisst: Arrakis, der Wüstenplanet. Einzigartig, herrlich – und grausam. Und doch haben es die Menschen geschafft, sich dieser lebensfeindlichen Umwelt anzupassen …
Frank Herberts Bestseller gilt als Meilenstein der Zukunftsliteratur – ein monumentales Epos, das jede Generation von Leserinnen und Lesern neu für sich entdeckt. Im März 2024 startet der zweite Teil der spektakulären Neuverfilmung von Starregisseur Denis Villeneuve mit Timotheé Chalamet, Zendaya und Oscar Isaac in den Hauptrollen in den Kinos. Die erste deutschsprachige Luxusausgabe im Schmuckschuber ist hochwertig ausgestattet mit bedrucktem Vor- und Nachsatz, Lesebändchen, farbigem Schnitt und mit umfangreichem Bonusmaterial.

845 pages, Hardcover

Published January 1, 2023

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About the author

Frank Herbert

556 books16.7k followers
Franklin Patrick Herbert Jr. was an American science fiction author best known for the 1965 novel Dune and its five sequels. Though he became famous for his novels, he also wrote short stories and worked as a newspaper journalist, photographer, book reviewer, ecological consultant, and lecturer.
The Dune saga, set in the distant future, and taking place over millennia, explores complex themes, such as the long-term survival of the human species, human evolution, planetary science and ecology, and the intersection of religion, politics, economics and power in a future where humanity has long since developed interstellar travel and settled many thousands of worlds. Dune is the best-selling science fiction novel of all time, and the entire series is considered to be among the classics of the genre.

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39 reviews
August 11, 2025
Frank Herbert veröffentlichte Dune im Jahr 1965, einen epischen Science-Fiction-Roman, der Politik, Ökologie, Religion und menschliche Natur zu einer einzigartig komplexen Erzählung verwebt. Die Geschichte folgt Paul Atreides, dem Erben eines Adelshauses, dessen Schicksal untrennbar mit dem Wüstenplaneten Arrakis und dessen wertvollstem Rohstoff, dem Spice, verbunden ist.

Schon in den ersten Kapiteln wird klar, dass Herbert hier weit mehr geschaffen hat als eine klassische Abenteuergeschichte in ferner Zukunft. Das Werk entfaltet sich wie ein Mosaik aus politischen Intrigen, ökonomischen Abhängigkeiten und kulturellen Machtstrukturen. Die Rivalität der großen Häuser erinnert an historische Imperien – an das Römische Reich mit seinen klientelistischen Netzwerken, ebenso wie an das Osmanische Reich oder die großen Kalifate, in denen Handel, Religion und Militär in einem empfindlichen Gleichgewicht standen. Der Kampf um das Spice ist nicht nur ein Handlungsmotor, sondern ein ökonomisches Abbild unserer eigenen Welt, in der strategisch entscheidende Ressourcen – ob Öl, Gewürze oder seltene Erden – stets den Lauf der Geschichte bestimmt haben.

Herberts Meisterschaft zeigt sich besonders darin, wie er den Wüstenplaneten Arrakis nicht als bloße Kulisse, sondern als lebendiges, sich selbst regulierendes Ökosystem entwirft. Jeder Aspekt der Welt – von den gewaltigen Sandwürmern, die das Spice produzieren, bis hin zur Wasserrückgewinnungstechnologie der Fremen – folgt einer inneren Logik. Die Anpassung der Fremen an ihre lebensfeindliche Umwelt ist ein anthropologisches Meisterstück. Eine der eindrucksvollsten Szenen, die dieses Konzept verdeutlicht, ist der Tod von Liet Kynes, dem imperialen Planetologen. Verlassen in der Wüste, halluziniert er, während die Hitze ihn langsam zersetzt, von den ökologischen Visionen, die er für Arrakis hegte – und wird schließlich, im wortwörtlichsten Sinne, vom Planeten selbst getötet. Dieses Bild ist mehr als nur ein dramatisches Ende: Es ist Herberts poetische Verkörperung der unbarmherzigen Umwelt, die ihre Bewohner formt, prüft und verschlingt.

Besonders faszinierend ist die religiöse Tiefenschicht, die Herbert in sein Werk einwebt. Die Erwartungen der Fremen an den Mahdi, einen prophezeiten Erlöser, verweisen klar auf islamische Eschatologie, während Pauls spirituelle Prüfungen und Visionen Parallelen zu biblischen Figuren wie Mose oder Jesaja aufweisen. Die Bene Gesserit wiederum, mit ihrer Jahrtausende währenden genetischen Zuchtpolitik und der gezielten Aussaat religiöser Mythen in fremden Kulturen, sind ein literarisches Abbild jener historischen Akteure, die Religion als bewusstes Werkzeug der Herrschaft nutzten – von den Orakeln Griechenlands, deren zweideutige Weissagungen politische Entscheidungen lenkten, bis hin zu Missionaren in der Kolonialzeit, die Spiritualität mit politischer Einflussnahme verknüpften.

Pauls Schicksal ist in besonderer Weise ambivalent. Anfangs wird er in eine Rolle gedrängt, die er nicht selbst gewählt hat – der prophezeite Retter, der die Fremen führen und das Imperium herausfordern soll. Doch je weiter er diese Rolle annimmt, desto mehr verschmilzt Pflicht mit Wille. Herbert lässt offen, ob Paul sich dem Schicksal unterwirft oder ob er es im Laufe der Zeit bewusst zu seinem eigenen macht. Diese Ambivalenz ist eine der zentralen Spannungen des Romans: Ist Paul ein Opfer vorbestimmter Kräfte oder der Architekt seiner eigenen Legende?

Ein weiterer Reiz von Dune liegt darin, dass fast alles, was geschieht, mit Finten, Halbwahrheiten und strategischen Täuschungen durchsetzt ist. Von den Bene Gesserit über die politischen Manöver der Adelshäuser bis zu den Überlebensstrategien der Fremen – nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Herbert verlangt vom Leser ein ständiges Mitdenken und Misstrauen gegenüber jeder offenkundigen Wahrheit. Diese Vielschichtigkeit macht die Lektüre zu einer Form intelligenter Unterhaltung, bei der das Entschlüsseln der wahren Absichten ebenso spannend ist wie die Handlung selbst.

Dass Herbert ein so dichtes und glaubwürdiges Universum erschaffen konnte, liegt auch an seiner akribischen Recherchearbeit. Vor dem Schreiben studierte er Anthropologie, Theologie, Ökologie und Geschichte – und diese disziplinübergreifende Vorbereitung spürt man in jedem Detail. Seine Darstellung der Fremen-Kultur zeugt von ethnologischer Genauigkeit, seine Beschreibung der Machtmechanismen von imperialer Politik von tiefem historischen Verständnis. Selbst die ökologischen Zyklen von Arrakis sind so konsistent beschrieben, dass sie den Eindruck erwecken, Herbert habe nicht eine fiktive Welt erfunden, sondern eine reale entdeckt.

Die Rolle der Frauen in Dune ist ebenso vielschichtig wie zentral. Figuren wie Lady Jessica, Chani oder die ehrfurchtgebietenden Bene Gesserit stehen in scharfem Kontrast zu vielen zeitgenössischen Science-Fiction-Darstellungen. Frauen sind hier nicht nur Begleiterinnen, sondern Strateginnen, Kriegerinnen, Erzieherinnen und Schlüsselfiguren in der politischen und spirituellen Ordnung des Universums. Die Bene Gesserit, als Schwesternschaft mit einer Agenda, die Jahrhunderte überdauert, unterwandern die patriarchalen Strukturen des Imperiums und lenken Entwicklungen aus dem Hintergrund – oft mit größerem Einfluss als jede männliche Figur. Herbert zeichnet damit ein Bild von Macht, das nicht an Geschlechtergrenzen haltmacht, sondern zeigt, wie Einfluss in subtiler, oft unsichtbarer Form ausgeübt werden kann.

Auch sprachlich ist Dune ein Fest für den aufmerksamen Leser. Herbert erschafft ein Geflecht aus Dialekten, Fachtermini und rituellen Formulierungen, die jede Kultur unverwechselbar machen. Fremen-Begriffe wie „Shai-Hulud“ oder „Muad’Dib“ tragen nicht nur zur Atmosphäre bei, sondern sind Träger ganzer Weltanschauungen. Diese sprachliche Vielfalt erinnert an Tolkiens linguistische Konstruktionen, ist aber stärker in realhistorischen Sprachwurzeln verankert. Selbst Nebenfiguren wie Thufir Hawat, der „Mentat“ und Meisterstratege, oder Stilgar, der stolze Fremen-Anführer, handeln stets aus einer kulturell geprägten Logik heraus.

Die philosophische Tiefe des Romans entfaltet sich nicht in isolierten Monologen, sondern in jeder Entscheidung, jedem Dialog, jeder Andeutung. Herbert stellt Fragen, die den Leser noch lange nach der Lektüre begleiten: Ist Schicksal etwas, das man erfüllt, oder etwas, das man formt? Ist Religion eine Quelle von Wahrheit oder ein Instrument zur Kontrolle? Kann eine Gesellschaft sich selbst retten, ohne eine charismatische Führungsfigur – und was geschieht, wenn diese Figur zu mächtig wird?

"Der Mensch trägt seine eigenen Fallen in sich – und die größte davon ist die Überzeugung, er könne das Schicksal in den Griff bekommen."
~Frank Herbert



Für mich ist Dune daher nicht nur eine Geschichte, sondern ein intellektuelles Universum, das sich mit jeder Lektüre neu erschließt. Die Präzision, mit der Herbert ökologische, religiöse und politische Themen verwebt, lässt das Buch zugleich wie eine Fabel, ein historisches Epos und eine Zukunftsvision wirken. Es ist ein Werk, das nachhallt, weil es den Leser zwingt, die Mechanismen von Macht, Glauben und Umwelt mit neuen Augen zu sehen. Und genau darin liegt meine unerschütterliche Faszination: Dune ist kein Buch, das man einfach liest – es ist ein Werk, in dem man sich verliert und das man, einmal betreten, nie wieder ganz verlässt.

Offensichtliche 5/5 Sterne. Zeitlos und brilliant.
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