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Gesetze - Nomoi: Platon

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Recent research on Plato's Laws has brought to light a number of new facets of Plato's political philosophy. Laws tell about the founding of an ideal city called Magnesia, and examines questions on to its legal order, administration, education, the role of men and women, penal law, managing money and theology, and about comedy and tragedy. This volume is a compendium of original contributions from 13 recognized Plato scholars.

Die „Gesetze“ („Nomoi“) sind Platons spätester und umfangreichster Dialog. Bei seinem Tod waren die zwölf Bücher stellenweise unvollendet. Aber nicht nur deswegen bildet die Schrift eine interpretatorische Herausforderung. Die „Gesetze“ weichen zudem in vielen Hinsichten von den Lehren ab, die uns aus den früheren Dialogen vertraut sind. Primär ist der Dialog der Politischen Philosophie gewidmet: Es geht um die Grundlagen zur Gründung einer idealen Stadt namens Magnesia, um Fragen der Gesetzesordnung, der Ämter, der Erziehung, der Rolle von Männern und Frauen, um Strafrecht, den Umgang mit Geld, die Theologie sowie Komödie und Tragödie. Dass die Forschung zu den „Gesetzen“ in den letzten Jahren viele neue Facetten erschlossen hat, spiegelt der vorliegende Band, der Originalbeiträge von 13 anerkannten Platon-Experten versammelt.

280 pages, Kindle Edition

First published January 1, 2013

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Christoph Horn

49 books2 followers
Christoph Horn is a German philosopher.

Christoph Horn ist ein deutscher Philosoph.

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Profile Image for A YOGAM.
1,933 reviews6 followers
November 6, 2025
Sowohl die Regenten der "Politeia" als auch der Herrscher im "Politikos" regieren analog zueinander. Ihr Handeln wird nicht durch ein festes Gesetzbuch, sondern unmittelbar durch ihr spezifisches Wissen reguliert.
Im Gegensatz dazu entwerfen die "Nomoi" einen Staat, dessen Funktionieren nicht von einem idealen Regenten mit überlegenem Wissen ("königlicher Kunst") abhängt. Die "Nomoi" konzipieren einen Gesetzesstaat, der teils bis ins kleinste Detail reguliert ist.
Ein solcher Staat ist jedoch mit der bloßen Formulierung von Vorschriften noch nicht vollendet. Die zentralen Fragen des Werks tauchen genau dort auf, wo die Grenzen der Gesetzgebung sichtbar werden. Platon erkennt an, dass keine Ordnung allein auf Gesetzen basieren kann, da jede Gesetzgebung ihrem Wesen nach lückenhaft bleibt und oft nur einen Umriss vorgeben kann (770b).
Aus diesem Grund benötigt selbst das beste Gesetz eine interpretierende Instanz. Diese Instanz muss prüfen, ob die Voraussetzungen für die Anwendung eines Gesetzes im Einzelfall überhaupt gegeben sind (875e). Sie muss zudem sicherstellen, dass die Bürger die Intention des Gesetzgebers richtig verstehen. In der Ordnung der "Nomoi" sind daher die Institutionen, die das korrekte Verständnis und die richtige Anwendung der Gesetze garantieren, letztlich wichtiger als die Gesetze selbst.
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