Die Schergen Borbarads ziehen brandschatzend durch das Land. Wer sich widersetzt, wird vernichtet. Da beschließt ein verzweifeltes Trüpplein aufrechter Kämpfer, sich dem dämonischen Heerzug entgegenzustellen. Sollten sie unterliegen, droht dem Bornland der Untergang.
Uff, ich finde dieses Buch extrem schwer zu beurteilen. In den Anfang bin ich eher langsam reingekommen, es gab sogar mal den ein- oder anderen Moment, wo ich mich gefragt habe, ob ich weiterlesen will. Im Mittelteil war ich dann richtig drin und fand ihn richtig gut, da war ich dann schon auf dem Weg zu 4 von 5 Sternen. Das Ende war dann wieder irgendwie etwas anders vom Gefühl her.
Grundsätzlich mag ich die Struktur der Geschichten, der Stil von Kiesow ist sehr markant und eigen. Das häufige Durchbrechen der vierten Wand á la "Der geneigte Leser weiß hier genau, was Sache ist" ist nicht ganz meines, war aber okay. Immer wieder werde ich stark in die Geschichte gesogen, nur um dann wieder eine kleine Abschweifung über eine Dachsfamilie zu lesen. Ich persönlich mag den Stil und bin wirklich irgendwo zwischen 3 und 4, muss aber gestehen, dass ich dann insgesamt doch noch etwas mehr zur drei tendiere. Das liegt vor allem am Ende, wo Charaktere wieder aufgegriffen wurden, bei denen ich nach der langen Lesezeit gar nicht mehr wusste, wer die nochmal waren. Das hat mich selber etwas schockiert und so muss ich, so weh es mir tut, eher auf die 3 statt den 4 Sternen gehen. Ich wäre also bei einer 3,5, würde dieses Buch aber dennoch jedem weiterempfehlen, den die Seitenanzahl nicht den Schweiß auf die Stirn treibt - Weil Sitzfleisch muss man schon haben.