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Ach wie gut, dass niemand weiß

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Reibungslos, so soll das Leben von Sina, Tochter eines Staatsanwalts, verlaufen. Da passt ein aalglatter Schwiegersohn in spe wie Jean perfekt - jedenfalls für Sinas Eltern. Doch dann verändert ein einziger Abend Sinas ganzes Leben: Als ihre Freundinnen von den Jungs einer Gang angegriffen werden, ist es ausgerechnet einer der Täter, der Sina in letzter Minute rettet. Noah, so heißt der Junge, will Sina unbedingt wiedersehen und steigt sogar heimlich in die Villa ihrer Eltern ein, nur um mit ihr zu reden. Trotz allem, was zwischen ihnen steht, verlieben sich die beiden mit Haut und Haaren. Doch niemand darf von ihren heimlichen Treffen wissen! Und so beginnt ein Spiel mit dem Feuer, in dem plötzlich nichts mehr ist, wie es scheint ...

400 pages, Paperback

First published April 29, 2014

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About the author

Alexa Hennig von Lange

50 books17 followers

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Community Reviews

5 stars
15 (9%)
4 stars
44 (28%)
3 stars
64 (41%)
2 stars
24 (15%)
1 star
8 (5%)
Displaying 1 - 15 of 15 reviews
Profile Image for Anniebananie.
701 reviews495 followers
September 29, 2020
Die Geschichte hat es geschafft mich, trotz geringer Erwartungen an sie, zu enttäuschen.
Erhofft hatte ich mir eine jugendliche moderne Version von Romeo und Julia und bekommen hab ich eine Geschichte, die praktisch nur aus Klischees besteht.
Außerdem stand die Lovestory irgendwie für mich überhaupt nicht im Vordergrund und war sowieso total unglaubwürdig, a la Insta-Love... Da haben mich sogar die Szenen mit Jean mehr berührt.
Generell waren mir aber auch leider die anderen Charaktere eher unsympathisch, allen voran Juno und die restlichen Freundinnen von Sina. Allesamt unausstehliche Gören meiner Meinung nach :D
Die einzigen Personen, die ich ganz cool fand waren Sina´s Vater und ihre Schwester. Dafür, dass ihre Schwester jünger ist als sie, hatte die als einzige wirklich gute Ideen und Ratschläge sowie eine sehr gefestigte Meinung.
Das Ende fand ich dann, vor allem dafür, dass sonst in diesem Buch gefühlt nichts passiert ist, ziemlich überstürzt und irgendwie wurde auch alles nicht so richtig erklärt bzw. aufgeklärt. Der Epilog war dann zwar nochmal ganz nett, half mir aber bezogen auf die offenen Fragen auch nicht weiter.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Autorin das Potenzial dieser Geschichte leider nicht ansatzweise ausgeschöpft hat. Dennoch war die Story nicht so schlecht, dass ich mit dem Gedanken gespielt habe sie abzubrechen. Denn ich wollte doch immer irgendwie wissen wie es weitergeht. Auch der Schreibstil war flüssig und sehr schnell zu lesen. Aber ansonsten kann ich das Buch leider echt nicht empfehlen.
Profile Image for Maura.
199 reviews59 followers
November 29, 2014
Original-Rezension: The emotional life of books

Meine Meinung:

Ich bin an das Buch mit gemischten Gefühlen ran gegangen. Einerseits wollte ich es unbedingt lesen, da die Inhaltsangabe so spannend klingt und das Cover auch so wunderschön ist. Andererseits habe ich von dem Buch bisher noch keine wirklich positive Rezension gelesen nur durchwachsene oder gar ganz negative. Das ist auch der Grund, warum ich es mir schließlich nur aus der Bücherei ausgeliehen und nicht gekauft habe – dadurch konnte ich im Endeffekt ja nichts verlieren, sollte es mir nicht gefallen. Nur um das schon mal vorweg zu nehmen, ihr bekommt auch von mir keine durchweg positive Rezension.

Aber fangen wir mit dem Positiven an. Zunächst einmal lässt es sich wirklich sehr schnell lesen. Laut ReadTracker habe ich für die knapp 400 Seiten nur 3 Stunden und 48 Minuten gebraucht, was für mich definitiv außergewöhnlich schnell ist.
Das liegt zum einen an dem sehr jugendlich und einfach gehaltene Schreibstil der Autorin, der sich wirklich wie nichts weglesen lässt. Nur wenn sie mehrere Fragen die Protagonistin in Gedanken hintereinander hat stellen lassen, hat das etwas den Lesefluss gestört. Teilweise ist der Schreibstil aber auch gezwungen jugendlich, sodass es für mich eher krampfhaft gewirkt hat, als tatsächlich so, wie meine Altersgenossen denken würden.
Auch ist die Handlung nie wirklich langweilig. Die Spannung steig immer weiter an, bis sie bei circa der Hälfte des Buches ihren absoluten Höhepunkt erreicht, dort dann kurz bleibt und anschließend wieder langsam fällt, aber bis zum Ende nicht ganz verschwindet.
Mit der Liebesgeschichte hatte ich allerdings so meine Probleme. Ich fand sie einfach nicht realistisch. Nur weil man sich kurz mal getroffen und sich einmal unterhalten hat, kann man doch noch lange nicht von Liebe sprechen! Man ist vielleicht verknallt, hegt romantische Gefühle, aber Liebe so aus dem nichts ist schlichtweg nicht nachvollziehbar. Ich würde sie sogar als Instalove bezeichnen – ein absolutes No-Go! Die ganze Zeit wartete ich auf richtige Gefühle – und wurde bis zum Ende warten gelassen. Meines Erachtens hätte sie einfach viel mehr Zeit benötigt, um sich wirklich gut entwickeln zu können. Dann hätte ich die Liebesgeschichte der Autorin auch abgenommen.
Darüber hinaus sind die Gespräche, die geführt werden, öfters wirklich gekünstelt, wieder krampfhaft jugendlich, was schlichtweg nicht nötig gewesen wäre. Nur weil man ein Jugendbuch schreibt, muss man es ja noch lange nicht übertreiben. Ich kam mir teilweise wirklich ein wenig veralbert vor, was definitiv kein Spaß gemacht hat!
Dahingegen finde ich, dass die Protagonisten wirklich gut gezeichnet sind. Man findet realistische, facettenreiche Charaktere, über die zu lesen viel Spaß macht. Dabei hat mir nicht die Protagonistin Sina am besten gefallen, die übrigens auch sehr sympathisch ist. Nein, am meisten gefallen hat mir ihr Vater, der kalte Staatsanwalt, der keine Gefühle zeigt. Doch gekonnt schafft die Autorin, das Bild immer wieder aufzurütteln. Ab und an streut sie kleine Hinweise auf seine echten Gefühle, die einen stärker Berühren als Sinas und Noahs Liebesbekundungen, da sie schlichtweg viel echter sind.
Am Ende kommt leider noch einmal ein kleiner Dämpfer. Plötzlich bleibt die Autorin der klaren Linie ihrer Geschichte nicht mehr treu. Es gibt ein ständiges Hin und Her, das mir nach einiger Zeit wirklich auf die Nerven gegangen ist und – meines Erachtens – zudem auch noch vollkommen sinnlos ist.

Mein Fazit:

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass ich „Ach wie gut, dass niemand weiß...“ jetzt sicherlich nicht zu meinen Lieblingsbüchern zählen kann, obwohl ich es regelrecht verschlungen habe. Denn Instalove geht für mich gar nicht, genauso wie das gekünstelt jugendliche, dass mich als Jugendliche einfach nur den Kopf schütteln hat lassen. Würde ich es als empfehlen? Nur bedingt. Wenn ihr ungefähr in meinem Alter seid - also zwischen 15 und 17 – dann könnte es etwas für euch sein. Allen Älteren würde ich aber vom Lesen eher abraten.
Profile Image for Bücherfresserin.
342 reviews90 followers
October 4, 2014
"Ein Wald voller Klischees"


Inhalt-in-3-Sätzen:
Während eines Übergriffs lernt Sina Noah kennen. Sie kommen aus unterschiedlichen Welten und trotzdem verlieben sich beide ineinander. Doch dann holt Noah seine Welt wieder ein und es scheint fraglich, ob ihre junge Liebe eine Chance erhält.


Lena’s Meinung:
“Ach wie gut, dass niemand weiß” erhält von mir 2 fliegende Bücher. Für mich war das Buch eine große Enttäuschung, die sich allerdings dennoch zügig lesen lässt. Aber für eine bessere Bewertung reicht der Plot aus meiner Sicht nicht aus, da die Geschichte vorhersehbar und klischeehaft ist. Vor allem die übermütige Portion von Klischees haben mir die Geschichte verdorben, ebenso die unglaublich oberflächigen Charaktere. Beispiel: Noah beschreibt Sina immer nur als wunderschön. Aber der Leser erfährt schnell, dass Sina und ihre Familie viel Wert auf die äußere Erscheinung legen, sich ihre Zähne aufhellen lassen etc. — logischerweise ist das Mädchen dann hübsch. Aber etwas anderes scheint Noah nicht an Sina zu interessieren. Wie soll sich der Leser mit diesen Charakteren identifizieren, sie gar sympathisch finden?
Dazu kommt eine stark gezeichnete schwarz-weiße Welt. Es gibt reich und arm und gleichzeitig reich und böse und diesen einen heißen Typen, der gar nicht böse sein will. Für mich war das zu viel des Guten, um die Geschichte ansatzweise ernst zu nehmen.
Sehr schade, aber “Ach wie gut, dass niemand weiß” ist eine flüssig zu lesende Geschichte, die allerdings nur von Klischees lebt. Wenn jemand sich nicht vor eine Welt voller Klischees fürchtete, kann sich mit dem Roman ein kurzweiliges Lesevergnügen sichern.


Die vollständige Rezension gibt es unter: http://buecherfresser.bplaced.net/wor...

Profile Image for Favola.
402 reviews115 followers
July 10, 2014
Es gibt gehaltvolle Weine, die Jahre in Eichenfässer reiften und einen langen Abgang haben und es gibt Traubensaft im Tetrapack. "Ach wie gut, dass niemand weiss ..." ist für mich letzteres: definitiv für jüngere Konsumenten, mir viel zu süss.

Und dabei begann alles ganz vielversprechend ....
Die Szene, als Sina und Noah am Kaugummiautomaten das erste Mal aufeinander treffen, hat mir sehr gut gefallen. Ohne viele Worte fühlen die beiden eine Verbindung zum anderen und es knistert gewaltig. Vor allem vom mysteriösen Bad Boy Noah ist man sofort angetan, denn hinter seinen Tätowierungen scheint er sehr feinfühlig zu sein und es ranken sich viele Geheimnisse um ihn. Ist er wirklich so unschuldig wie er von sich behauptet?

Die beiden Protagonisten kommen aus zwei total verschiedenen Welten. Sinas Familie und Umfeld wird von der Autorin sehr schön aufgezeigt, so dass man sich ihre Situation gut vor Augen hat. Ihr Vater ist Staatsanwalt, ihrer Mutter ist vor allem das Ansehen wichtig und Sina gehört der angesagten Mädchenclique der Schule an. Nur ihre kleine Schwester scheint ein bisschen aus der Rolle zu tanzen.
Doch als Sina auf Noah trifft, gerät ihre (Gefühls-)Welt ausser Kontrolle. Ihre Gedanken kreisen nur noch um den Jungen von der anderen Seiten des Kanals, wo Armut und Gewalt regiert. Der Junge, der für sie verboten ist.

Die Geschichte ist aus der ich-Perspektive von Sina erzählt und so erhält man einen sehr guten Einblick in ihre Gefühlswelt - für einmal sogar einen zu guten. Klar, sie ist in der Pubertät und diese Zeit ist geprägt von Unsicherheiten und (Hormon-) Gefühlsschwankungen, doch immer und immer wieder ihren inneren Monologen folgen zu müssen, ob sie eine Beziehung mit Noah führen darf/kann/soll/will, wird mit der Zeit einfach zu viel. Dazu kommt, dass die Story je länger je mehr nur so von Kitsch trieft und für deutsche Verhältnisse einfach viel zu übertrieben ist.

Von Noah und seinem Umfeld, seiner Vergangenheit hätte ich sehr gerne noch etwas mehr erfahren, denn er war ganz klar mein Sympathieträger. Vor allem am Schluss hätte es für mich schon noch ein bisschen mehr Klärungsbedarf gehabt, denn da geht dann plötzlich alles wahnsinnig schnell.

Unglaubwürdig war für mich auch das Thema Sex. Sina war mit ihrem Ex-Freund ein ganzes Jahr zusammen - sie waren DAS Traumpaar an der Schule - haben jedoch nicht miteinander geschlafen. Und schon beim ersten Kuss mit Noah weiss sie, dass er der Richtige ist. Mir hat hier die Sensibilität mit der Thematik (auch zum Beispiel mit der Verhütung) gefehlt, die in anderen Büchern schön rübergebracht wird.

Ach wie gut, dass niemand weiss ... wie alt ich bin ....
Ich weiss, ich passe schon lange nicht mehr in die Zielgruppe der Jugendbücher, die ich lese. Und doch fühle ich mich immer gut aufgehoben. "Ach wie gut, dass niemand weiss ..." liest sich locker-flockig, doch bei der Lektüre habe ich mich mehrfach gefragt, ob ich nun definitiv alt werde .... Alexa Hennig von Langes Liebesschwüre sind bestimmt gute Unterhaltung für viele Teenager, für mich jedoch nicht (mehr).

Fazit:
"Ach wie gut, dass niemand weiss ..." liest sich süffig, doch wurde der Story definitiv zu viel Zucker beigefügt. Das Bouguet ist zu schwülstig und der Abgang hinterlässt eher einen fahlen Beigeschmack. Für einmal müsste es wohl heissen FSK unter 18.

(2.5 Sterne)
Profile Image for Nazurka.
191 reviews10 followers
November 4, 2015
Ach wie gut, dass niemand weiß ... - Alexa Hennig von Lange
Schöner Jugendroman, der zum Nachdenken anregt.

Ach wie gut, dass niemand weiß ...

Klappentext:

""Hey, bist du wach?", flüstert es neben mir.
Ich schlage die Augen auf. Tatsächlich steht da ein schwarzer Schatten. Trotzdem gerate ich nicht in Panik. Obwohl ich kaum etwas erkennen kann, weiß ich sofort, dass er es ist. Ich kann nicht erklären, warum ich das weiß. Wahrscheinlich Intuition. Der Schatten bleibt ruhig. Ich höre sein tiefes Atmen. Ich spüre die seltsame Kraft, die von ihm ausgeht. Leise frage ich in die Stille meines Zimmers hinein:
"Bist du der, den sie suchen?"

Sina und Noah leben in derselben Stadt - aber in unterschiedlichen Welten. Sie sind wie Tag und Nacht und ihre Liebe darf nicht sein ... Aber nachdem sie sich einmal begegnet sind, können sie sich nicht mehr vergessen.

Zart, wild und voller Gefühl - eine Liebesgeschichte, die mitten ins Herz trifft!"

Informationen zur Autorin:

Alexa Hennig von Lange wurde 1973 in Hannover geboren und begann bereits mit acht Jahren zu schreiben. 1997 erschien ihr Debütroman Relax, mit dem sie über Nacht zu einer der erfolgreichsten Autorinnen und zur Stimme ihrer Generation wurde. Für Ich habe einfach Glück, ihren ersten Roman über ihre jugendliche Protagonistin Lelle, bekam sie 2002 den Deutschen Jugendliteraturpreis. Es folgten zahlreiche Romane für Erwachsene wie Kinder und Jugendliche, außerdem Erwählungen und Theaterstücke. Alexa Hennig von Lange lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in Berlin.

Autorenhomepage: www.alexahennigvonlange.de

(Aus: Ach wie gut, dass niemand weiß ..., Informationen zur Autorin)

Rezension

Sina und Noah trennen Welten. Sina ist die Tochter des Oberstaatsanwalts, hat ein gutes und behütetes Leben, beste Freundinnen, mit denen sie alles anstellen und auf die sie sich verlassen kann. Noah hat - nichts. Keine Familie, keinen Job. Er ist in kriminelle Machenschaften verwickelt und lebt jeden Tag wie er kommt. Bis die beiden sich bei einem Überfall begegnen. Denn Noah rettet Sina vor seinen Kumpanen, während ihre Freundinnen entführt und zusammengeschlagen werden. Als der Prozess beginnt, muss Sina sich jedoch gestehen, dass Noah nicht der Böse ist - und sie viel mehr Gefühle für ihn entwickelt als sie sollte. Und auch Noah findet in Sina eine Zuflucht, von der er nie geglaubt hätte, sie einmal zu besitzen. Gemeinsam versuchen sie, sich gegen Sinas Freundinnen und die Welt zu behaupten, in der Regel und Norm herrscht und niemand zuhören will. Und am Ende muss Sina sich entscheiden: Zwischen ihrem alten Leben und dem Wohlwollen ihrer Freunde - oder Noah ...

» Manchmal muss man, um weiterzukommen, eben Dinge tun, die alles zum Einstürzen bringen, damit etwas Neues entstehen kann. «
(Zitat aus: Auch wie gut, dass niemand weiß ..., S. 325)

Ach wie gut, dass niemand weiß ... ist eine wunderbare Liebesgeschichte, welche Leser in eine traurige und zugleich nachdenklich stimmende Story katapultiert, in welcher man Noah und Sina kennen lernt, die beide nicht unterschiedlicher sein könnten und doch zusammengehören. Zwischen zwei Welten, die von verschiedenen gesellschaftliche Normen und Erwartungen dominiert werden, lernt man die Figuren kennen und lieben. Und obgleich alle versuchen einen Keil zwischen dieses Liebespaar zu treiben und jeder ihnen Steine in den Weg stellt, darf man Sina und Noah auf ihrem schwierigen Weg zueinander begleiten, denn sie unerschütterlich verfolgen. Unglauben, Misstrauen, Verrat und zerbrochene Freundschaften und Familienbande sind nur wenige der Emotionen, welche dem Leser dabei entgegenschlagen und zum Nachdenken veranlassen.

Sina und Noah werden als die Protagonisten der Storyline vorgestellt und nehmen den Plot hauptsächlich für sich ein. Dabei wird Noah als stiller Junge dargestellt, der viele dunkle Geheimnisse birgt. Stolz ist er nicht auf sein Leben, aber er macht das Beste daraus. Anders als Sina, welche in einer wohlhabenden Familie aufgewachsen ist und alles hat, was sie sich nur wünschen könnte. Alles, bis auf Liebe. Denn echte Liebe ist es, nach der Sina sich verzerrt - und ausgerechnet in Noah findet. Diese Liebe ist es, welche beide verändert, ihre Gedanken und Gefühle dominiert und sie über ihren Horizont hinaus trägt. Die Liebesgeschichte zweier Menschen, die nicht sein darf, ist immer spannend zu lesen. Doch in diesem jugendlichen Setting kann man sich als junger Leser sehr gut in die Protagonisten hineinversetzen und fühlt mit ihnen mit. Ihre Veränderungen in Taten und Handlungen sowie ihre Gefühlswelt wird dabei sehr authentisch dargestellt. Und man fiebert gespannt mit, ob die beiden es schaffen, gesellschaftliche Brücken zu überqueren und den Mut haben, zu ihrer Liebe zu stehen. Neben den Protagonisten lernt man jedoch auch weitere Nebenfiguren kennen, welche allerdings kaum im Fokus stehen, die Storyline allerdings mit beeinflussen. So stellt Sinas Schwester, die so ganz anders ist als sie selbst, einen wichtigen Anker für sie dar und auch ihr Vater wird zur ambivalenten Figur, die aus einem klassischen stereotypen Charakter hinaus wächst. Daneben lernt man Sinas Freundinnen, welche ebenfalls ihre eigenen Geheimnisse haben.

Die Figuren selbst sowie die Beziehungsstrukturen entwickeln dabei in der Handlung ihre eigene Dynamik, welcher man interessiert folgt. Es gibt keine außergewöhnlichen und unglaubwürdigen Ereignisse. Schlichtheit im Rahmen der notwendigen Ereignisse der Geschichte ist das, was diese Story ausmacht. Daran schlängelt sich der gesamte Plot wieder, wartet mit einer Balance zwischen Ruhemomenten und spannenden Begebenheiten auf und trägt den Leser so durch Sinas und Noahs Geschichte. Der flüssige und angenehme Schreibstil der Autorin trägt dazu bei, dass man diese Geschichte in einem Rutsch runter lesen möchte. Hinzu kommt, dass sich viele unterschiedliche Komponenten wiederfinden: Humor, Spannung, Tiefgründigkeit - vieles wird angesprochen, das eine mehr als das andere, und dennoch zeigt sich ein guter Mix zwischen allem. Lediglich das Ende der Geschichte kommt etwas zu schnell daher und man hat das Gefühl, dass die Autorin sich die Auflösung der Ereignisse sehr leicht machen wollte. Obgleich viele Dinge übergangen werden, endet der Roman mit einem schönen Epilog, welcher einen wehmütig zurücklässt.

Fazit

Ach wie gut, dass niemand weiß ... von Alexa Hennig von Lange ist eine wunderbar kurzweilige Liebesgeschichte, welche mit sympathischen Protagonisten und einigen Überraschungen aufwarten kann. Die Dynamik der Beziehungsstrukturen sowie die Entwicklung der Ereignisse wirken sehr authentisch und auch eine spannende Handlung regen den Leser dabei zum Nachdenken an. Das Grundgerüst einer Liebe, die nicht sein darf, gepaart mit jugendlichen Protagonisten, in welche man sich als Leser sehr gut hineinversetzen kann, wirkt hier sehr gut: Man will wissen, ob Sina und Noah es schaffen und sich ihre Liebe gegen alle äußerlichen Hindernisse behaupten kann. Nur der Schluss kommt etwas zu schnell und detaillos daher. Fans von Liebesgeschichten und Jugendbüchern auf der Suche nach kurzweiligem Vergnügen und einer tollen Geschichte sollten definitiv zu diesem Roman greifen.

Zusätzlich erschienen:
Ach wie gut, dass niemand weiß - Noahs Augenblick der Wahrheit (Kurzgeschichte)

Pro & Contra

+ Sina und Noah als gegensätzliche und doch ähnliche Protagonisten
+ Nebenfiguren
+ Entwicklung und Eigendynamik der Beziehungsstrukturen
+ Regt zum Nachdenken an
+ Stärke der Liebe zwischen den Jugendlichen Hauptfiguren
+ Balance zwischen Spannung und Ruhemomenten
+ Epilog

o Kurzweilige Unterhaltung
o Flüssiger und angenehmer Schreibstil der Autorin

- Das Ende kommt zu schnell und detaillos daher
- Insgesamt zu einfache Auflösung der Ereignisse

Bewertung:

Handlung: 3,5/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung 4/5

Insgesamt:

Veronica Roth
Einzelband
Verlag: cbt, Broschiert
Genre: Jugendbuch; Roman
Originaltitel: Ach wie gut, dass niemand weiß ...
E.Termin: 29. April 2014 (Ausgabe von cbt)
ISBN/ASIN: 3570162842
ISBN-13: 978-3570162842
Preis: 14,99 €, 400 Seiten
Profile Image for Marie Käfer.
273 reviews10 followers
May 12, 2014
Der erste Satz
"Los! Raus mit dir! Du hast lange genug depressiv rumgesessen."


Meine Meinung
Inhalt
Sina kommt aus gutem Hause. Ihr Vater ist der Oberstaatsanwalt und gerade deswegen legt ihre Mom sehr viel Wert darauf, wie sich Sina verhält. Schließlich sollen die anderen nichts schlechtes über sie denken. Sina ist vor Kurzem Single geworden, da sich ihr Freund von ihr getrennt hat. Sie ist darüber natürlich untröstlich und vergräbt sich zu Hause, bis ihre Freundinnen sie mit zu einer Party schleifen wollen, doch bis zu dieser schaffen sie es gar nicht erst, da etwas Entschiedenes passiert, was Sinas Leben plötzlich in eine andere Richtung lenkt...


Aber es gibt schon längst eine Verbindung zwischen uns! Ich kann sie nicht erklären. Und doch fühle ich mich diesem Jungen zu nahe, wie ich mich noch nie einem anderen Menschen nahe gefühlt habe.
Seite 45/46


Charaktere
Sina kommt, wie schon gesagt, aus gutem Hause. Sie macht nie Probleme und ist ein sehr gutes Kind. Mit ihren Freundinnen bildet sie die angesagteste Mädchen Clique in ihrer Schule und wird von den meisten sehr gemocht. Ihre Gefühle, als ihr Freund sie verlassen hat, konnte ich sehr gut nachempfinden, schließlich ist jeder mal in so einer Lage gewesen. Leider kam sie mir sehr oft ein bisschen zu naiv rüber.
Noah hat mir mit am Besten gefallen. Es scheint, als wäre er der totale Rebell, der gerne mal krumme Dinge macht, jedoch steckt in der harten Außenhülle ein sehr weicher Kern.
Jean, Sinas Exfreund, war mir viel zu glatt. Er ist der absolute Mädchenscharm und da er sich dessen bewusst ist, nutzt er dies allzu gerne aus. Seine Oberflächlichkeit hat mich mehr als einmal total in den Wahnsinn getrieben.
Lil ist mir von Sinas Freunden am nächsten gewesen. Ich mag ihre lockere Art und ihr loses Mundwerk. Meines Erachtens ist sie eine wirkliche Freundin, mit der man Pferde stehlen kann.
Juno mochte ich nicht allzu gerne. Wenn ich allerdings die Gründe dafür nennen würde, würde ich viel zu viel von der Geschichte preis geben.


Ich bin komplett von meinem mir vorbestimmten Weg abgekommen, und ich weiß, dass es kein Zurück mehr gibt. Ich bin der Liebe verfallen. Das ist der Weg, den ich nun weitergehen muss.
Seite 140


Gesamt
Alexa Henning von Lange hat eine flotte Geschichte geschrieben, bei der es niemals an Tempo gefehlt hat. Schon sehr schnell ist man bei Sina und verfolgt mit Spannung, wie ihr Leben eine völlig andere Richtung annimmt und sie sich dadurch auch verändert. Die Oberflächlichkeit besonders von Sinas Mutter war mir von Anfang an sehr zuwider. Sie interessiert sich mehr für das, was andere über ihre Familie denken mögen, anstatt für das Wohl und das Befinden ihres Kindes. Ich kann mich nicht dran erinnern, dass sie Sina jemals gefragt hat, wie es ihr geht, was ich sehr traurig fand. Alles in allem fand ich, dass Sina es weiß Gott nicht einfach hat. Ihr Vater, der Oberstaatsanwalt, der wirklich sehr viel zutun hat, ist ihr irgendwie viel näher, als es ihre eigene Mutter ist. Ich mochte es sehr, wie viel Verständnis ihr Vater für sie aufgebracht hat. Egal um welche Situation es sich handelte. Er unterstützt Sina, wo es nur geht. Bei ihrer Mom hatte ich allerdings niemals dieses Gefühl.
Gleich am Anfang des Buches erfahren wir, dass sich Jean von Sina getrennt hat und diese natürlich total fertig deswegen ist. Die Gefühle von der Protagonistin wurden mit sehr nahe gebracht. Das Mädchen hat mir leid getan, weil ich mich an meinen ersten Liebeskummer erinnert gefühlt habe. Der Sprung vom absoluten Liebeskummer wegen Jean zu der Liebe zu einem anderen war mir dann aber zu groß. Im ersten Moment trauert Sina noch über ihre verlorene Beziehung und im nächsten Moment benutzt sie schon das Wort Liebe in Verbindung zu Noah. Ab dieser Situation fiel es mir leider schwer die Protagonistin ernst zu nehmen, weil ich ihre Handlungen und ihre Gefühle nicht mehr verstehen konnte. Sina spricht schon so schnell von Liebe und setzt sogar die Karriere ihres Vaters aufs Spiel. Das konnte ich absolut nicht nachvollziehen, besonders, weil sie ja kein kleines Kind mehr ist. Sie ist mit einfach zu blauäugig an die ganze Sache ran gegangen und hat sich überhaupt keine Gedanken gemacht, wie alles hätte ausgehen können. Es wollte mir einfach nicht in den Kopf, warum sie sich nicht Hilfe gesucht hat, schließlich kommt sie doch gut mit ihrem Vater aus?!
Trotz das ich viele ihrer Handlungen nicht verstehen konnte, empfand ich es als äußerst süß, wie sie sich Noah immer weiter genähert hat und letztendlich diese verbotene Beziehung eingegangen ist.
Den weiteren verlauf der Geschichte empfand ich als interessant und spannend. Sinas Zwist, die Ereignisse, die noch folgten und natürlich hat mich auch brennend interessiert, ob Noah nun wirklich der Bad Boy ist, oder ob er zu unrecht verdächtigt wird.
Die Auflösung hat mir sehr gefallen und auch das Ende habe ich als sehr gelungen empfunden.


Fazit
Zwar ist vieles an "Ach wie gut, dass niemand weiß", wirklich sehr vorhersehbar, was mich aber keineswegs gestört hat, da ich den Schreibstil und auch den größten Teil der Umsetzung der Geschichte als sehr angenehm empfunden habe. Viele der Charaktere habe ich extrem lieb gewonnen, zu denen eindeutig Noah und Lil zählen. Sina war mir an vielen Stellen einfach viel zu blauäugig. Wo andere sicherlich sofort gesehen hätten, was Sache ist, kam sie partout nicht drauf, obwohl es eigentlich total eindeutig war.
Die Liebesgeschichte zwischen Sina und Noah ist sehr süß beschrieben worden. Ziemlich oft haben mir die Zwei leid getan, weil sie "wegen den schlechten Rufs" nicht zu ihrer Liebe stehen durften, geschweige denn, sie öffentlich zu machen.
Leider kamen mir manche Aktionen und besonders das Kennenlernen der Protagonisten ein wenig unlogisch und sehr utopisch vor. Dies gespickt mit meinen anderen Anmerkungen bewirkt, dass ich leider nicht mehr als 3,5 Blümchen für dieses Buch vergeben kann.
© www.mybooksparadise.de
Profile Image for Nazurka.
191 reviews10 followers
October 28, 2015
Ach wie gut, dass niemand weiß ... : Noahs Augenblick der Wahrheit - Alexa Hennig von Lange
Langweiliger und ziemlich uninteressanter Einblick in Noahs Gedankenwelt.

Noahs Augenblick der Wahrheit

Klappentext:

"Meine Liebe glaubt an dich!

Die exklusive Vorgeschichte zu "Ach wie gut, dass niemand weiß ..." wirft einen Blick in Noahs Seele kurz vor seiner schicksalhaften Begegnung mit Sina. Ohne die Unterstützung seines Bruders hat Noah keine Wahl mehr, als den Anweisungen des "Bosses" zu folgen, der sein Wohnviertel kontrolliert und tyrannisiert. Doch als er sieht, welches Mädchen er da entführen soll, muss er sich dem Augenblick der Wahrheit stellen ..."

Informationen zur Autorin:

Alexa Hennig von Lange wurde 1973 in Hannover geboren und begann bereits mit acht Jahren zu schreiben. 1997 erschien ihr Debütroman Relax, mit dem sie über Nacht zu einer der erfolgreichsten Autorinnen und zur Stimme ihrer Generation wurde. Für Ich habe einfach Glück, ihren ersten Roman über ihre jugendliche Protagonistin Lelle, bekam sie 2002 den Deutschen Jugendliteraturpreis. Es folgten zahlreiche Romane für Erwachsene wie Kinder und Jugendliche, außerdem Erwählungen und Theaterstücke. Alexa Hennig von Lange lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in Berlin.

Autorenhomepage: www.alexahennigvonlange.de

(Aus: Ach wie gut, dass niemand weiß ..., Informationen zur Autorin)

Rezension

Noah steht kurz vorm Durchdrehen! Eigentlich möchte er nichts lieber, als die grausame und gewaltvolle Welt, in die er und sein verstorbener Bruder hineingeraten sind, verlassen. Doch niemand verlässt einfach seine Gang, ohne ungestraft davon zu kommen. Doch ihm bietet sich ein Ausweg, ein letzter Auftrag, bevor er das in die Tat umsetzen kann. Er soll ein Mädchen entführen und dann ist er draußen. Noahs Augenblick der Wahrheit ist gekommen: Kann er ein unschuldiges Mädchen ausliefern, um sich selbst zu retten?

Mit dieser Kurzgeschichte zum Roman Ach wie gut, dass niemand weiß ... von Alexa Hennig von Lange, bekommt der Leser erste Eindrücke in die Augenblicke vor dem Zusammentreffen der beiden Protagonisten Noah und Sina. Diese, aus Noahs Perspektive erfassten Eindrücke, beschäftigen sich größenteils mit Noahs Problemen und seiner Vergangenheit - und dem Augenblick, da er Sina das erste Mal auf einem Foto erblickt und sich entscheiden muss, ob er sie wirklich entführen soll und kann, nur um sich selbst zu retten.

Man bekommt dabei ein paar Eindrücke von Noahs Persönlichkeit und seines Innenlebens, die jedoch nicht sehr weltbewegend und auch nicht sehr authentisch rüberkommen. Vielmehr wirkt alles sehr konstruiert, wenig emotional und auch über die maßen kitschig. Sich in das Foto eines Mädchens zu verlieben und danach sein ganzes Leben auszurichten ist wohl ein sehr gewagter Schritt für jemanden, der zuvor kaum was unternommen hat, um sich zu ändern und den Tatsachen ins Auge geblickt hat, wie sie sind. Dass Hoffnung in seinem Herzen gedeiht ist definitiv glaubwürdig; Hoffnung auf ein besseres Leben, auf die Chance raus aus seiner Misere. Doch seine plötzlich entwickelten Gefühle für Sina kann man kaum nachvollziehen und wirken einfach nicht glaubwürdig.

Desweiteren gibt es in dieser Kurzgeschichte einfach kaum Inhalt. Natürlich fokussiert sie sich auf Noah als Person und diesen einen Augenblick, der sein Leben verändern soll. Dennoch hat man einfach das Gefühl, dass nichts von Tragweite passiert und dümpelt über die Kurzgeschichte ohne wirklich Interesse oder Teilnahme an der Situation der Figur zu entwickeln. Eigentlich ist sie im Gesamten auch einfach nur langweilig und bringt zudem keinen wirklichen Mehrwert zur vollen Geschichte, die durchaus sehr süß ist. Man schleppt sich eigentlich nur durch die Kurzgeschichte, in der Hoffnung, es würde doch noch was aufregendes passieren, dass einen fesseln kann und einem Noah als Charakter näher bringt. Doch hier wartet der Leser vergeblich, denn die Story endet genauso langatmig, wie sie begonnen hat, und liefert zum Schluss leider nur Enttäuschung, wobei man aus diesem 'Augenblick der Wahrheit' doch so viel mehr hätte rausholen können. Schade, denn die Hauptstory ist definitiv lesenswert.

Fazit

Noahs Augenblick der Wahrheit von Alexa Hennig von Lange ist leider eine enttäuschende Kurzgeschichte, die keinerlei Mehrwert zur Hauptstory des Romans Ach wie gut, dass niemand weiß ..., in der die eigentliche Geschichte von Sina und Noah erzählt wird, beiträgt. Langatmig, viel zu konstruiert und kitschig und ohne weitreichende Entschlüsse seitens Noah muss sich der Leser durch seine Gedanken und Gefühlswelt quälen, nur um am Ende nichts neues oder tiefgründigeres über seine Figur zu erfahren. Schade, denn das Potenzial dieses Augenblicks hätte durchaus besser genutzt werden können. Und obwohl die Kurzgeschichte hier definitiv keiner weiteren Beachtung bedurft, ist der eigentliche Roman definitiv einen zweiten Blick wert!

Hauptroman:
Ach wie gut, dass niemand weiß ...

Pro & Contra

+ Eindruck in Noahs Innenleben

- Verspieltes Potenzial
- Langatmig von vorne bis hinten
- Gefühle und Gedanken zu konstruiert und kitschig
- Augenblick geht ohne weitreichende Tragweite verloren
- Mehr eine Qual als ein Lesevergnügen

Bewertung:

Handlung: 1/5
Charaktere: 1,5/5
Lesespaß: 2/5
Preis/Leistung 2/5

Insgesamt:

Alexa Hennig von Lange
Kurzgeschichte
Verlag: cbt, Ebook
Genre: Jugendbuch; Kurzgeschichte
Originaltitel: Noahs Augenblick der Wahrheit
E.Termin: 19. Juni 2014 (Ausgabe von cbt)
ISBN/ASIN: B00KG63UK0
Preis: 0,99 €, 41 Seiten
Profile Image for Jacquy.
435 reviews
May 18, 2014
Inhalt:
Sina wird von ihren Freundinnen überredet, zu einer Party zu gehen, um über den Betrug ihres Freundes hinwegzukommen. Auf einem Parkplatz lernt sie dabei Noah kennen. Kurz darauf wird Sina plötzlich ins Gebüsch gezogen, während ihre Freundinnen, wie sich dann herausstellt, entführt werden. Sina ist sich sicher, dass Noah derjenige war, der sie gerettet hat. Von der Polizei wird er allerdings als Mittäter gesucht. Kurz nach diesem Zwischenfall besucht Noah Sina, aber niemand darf von ihrer Verbindung wissen.

Meinung:
Was ich erwartet habe, war eine süße Liebesgeschichte zwischen zwei Jugendlichen, die aus unterschiedlichen sozialen Verhältnissen stammen und sich entgegen des Willens ihrer Familien treffen. Was ich bekommen habe, war etwas ganz anderes.

Sina und Noah lernen sich bei einer Entführung kennen. Beide sind auf den ersten Blick nicht direkt darin verwickelt, aber Noah wird trotzdem von der Polizei gesucht. Und nicht ihre verschiedenen Herkünfte sind nun entscheidend, sondern die Tatsache, dass Noah ein Krimineller zu sein scheint.
Sina hat sich allerdings schon bei ihrer ersten Begegnung in ihn verliebt und umgekehrt ist es genauso gewesen. Er besucht sie zwei Mal zu Hause und die nächsten 300 Seiten schwärmt Sina nur noch davon, wie unsterblich verliebt sie ist und dass sie den Rest ihres Lebens mit ihrer großen Liebe Noah verbringen möchte.
Die Gefühle zwischen den beiden entwickeln sich kein bisschen natürlich und sind überhaupt nicht nachvollziehbar. Sina und Noah kennen sich nicht und wissen nichts übereinander, aber die große Liebe ist natürlich da.

Der Großteil der Geschichte dreht sich dann auch um genau diese verbotene Liebe. Es gibt kaum Informationen über das Vorgehen der Polizei bei der Ermittlung gegen Noah, sondern es geht nur um Sinas Gefühle und die Tatsache, dass sie diese vor allen anderen geheim halten muss.

Auch Sina an sich und ihre Familie wirken total klischeehaft und unrealitisch. Für Sinas Mutter dreht sich alles um ihr Aussehen und den äußeren Eindruck und auch Sina ist sehr oberflächlich. Für sie und ihre Clique gab es bisher nichts wichtigeres als ihr Aussehen und dass sie in der Schule die beliebtesten sind. Ihr Vater ist Staatsanwalt und arbeitet rund um die Uhr, sodass Sina ihn praktisch nichts zu Gesicht bekommt. Für sie scheint das allerdings die perfekte Familie zu sein.

Ich bin nicht sicher, wo die Geschichte überhaupt spielt, aber mir scheint es, als hätte die deutsche Autorin versucht, die Charaktere amerikanischer wirken zu lassen, so wie man sie aus Highschool-Filmen kennt. Das merkt man auch an deren Sprache, da Sina und ihre Freundinnen sich untereinander dauernd „Sweetie“ oder „Babe“ nennen, was meiner Ansicht nach in Deutschland niemand machen würde und auch in Amerika wahrscheinlich nicht üblich ist.

Fazit:
Abgesehen von meiner Kritik, die hauptsächlich aus der unsterblichen Liebe auf den ersten Blick besteht, war das Buch immerhin etwas unterhaltsam, weshalb es gerade noch 2/5 Punkten von mir bekommt. Weiterempfehlen würde ich es allerdings höchstens, wenn euch die unrealistische Entwicklung der Beziehung nicht stört.
Profile Image for isabell.
419 reviews2 followers
October 4, 2014
Inhalt:
Reibungslos, so soll das Leben von Sina, Tochter eines Staatsanwalts, verlaufen. Das passt ein aalglatter Schwiegersohn in spe wie Jean perfekt - jedenfalls für Sinas Eltern. Doch dann verändert ein einziger Abend Sinas ganzes Leben: Als ihre Freundinnen von den Jungs einer Gang angegriffen werden, ist es ausgerechnet einer der Täter, der Sina in letzter Minute rettet. Noah, so heißt der Junge, will Sina unbedingt wiedersehen und steigt sogar heimlich in die Villa ihrer Eltern ein, nur um mit ihr zu reden. Trotz allem, was zwischen ihnen steht, verlieben sich die beiden mit Haut und Haaren. Doch niemand darf von ihren heimlichen Treffen wissen! Und so beginnt ein Spiel mit dem Feuer, in dem plötzlich nichts mehr ist, wie es scheint...

Zitate:
"Ich hätte es nie gedacht, aber samstagabends zu Kentucky Fried Chicken zu gehen, scheint wirklich richtig abenteuerlich zu sein." (S.32)

"Es ist doch seltsam, dass Betrügen nicht bestraft wird, aber Klauen. Ist denn nicht beides eine Straftat? Wenn man sich mal die Zehn Gebote anguckt?" (S.85)

Meine Meinung;
Lange habe ich es hinausgezögert dieses Buch anzufangen, obwohl mich der Inhalt schon angesprochen hat. Die ganzen negativ Stimmen haben mich allerdings etwas zurückhaltend werden lassen.Wirklich hohe Erwartungen hatte ich dementsprechend auch nicht.
Schon ziemlich zu Anfang habe ich jegliche Erwartungen über Board geworfen, die ich noch hatte. Man kam mit der Geschichte zwar echt schnell voran, aber mich hat sie kein Stück gefesselt oder irgendwie berührt. Wenn man ein solches Buch liest, dann ist es einem ja klar, dass es einfach nur ein riesiges Klischee sein wird, aber viele Autoren lassen sich dann doch noch irgendwelche Besonderheiten einfallen. Das war hier aber nicht der Fall. Ich fand das Buch wirklich sehr offensichtlich und dadurch war es einfach nur langweilig.
Mir hat dieser eine Überraschungsmoment gefehlt, der alles in eine andere Richtung gelenkt hätte. Ich glaube, dass es solche Momente gegeben haben soll, aber die kamen nicht als solche rüber, sondern haben die Klischees nur weiter leben lassen.
Besonders genervt haben mich die Charaktere. Ganz besonders Sina. Ich wollte sie immer am liebsten gegen die Wand klatschen. Ich fand, dass ihr Verhalten absolut daneben war. Sie konnte sich auch nie entscheiden. Mal wollte sie dies und dann wollte sie das. Ihre Meinung hat sich so oft geändert, dass ich fast verrückt geworden bin.
Auch ihre Freundinnen waren der Horror. Die sind genauso wie Sina aus einem schlechten Teenie-Film entsprungen. Wenn ich nur daran denke, wie sie miteinander geredet haben, dann würde ich am liebsten schreien.
Das einzige gute was mir zu dem Buch jetzt einfällt ist, dass es einen ein wenig unterhält und es ist ein gutes Buch für Zwischendurch. Für einen kleinen Zeitvertreib reicht das Buch wirklich aus.

Fazit:
Mich hat das Buch ziemlich genervt und besonders gut finde ich es auch nicht. Es unterhält einen zum Teil und es ist wirklich gut, wenn man ein Buch für Zwischendurch will oder seine Monatsstatistik erhöhen will, aber wirklich qualitativ ist es in meinen Augen nicht.
Profile Image for Miriam.
91 reviews2 followers
August 16, 2014
Oder wie ich sagen würde: Ach wie gut, dass dieses Buch endlich durch ist. Es war ein Kampf. Ich habe mich wirklich auf dieses Buch gefreut, denn ich habe gerade die Bücher von Simone Elkeles für mich entdeckt und dachte, dass es vielleicht in eine ähnliche Richtung gehen würde. Aber nein. Finger weg von diesem Buch!



Den Anfang fand ich noch gut. Eben eine typische Jugend-Schnulze. Nur dann fing es langsam an, merkwürdig zu werden. Erst einmal war sich die Autorin nicht so sicher, wo ihre Geschichte spielen soll. Es spielt in Deutschland und dann versucht die Autorin da ein bisschen High School-Feeling einzubauen, was ihr bloß missglückt ist. Auch das gegenseitige Ansprechen der Figuren mit "Baby" wirkt total fehl am Platz.

Und dann diese schrecklich nervige Protagonistin. 17 Jahre alt, aber kein Stück aus der Pubertät raus. Ich würde eher sagen, sie ist grade am Anfang davon. Sina ist verwöhnt, naiv, ein kleines Prinzesschen und hat keine Ahnung vom Leben. Ein Toaster würde sie wohl schon überfordern.

Und wer jetzt sagt, das klingt nach Klischee: Oh ja! Dieses Buch ist ein einziges Klischee. Aber total schlecht umgesetzt. Ich hatte manchmal das Gefühl, die Autorin hat da glatt vergessen, was sie eine Seite vorher noch geschrieben hat. Auf der einen Seite steht sowas wie "Nein, ich darf ihn nie wieder sehen. Niemals. Er ist nicht gut für mich. Wir dürfen uns nicht wieder sehen. Er ist gefährlich.". Auf der nächsten steht dann sowas wie "Ach er ist so toll, bestimmt ist das alles gar nicht so gemeint.", auf der nächsten Seite gefolgt von "Hm, also eigentlich trauere ich ja total meinem Ex hinterher", was dann von "Mein Ex ist so gemein, ich bin so über ihn hinweg. Der andere ist viel besser." Und das als ewiger Kreislauf über 400 Seiten.

Und wem das nicht reicht, der freut sich bestimmt über Sinas Selbstgespräche, die sie seitenweise führt. Allerdings stellt sie sich dabei bloß hirnlose Fragen, die sie sich im nächsten Satz selbst beantwortet oder auf deren Antworten sie durch nachdenken kommen könnte. Aber nein, Madame bemitleidet sich viel lieber.

Ich glaube, dieses ganze Buch war darauf ausgelegt, dass man Mitleid mit den Protagonisten haben sollte. Hatte ich definitiv nicht. Dieses ganze übertriebene Drama war einfach unglaubwürdig und nervig. Ich mag Jugendbücher wirklich gerne. Ich mag diese typischen Jugend-Schnulzen. Aber nicht, wenn es einfach hingeklatscht wird und überhaupt nicht durchdacht ist. Die Idee der Geschichte finde ich gut, die Autorin hat nur leider kein Talent, es auch umzusetzen. "Liebe auf den ersten Blick" wirkt hier eher wie "vorgeschriebene Abfolge von bestimmten Handlungen, die erfüllt werden müssen". Dieses Buch ist definitiv keine Empfehlung.
Profile Image for Ella.
199 reviews1 follower
July 30, 2019
Wenn der Junge und das Mädchen nicht zusammen sein können und das dann auch noch so spannend, romantisch und auch neu verpackt wie in Alexa Hennig von Langes Buch, dann bekomme ich echt richtiges Kribbeln im Bauch.
Die Charaktere sind schön geschrieben und auch glaubhaft. Es gibt sogar, wie ich finde, eine kleine Neben-Heldin in der ganzen Geschichte.
Der Stil der Autorin lässt sich gut verfolgen. ich hatte das Buch dann doch viel zu schnell gelesen. An manchen Stellen bleibt viel offen. Über den Helden Noah hätte ich gerne noch mehr gewusst. Auch das Ende ist dann doch ziemlich abrupt.
Aber alles in allem gefällt mir das Buch sehr. Weil ich die Thematik so liebe!
Deshalb gerne 5 Sterne.

Sina kommt aus reichem Hause. Alles ist ihr vorbestimmt, alles scheint ihr zu zufliegen. Sie hat kein Probleme und muss sich um nichts Sorgen machen. Bis sie eines Tages zusammen mit ihren Freundinnen unterwegs ist und überfallen wird. Ausgerechnet der zwielichtige Noah rettet sie. Fortan ist Sina verloren. Ihr Herz gehört nun Noah, aber ihr Pflichtgefühl für ihre Familie lässt sich nciht so einfach ausschalten. Doch für alle anderen ist Noah der böse Junge, der nicht mehr gerettet werden kann.
Hat die Liebe eine Chance?
Profile Image for Alexa.
386 reviews27 followers
March 18, 2017
Nicht irritieren lassen, mein eigentliches Rating ist 1,5s. 1 Stern bedeutet bei mir Kaminfutter und das hat das Buch dann doch nicht verdient.

Mich hat diese Geschichte am Ende einfach nur genervt. Am Anfang ging es eigentlich noch. Ich mochte diesen Aspekt mit der ungeklärten Schuld und die Handlung war zwar nicht originell und voller kitschiger Klischees, aber zumindest halbwegs unterhaltsam. Nur, dass es dann etwa ab der Hälfte komplett sinnlos und unlogisch wurde. Personen verhielten sich einfach nur dumm und total übertrieben. Ich war kurz davor das Buch doch noch, etwa 60 Seiten vor Schluss, abzubrechen.
Außerdem endet das Buch dafür das es sich sehr, sehr langsam entwickelt doch recht abrupt. Aufgeklärt wird eigentlich nichts, außer einer Sache, die ich sehr aus dem Himmel gegriffen fand, und das im Epilog. Toll.

Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass ein Buch, an das ich sowieso mit eher mittelmäßigen Erwartungen rangegangen bin, mich sosehr enttäuschen kann. Auf jeden Fall keine Empfehlungen von mir.
Profile Image for Hannah.
26 reviews
August 24, 2015
So wunderbar! Die Geschichte ist einfach toll und auch das Noah Sina einfach nicht loslassen kann finde ich total süß. Am besten gefällt mir das Ende. Das er ihre Mutter rettet und dann einfach in die Familie integriert wird, obwohl er vorher noch verachtet wurde... *seufz*
Nur etwas ist mir aufgefallen: In Sinas Welt gibt es nur ihr Viertel und das Viertel auf der anderen Seite des Kanals - Reich und Arm. Aber Mittelschicht? Fehlanzeige.
Aber das nur so am Rande, das Buch an sich ist einfach toll.
Profile Image for Smile2504.
1 review
December 1, 2014
Schönes Buch. Ich fand das Ende nur ein bisschen komisch. Ich persönlich hätte mich über ein "längeres" Ende sehr gefreut. Aber der Schreibstil war schön einfach, so könnte man es in gut in einem durchlesen.
Displaying 1 - 15 of 15 reviews

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