Na das war enttäuschend... Und übertrieben!
Kathleen Turner ist tagsüber das Mädchen für alles in einer Kanzlei und abends Barkeeperin. Sie hat keine Familie mehr, kennt in der Stadt nur ein paar Arbeitskollegen und ihre Nachbarin.
Und dann überschlagen sich die Ereignisse. Die Nachbarin wird ermordet, ihr Freund denkt das passiert seinetwegen, warnt Kathleen vor ihrer Kanzlei und das Ganze führt zu einer Reihe von unglaublichen Ereignissen. Mord, Betrug, Verschwörung - und Kathleen mittendrin.
Nur Blane, der versnobte, etwas herablassende, viel zu reiche, viel zu attraktive Anwalt, scheint auf ihrer Seite zu sein. Aber auch der hat eigene Motive...
Der Anfang war wirklich vielversprechend, es verspricht spannend und amüsant zu werden, liest sich flüssig und fesselt. Aber mir hat nicht gefallen wie es sich entwickelt. Die Thriller-Elemente waren gut und es passiert viel, langweilig ist es also nicht. Eher im Gegenteil, es passiert zu viel und nebenbei will jeder Mann sie.
Die Protagonistin ist James Bond mäßig unterwegs, wird vom Handlanger eines Clans belästigt, ein Auftragskiller ist hinter ihr her, rettet sie aber immer wieder, der gediegene Anwalt entwickelt sich zum eifersüchtigen, handgreiflichen Irren, der Kollege erkennt auf einmal, dass sie ihm gefällt und ihr Boss will sie, auch mit Gewalt. Zwischendurch wird sie als Geisel genommen, vom eifersüchtigen Verehrer geschlagen, zieht sich bei einem Einbruch Verletzungen zu und wird angeschossen. Ihren Favoriten unter den Verehrern, schießt sie an, schlägt ihn nieder und bringt sich so immer wieder selbst in Gefahr.
Alles sehr überzogen.
Eigentlich mochte ich Kathleen als Figur, trotz der schwierigen Zeit, die sie hinter sich hat, ist sie keine die jammert, sondern ehrgeizig und schlagfertig. Aber ihre Entscheidungen und Handlungen waren irrational und absolut nicht nachvollziehbar.
Am Ende war ich so genervt und habe mich über jede Kleinigkeit aufgeregt. Vielleicht war es also gar nicht so schlecht, was die anderen Bewertungen ja andeuten, es war einfach nichts für mich.
Sehr übertrieben, oft haben mich Formulierungen gestört - und trotzdem bin ich wahrscheinlich das Opfer, dass auch das nächste Buch liest und sich darüber aufregt, weil das Liebesdreieck weitergeht.
Blane und Kade haben die Bewertung nicht verdient aber insgesamt war ich am Ende nur genervt.