Joachim Vernau macht Ferien in der Uckermark und hat sich im Bootshaus einer wunderbaren Villa einquartiert. Sie gehört dem ebenso charismatischen wie zweifelhaften Philosophieprofessor Christian Steinhoff, der sich dort als Anführer einer neuen Freiheitsbewegung feiern lässt. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse: Vernau entdeckt die Leiche Steinhoffs am Ufer des Sees, und wenig später wird im Dorf eine Einheimische ermordet. Vernau beginnt zu recherchieren und kommt einem alten Geheimnis auf die Spur, das in Steinhoffs Vergangenheit verborgen liegt. Allerdings leben Mitwisser von Steinhoffs Machenschaften gefährlich – und meist nicht mehr lange …
Elisabeth Herrmann ist eine der aufregendsten Stimmen unserer Zeit. Lebendig, abgründig, atmosphärisch – ihr Stil begeistert Krimileser seit der Veröffentlichung von Das Kindermädchen. (In der Verfilmung für das ZDF wird Jan Josef Liefers in der Hauptrolle zu sehen sein.) Mit Zeugin der Toten legt Elisabeth Herrmann nun einen Spannungsroman vor, der eine ganz ungewöhnliche Heldin vorstellt. Die Autorin lebt mit ihrer Tochter in Berlin.
Ein etwas durchwachsenes Lesevergnügen.....mein erster Krimi dieser Reihe.....naja....
Am Düstersee wird die Leiche des örtlichen Oligarchen gefunden.....der Rechtsanwalt Vernau ist gerade zu Besuch bei eben diesem Toten... Alles deutet darauf hin, dass der aktuelle Todesfall mit einem verheerenden Brand vor 10 Jahren in Zusammenhang steht. Und es wird noch mehr Tote geben....
Zu viele Nebeschauplätze und Handlungsstränge, die im Nichts verlaufen haben mir diesen an sonsten sehr spannenden Krimi madig gemacht.....Schade....
Diese Band konnte für mich wieder mit den älteren mit halten- spannende Charaktere, viel Atmosphäre am handelnden Ort und eine spannende Auflösung des Falls.
Joachim Vernau macht Urlaub bei seinem neuen Freund, dem Philosophieprofessor und Investor Christian Steinhoff in dessen Bootshaus. Aber der Urlaub nimmt eine dramatische Wendung, denn eines Morgens findet Vernau die Leiche seines Gastgebers am Seeufer. Wenig später wird eine Frau aus dem Dorf ermordet und über der Leiche steht eine alte Bekannte.
Vernaus Urlaub steht unter keinem guten Stern. Die Stimmung in Haus und auch im angrenzenden Dorf ist so düster wie der Name. Im Lauf der letzten Jahre hat Steinhoff das Dorf Stück für Stück aufgekauft und der drohende Verlust der Häuser hängt schwer über den Menschen. Ortsfremde sind hier nicht gerne gesehen und jede Frage, die Vernau zu den Morden stellt, wird abgeblockt.
Die Beschreibung des Dorfs, seiner Bewohner und der Angst vor der drohenden Heimatlosigkeit hat mir gefallen. Ich kann mir gut vorstellen, dass vieles davon der Realität entspricht. Aber es schwingt auch ein anderer Unterton mit: wie die Bewohner mit Besuchern und möglichen Käufern umgehen, ist stellenweise sehr ironisch. Dazu passt auch der Ton, in dem Vernau erzählt. Er hat auf mich gewirkt, als ob er sich als Protagonist in einer Kriminalkomödie sieht.
Dabei ist die Geschichte von Hüthchen, der Freundin seiner Mutter, fast untergegangen. Sie stammt aus Düstersee, aber sie hat alle Verbindungen abgebrochen, als sie nach Berling gegangen ist. Für ihre ehemaligen Freunde und Nachbarn ist das fast noch schlimmer als die Menschen, die den Ort aufkaufen wollen. Sie ist zerrissen zwischen der Loyalität zu den alten Freunden und Vernau, der ihre Unschuld beweisen will.
Der Krimi ist eine Mischung von vielem, was mir gefällt aber auch vielem, was mir nicht gefallen hat. Vernau kam mir stellenweise oberflächlich und seine Ermittlungen halbherzig vor. Es gab einige Längen, die mit Unnötigem gefüllt waren. Für mich ist es einer der schwächeren Teile der Reihe.
Joachim Vernau macht Urlaub in der Uckermark. Dort wohnt er im Bootshaus einer noblen Villa, dass ihm Christian Steinhoff der Eigentümer zur Verfügung gestellt hat. Steinhoff hat Ambitionen Präsident der Berliner Anwaltskammer zu werden und vielleicht erhofft er sich Vernaus Fürsprache. Doch dann entdeckt Vernau die Leiche von Steinhoff auf einer Bank am See. Nur wenig später geschieht wieder ein Mord. Eine Dorfbewohnerin wird tot aufgefunden. Vernau fängt an Nachforschungen anzustellen. Er kommt einem alten Geheimnis auf die Spur das in Steinhoffs Vergangenheit und in der Vergangenheit der Villa ruht. Wissen die alteingesessenen Dorfbewohner mehr? Und wer will, dass das Geheimnis nach all den Jahren ans Licht kommt?
„Düstersee“ ist der 7. Band der Joachim Vernau Reihe von Elisabeth Herrmann. Wie schon die Vorgänger hat mich auch dieser Krimi wieder begeistert.
Es beginnt mit einem Prolog. Ein junges Pärchen dringt in eine alte Villa ein um ein paar vergnügliche Stunden alleine zu verbringen. Doch plötzlich brennt die Villa. Bianca kann gerettet werden doch für Chris kommt jede Hilfe zu spät.
10 Jahre später macht Joachim Vernau Urlaub im Bootshaus dieser Villa. Die gehört mittlerweile Christian Steinhoff, der die abgebrannte Ruine billig erstanden und für sich und seine Familie zu einem luxuriösen Anwesen umgebaut hat. Jetzt wird Steinhoff tot am See aufgefunden. Nach und nach kommt ans Licht, dass Steinhoff einige Häuser im Dorf günstig gekauft und zum Teil auch weiterverkauft hat. Hängt Steinhoffs Tod mit seiner Immobilienspekulation zusammen? Oder gar mit der Vergangenheit der Villa, dem Brand vor 10 Jahren? Wie passt dann aber das zweite Opfer dazu? Vernau begibt sich auf Spurensuche.
Es gibt viele Verdächtige zum Teil in der Familie und unter den Bekannten Steinhoffs, unter den Dorfbewohnern und auch im direkten Umfeld von Vernau.
Ja es ist für Joachim Vernau ein recht persönlicher Fall. Auch ich konnte mir einige Personen als Täter vorstellen. Es war aber keiner so richtig greifbar. So war der Krimi wirklich spannend bis zum Ende. Das Ende war dann auch sehr gut und logisch ausgearbeitet.
Es hat nicht nur etwas mit der Verfilmung zu tun, dass ich beim Lesen sehr schnell Bilder im Kopf hatte. Das liegt vor allem am Schreibstil von Elisabeth Herrmann. Sie beschreibt die Handlungsorte und die Charaktere sehr anschaulich. Sie versteht es einfach ihre LeserInnen zu fesseln, Spannung aufzubauen und über das gesamte Buch aufrecht zu halten.
Egal was man von der Autorin liest, Krimis, Jugendbücher oder Romane mit historischem Hintergrund, es ist immer ein Highlight.
Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Buch von Elisabeth Herrmann. Wird es wieder ein Vernau sein?