Ich mochte Zinos, den Hauptcharakter, sehr gerne, deshalb hab ich Soul Kitchen auch bis zu Ende gelesen. Der Roman fängt stark an, man sympathisiert sofort mit dem Protagonisten, aber je weiter das Buch voran schreitet, desto abstruser und haarsträubender sind Zinos Erlebnisse und es wirkt gar so als hätte Ramadan einfach nur eine schräge (und recht klischeehafte) Idee an die nächste gehängt um dann per deus ex machina Trick ein (offenes) Happy End zu erwirken.
Eines hat Ramadan jedenfalls geschafft, sie hat Lust gemacht Fatih Akins gleichnamigen Film, der zeitgleich als Sequel zum Buch erschienen ist anzusehen.
Als Zwischendurchlektüre, wenn man einfach mal nur abschalten und nicht viel nachdenken möchte eignet sich Soul Kitchen allerdings hervorragend.
Die Kindle Edition braucht außerdem dringend ein Lektorat, einige markante Rechtschreibfehler bzw. seltsame Auto-Correct Verballhornungen sind immer wieder aufgetaucht.