Mitten in Hannover wird die Leiche einer schönen jungen Frau entdeckt. Sie muss vor Kurzem Mutter geworden sein, doch ihr Baby ist verschwunden. Charlotte Wiegand von der Kripo Hannover leitet die verzweifelte Suche nach dem Kind. Als dann ihr Kollege und Liebhaber Rüdiger Bergheim spurlos verschwindet, weiß sie, dass das die schwerste Ermittlung ihrer Laufbahn werden wird. Ein Fall, der zu Herzen geht, eine actionreiche Verfolgungsjagd von Hannover in die Heide, eine spannende Geschichte: Charlotte Wiegand ermittelt wieder.
Marion Griffiths-Karger verbrachte ihre Kindheit auf einem ostwestfälischen Bauernhof. Nach Kaufmannslehre und Studium der Literatur- und Sprachwissenschaft wurde sie Werbetexterin in München, später Autorin und Teilzeitlehrerin. Die Deutsch-Britin ist Mutter von zwei erwachsenen Töchtern und lebt mit ihrem Mann bei Hannover.
Die Packungsbeilage meiner Migräne Tabletten ist spannender. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so wenig Spaß am lesen hatte. Es fehlt komplett an Lesefluss und Spannung. Der Schreibstil ist holprig, die Wortwahl altbacken und klanglos. Die Beschreibungen wirken steif und gestrig, der Lesefluss bleibt völlig auf der Strecke. Spannung? Fehlanzeige. Die Charaktere bleiben blass und unbeschrieben, neue Tote tauchen auf, ohne dass echte Verdächtige eingeführt werden. Spannung oder ein dramatischer Höhepunkt bleiben aus. Statt eine fesselnde Handlung zu entwickeln, verliert sich die Autorin in der Beschreibung realer Orte und Restaurants in Hannover. Nebenhandlungen und unnötige Gedankengänge nehmen mehr Raum ein als der eigentliche Kriminalfall. Es wirkt wie ein Versuch, damit zwanghaft ein Buch zu füllen. Fragwürdige Begriffe wie „Penner“ und klischeehafte Darstellung von Akzenten wirken deplatziert und respektlos. Es entsteht der Eindruck, man lese weniger einen Krimi als die persönliche Wertung einer steifen, mittelalten Frau. So bezeichnet die Kommissarin Wohnungslose als „Penner“, unrealistisch und unprofessionell. Eine Frau in einem Spaghettiträgerkleid wird als „unpassend fürs Amt“ abgestempelt, ein Dönerladenbesitzer spricht im Buch mit „isch“, um einen Akzent zu markieren, plump und klischeebeladen. Für leichte Leserinnen zu empfehlen, wer mehr will sollte die Hände davon lassen.