Asperger ist besonders - und weiblich Mädchen und Frauen mit Asperger-Syndrom sind fast unsichtbar - eine Minderheit innerhalb einer Minderheit. Sie fallen zu oft und zu lange durch das auf männliche Ausprägungen angelegte Diagnosesystem. Die Autorin, Ärztin und selbst betroffen, sammelt erstmals Einblicke in bislang unbeachtete Lebenswelten. Fünf Frauen, zwei Mütter mit autistischen Mädchen und zwei Therapeutinnen beschreiben jeweils aus ihren Perspektiven, wie Asperger-Frauen lernen, lieben, leben, was sie benötigen und was sie fördert. So öffnet sich ihre facettenreiche Welt: manchmal einsam und verschlossen, aber überraschend oft sehr bunt, kreativ, unkonventionell. Der Band hilft Frauen zwischen falscher Anpassung und äußeren Klischees ihren Weg zu finden: "Wie kann ich in einer Welt von Nicht-Autisten mein Leben leben - und als Frau? Ich muss nicht so sein wie andere Frauen. Ich werde mich nicht mehr verbiegen und verleugnen. Ich lerne, gut für mich zu sorgen". Dr. Christine Preißmann ist Ärztin für Allgemein- und Notfallmedizin und Psychotherapie in Darmstadt und hat selbst Asperger. Sie hat mehrere Bücher und Artikel zum Thema veröffentlicht und ist rege in der Aufklärung und Selbsthilfeszene unterwegs.
This book offers a nice overview of helpful support mechanisms than can make life for autistic women easier at school and in later life. As a teacher, it is a must read. As usual, I grow impatient with the author's often stereotypical view of gender which marks every interest in technology as atypically masculine and a lack of interest in nail polish and dating as a sign for the neuroatypical mind. This is not helpful.
Other tips don't differ overly much from the ones I'd read in the corresponding book aimed at educators of autistic children in general (and thus, primarily at the teachers of autistic boys). I'd have hoped for more help to identify autistic women in an educational setting, as I have known many who do match the criterion the text helpfully refers to as (I'm paraphrasing here) "generally different from the other children in unspecified ways, odd". Alright, but odd how? I've known autistic girls who were very good at coping and mimicking other girls, so good that you'd have never guessed, but who still would have benefitted from the instruction and support strategies the book outlines.
Still, it does offer interesting insights and good starting points.
Ich war mir unsicher, an wen sich dieses Buch richtet - Betroffene, Angehörige oder eher sogar Behandelnde und Lehrer? Ich fand die vielen Erfahrungsberichte ein wenig viel, aber das ist Geschmackssache. Die manchmal recht rigide Beschreibung von Weiblichkeit driftete manchmal ins Klischeehafte ab. Trotzdem fand ich es insgesamt ein interessantes Buch. Leider ist es kein Buch, das wirkliche Hilfestellung bietet, sondern eher einen kleinen, wenn auch difussen, Überblick übers Thema.
Zugegeben, das Inhaltsverzeichnis hat mich nicht überzeugt – doch dann waren die einzelnen Kapitel erstaunlich aufschlussreich (und gar nicht nur auf "Extremfälle" ausgelegt, wie es mir zunächst vorkam). Da Mädchen mit Asperger lange unerkannt bleiben, sollte diesbezüglich definitiv mehr Aufklärung stattfinden. Sehr empfehlenswert für den Einstieg in die Thematik.
Ich mochte dieses Buch sehr und hat mir sehr geholfen als eine Person mit Verdachtsdiagnose hat es mir vieles erklärt und es hat mich in meinem Erleben bestärkt 19.5.2024 4,5⭐