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Het vonnis van de samenleving

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De vraag waarom sociale mobiliteit zo moeilijk is, staat centraal in dit boek waarvan de titel al de richting van het antwoord geeft. Na Terugkeer naar Reims, het eerste boek waarin de schrijver op zoek gaat naar de verhalen uit zijn jeugd, en deze bekijkt vanuit een sociologisch en historische bril, gaat Didier Eribon nu dieper in op de literatuur die hem hielp bij dit zelfonderzoek. Pierre Bourdieux en Annie Ernaux worden veelvuldig geciteerd, om zo een dieper begrip te krijgen van klassenmigratie en wat dit betekent voor het ontologische ik.

247 pages, Paperback

First published April 24, 2013

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Didier Eribon

40 books419 followers

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Community Reviews

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3 (1%)
Displaying 1 - 15 of 15 reviews
Profile Image for Martin.
110 reviews11 followers
January 4, 2018
Als eigenständiges Werk betrachtet wäre der Essay vielleicht nicht so durchschnittlich. Da aber viele Referenzen auf *Rückkehr nach Reims* gegeben werrden und sich der Essay quasi als Folgeband versteht muss er sich auch mit ersterem vergleichen lassen. Und hier versagt Eribon in meinen Augen leider doch.

Zu viel Geschwaffel, zu unstrukturiert (zumindest in der ersten Hälfe), zuviele Unklarheiten für Leser, die nicht *Rückkehr nach Reims* gelesen haben; insgesamt ganz einfach zu viel Langeweile und zu wenig Erkenntnis für eine bessere Bewertung.

Ein Hauptgrund liegt in meinen Augen bereits im Selbstverständnis des Werkes. Während *Rückkehr nach Reims* sich als autobiographische Reise in die eigene Vergangenheit mitsamt aus den Erfahrungen der eigenen Familie, die aus der Arbeiterschicht stammt, versteht, so versteht sich dieses Werk als Essay, das wiederum (zumindest gibt die zweite Hälfte Anlass zu der Annahme) als Gesellschaftsanalyse fungieren soll.

Hauptproblem ist die erste Hälfte des Essays. Hier arbeitet Eribon mit einer als „soziologische Introspektion“ titulierten Methode. Mittels dieser setzt Eribon seine Vergangenheit der für ihn prägenden Literatur (literarische und theoretische) gegenüber, vor allem den für ihn prägenden Werken Pierre Bourdieus (von dessen *Die feinen Unterschiede* er hymnisch schwärmt) und den literarischen Werken von Annie Ernaux. Das Problem bei dieser Methode: Der allgemeine Erkenntnisgewinn ist gleich null, die Informationen sind rein biographisch verwertbar. Wenn etwa Eribon aus Scham nicht möchte, dass seine Mutter für ein Projekt von Bourdieu interviewt wird, so ist das ziemlich banal und nicht wirklich soziologisch wertvoll.

Leider setzt sich der Großteil der ersten Hälfte aus solchen in meinen Augen wirklich als Banalitäten zu bezeichnenden Anekdoten zusammen. Das ist beim Lesen schlicht und einfach langweilig.

Plötzlich jedoch, mit Beginn der zweiten Hälfte, beginnt Eribon wieder aufzublühen und an *Rückkehr nach Reims* anzuknüpfen. Der Grund ist einfach: Er setzt wieder auf Biographisches, so vergleicht er die beiden unterschiedlichen Leben der Großmütter stellvertretend für die Arbeiterklasse und setzt dieser wiederum literarische und theoretische Werke gegenüber. Im Gegensatz zum selbstbezogenen Geschwaffel ist das hier allerdings deutlich allgemeiner gehalten und deshalb soziologisch durchaus interessant.

So erkennt Eribon vollkommen richtig, dass einer der distinktiven Unterschiede zwischen der populären Klasse und dem Bürgertum die eigene Historie ist. Während das Bürgertum in der Regel Eigentum besitzt (eine Wohnung, ein Haus, Wertgegenstände, allgemein Besitz) und dieses Eigentum im Laufe der Generationen die eigene Familiengeschichte prägt (man denke etwa sinnbildlich an den Adel mit seinen Anwesen), so besitzen die Arbeiter in der Regel nur sehr wenige Besitztümer. So erhält Eribon nach dem Begräbnis seines Vaters von der Mutter eine Dokumentenschachtel des Vaters. Voller Vorfreude erhofft er sich mehr über die eigene Familiengeschichte zu erfahren, ist aber dann enttäuscht, als die Schachtel lediglich alte Rechnungen über die Begräbnisse der Großeltern enthält.

Ein wichtiger Unterschied zwischen den Klassen ist also das Vorhanden sein einer eigenen Geschichte.

Ein weiterer Punkt, auf den Eribon auch aus persönlichen Gründen eingeht, sind die Folgen des sozialen Aufstiegs respektive die unterschiedliche Wahrnehmung davon. Hier bezieht sich Eribon als Referenz auf Paul Nizans *Das Leben des Antoine B.* und zieht daraus Schlüsse auf die Realität, auch wieder anhand der eigenen Familie. Für den Vater von Eribon bedeutete sozialer Aufstieg der Erhalt des Diploms als Facharbeiter und der Aufstieg zum Vorarbeiter. Beides sind zwar Aufstiege, entfernen den Vater aber natürlich nicht aus der Arbeiterschicht.

Ganz anders ist die Situation bei der Generation, der es ermöglicht wird, höhere Schulen und Universitäten zu besuchen, wie Eribon selbst. Sie verlieren dadurch den Anschluss an die eigene Arbeiterschicht, die Aufnahme in die bürgerlichen Akademikerschichten der Elite wird ihnen aufgrund ihrer Herkunft und oft im Vergleich zur Elite minderwertigen Ausbildung (Massenuniversitäten gegen die *ecole nationale supérieure*) jedoch ebenfalls verweigert. Sie stehen also zwischen zwei Welten, unfähig in die der Herkunft zurückzukehren, aber auch ohne Chance auf die Aufnahme in der höheren Schicht.

Ein weiterer Punkt, auf den Eribon eingeht, ist das Alltags- und Freizeitverhalten der Arbeiterklasse. Er kritisiert hier typische Darstellungen der Arbeiterkultur aus Sicht der Cultural Studies, namentlich an Werken von Richard Hoggart (*The Uses of Literacy*) und Raymond Williams (*Second Generation*). Eribon missfällt zurecht die Verwendung eines legitimierenden normativen Kulturbegriffs, der die Arbeiterklasse homogenisiert und in „gute“ und „schlechte“ Arbeiter einteilt, ohne die Hintergründe für individuelle Lebensentwürfe zu hinterfragen oder gar zu verstehen. An dieser Stelle bringt Eribon wieder seine beiden Großmütter ins Spiel: Beide begannen mit 14 Jahren zu arbeiten, eine wurde mit 17 erstmals schwanger, die andere mit 19 Jahren. Dennoch unterscheiden sich die beiden Leben deutlich: Während die eine den Großvater heiratete, das Leben mit ihm verbrachte und insgesamt 12 Kinder gebar, so gab die andere ihre Kinder (ehelos geboren, ohne Vater) in Obhut und ging während des zweiten Weltkriegs nach Deutschland, um dort mit einem Mann zusammenzuleben. Nach dem Krieg ist sie als Kollaborateurin grausamen Repressionen ausgesetzt, für später durchgeführte Abtreibung(en?) sitzt sie zeitweise im Gefängnis.

Eribon geht es in seiner Kritik zurecht um den moralisierenden Faktor, den die oberen Klassen der Arbeiterschicht der Arbeiterklasse aufzwingen. Auch eine Mutter, die ihre ungeborenen Kinder abtreibt oder ihre Kinder in Obhut gibt ist kein Monster, sondern ein Mensch mit Gründen, die oftmals der sozialen Not der Arbeiterschichten geschuldet sind. Diese Faktoren werden von den Oberen allzuoft vergessen.

Ein letzter Punkt, den Eribon leider nur kurz angeht, ist der Punkt der Homogenisierung. Die Arbeiterklasse ist kein Kollektiv. Es gibt Frauen, es gibt Männer, es gibt Schwarze, es gibt Migranten, es gibt Juden und es gibt Homosexuelle (und viele mehr). Eribon kritisiert zurecht die mangelnde Solidarität zwischen diesen einzelnen Gruppen, die sich jeweils durch ein „Wir“-Gefühl Subjektivieren und damit gleichzeitig die „Anderen“ als Fremde ausschließen. Dadurch verliert die Arbeiterklasse massiv an Handlungsspielraum. Und vielleicht ist es gerade dieser letzte Punkt, der die auch im 21. Jahrhundert noch bestehenden Klassenunterschiede am Besten zusammenfasst, wenn man etwa an fragmentierte Gruppierungen wie die „Black Lives Matter“-Bewegung in den USA denkt. Anstatt zusammenzuhalten kocht jeder sein eigenes Süppchen.

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Abschließend betrachtet sind aufgrund der ersten Hälfte nicht mehr als drei Sterne zu vergeben. Die zweite Hälfte entschädigt jedoch durchaus durch kluge Argumente und Kommentare.
Profile Image for diario_de_um_leitor_pjv .
782 reviews145 followers
December 7, 2025
Para os que amarma "Regresso a Reims" este volume adensa sociologicamente a argumentação. Um reflexão que me fez voltar à minha estória de vida.
Profile Image for Theresa Moos.
42 reviews1 follower
February 26, 2025
Echt stabil. Hatte nicht so hohe Erwartungen, aber da waren paar echt spannende Punkte drin. Ganz subjektiv fand ich zwei Sachen toll:
-wie treffend er analysiert, warum die Selbstbetrachtung zur Sozialbetrachtung absolut notwendig ist und was passiert, wenn sie ausbleibt
-weiße, schreibende Männer, auch sozialwissenschaftliche, treffen selten einen richtig guten Ton was feministische Einordnungen angeht. Man hat oft das Gefühl, die Vergleiche sind doch irgendwie schief oder konstruiert. Eribon bekommt es hin, dass man vergisst, dass er ein Mann ist lol. Er agiert mit de Beauvoir und Ernaux und verknüpft feministische Erkenntnisse mit intersektionalen betroffenheiten sehr sicher und treffend. (Ja, er ist selbst von diskriminierungen betroffen, aber wir sehen ja an Jens Spahn dass das noch niemanden empathisch gemacht hat). Echt angenehm, weil es halt doch zeigt, dass es möglich ist, wenn man mit der notwendigen Demut schreibt
Profile Image for Sander Vanuytven.
7 reviews1 follower
April 4, 2023
Ik heb de Nederlandse vertaling gelezen, maar die is op Goodreads nog niet beschikbaar. Over het algemeen: sterke, overtuigende inhoud door Eribon (zoals altijd), maar slordige, vaak onleesbare vertaling. :’(
Profile Image for Matthias.
50 reviews
Read
September 17, 2024
Dieselbe Struktur, diesmal allerdings in Bezug auf die sexuelle Scham, findet man in Sartres Roman Die Zeit der Reife: Der heterosexuelle Mathieu ist ehrlich erstaunt über die Schwierigkeiten, die der schwule Daniel damit hat, ihm seine Homosexualität »zu gestehen«. Er versteht nicht, warum sich Daniel für das, was er ist, so sehr schämt, denn in seinen Augen gibt es gar nichts, wofür er sich zu schämen braucht. Für diejenigen, die in einer gegebenen Interaktion die beherrschende Position einnehmen, ist es immer recht einfach, die unscheinbaren und doch massiven Wirkungen der Herrschaft und die Art, wie diese sich langsam und unerbittlich in den Körper und den Geist der anderen einprägt, zu übersehen oder übersehen zu wollen. Für die Herrschenden ist es sogar sehr wichtig, diese Wirkung zu bestreiten oder zu unterschätzen, denn andernfalls müssten sie sich fragen, warum sie in ihrem Alltagsleben an dieser Herrschaft und ihrer Verstetigung teilnehmen. (S. 173)
Profile Image for Unentschieden.
85 reviews5 followers
March 7, 2023
Zuerst enttäuschend: Zu viele Wiederholungen von schon Gesagtem, es plätschert vor sich hin, nichts Neues, nichts Greifbares, es hätten dafür viel weniger Seiten gereicht. Der III. Teil macht dann aber Spaß, es wird analytischer. Wie genau nun aber Gesellschaft als Urteil funktioniert, wird nicht ansatzweise erkundet, war aber wohl auch nicht der Anspruch. Das Gesellschaft als Urteil funktioniert, ist aber auch schon eine gute Aussage.
Profile Image for Fellipe Fernandes.
224 reviews15 followers
March 8, 2024
As duas primeiras partes foram um facão que foi abrindo picada na mata densa de coisas sobre as quais venho pensando. A última parte me pareceu datada, de certa forma ultrapassada, numa avaliação sociopolítica que não faz mais sentido nos dias de hoje a não ser para aqueles que pertencem a uma geração conectada ao tema. No todo, é um livro que me fez entender algumas questões sociológicas que estão diretamente imbricadas na formação do meu eu enquanto indivíduo sociopolítico. Por outro lado, não escapa do pedantismo típico da intelectualidade francesa a analisar, universalmente, algo que a própria dinâmica colonialista europeia criou pra si mesma e tenta fazer baixar goela abaixo no resto do mundo. É um livro muito bom, mas para ler com moderação e criticismo.
Profile Image for Zéro Janvier.
1,713 reviews126 followers
June 21, 2025
Ce livre de Didier Eribon m'attendait sur ma liseuse depuis un bon moment, et c'est la lecture de Sociobiographie: Entretien avec Geoffroy Huard qui m'a donné envie de m'y mettre enfin.

Dans cet essai, Didier Eribon revient sur les thématiques qu'il abordait dans Retour à Reims et en prolonge les réflexions sur les notions de verdicts sociaux, de places assignées par la société. Il s'appuie notamment sur des oeuvres littéraires francophones ou anglophones, dont Annie Ernaux, Paul Nizan, Richard Hoggart, ou Raymond Williams.

Le style n'est pas toujours très accessible mais le propos est intéressant et enrichissant.
10 reviews
November 22, 2023
Nicht scharfsinnig, viele Wiederholungen, kein roter Faden. Es sind durchaus wichtige Themen wie die Unterschiede der Familienkultur der Klassen, der moralisierende Zeigefinger der Oberschicht und die normativen Rahmungen ab der Geburt vorhanden - jedoch zu flach. Rückkehr nach Reims deckt das soziologische Auge, Klassenverhältnisse und seinen ontologischen Schock schon ab. Seine Ablehnung des Interviews mit seiner Mutter aufgrund seinem Scham wird zu lang gehalten.
Trotzdem nimmt man etwas mit - im Ganzen jedoch ein zu unstrukturiert geratener Essay.
68 reviews2 followers
May 21, 2025
Interessant boek over de plaats die je bij geboorte in onze samenleving hebt gekregen en steeds bij een volgende generatie gereproduceerd wordt. veel Interessante passages, met name over Simone de Beauvoir, Annie Ernaux en Pierre Bourdieu. Maar het was geen eenvoudig boek om te lezen. Leuk het nawoord van de vertaalster, een vergelijk met Nederland en de moeite om het boek goed te vertalen.
Profile Image for Luiz Eduardo Antonello.
91 reviews5 followers
October 9, 2023
este livro talvez exigisse uma review mais complexa do que estou com disposição de fazer.
é uma boa sequência para o retorno a reims e elucida muitos dos tópicos que eribon tratou naquele primeiro livro, inclusive trazendo momentos brilhantes quando aborda os "trânsfugas de classe" (uma temática que justamente primeiro me atraiu para a escrita e o pensamento de eribon - por me sentir também, como Nizan - que ele tanto cita neste livro - um trânsfuga de segunda geração que tenta compreender os esforços do próprio pai na sua viagem à burguesia e tenta colocar a história da própria família em perspectiva a partir disso). mas o livro talvez perca a força para mim (talvez possa ascrescentar aqui: enquanto latino-americano), por ter como foco principal a análise de livros franceses que apesar de acrescentarem a tudo aquilo que eribon tem a dizer, tratam de uma perspectiva particular, e acabam tomando muito do tempo do autor em sua análise e citação - em alguns momentos o livro mais parecia uma resenha crítica desses livros do que um livro por si só, individual, com ideias novas.

há muitas passagens ótimas, entre elas destaco aquela em que ele fala da eterna juventude homossexual, por assim dizer, transportando a ideia de infantilidade dos artistas de freud para os homossexuais e trazendo o conceito de idade social:
"Assim, essa ideia de que os artistas conservam «necessariamente», na idade adulta, «algo de infantil», e que sua personalidade se define por um tipo de inadaptação fundamental, quintessencial, à sua idade e à sua posição, é rica de lições e de perspectivas, desde que se possa reformulá-la em termos não psicológicos para lhe conferir uma significação mais fundamentada na realidade. O que Freud atribui então aos «artistas» me parece poder ser aplicado igualmente a muitos «homossexuais» de ontem e de hoje, ou ao menos àqueles que não tiveram filhos e que podem, por isso, se comportar ou nutrir a fantasia de serem eternamente jovens, na medida em que não tiveram de carregar o peso das responsabilidades implicadas na condição de ser pai ou mãe e nas transformações sucessivas da idade social que essa condição traz consigo"

e continua ao afirmar que há uma "distância constitutiva" nessa característica, na propria constituição do sujeito há uma diferença primordial para o normativo, que também pode ser encontrada nos "trânfugas de classe":
"A distância constitutiva que uma sexualidade «desviante» representa em relação à norma, à normalidade, às formas instituídas da vida cotidiana, produz, portanto, um desajustamento relativamente grande, obviamente dependendo dos indivíduos, se comparado aos processos de uma inscrição harmoniosa no mundo familiar, social e profissional. Isso é verdade também, ainda que em outro nível, para todos aqueles que se encontram numa «saia justa» em função de seu habitus cindido ligado a uma trajetória social ascendente. Para um indivíduo, o fato de ocupar certa posição, certo lugar, certo status que não eram óbvios, porque não haviam sido desde sempre destinados, admitidos ou preparados para eles, produz um efeito muito característico de distância desse papel, bem como uma forma bem peculiar de espírito crítico, cuja expressão se traduz em comportamentos desconcertantes aos olhos dos outros ocupantes das mesmas funções.
Contrariamente ao que se poderia imaginar, sem dúvida é bem mais complicado não coincidir com o que se é - profissionalmente, socialmente etc. - do que corresponder perfeitamente a isso. E como se alguma coisa de outro passado perdurasse na situação presente, tornando-a instável e, às vezes, insustentável. Isso faz com que fiquemos deslocados, em todos os sentidos do termo.
Os mesmos processos explicam por que, tal como perduram os sonhos adolescentes ou a percepção adolescente de si, também os afetos sociais - como o trauma da vergonha, seja ela social ou sexual - guardam sua vivacidade por muito tempo depois do período em que foram formados, quando já perderam toda razão de ser e toda significação. Mesmo que trabalhemos conscientemente para desconstruir e abolir a força desses afetos sociais, eles parecem constantemente reanimados por uma lei de conservação da energia psicossocial, que torna lento o seu apaziguamento, e ainda mais lenta a sua extinção."


toda essa reflexão deixa o livro interessante, como são os outros de eribon que já li, mas há sim um momento de excesso de análise de outras obras que atravanca o desenvolvimento - entendo que tratam dos temas propostos e são as obras que inspiraram o retorno a reims, mas gosto mais dos momentos em que eribon apresenta suas ideias para além de análise de obras alheias.
por fim, só reafirmo o desejo de que mas obras de eribon fiquem disponíveis em edição brasileira, porque é um dos autores mais interessantes da atualidade e porque seus temas e seus tópicos me atravessam e transformam.
Profile Image for Sofie.
183 reviews56 followers
January 15, 2024
🤯 Veel te moeilijk voor mijn simpele hoofd. Ik herinner me weer waarom ik telkens afhaakte bij Franse filosofen. Maar de stukken die ik wel begreep, over Annie Ernaux en Simone de Beauvoir, vond ik ongemeen boeiend. Uitstekend inzicht in de mechanismen van klassenmigratie. Dat arbeidersgezinnen geen familieherinneringen of -geschiedenis hebben. Dat veel vrouwen niet wakker lagen van de ‘De tweede sekse’. Hier en daar wat herkenning. Veel bijgeleerd. Maar met krakende hersentjes. En nu ‘Een vrouw’ van Annie lezen…
Profile Image for Peter Van der Boom.
120 reviews2 followers
August 17, 2023
Eribon maakt -vind ik - zijn faam niet waar. Vervolg op Terug naar Reims: schets van zijn afkomst uit een arm (en in zijn ogen) bekrompen arbeidersmilieu. Mist een diepere reflectie die je van een socioloog nag verwachten.
1 review
October 21, 2025
Inhoudelijk zeer interessant, maar wel een zwaar sociologisch boek dat soms moeilijk te volgen is.
Displaying 1 - 15 of 15 reviews

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