Frau Dr. Moormann nervt. Alles weiß sie besser. Wenn man ihr was Gutes tun will, beschwert sie sich darüber. Übt die Erzählerin auf dem Klavier Schumann, fragt Frau Dr. Moormann gehässig: „Warum spielen Sie eigentlich immer dasselbe Stück, gibt es keine anderen?" Auch sonst passt ihr gar nichts: Sie schimpft über den schlecht gefegten Gehweg, wenn der Besuch der Nachbarin zu laut lacht oder der Hund bellt. Dann aber bringt Mops Gustav eine Seite von Frau Dr. Moormann zum Vorschein, mit der nicht zu rechnen war. Eine nachbarschaftliche Hassliebe voller Leidenschaft. Elke Heidenreich brilliert mit sprühendem Witz und klugen Beobachtungen.
Ein Kinderbuch für Erwachsene, so könnte man dieses kleine Büchlein beschreiben, in dem Frau Heidenreich in kleinen Episoden vom nachbarschaftliches Verhältnis zu Frau Dr. Moormann erzählt. Keine unwesentliche Rolle spielen dabei ein paar Bären, Teddybären, um genauer zu sein und ein kleiner Mops mit Namen Gustav. Frau Moormann tritt dem Hund skeptisch gegenüber und wirkt manchmal etwas pikiert wenn er bellt oder die Schachbrettblume bepieseln will. Neugierig ist sie auch . Und vielleicht ein bisschen einsam. Nach und nach schafft es Gustav ihr Herz zu erobern und am Ende ist alles gut.
Elke Heidenreich hat mal wieder ein kleines Herzensbüchlein geschaffen, dass die Seelen von Kindern und Erwachsenen erobern kann. In dem ihr eigenen Erzählton, durchzogen von kleinen Schmunzeleien und Versen, und illustriert mit Bildern vom wunderbaren Michael Sowa, lernen wir etwas über Nachbarschaft und wie sich jemand vermeintlich sauertöpfisches zur guten Freundin entwickeln kann.
Ein Buch, das prima als Geschenk geeignet ist für Kinder im Alter von 6-10, deren Eltern und andere jungen gebliebenen Menschen.
Für dieses Buch gibt es nur ein Wort: Bezaubernd. Ein Kinderbuch für Erwachsene über Teddybären, einen Mops und eine mürrische Nachbarin, in dem so viel Weisheit, Herzenswärme und Menschlichkeit steckt, wie man es von Elke Heidenreich eben gewohnt ist. Einfach schön. Einen Stern Abzug für allzu viele Sprichwörter, aber lest selbst.
Mit diesem "Kinderbuch für Erwachsene" hat Elke Heidenreich eine ganz bezaubernde und gleichzeitig lustige Geschichte über zwei Nachbarinnen geschrieben. Sie zicken sich an, jede sieht sich natürlich im Recht, aber irgendwann entdecken beide gute Seiten an der anderen. Die Bilder von Michael Sowa passen perfekt dazu.
präzise und wirklich sehr süße Beobachtung über menschlicher Eigenheiten: Widerstand, Stolz und kleine Gesten von Fürsorge verschränken sich zu einer Reflexion über Beziehung und Empathie. Heidenreichs Ton ist dabei so humorvoll wie scharf, dass Alltägliches plötzlich poetisch und eindringlich wirkt.
Keine Ahnung was mich veranlasst hat zu diesem Buch zu greifen. Das ist eigentlich überhaupt nicht mein Genre. Fazit für mich: Kann man lesen, muss man aber nicht.
Ein süßes, kurzes Buch darüber, wie die Protagonistin in ihrer grimmig und rechthaberisch wirkenden, alten Nachbarin einen funken Menschlichkeit aufblühen lässt, nachdem diese scheinbar komplett eingegangen war. Die Erzählung wird mit süßen Sprüchen und netten Anekdoten begleitet, die gut zur Stimmung passen.