Kurzer Auszug a.d. längeren Rezension m. Links u. Hintergründen i. m. Blog:
Lena Christ erzählt viele kurze, unverbundenene, humoristische Anekdoten vom Dorf um 1918. Sie schwafelt nicht lang rum, sondern schreibt zackig knapp über ihre typischen Themen vom Bauernstand: Pokern und Schachern um die geldigste Hochzeiterin; Kälber, Ferkel, Hunde und Gockel; Streit mit dem Gespons, dem Nachbarn, der anderen Generation; uneheliche Kinder; Missachtung und Ausbeutung der Alten; Heirats- und Hundevermittler ("Schmuser"); (keine) Rückkehr aus dem Krieg; Statusgehabe der Bossbäuerin; Sterben, Erbschaft, Erbzank; Nachbarschaftsdiplomatie; Gier, Missgunst & Betrug. Fast immer erinnert der Ton an einen Bauernschwank, nur einmal wird Christ besinnlich. Und auffällig: Liebe, Triebe, Herz, Schmerz und dies und das figurieren gar nicht.