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Truffaut par Truffaut

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French

227 pages, Hardcover

First published January 1, 1987

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About the author

François Truffaut

106 books244 followers
François Roland Truffaut was an award-winning and influential filmmaker, critically acclaimed worldwide. He was also a talented and sought-after film critic in France (most notably, his work for Cahiers du Cinema), and one of the founders of the French New Wave and the auteur theory; he remains an icon of the French film industry. In a film career lasting over a quarter of a century, he was also a screenwriter, producer or occasional actor in over twenty-five films.

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Profile Image for Klaus Mattes.
887 reviews20 followers
August 27, 2026
Schönes Buch, immer weiter schön geblieben. Gekauft habe ich das vor etwa 30 Jahren in Lausanne oder Zürich und immer wieder mal durchgeblättert, um noch mal die Szenenbilder aus diesen Filmen zu sehen, von denen ich (inzwischen muss man sagen: vor langer Zeit) fast alle einmal gesehen habe (leider nur einmal), deutsch synchronisiert in Studentenkinos, Kommunalen Kinos, hin und wieder im Fernsehen oder in mehreren Fällen in einer deutsch untertitelten Originalversion in Kinos in Basel am Rhein. Den Text habe ich schließlich aber erst im Jahr 2024 gelesen. Er hält Stand, ist jedoch definitiv nicht die Hauptsache dieses Bandes.

Rabourdin reiht chronologisch sämtliche Filme hintereinander, fügt zuletzt eine Zeittafel und, enger gedruckt, noch mal einen Katalog aus Äußerungen Truffauts zu seiner Arbeitsweise, seinen Themen und Zielen hinzu. Da allerdings auch schon die Textteile zu den einzelnen Filmen vornehmlich aus zusammengeschnittenen Zitaten des Regisseurs bestehen, wie er sie in Interviews und Fernsehsendungen gab, taucht da so mancher Punkt ungefähr drei Mal auf.

Truffaut ist mir „damals“ schon, - ich meine damit jenen von Bestürzung und Trauer erfüllten Zeitpunkt, als wir von ihm, dem besten lebenden Filmregisseur Europas uns noch viel erhofften und erfuhren, mit 52 Jahren sei er dem Hirntumor erlegen -, als im Kreise seiner Kollegen ungeheuer aufrechter, menschenfreundlicher, moralischer Künstler aufgefallen. Nicht wenige Künstler und gerade jene aus dem Sektor Filmregie, wo sich Visionen, Technikbegeisterung, unternehmerische Organisation und kindlicher Größenwahn begegnen, neigen zu Egozentrik, Schummelei, Ausbeuterei, alltagsfeindlicher Realitätsferne. Er dagegen schien von Anfang bis Ende ein „guter Mensch“, der sich anstrengte, immer sein Bestes zu geben, gewesen zu sein.

Das vermittelt dieses Buch noch mal. Wobei mir in meiner späten Lebensphase, wo man nach und nach bei der Wiederbegegnung mit den Jugendidolen, die man einstens hatte, an allen doch auch ein bisschen irre wird, nun aber auch aufging, dass dieser Typ, der mit seinem Wohnort Paris natürlich schon optimal gelegen hatte, in Folge der schwierigen Konstellation seiner Eltern aber aufs falsche Gleis geraten und zum Schulversager und Militärdeserteur geworden war, ja nie irgendeinen Beruf erlernt hatte, letztlich alles seinem Talent zur Freundschaft verdankte, das ihn Henri Langlois von der Cinémathèque und André Bazin von den „Cahiers de Cinéma“ unverzichtbar werden ließ, von diesem Ein- und Aufstieg des Laien her dann eine altmodisch versponnene Bildungshuberei und Mythomanie ewig weiter mit sich schleppte. Ständig mussten Augenaufschläge wie im Kino der 1930-er sein, mussten irgendwelche Mythos-Modernisierungen von Jean Cocteau, Jean Giraudoux oder Georges Duhamel ins Kalkül einbezogen werden. Man gewinnt den Eindruck eines verzauberten, in Traumreiche verwunschenen Jungen, der alles anbetet, was seine Eltern ihm zur Lektüre hätten in die Hand drücken sollen (und was uns Heutigen gänzlich verstaubt vorkäme), aber leider taten sie es nie, weil sie zu viel mit sich selbst zu tun hatten.
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