Josef Müller ist seit einem Autounfall in der Jugend gelähmt. Trotzdem möchte er sein Leben meistern und arbeitet hart an einer Karriere als Geschäftsmann und Steuerberater. Was er anfasst, klappt fast immer, der Aufstieg gelingt ihm zügig und den Luxus, den er sich schnell leisten kann, geniesst er in vollen Zügen. Doch anstatt es dabei zu belassen sucht er noch grösseren Reichtum in zwielichten Unternehmungen. Er arbeitet ohne Lizenz an der Börse, schmuggelt Schwarzgeld und will einmal sogar libysches Geld waschen und das Embargo gegen Gaddafi brechen. Als er alles verloren hat und am Ende ist, findet er zu Gott, der bei ihm ist.
Das Buch liest sich wirklich fetzig, Müller hat einen kessen Ton und versteht es, den Leser zu unterhalten. Der pompöse Lebensstil, der jedes Klischee bedient, tut das seinige. Allzu finstere Kapitel werden dezent gestreift, jedoch nicht zu genau beschrieben- ein Glück! In seinen schlimmen Zeiten war Josef Müller anscheinend ein richtiges Ekel. Zudem waren seine Freunde teilweise auch nicht gerade sympathisch. Der Übergang vom seriösen Steuerberater zum Kriminellen, ist mir nicht wirklich plausibel geworden. Jedenfalls hatte er immer einen guten Draht zu windigen Typen. Berührt hat es mich, was Gott für ihn getan hat, als er in Not war. Wenn Josef Müller, der Windhund, sich an Gott wenden kann und Hilfe erfährt, dann kann es jeder! Das ist die wichtige Botschaft dieses Buches, das ich gerne zum Lesen empfehle. Wer nicht viel mit Gott am Hut hat, kann dieses Buch trotzdem getrost lesen, weil es nun wirklich kein theologisches Geschwurbel ist, sondern eine Geschichte aus dem Leben. Danke, Gott :)