Wladimir Kaminer sucht das Grü Schrebergarten war gestern – nun lockt das Leben auf dem LandIhren Schrebergarten mussten Wladimir Kaminer und seine Familie wegen »spontaner Vegetation« aufgeben. Nun versuchen sie erneut, das Paradies in kleinem Maßstab in Glücklitz, einem kleinen Dorf vor den Toren Berlins. Keine Straßenkarte kennt diesen Ort mit dem kleinen Haus direkt am See und dem angeblich nördlichsten Weinberg der Welt. Dabei hat Glücklitz viel zu bieten – nicht zuletzt seine unverwechselbaren Einwohner, darunter Wladimirs Nachbar Herr Köpke, Matthias, der Schlüsselwart vom Haus des Gastes, Landbaron Heiner sowie der mollige Wirt der Dorfkneipe. Für Wladimir Kaminer ist das Dorfleben jedenfalls ein Abenteuer samt Torpedokäfern und Rettichbeeten, der Organisation einer »Russendisko« in der Dorfscheune, verschwiegenen Fischen, einem Wetter wie im Bermudadreieck – und natürlich jeder Menge Geschichten …
Innerhalb der ersten 30 Seiten erfährt man in einer nicht einmal annähernd humoristischen Weise, wie man in Deutschland einen Führerschein erlangt. Der Rest des Buches handelt dann von den missglückten Angelversuchen des Autors sowie davon, wie nett aber eigenartig doch Leute auf dem Land sind. Der Aufbau des Buches ist unstrukturiert und sehr repetetiv. An einigen Stellen wurden politische Streitthemen angeschnitten, deren detaillierte Diskussion interessant gewesen wäre (z.B. Festnahme von Pussy Riot)....allerdings dauert es nicht lange bis der Autor wieder zu Banalitäten abdriftet. Lange werde ich mich an den Inhalt des Buches also nicht erinnern.
Habe ungefähr 100 Seiten durchgehalten und dann entschieden, dass ich meine Zeit lieber anderen Büchern widme. Mir fällt leider kein anderes Wort als "belanglos" ein, um Diesseits von Eden zu beschreiben. Es kam mir vor wie die Zeitschriften-Lektüre im Wartezimmer beim Arztbesuch: kurz darauf schon nicht mehr wissen, was eigentlich der Inhalt des Gelesenen war.