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Brixton Hill

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London, in einem der Luxushochhäuser von Canary Wharf: Erst fällt die Klimaanlage aus, dann der Strom. Sämtliche Ausgänge sind verriegelt, und Rauch strömt aus den Belüftungsschächten. Em muss hilflos zusehen, wie ihre Freundin im 15. Stock panisch ein Fenster zertrümmert und hinausspringt. Kurz darauf wird Em verhaftet. Sie soll sich in die Computer des Gebäudes gehackt und die Freundin dadurch in den Tod getrieben haben. Jemand spielt ein falsches Spiel. Und macht Jagd auf Em …

384 pages, Paperback

First published December 9, 2013

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About the author

Zoë Beck

57 books25 followers
Zoë Beck is the pseudonym commonly used by Henrike Heiland, a German author, translator and publisher.

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Community Reviews

5 stars
25 (23%)
4 stars
34 (31%)
3 stars
42 (38%)
2 stars
6 (5%)
1 star
1 (<1%)
Displaying 1 - 19 of 19 reviews
Profile Image for ♡ Sonja Rosa Lisa ♡  .
5,209 reviews648 followers
November 22, 2022
Die 33-jährige Emma gerät in einen Albtraum: Bei einem Besuch in einem Bürohochhaus fällt die Technik aus. Fahrstühle bleiben stecken, Computer gehen aus. Emmas Freundin Kimmy ist so in Panik, dass sie aus dem Fenster springt und stirbt. Damit beginnt der Albtraum für Emma, denn sie wird verantwortlich gemacht, muss sich vor der Polizei erklären. Sie kommt wieder frei, doch der Vorfall lässt ihr keine Ruhe, zumal sie eine Vermutung hat, wer wirklich dahinterstecken könnte. Sie beginnt zu recherchieren.
*
Mein Leseeindruck:
Dieser Thriller ist anders als von mir erwartet, was durchaus positiv gemeint ist. Ich war mir anfangs gar nicht so sicher, ob diese Thematik etwas für mich sein könnte, doch schon nach den ersten Seiten war ich gefesselt von der Geschichte.
Man wird sofort hineingesogen von der Story, möchte mehr erfahren. Dazu ist der Schreibstil sehr angenehm und leicht, so dass sich das Buch auch wirklich gut und flüssig lesen lässt.
Die Charaktere sind außergewöhnlich und nicht in Schubladen zu stecken. Sie alle haben Ecken und Kanten, was sie authentisch wirken lässt.
Die Handlung ist sehr spannend und auf eine angenehme Art undurchsichtig. Das Ende des Buches konnte mich noch mal überraschen, und das mag ich ja immer sehr.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass "Brixton Hill" mich positiv überrascht hat und ich sehr angenehme und spannende Lesestunden mit der Lektüre hatte. Ich werde sicherlich noch weitere Bücher der Autorin lesen!
Profile Image for Berengaria.
1,000 reviews198 followers
April 18, 2025
2.5 stars

short review for busy readers:
Meh. A German thriller that wants to be a British thriller, but can't avoid the German connections or the foreigner-eye view of London.

in detail:
This novel is labelled as a thriller, but no real tension is developed and although the plot has a lot of movement, there's very little real action. Even objectively tense moments, like murder attempts, are written in the same flat manner as non-tense moments, making many scenes boring that shouldn't have been.

As far as characters, most don't ever really come to life. (Exception: Jay) And the fmc, Emma, is hardly anyone you'd want to be around for long. She's far more a bullheaded German "Zicke" than a member of the English moneyed classes.

I found I didn't care what happened to her.

Another problem was that London is shown as a foreign visitor would see it - with mentions of famous sights and explanatory notes about Brixton - not as a Brit would describe the city. That's a bit jarring, as the characters are Brits and wouldn't think twice about certain things.

The big reveal I also didn't find convincing.

Really, nobody in London who would use a private bank is going to care one wink that Very important for Germans, but for Brits, a giggle at a champagne party at best. They're used to much worse from their own people.

This story might have worked far better if it were set in Munich, Berlin or Hamburg instead of London. But the grass is always greener on the other side of the...Channel.

Profile Image for Alex.
439 reviews14 followers
March 28, 2023
3,5⭐
Es war ein ganz passabler Krimi. Die Rückblicke, die einem zwischendurch immer wieder gewährt wurden um den besseren Durchblick zu bekommen, fand ich ganz gut gelungen. Allerdings war mir das Motiv bzw. der Ursprung des Motivs dann doch zu sehr an den Haaren herbeigezogen, das hätte man vielleicht ein wenig realitätsnäher oder spannender gestalten können.
Profile Image for Uwe Tächl.
341 reviews8 followers
February 4, 2014
Inhalt:
Emma Vine muss mitansehen, wie ihre Freundin aus dem Fenster des 15. Stocks springt, nachdem es durch einen Stromausfall zu Rauchentwicklung im Hochhaus kam. Sie vermutet schnell, dass ihr Stalker dahinterstecken könnte, doch die Polizei sieht es anders und verdächtigt eher sie selbst. Als es weitere Zwischenfälle gibt, bleibt ihr nichts anderes übrig, als unterzutauchen und selbst Nachforschungen anzustellen.

Setting und Stil:
London ist der ideale Schauplatz für diesen Thriller. Neben den Großstadtproblemen passen die Klassenunterschiede und -denkweisen perfekt zur Handlung. Gerade in London ist die Stadtentwicklung gut nachzuvollziehen samt den Folgen für die Anwohner. Man merkt, dass Zoë Beck London liebt und sich oft dort aufhält. Ihre Beschreibungen leben dank vieler Details, genauer Beobachtungen und Szenen, die angefüllt sind mit städtischem Leben. Ein schöner Blick in die Nebenstraßen der Stadt, die man sonst als Tourist eher nicht zu sehen bekommt.
Maggie Thatchers Tod als einer der Fixpunkte wird erstklassig in die Handlung mit eingebaut und gut die unterschiedlichen Meinungen über die Eiserne Lady präsentiert.
Man wird schnell an das Buch gefesselt, die verwendete Sprache ist modern und passt zu den Charakteren. Die kurzen Kapitel verlocken, gleich weiterzulesen, die verschiedenen Sichtweisen geben schöne Einblicke.

Charaktere:
Emma ist ein vielschichtiger Charakter. Sie hat schon einiges in ihrem Leben erlebt und trotzdem wurde ihr von ihrer Familie viel Spielraum eingeräumt. Gerade dies wird ihr nun fast zum Verhängnis und man beginnt schnell, mit ihr zu fiebern.
Ihre Familie ist typische englische Upperclass, mit allen ihren seltsamen Anwandlungen, die sich daraus ergeben können.
Der kleine Einblick in die Hackerwelt ist interessant, genau wie die Gestalten, denen sie dabei begegnet. Eine für sie und uns Leser völlig unterschiedliche Lebensweise, der man gerne mal auf die Finger schaut.

Geschichte:
Die Handlung beginnt überraschend und endet genauso, dabei gibt es einen Kreisschluss, den ich nicht erwartet hätte. Sehr geschickt entwickelt sich die Geschichte und selbst wenn man als Leser meint, manches vorhersehen zu können, gibt es immer noch eine weitere Ebene, mit der man nicht rechnen kann. Die Ausgangselemente Stalking und Gentrifizierung sind perfekt in die Handlung eingebaut und passen perfekt zu den Charakteren. Eine glaubhafte Erzählung, die so wirklich passieren könnte.

Fazit:
Thriller und Krimifans kann ich das Buch nur empfehlen. Es versteht zu fesseln, zu überraschen und zu bewegen. Die Thematik ist aktuell, die Umsetzung erfrischend und der Handlungsort an sich schon interessant. Ein Buch, das sich schwer zur Seiten legen lässt und dem man sich nicht entziehen kann und soll. Dank der starken Hauptfigur dürfen Leser, die eher nicht so mit dem Genre vertraut sind, auch gerne mal reinlesen, es lohnt sich.
Profile Image for Kirsten.
53 reviews
February 2, 2021
Eigentlich bin ich auf die Autorin gestoßen, als sie ihren neuen Romand 'Paradise City' letztes Jahr in einem Podcast vorstellte, dabei kamen die beiden aber auch auf Brixton Hill zu sprechen und da die Autorin lange Zeit in London gelebt hat und der Inhalt in der Gegenwart spielt, habe ich erst einmal mit dem älteren Werk begonnen.

Inhaltlich geht es um die Hauptfigur Emma Vine, genannt Em, die aus gutem Hause stammt und somit in den elitären Gegenden und Kreisen von London verkehrt, innerlich und äußerlich aber gerne auch den Abstand zu dieser Gesellschaft wart. Die ganze Aufregung beginnt damit, dass Em ihre Freundin Kimmy in ihrem Büro in einem der neueren Hochhäuser besuchen will und dabei die Technik spinnt und Rauchgas in die Büroräume strömt, was dazu führt, dass Kimmy aus dem 15. Stock in den Tod springt. Bei der Suche nach der Ursache für das ganze Chaos stößt Em auf alle möglichen Probleme des Londons unserer Zeit mit Gentrifzierung, korrupten Geschäften und dagegen mit unterschiedlichsten Mitteln ankämpfenden Einzelpersonen wie Occupy, Anonymous oder anderen Protestlern. Mit das Beste dabei ist, wie man ihren Beschreibungen durch London folgen kann, da sie dies eben wie ein Einheimischer rüber bringt, hat man das sich wandelnde London gut vor Augen. Die Geschichte selbst hat ein paar, nun ja, unglaubwürdige Verstrickungen zu bieten, was in dem Genre jetzt nicht ungewöhnlich ist. Sie ist auf jeden Fall spannend und bleibt dies auch bis zum Ende, ohne blutrünstige Schlachtereien zu veranstalten, aber auch ohne Gänsehautmomente zu erzeugen. Insgesamt auf jeden Fall lesenswert, wenn man in das sich weiterhin wandelnden London (und vergleichbare Städte) eintauchen möchte.

Lieblingsstelle:
Die wenigsten Stalker werden gewalttätig, sagen die Statistiken. Nur dass man nicht über Statistiken nachdenkt, wenn man gestalked wird. Stalking beginnt schleichend und leise. man bemerkt es erst, wenn es schon zu spät ist. Jemand schreibt Mails. Oder ruft an. Oder begegnet einem zufällig. Erkundigt sich bei Freunden. Weiß, wo man wohnt, und steht auch mal auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Eines Tages ist die Grenze dann überschritten. Und diese Grenze definiert jeder für sich selbst, was schwierig macht zu erkennen, wann es dazu kommen wird. Oder ob überhaupt. Wenn sie überschritten ist, gibt es kein Zurück. Für beide nicht.
Profile Image for primeballerina.
286 reviews62 followers
December 3, 2013
Pünktlich zur kalten und eher ungemütlichen Jahreszeit erscheint diesen Monat der neueste Thriller von Zoë Beck unter dem Titel “Brixton Hill” im Heyne Verlag.

Emma Vine befindet sich in einem Luxushochhaus im Londoner Stadtteil Canary Wharf, im Büro ihrer Freundin, als auf einmal der gesamte Strom ausfällt. Im hochtechnisierten Gebäude ein gefährlicher Zustand. Als zudem Rauch aus den Belüftungsschächten die Luftzufuhr blockiert, klettert ihre Freundin voller Panik aus dem Fenster. Und vergisst, dass sie sich im 15. Stock befindet…

Kurz darauf wird Emma Vine verhaftet, da ihr die Schuld am Tod ihrer Freundin angehängt wird. Und so wird ihr schnell klar, dass sie das eigentliche Ziel dieses Anschlags war, nicht Kimmy – und dass die Jagd noch lange nicht vorbei ist.

Zuallererst: “Brixton Hill” war mein allererstes Buch überhaupt von Zoë Beck. Bisher hatte ich ausschließlich positive Stimmen zu ihren Büchern vernommen und all ihre mir bekannten Leser schienen mir sehr begeistert zu sein. Meine Erwartungen an “Brixton Hill” waren also zugegebenermaßen sehr hoch. Umso enttäuschter bin ich, dass mich der Thriller leider nicht ganz so begeistern konnte.

Die Thematik dahinter – Familienverhältnisse, Macht, Politik, Immobilien, RAF, IRA, Terror – fand ich dabei sehr interessant. Hinter der Handlung in “Brixton Hill” steckt viel wahrheitsgetreue Geschichte und auch die Umstände in Brixton, die Revolte, die Feier von Margaret Thatchers Tod fand ich unheimlich gut darin eingearbeitet. Im Endeffekt sind es diese Themen, die mich auf die vorherigen Bücher der deutschen Autorin neugierig machen. Gut gefallen hat mir auch die Art, wie die Autorin soziale Netzwerke in die Handlung einbaut – mittels Twitter kommuniziert Emma sozusagen mit dem Feind. Und auch Hacker spielen hier eine große Rolle – passend zum heutigen Alltag. Kurzum: eine sehr interessante Thematik steckt hier hinter der gesamten Handlung.

Obwohl ich die Handlung an sich wirklich toll fand, hat mir hier leider eines sehr gefehlt: die Spannung. Für mich müssen Thriller fesselnd sein, am liebsten von der ersten Seite an, sie müssen mich nachts wachhalten und mir den Atem nehmen. Hier musste ich mich leider oft zum Weiterlesen zwingen. Es gibt zwar die ein oder andere recht spannende Stelle, bei der man sich sagt “Nur noch ein Kapitel”, aber es überwiegend dann doch die Stellen à la “Ach, lese ich morgen weiter”. Sehr schade. Stünde unter dem Buchtitel “Krimi” statt “Thriller” wäre meine Bewertung eventuell anders ausgefallen, aber da ich einen superspannenden Thriller erwartet hatte, war ich relativ enttäuscht von “Brixton Hill”.

Desweiteren haben mir auch flüssigere Übergänge und Bezüge zwischen/zu den einzelnen Handlungen und Taten gefehlt. Vieles kommt sehr plötzlich oder scheint aus dem Zusammenhang gerissen worden zu sein. Ob das der übliche Schreibstil der Autorin ist, kann ich (noch) nicht beurteilen. Zudem war mir die Protagonistin doch relativ unsympathisch. Ihre Taten haben meiner Meinung nach so gar nicht zu ihrer Denkweise gepasst, weswegen sie für mich gegen Ende doch sehr naiv zu sein schien. Diese Kritikpunkte zwingen mich leider dazu, dieser Lektüre nur drei (eigentlich 3,5) Sterne zu geben, obwohl ich gern mehr gegeben hätte – denn die Themen dahinter fand und finde ich immer noch sehr vielversprechend.

Eine wahnsinnig interessante und realitätsnahe Handlung, aber eher Krimi als Thriller. Für mich persönlich fehlt es in “Brixton Hill” an Spannung und Atemnot, dennoch bleibt es für mich eine recht gute Lektüre und ich bin den anderen Büchern der Autorin nicht abgeneigt. Eine zweite Chance werde ich Zoë Beck auf jeden Fall noch geben.
Profile Image for Anne Goldschrift.
327 reviews411 followers
March 29, 2016
Worum geht es:

Em, Enkelin der Chefin einer der größten Banken Englands und erfolgreiche Eventmanagerin, muss erleben, was stark an einen Terroranschlag erinnert: Mit einem Mal dringt Rauch durch die Lüftungschächte in dem Luxushochhaus in Canary Wharf in dem sie arbeitet - und die Notausgänge sind versperrt. Doch als wäre dieses Erlebnis nicht traumatisch genug, stürzt sich auch noch ihre Freundin in Panik aus dem 15. Stock des Gebäudes. Obwohl selbst Opfer, fällt der Verdacht der Polizei schnell auf Em. Sie wird verdächtigt in den Anschlag verwickelt zu sein.

Doch Em hat einen ganz anderen Verdacht: Seit Wochen wird sie von einem Stalker, Adam, belästigt. Der junge Mann ist krankhaft in Em verliebt und bombardiert sie mit Anrufen, Mails und Nachrichten in sämtlichen Social Networks. Aber die Polizei hört nicht auf Em's Einwände, und so begibt sie sich auf eigene Faust auf die Suche nach dem Attentäter, nach Brixton Hill...



Meine Meinung:

Obwohl ich ja nicht der größte Fan von Krimis bin, da sie mich einfach selten fesseln können, hat mich der Klappentext des Buches angesprochen und so hab ich mich entschlossen, erneut einem Krimi eine Chance zu geben und das Buch zu lesen.

Die Story geht auch ganz vielversprechend los, denn auf den ersten Seiten passiert eine ganze Menge, was auf eine spannende Geschichte hoffen lässt: Ein vermeintlicher Terroranschlag auf einer des Hochhäuser in Canary Wharf in London, ein Selbstmord, eine verdächtige Protagonisten und ein fanatischer Stalker. Als dann auch noch ein weiterer Charakter in dem Buch ums Leben kommt, scheint die Geschichte gut zu werden. Doch weit gefehlt. Offensichtlicht verschießt die Autorin ihr gesamtes Spannungspulver bereits auf den ersten 100 Seiten, denn ab diesem Zeitpunkt beginnt das Buch zunehmend öde zu werden. Spannung die aufgebaut wird, kann nicht gehalten werden, die Handlung geht drunter und drüber und nicht einmal hatte ich nach dem Zuklappen des Buches das Gefühl ganz bald unbedingt weiter lesen zu müssen.

Es ist einfach viel zu offensichtlich, wer nicht der Täter sein kann, was nicht passiert ist, und so gibt es auch keine einzige Szene, die mich hat zweifeln lassen, ob "mein Verdächtiger" der richtige ist, oder nicht. Zwar muss ich zugeben, dass ich mit den schlussendlichen Täter auch nicht gerechnet habe, aber das liegt daran dass das Ende sooo sehr konstruiert und an den Haaren herbei gezogen war, dass wohl kaum einer darauf kommen würde. Es wirkt fast so, als wolle die Autorin schnell ihr Buch beenden und sucht nun nach der Person, die bisher am wenigsten verdächtigt wurde, spritzt der Person ein bisschen böses Blut und schwupps haben wir das große Tadadam- Finale á la Actionfilm. Gähn!

Ich würde dem Buch 2,5 Sterne geben, da das aber nicht geht runde ich auf auf 3 Sterne. Die sind nicht unbedingt verdient, aber 2 erschienen mir doch zu wenig, und immerhin die Idee hinter der Story ist ganz nett und der Auftakt auch nicht zu verübeln.
Profile Image for Steffi.
1,127 reviews275 followers
November 8, 2014
Professionell erzählter Krimi, dessen Reiz insbesondere daran besteht, dass verschiedene Londoner Viertel eine Rolle spielen: Die London Docklands mit den neuen, modernen Hochhäusern, die konservative City-West mit Banken und „altem Geld“ und Brixton im Umbruch vom problematischen Einwandererviertel zum gentrifizierten Viertel. Gerade diese Gentrifizierung spielt eine wesentliche Rolle, auch der Umgang mit modernen Medien und die Macht von Hackern; zudem wird immer wieder Bezug genommen auf tatsächliche Ereignisse (WikiLeaks, Tod Margaret Thatchers).
86 reviews
January 21, 2026
Ein passabler Krimi bei dem ich am Ende das Buch nicht weglegen konnte, was an sich für das Werk spricht. Die Hintergrundstory fand ich aber ein wenig dünn. Die Hackercommunity, Gentrifizierung und das Geschäftsgebaren mancher Immobilienfirmen werden doch recht oberflächlich thematisiert. Da hatten andere Bücher von Zoë Beck mehr Tiefgang. Das Motiv kam mir auch sehr konstruiert vor und das Ende wurde gefühlt zu schnell abgespult.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Babs.
111 reviews11 followers
January 1, 2014
Em Vine ist bei einer Besprechung mit ihrer Geschäftspartnerin und besten Freundin Kimmy Rasmussen. In dem Bürogebäude, dass in Canary Wharf liegt, scheint alles normal vor sich zu gehen, als auf einmal Rauch in die Flure eindringt in denen Kimmys Büro liegt. Ems Freundin befällt Panik, während Em damit beschäftigt ist sich um den in Ohnmacht gefallenen Jono zu kümmern. Während ihres Panikanfalls springt Kimmy aus dem Fenster des 15. Stockwerks. Danach bricht für Em eine Welt zusammen, sie soll sich mit ihrem Handy in die Gebäudetechnik eingehackt und die Katastrophe damit ausgelöst haben. Wer trachtet der jungen Frau nach dem Leben und wieso? Was hat Em getan, dass man Jagd auf sie macht, und dabei auch nicht davor zurückschreckt andere Menschen in ihrer Umgebung als "Kollateralschäden" hinzunehmen?

Em Vine stammte aus gut betuchtem Haus und ist mit ihren 33 Jahren selbstständige Eventmanagerin. Sie ist bekannt und die von ihr geplanten Events sorgen immer für reichlich Gesprächsstoff. Auf Twitter und Facebook ist Em zudem sehr aktiv, auch um ihre Kunden und Fans auf dem neusten Stand zu halten. Sie ist keine einfache Charakterin, so lastet ihre Vergangenheit schwer auf ihr. Ihre einflussreiche Großmutter und deren Vorstellungen davon, wie Ems Leben sein soll, gerecht zu werden, eine zerbrochene Famile und psychische Probleme machen ihr Leben nicht gerade leicht. Nach außen hin wirkt Em tough und mutig, jedoch lernt man sie im Laufe der Storyline besser zu verstehen und erhält Einblicke in ihre wahre Gefühlswelt. Und auch, wieso sie nach außen hin eine so harte und unnahbare Fassade wahrt.

Unter den Nebencharaktern kommt es immer wieder dazu, dass welche nicht überleben, meist, wenn sie einem irgendwie ans Herz gewachsen sind, oder man darauf hofft, das sie Em dabei helfen werden den Geheimnissen auf die Spur zu kommen. Es gibt die unterschiedlichsten Charaktere, darunter ihren Zwillingsbruder Eric, Detective Constable Cox von Scotland Yard, Ems Großmutter, und noch viele mehr. Sie alle haben Tiefgang und sehr unterschiedliche Charakterzüge. Sie wirken wie aus dem wahren Leben gegriffen.

Es ist nichts, wie es scheint. Wer ist für Em nun Freund, wer Feind? Wer unschuldig und wer schuldig? Als Leser wird man immer wieder auf eine Fährte geführt, stellt Vermutungen an und findet dann heraus, dass es doch ganz anders ist. Em steht immer wieder im Mittelpunkt des Geschehens. Mittels email und Twitter empfängt sie Nachrichten und Drohungen, die für sie am Anfang lästig erscheinen. Sie fühlt sich ständig beobachtet. Von Anfang an hat sie einen Verdacht, wer dahinter stecken könnte und da die Polizei nicht so sehr an ihren Verdacht zu glauben scheint, stellt sie ihren Verdächtigen schließlich selbst zur Rede. Ihre Vermutungen werden für sie persönlich durch sein Verhalten und seine seltsamen Äußerungen bestätigt. Als dann etwas passiert, durch dass sie glaubt, sie hätte nichts mehr von dieser Person zu befürchten, ist dies noch lange nicht das Ende, es ist erst der Anfang von dem was nun los getreten wurde.

Das Cover ist mit einer einfachen schwarz-weiß Fotografie gestaltet, auf dem man an den Rändern die Giebel alter Häuser erkennen kann. Diese könnten wirklich sehr gut in London, genauer gesagt an dem namensgebenden Schauplatz des Romanes, "Brixton Hill", stehen. In grüner und erhabener Schrift ist der Name der Autorin auf das Cover geprägt, wohin gegen der schwarz geschriebene Titel schlichter wirkt.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und bildlich, die Spannung wird im ganzen Buch über gehalten und in den richtigen Momenten stellenweise erhöht. Der Thriller ist in 46 Kapitel unterteilt, die in der Zeit von Ende März bis zum ersten Maitag 2013 gehen. Dabei wird der Beginn eines neuen Tages jeweils mit dem Datum zwischen den einzelnen Kapiteln angekündigt. Die Handlungen im Frühjahr 2013 sind mit realen historischen Ereignissen, wie dem Tod der "eisernen Lady" Margaret Thatcher gespickt. Und auch sonst wird einem die Atmosphäre der Metropole London lebensnah geschildert, egal ob es die Trauerfeierlichkeiten auf den Straßen sind, oder die verschiedenen Stadteile der Stadt. Man fühlt sich nach London versetzt und an Ems Seite. Durch die sehr aktuellen Themen wie Wikileaks, Terroranschlängen, den verschiedenen Gruppierungen wie Anonymus, Stalking und Hacking ist es ein hochaktueller Thriller.

Für mich ist "Brixton Hill" das erste Buch, dass ich von der Autorin gelesen habe. Und für mich ist es ein temporeicher, spannender, mit hochaktuellen Themen gespickter Thriller bei dem die Hauptprotagonistin sich einer nervenaufreibenden Jagd durch eine der schönsten Metropolen Europas stellen muß, immer um ihr Überleben bangend. Diese Jagd wird jedoch nicht nur offline und im realen Leben nach ihr durchgeführt, sondern auch online. Überraschende Wendungen und interessante, lebhafte Charaktere, die fesselnde Thematik und ein wirklich überraschendes Ende. Der Thriller läßt keine Wünsche offen und als Leser bangt man mit Em mit, man ist gefesselt von den Geschehnissen um sie herum.

Vielen Dank an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar.
Profile Image for Stefanie.
336 reviews4 followers
November 11, 2025
Guter Thriller, vor allem wenn man London liebt. Gute Themen, gute Story, bis etwa nach 80% ganz plötzlich alles erzählend aufgelöst wird. Das war nicht schlecht, aber irgendwie seltsam erzählt.
Profile Image for Jonas.
52 reviews12 followers
April 12, 2014
Dank meiner Freundin Debbie, habe ich das Buch Brixton Hill bei einer Valentins-Tag-Aktion vom Heyne-Verlag gewonnen und habe mich natürlich sehr gefreut. Schon mal vorab, trotz des für mich eher unüblichem Genre, fand ich das Buch echt gut!

Klappentext: London, in einem der Luxushochhäuser von Canary Wharf: Erst fällt die Klimaanlage aus, dann der Strom. Sämtliche Ausgänge sind verriegelt, und Rauch strömt aus den Belüftungsschächten. Em muss hilflos zusehen, wie ihre Freundin im 15. Stock panisch ein Fenster zertrümmert und hinausspringt. Kurz darauf wird Em verhaftet. Sie soll sich in die Computer des Gebäudes gehackt und die Freundin dadurch in den Tod getrieben haben. Jemand spielt ein falsches Spiel. Und macht Jagd auf Em … (Quelle: www.randomhouse.de)

Meine Meinung: Brixton Hill beginnt sehr spannend und wirft den Leser gleich ins Geschehen - ich konnte mich sofort mit dem Hauptcharakter Em (Kurzform für Emma) anfreunden und schon ziemlich früh nimmt auch die Geschichte Ihren Lauf und verwickelt Em in immer tiefere und größere Gefahren. Schnell wird dem Leser klar, dass es irgendjemand auf Emma abgesehen hat und dieser Em aus dem Weg schaffen will und so fiebert man von Kapitel zu Kapitel mit dem Hauptcharakter mit. Ich würde das Buch eher als spannenden, hochaktuellen Krimi beschreiben und nicht als Thriller. Das Buch liest sich sehr flott und ist auch sehr fesselnd, ein Thriller ist für mich jedoch purer Nervenkitzel konzentriert auf einzelne Sätze und Wörter. Das heißt nicht, dass ich das Buch nicht spannend fand, bei Brixton Hill wird die Spannung auch hoch gehalten und von Kapitel zu Kapitel weitergeführt. So musste ich ständig weiterlesen und hab die letzten 200 Seiten auf einen Rutsch geschafft ... Schließlich will der Leser doch das Geheimnis rund um Em und ihre Familie lüften und wird mit einem sehr überraschenden und unvorhersehbaren Ende belohnt.

An den Charakteren gab es nicht auszusetzen, besonders die Bewegungen rund um und in Brixton Hill haben mir sehr gut gefallen und zeigen auf, dass es heutzutage sehr viele Möglichkeiten gibt, es den Menschen schwer zu machen und diese zu unterdrücken. Es wird dem Leser wieder einmal klar, dass heutzutage jeder analysiert, beobachtet und in großem Maße abgehört und überwacht werden kann, sollte es einen Anlass dafür geben. Und gibt es keinen, so kann man mit den richtigen Mitteln auch ganz schnell einen erschaffen ... Wir finden dich, erwarte uns.

Fazit: Brixton Hill ist ein sehr spannender und vor allem moderner Thriller, der mit sehr aktuellen Themen (Hacker-Szene, Anonymous, Info-Leaks) auftrumpft, den Leser an die Seiten fesselt und diesen bis zum überraschenden Ende mitfiebern lässt.
Profile Image for Wal.li.
2,577 reviews72 followers
December 14, 2014
Luxussanierung
Als in dem Bürohochhaus die Technik verrückt spielt und dann auch noch Rauch aus der Lüftung strömt gerät Kimmy Rasmussen in Panik. Sie zertrümmert ein Fenster im 15. Stock und springt. Ihre Freundin Emma Vine muss entsetzt zusehen. Doch es kommt noch schlimmer, durch ihre Tätigkeit als Eventmanagerin und Organisatorin gerät Emma sogar in Verdacht, die Katastrophe verursacht zu haben und wird noch an Ort und Stelle verhaftet. Zwar kann sie den Verdacht schnell entschärfen, doch die Gerüchte, die über sie im Netz verbreitet werden, machen ihr sehr zu schaffen. Da Emma den Eindruck gewinnt, dass die Polizei nicht intensiv genug ermittelt, macht sie sich selbst auf die Suche nach dem Täter und sie hat bereits eine Vermutung.

Es ist nicht leicht Emma Vine zu mögen, sie hat einen sehr eigenen Charakter. Sie strahlt Stärke und Unnahbarkeit aus und vielleicht deshalb hat sie kaum echte Freunde und ist meist auf sich selbst gestellt. Doch so tough sie ihr Berufsleben meistert, so ziellos gestaltet sie ihr Privatleben. Nach fast einem Jahr hat ihr Zwillingsbruder Eric genug davon, mit seiner Schwester zusammen zu wohnen. Emma kann sich nicht mit der Wohnungssuche befassen, erst muss sie herausfinden, wer an dem Haus herum manipuliert hat.

Was als Technikpanne mit Todesfolge beginnt weitet sich schnell zu einem Hackerfall aus. Hinzu kommt noch die Aufdeckung der miesen Machenschaften von Immobilienhaien, denen es um den schnellen Gewinn geht, der aus Grundbesitz in einer guten Lage entstehen kann. Wie der Titel des Buches schon sagt, ist es hier der Londoner Stadtteil Brixton, der die Aufmerksamkeit der Mogule auf sich lenkt. Ehedem ein eher armes Einwandererviertel ist der Stadtteil nun ins Visier der Hippen und Schicken gekommen. Die Preise steigen und Wohnungen und Häuser werden teilweise recht rabiat entmietet. Beklemmend wie perfide die Mächtigen ihre Mittel nutzen, um ihre Ziele zu erreichen. Hier gerät Emma zwischen die Fronten, mit ihrer wagemutigen Behauptung, sie wisse, wer dahinter steckt. Um am Leben zu bleiben, muss sie sich mit dem vermeintlichen Feind verbünden. Packend und doch irgendwie abstoßend ob der gemeinen Methoden und der sich letztlich aufklärenden Umstände liest sich dieser Thriller weg wie nichts und hinterlässt doch ein nachdenkliches Gefühl und ein Bedauern Emma gegenüber, in deren Leben auch die letzte Sicherheit fehlt und die sehr auf sich allein gestellt zurück bleibt.

Profile Image for aki.
805 reviews15 followers
December 22, 2013
Dieses Buch habe ich von Hanne bekommen und es im Laufe der gestrigen Nacht und des heutigen Tages durchgelesen.
Hat es mir gefallen? Hat es gehalten, was der Klappentext versprochen hat?



Emma Vine - von allen nur Em genannt - befindet sich in einem Luxushochhaus inmitten von London, als plötzlich der Strom ausfällt. Fast alle Ausgänge sind verriegelt und auch der Fahrstuhl bietet keine Fluchtmöglichkeit. Während sie sich schließlich auch noch Rauch seinen Weg durch die Lüftungsschächte bahnt, muss Emma hilflos mit ansehen, wie ihre Kollegin und Freundin - ausgelöst durch eine Panikattacke - aus dem 15. Stock des Hochhauses stürzt.
Emma - welche sich in der Zeit um einen bewusstlosen Kollegen gekümmert hat - steht unter Schock. Erst recht, als ausgerechnet sie später im Zusammenhang mit den Ereignissen verhaftet wird. Sie soll sich in die Computer des Gebäudes gehackt haben, sie soll dafür verantwortlich sein, dass Kimmi keinen anderen Ausweg als den Tod sah und noch bevor sie richtig darüber nachdenken kann, wird sie zur Zielscheibe von jemandem, der alles versucht, um Emmas Leben zu zerstören.

Der Schreibstil der Autorin hat mir zwar recht gut gefallen, aber auch ich muss gestehen, dass ich dieses Buch eher in die Sparte Krimi schieben würde, als es zu einem Thriller zu machen.
Die Hauptspannung hat mir einfach ein wenig gefehlt, auch wenn sich Zoe Beck ein brisantes Thema vorgenommen hat. Durch die Einbindung einiger sozialen Medienplattformen, wie z.B. Twitter, über welche Emma mit ihrem Verfolger Kontakt aufnimmt, hat sie sich an der heutigen Zeit der Medien orientiert. Auch dadurch, dass der Tod von Maggie Thatcher eine Rolle in ihrem Buch gespielt hat, konnte sich mich von sich überzeugen.

Auch wenn ich es nicht als direkten Thriller bezeichnen konnte und Emma mir manchmal so unsympatisch und naiv vorkam, dass ich sie am liebsten selbst in die Themse geschmissen hätte, war Brixton Hill ein Buch, welches sich für Zwischendurch wirklich gut lesen lässt.
Mit dem Ende hat mich die Autorin zudem noch mal zusätzlich überrascht, denn ich muss ehrlich gestehen, mit dieser Wandlung habe ich nicht gerechnet.

4/5 Schneeflöckchenbäume für dieses Buch von einer Autorin, die ich sicherlich weiterverfolgen werde.
4/5 Schneeflöckchenbäume, welches mich trotz der fehlenden Thrillerelemente positiv überraschen konnte.
Profile Image for Carol.
Author 67 books10 followers
August 12, 2016
Dieser spannende und flüssig zu lesende Kriminalroman enthüllt die Geschichte einer jungen und erfolgreichen Frau im modernen London, in deren Umfeld innerhalb kürzester Zeit drei Menschen scheinbar sinnlos sterben müssen.
Emma Vine - aus gutem und reichem Hause und im Grunde eine Millionenerbin - ist eigentlich Eventmanagerin, ständig auf Achse, kennt Gott und die Welt und wirkt äußerlich ziemlich cool. Doch innerlich ist sie sensibel und verletzbar, ihre Gefühle zeigt sie nur selten und feste Bindungen sind ihr ein Gräuel. Und das Schlimmste ist, sie hat seit Monaten einen Stalker!
Alte Narben brechen in ihr auf, als sie selbst zur Verdächtigen und Gejagten in diesen Todesfällen wird. Dabei wird ihr eigenes Leben von einem Unbekannten bedroht! Doch sie will sich wehren und den Dingen auf den Grund gehen.
Mit Hilfe eines Hackers und Journalisten erfährt sie nach und nach, in welches Spinnennetz von Intrigen sie geraten ist und wer aus ihrem engsten Kreis tatsächlich dahinter steckt. Und, dass ihr Stalker im Grunde auf der Seite der Guten steht und ihr eigentlich helfen wollte.
Ein gelungener Plot, in dem die moderne Technik hilfreich und zugleich bedrohlich wirkt. Es kommt eben ganz darauf an, wer sie bedient.
Profile Image for Lars.
463 reviews15 followers
February 2, 2015
Solider London-Krimi, dessen Hacker- und Gentrifizierungs-Hintergrund man der Autorin durchaus abnimmt. Die Story startet schnell, bleibt spannend und lässt sich durch die einfache, aber trotzdem nicht zu simple und szenische Sprache flott lesen. Lediglich die Auflösung vollzieht Beck etwas ungeschickt, so dass die Spannung auf den letzten Seiten dann doch eher raus ist. Gut gefallen hat mir, dass sich Beck trotz der durchaus verzweigten Hintergründe auf das Wesentliche konzentriert und nicht etwa noch eine Liebesgeschichte oder ähnlichen Klimbim einbaut. Die Charaktere inklusive der Protagonistin sind nicht allzu tiefgründig, handeln aber durchaus plausibel. Ich habe ja so meine Schwierigkeiten mit vielen der aktuell gehypten weiblichen Krimischreiber, aber bei Zoe Beck könnte ich mir durchaus vorstellen, noch ein Buch zu lesen. Routiniert im besten Sinne.
Profile Image for Carola Wolff.
Author 10 books11 followers
April 28, 2014
Klever konstruiert, interessante Charaktere, ein aktuelles Thema: Zoe Beck versteht ihr Handwerk. Lesen!
Profile Image for Susanna Bloderer.
251 reviews14 followers
April 16, 2017
Zusammenfassung:
Emma Vine, die Protagonistin, muss mitansehen, wie ihre Freundin aus einem Hochhaus springt. Doch einer Toten sollen weitere folgen, alle in ihrem näheren Umkreis. Emma wird schnell klar, dass auch sie nicht sicher ist und vermutet hinter allem den Hacker Alan, der besessen von ihr ist und dessen Tatmotiv wohl verletzte Gefühle sind. Doch ist das wirklich der Hintergrund? Und was hat das Bauunternehmen damit zu tun, welches in Brixton Hill arme Leute aus deren Häusern vertreibt, um eine Luxuswohngegend zu errichten?

Man nehme eine grundsätzlich gute Idee, eine eigentlich talentierte Schriftstellerin, eine unausgereifte und an manchen Stellen nicht ganz stimmige Geschichte. Es handelt sich um einen Durchschnittskrimi, der durchaus packend sein kann, aber doch etwas vorhersehbar ist und manchmal erscheint, als würde er nicht so recht wissen, in welche Richtung er führt.

Sozialkritik mag ich ja durchaus. Was mich allerdings sowohl in der echten Welt als auch im Buch nervt, sind die beschriebenen jungen Menschen aus "gut"bürgerlichem Hause, die von Mama und Papa finanziert werden und sich gegen das System und die "bösen" Reichen stemmen.

Verständlich ist, wenn sich Leute gegen das System lehnen, die wirklich nichts haben. Das geschieht aus Notwendigkeit, nicht nach einem Bedürfnis nach Aufmerksamkeit. Es ist klar, dass man sich um diese Menschen kümmern muss und dass bei der Politik viel Aufholbedarf besteht. Es gibt ganz klar eine ungerechte Verteilung von Einkommen.

Das weiß man aber nicht erst seit der Existenz linkslinker, von den Eltern verhätschelter "Weltveränderer". Sie demonstrieren, weil sie es können. Weil sie dann am Ende des Tages in ihr warmes Bett zurückkehren, genug zu Essen haben und in Selbstzufriedenheit ertrinken können (oder im von Mami und Papi unwissentlich mitfinanziertem Alkohol). Und bei alledem bleiben sie ein Teil des Systems, das sie zu bekämpfen glauben.

Im Gegensatz zu Menschen, die mit ihrem Job nicht über die Runden kommen, in heruntergekommenen kalten Wohnungen leben und es sich nicht leisten können, sich gegen das System aufzulehnen.

Da waren mir die beiden kurz erwähnten Escorts lieber, die sich ihr eigenes Geld verdienten, da die Eltern zu arm sind um ihnen das Studium zu finanzieren. Das fand ich authentisch und sympathisch.

Eine ernsthafte Debatte über das Thema Verteilungsgerechtigkeit sieht weiters anders aus als Hausbesetzungen, Drogenkonsum und Demonstrationen. Es ist aber wichtig, überhaupt darauf aufmerksam zu machen, das möchte ich abschließend noch einlenken.
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