Gottfried von Strassburg (died c. 1210) is the author of the Middle High German courtly romance Tristan, an adaptation of the 12th-century Tristan and Iseult legend. Gottfried's work is regarded, alongside the Nibelungenlied and Wolfram von Eschenbach's Parzival, as one of the great narrative masterpieces of the German Middle Ages. He is probably also the composer of a small number of surviving lyrics. His work became a source of inspiration for Richard Wagner's opera Tristan und Isolde (1865).
Der erste Band war sehr unterhaltsam aber der zweite Teil dreht sich nur um Tristans und Isoldes 93287427ß5 Abenteuer á la "Wie können wir uns vergnügen ohne dass dein Mann das merkt lol" und die laufen auch noch alle gleich ab.
Dann verzieht sich Tristan und trifft jemanden, der auch Isolde heißt (das ist die dritte Isolde in dieser Geschichte!) und hält das für total legitim und richtig sich in sie zu verknallen, denn sie heißt ja genauso- etc etc. 50 Seiten von Hin-und-Her "Soll ich oder soll ich nicht?" und dann war ich ganz froh, dass es vorbei war.
Mittelalterliche Slice of Life mit unnatürlichen Plot Points - die stilisierte Liebesgeschichte ergeht sich in Band 2 leider in endlosen Abfolgen mehr oder weniger interessanter Täuschungsmanöver. Außer Marke, Tristan und Isolde erfüllen die meisten Charaktere nur sehr periphere Zwecke. Nach Isoldes Gottesurteil (dem Höhepunkt am Ende von klimaktischem Techtelmechtel) befindet Gottfried den nächsten Plot Point keineswegs seiner würdig. Tristan und Isolde müssen fliehen, weil Marke ,,mal eben so ein Gefühl hat". Überhaupt entsteht das Gefühl, der Autor wende eine konstante Verzögerungstaktik an. Die Geschichte nimmt erst nach Band 2 wirklich Fahrt auf und wirft die Frage auf, weshalb Markes Intrigen eine derartige Seitenanzahl okkupieren müssen. Dennoch handelt es sich um einen überraschend kurzweiligen Roman. Gottfrieds Beschreibungen könnten poetischer nicht sein und auch sonst ist die Geschichte trotz ihrer Schwächen lesenswert. Ich persönlich erachte Parzival und Willehalm (Wolfram von Eschenbach) jedoch als wesentlich besser.
Der zweite Band hat mir ein wenig besser gefallen, da er das höfische Bild und den Dreieckskonflikt zwischen Tristan, Isolde und Marke behandelt. Besonders angetan war ich vom Schreibstil und der Handlung jedoch nicht. Das ständige Hin und Her wirkte ein wenig einfallslos.
Hallo und Herzlich Willkommen bei "Tristan und Isolde suchen ihr Gewissen (und scheitern)". Heute bei uns, wie der Titel schon andeutet, Tristan. Er ist der Vorzeigeschwiegersohn, wenn da nicht seine Schwäche für Frauen mit dem Namen Isolde wäre. Ah, und seine Vorliebe für die Frau seines Onkels/Ziehvater Nr2.
Kanditatin Nummer zwei, man erahnt es schon, Isolde (die Blonde. Tatsächlich nicht meine Worte). Natürlich (wieder) die wunderschönste Frau der Welt, weil sonst langweilig, die definitiv nichts von dem Neffen ihres Mannes will, das wäre ja so ekelhaft. Der ist doch total doof. Und das könnte sie ihrem Mann doch nie antun. Auf gar keinen Fall.
Mit von der Partie sind außerdem: König Marke aus Cornwall, das Opfer unserer Story sowie außerdem die ultimative Verkörperung des Liedes "The Other Woman" von Lana del Rey und Brangäne, Tristan und Isoldes Partner in Crime. Und wie könnte man die dritte Isolde, die mit den weißen Händen - aka die arme Frau, dessen Partner noch an seiner Ex hängt- vergessen?
So, da wir das geklärt haben, showtime. Riwalîn aus Parmenien und Blanscheflur, die Schwester von König Marke aus Cornwall, brennen miteinander durch, weil wieso nicht. Damit ihr Sohn nicht illegitim ist, heiraten sie noch ganz schnell. Yeah, das ging nochmal gut. Aber es sollte nicht sein und beide sterben unter tragischen Umständen, sodass Tristan zum Waisen wird und bei einem treuen Vasallen namens Rual und seiner Frau Floraete aufwächst. Tristan wächst auf und wird der krasseste Bro am Hof in Parmenien. Und dann wird er entführt. Zufällig strandet er in Cornwall und testet erstmals verschiedene Persönlichkeiten aus und erfindet sich als Jäger und Hofbespaßer neu. Das war aber zu viel Spaß und deswegen taucht irgendwann Rual auf und petzt, dass er gar nicht sein wahrer Vater ist. Autsch. Naja, irgendwie kämpft und tötet Tristan dann Morold, einen Fiesling aus Irland und wird tödlich verwundet. Jetzt Einsatz Isolde Nr1 und Isolde Nr2. Die sind btw mit Morold verwandt und finden es alles andere als schön, dass er den Löffel abgegeben hat. Sie heilen Tristan aber, der die nächste Persönlichkeit annimmt und sich nun Tantris (super kreativ) nennt und nachdem er geheilt und Isolde höfisch ausgebildet hat, sagt er Tschüsseldorf und geht wieder zu Marke nach Cornwall.
Da ist er aber mittlerweile nicht mehr so beliebt und soll kein Erbe Markes mehr sein. Also muss eine Ehefrau für Marke her. Und wer könnte besser dafür geeignet sein als Isolde Nr2? Tristan reist also wieder nach Irland und tötet einen Drachen, weil derjenige, der das schafft, Isolde als Trophäe erhält. Tristan ist aber nur sowas wie Markes Stellvertreter und so geht Isolde an Marke. Den sie nicht kennt. Und dessen Neffen sie plötzlich hasst, nachdem sie einen Schwertsplitter aus der Wunde ihres Onkels Morold mit dem Schwert Tristans in Verbindung bringt Aber hey, alles ist besser als dieser eklige Truchsess, der sich auf einmal aufspielt und versucht, Isolde #2 zu klären. Auf der Fahrt nach Cornwall schielt Brangäne, Isoldes Cousine und moralische Unterstützung, und vertauscht Wein und einen von Isoldes Mutter gebrauten Liebestrank, der eigentlich für Marke und Isolde gedacht war. Und dann nimmt das Trauerspiel seinen Lauf. Ab da beginnt ein hilfloses Versteckspiel, das nerviger nicht hätte sein können und welches ohne Brangänes Hilfe nie so lang angedauert hätte. Tristan und Isolde ziehen sich nämlich nun regelmäßig vor dem ganzen Hof mit ihren Augen aus, vereinbaren heimliche Treffen und müssen sich dann aus dem Schlamassel reden. Und komischerweise schaffen sie das auch immer wieder. Justice for Marke. Als er es dann endlich checkt und ihn das Gottesurteil Isoldes irgendwie nicht mehr überzeugt, schickt er die beiden weg und sie landen in der Minnegrotte. An der wären sie mal lieber geblieben. Also sorry, aber wie kann man das ultimative Liebesnest verlassen und wieder an den einen Ort zurückkehren, an dem die Liebe sanktioniert und gehated wird?? Nicht mein Bier, aber brooooo. Man könnte meinen, die beiden haben aus ihren Fehlern gelernt, aber Pustekuchen. Sie werden in flagranti bei einem Schäferstündchen im Baumgarten von Marke erwischt und Tristan macht einen Abgang, aus Angst, zu sterben. Ohne seine Isolde ist er aber noch trauriger als mit ihr und zieht deswegen aus Langeweile in den Krieg, cause why not. Dann lernt er auf einmal eine wunderschöne Frau kennen mit dem Namen (Trommelwirbel) Isolde!! Aber, damit die beiden nicht verwechselt werden, ist sie Isolde mit den weißen Händen. Die Erzählung bricht ab, während Tristan einen inneren Kampf ausfechtet und sich schlecht fühlt, weil er nun auch Gefühle für Isolde Nr3 hat, obwohl er auch irgendwie noch an seiner Ex, Isolde Nr2 hängt.
Soviel zum groben Geschehen. Ich mochte den Tristanroman sehr gern. Vielleicht liegt es auch daran, dass Schnulzen und tragische Romanzen eine Schwachstelle von mir sind und das hier ist quasi die blueprint für tragische Liebesromane. Aber um Himmels Willen, WIESO KONNTEN DIE BEIDEN NICHT IN DER MINNEGROTTE BLEIBEN??? Etwas Besseres hätte sie nicht treffen können. Aber nein, das ist mir irgendwie wieder zu utopisch, lass uns wieder nach Cornwall gehen, wo wir uns eigentlich nicht lieben dürfen. Und Marke tat mir so unfassbar leid. Er wird für immer mit Trust issues gebrandmarkt (hahahah) sein. Fand aber dieses Hin- und Her der List und Gegenlist schon sehr lustig, sorry Marke. Und wie wunderschön Gottfried von der Liebe gesprochen hat ahhhhhhhh, es war so schön. Fand es auch interessant, wie zwar deutlich war, dass Tristan und Isolde moralisch falsch handeln, es jedoch nicht wirklich 100% von Gottfried so gekennzeichnet wurde. Beziehungsweise kam es mir oft so vor, als ob diese reine, ideale und transparente Form der Liebe vielleicht sogar darüber hinwegsehen lässt? Muss mal schauen, wie andere es interpretiert haben, habe es eigentlich nur just for fun gelesen und deswegen mehr auf den Plot geachtet.
Die edle Mäßigung adelt Person und Ansehen. Nichts, was jemals die Sonne beschien, ist so beglückend wie die Frau, die sich und ihr Leben dem rechten Maß unterordnet, die sich selbst richtig achtet, Solange sie sich selbst achtet, ergibt es sich notwendig, daß alle Welt sie achtet.
I really enjoyed the first half of the novel, the second just gets repetitive quickly. There's just not enough story in there to fill the pages. Also the twist at the end is rather... dumb.