Geb. 1966 in Dortmund Autor und Slam-Poet, Kolumnist, Satiriker, Komiker und Vorleser. Konfektionsgröße: 54 Schuhgröße: 42 Haar: Graubraun Augen: Blau Religion: Nix da.
Dieses Buch habe ich also Hörbuch gehört, was ich auch unbedingt so empfehlen würde, weil die Situationskomik, denke ich, kaum in Schrift funktioniert. Ich hab mich weggeschmissen. Ich musste wirklich heulen vor lachen.
Ich habe vorher „Es ist nie zu spät, unpünktlich zu sein“ gehört, wovon ich sehr begeistert war. Auch hier musste ich beim Hören des Öfteren lachen, aber insgesamt war ich deutlich weniger beeindruckt.
Die gesamte Show und nahezu jede Szene wirkten gewollter, gekünstelter, aufgesetzter. Die Aspekte, die die vorherige CD für mich so lustig gemacht haben (und die man wahrscheinlich zum Teil als typisch Sträter bezeichnen kann), wirkten vorher noch natürlich und genau deswegen so lustig. Nun scheint Sträter mittlerweile aber sein Erfolgsmodell gefunden und dementsprechend die Show genau darauf zugeschnitten zu haben — was leider das Natürliche, Spontane, Zufällige vermissen lässt.
Gut möglich (sogar wahrscheinlich), dass auch beim Vorgänger schon alles geplant und nichts mehr spontan war — aber dort hat der Künstler es noch geschafft, es anders zu verkaufen. Bei der neuen Show hingegen hatte ich das Gefühl, dass dort jemand spricht, der ganz genau weiß, dass er witzig und mit seiner Art erfolgreich ist, und dem das Ganze ein kleines bisschen zu Kopf gestiegen zu sein scheint, weswegen große Teile der Show zu gewollt und zu selbstverständlich sind.
Unter dem Strich bleibt ein lustiges Programm, aber aus meiner Sicht eine deutliche Verschlechterung gegenüber dem vorherigen.
Ich mag Torsten Sträter und muss bei ihm immer herzlich lachen. Ich finde seinen intelligenten Humor großartig und habe mich köstlich beömmelt, wie er immer wieder vom Thema abkommt (ob wirklich ungewollt, ist egal!) und sich völlig in “Nebenkriegsschauplätzen” verirrt, die deutsche Sprache seziert und Anekdoten von seinem Sohn erzählt. Manchmal fand ich komisch, wie er mit seinem Publikum spricht, von Kommentaren zu Hustern bis hin zu einem Unterdrücken vom Lachen/Klatschen, damit der Abend nicht ewig dauert.