Seit Jahren ist der uralte Tunnel stillgelegt. Doch etwas geht um in den Tiefen des Berges. Kinder wispern in der Dunkelheit - die toten Kinder von Klammrodt. Einst war der Weinort am Fluss eine Idylle. Doch dann starben Dutzende Kinder bei einer Katastrophe im Tunnel, zahllose weitere wurden entstellt. Jetzt, sechzehn Jahre später, kehrt eine der Überlebenden nach Klammrodt zurück: Anais hat die Qualen des Feuers noch nicht überwunden, als ihr Vater sie zu sich ruft. Etwas Unerklärliches erscheint des nachts vor den Fenstern. Seltsame Dinge geschehen - und fordern neue Opfer. Der Tunnel hat Anais nicht vergessen ...
Richtig geiler Plot, mysteriöse und spannende Atmosphäre, wunderschöner Schreibstil und eine coole Verschmelzung mit wahrem Wahnsinn und Übernatürlichem. Den letzten Drittel habe ich richtig verschlungen.
Atmosphärisch und sprachlich gut gelungener Horror
Da ihre Stiefmutter unter rätselhaften Umständen in Anais Schwarz‘ Elternhaus verbrannt ist, muß diese, eine dreiunddreißigjährige Schriftstellerin und Performance-Künstlerin, mit ihrer vierzehnjährigen Tochter Lily unfreiwillig an den Ort zurückkehren, an dem sich ihr Leben auf drastische Weise für immer veränderte. In Klammroth, einer einstmals vom Weinbau und vom Tourismus lebenden, nun allerdings langsam dahinsterbenden Kleinstadt, waren in einem Tunnel vier vollbesetzte Schulbusse ineinander gefahren, was viele Kinder das Leben kostete und viele andere mit schweren Verbrennungen und Traumata für ihr Leben zeichnete. Unter diesen war Anais vergleichsweise glimpflich davongekommen, denn ihr hatte das Feuer „nur“ die Kopfhaut und einen Teil des Nackens verzehrt. Lange hat sie Klammroth wegen der Erinnerung an das Unglück als auch wegen des von vielen unausgesprochenen Vorwurfs, daß es sie weniger schlimm als andere getroffen habe, gemieden, doch da ihr demenzkranker Vater in einem Pflegeheim untergebracht ist, muß sie sich nun um die Formalitäten vor Ort kümmern.
Und kehrt dabei unversehens an den Tunnel zurück, der so viele Leben zerstört hat. Schon bald begegnen ihr die Menschen aus ihrer Vergangenheit – der Krankenpfleger Erik, früher ein bevorzugtes Mobbingopfer der Schulkinder, der sich jetzt um ihren Vater kümmert, sowie ihr ehemaliger Freund Sebastian, dessen Schwester Nele besonders schwer unter den Folgen des Unfalls leidet. Sowohl Erik als auch Sebastian scheinen bei all ihrer scheinbaren Freundlichkeit jedoch etwas im Schilde zu führen und Anais für ihre Pläne zu benötigen. Außerdem erhärtet sich immer mehr der Verdacht, daß ihre Stiefmutter Theodora in der von ihr geführten renommierten Schmerzklinik seltsame Vorgänge geduldet hat. Doch auch der Tunnel selbst scheint ein unheimliches Eigenleben zu führen, das noch lange nicht dadurch beendet wurde, daß man seine Eingänge mit schweren Toren verschloß und die gefährliche Strecke sperrte.
Isa Grimms Romandebüt „Klammroth“ hielt mich zwei Tage lang fest in seinem Bann und zwang mich, Seite um Seite zu verschlingen, bis ich schließlich an der – für mich überraschenden – Auflösung angelangt war. „Klammroth“ ist eine Mischung aus Horror- und Kriminalroman und stellt den Leser wie auch die Protagonistin gleich vor mehrere Rätsel. Die Autorin arbeitet auch mit Rückblenden, die uns die Beziehungen zwischen Anais und ihren ehemaligen Freunden zeigen, was die Atmosphäre noch dichter erscheinen läßt. Der Schreibstil der Autorin ist überaus angenehm. Bevor ich das Buch bestellte, machte ich eine Leseprobe, denn bei vielen zeitgenössischen Autoren stört mich der doch recht primitive und schmucklose Erzählstil. Grimm gelingt es, allein schon mit ihrer Sprache Interesse zu wecken und das Beschriebene zum Leben zu erwecken, wenngleich manche ihrer Vergleiche allerdings unfreiwillig komisch wirken – wenn etwa Straßen mit Reptilienzungen und Soßenrändern gleichgesetzt werden, dann beschleicht den Leser das Gefühl, daß es der Autorin hier zu sehr darum zu tun war, durch Stilmittel zu überwältigen, wodurch sie aber leider eher die Atmosphäre leicht stört.
Insgesamt aber tun diese wenigen Mißtöne dem Roman insgesamt keinen Abbruch, denn er vermag sprachlich sowie in bezug auf seine Atmosphäre gut zu überzeugen und fesselt den Leser mit einer spannenden und überraschenden Geschichte.
Die erste Hälfte war für mich relativ zäh, die zweite Hälfte jedoch war so spannend, dass ich sie in einem Tag fertig gelesen hab. Ich mag die Verschmelzung von Realität und Wahnsinn, auch dadurch dass die Hauptfigur ein unverlässlicher Erzähler ist. Die Beschreibungen der Szenerie gefallen mir gut, vieles war relativ gruselig, auch der Spannungsaufbau war in der zweiten Hälfte sehr gut. Die Charaktere sind auch interessant. Eric deserved better :(
3.5 Sterne Das Buch hat ja nicht wirklich die beste Durchschnittsbewertung, was ich bis kurz vor Schluss wirklich nicht verstehen konnte, da die Geschichte sehr atmosphärisch geschrieben ist. Die Spannung ist außerdem größtenteils kaum auszuhalten. Allerdings fand ich die "Auflösung" mehr als enttäuschend, wobei ich die Gründe dafür nicht nennen kann, ohne zu viel zu verraten. Wer das Buch gelesen hat, weiß aber sicher, was ich meine. Kurz gesagt, das Ende ist bestimmt nicht für jeden was, zumindest ist es überhaupt nichts für mich. Trotzdem noch 3.5 Sterne, weil ich es doch sehr spannend und gruselig fand.
Wahnsinnig atmosphärischer Roman, der mit kühler Beklemmung punktet. Die Stimmung ist schön düster, die Handlung zwar etwas verworren, aber durchaus spannend und über allem schwebt ein leichter Schauer über den Rücken. Ziemlich ruhiger Mysterythriller, der es aber gerade gegen Ende in sich hat!
Audiobooka wypożyczyłem już jakiś czas temu z mojej lokalnej biblioteki. Ciekawa okładka zwróciła moją uwagę, sięgnąłem po płytkę, przeczytałem krótki opis na okładce i postanowiłem wypożyczyć. Dotychczas na niemieckim rynku wydawniczym ukazała się tylko ta książka tej autorki. Według krótkiej notki biograficznej pracuje w teatrze jako dramaturg, jest też ekspertem osiemnastowiecznej literatury o tematyce metafizycznej. Pracę doktorską napisała na temat zbioru mitów, opowiadań wydanych w 1753 roku, których głównym tematem były duchy, czarownice, czarnoksiężnicy itd. Książka "Klammroth" właśnie ma coś w sobie metafizycznego pokrywa się częściowo z tematem pracy doktorskiej autorki. Główna bohaterka, Anais to trzydziestokilkuletnia kobieta, artystka. Pochodzi właśnie z tytułowego niemieckiego miasteczka Klammroth, które leży nad rzeką w regionie znanym z winnic. Anais jednak od kilkunastu lat mieszka za granicą. Tematyka jej sztuki jest często dość kontrowersyjna. Na przykład jej ostatnie dzieło artystyczne polegało na wynajęciu pokoju w czerwonej dzielnicy w Amsterdamie i zapełnienie go zakrwawionymi kośćmi zwierzęcymi. I właśnie podczas pracy w Amsterdamie Anais otrzymuje telefon, iż jej macocha tragicznie zginęła, spaliła się we własnym domu, który najprawdopodobniej został przez kogoś podpalony. Anais otrzymała telefon od swojego sędziwego ojca, który od kilku lat cierpiał na dość postępującą demencje, wymagał całkowitej opieki i nie mieszkał już w domu, lecz w specjalnym ośrodku gdzie miał zapewnioną odpowiednią opiekę. Zagadką było to, iż ojciec nagle odezwał się telefonicznie, gdyż intelektualnie ze względu na demencję nie był już zdolny do kontaktów z innymi ludźmi. Anais rusza wraz ze swoją kilkunastoletnią córką w podróż samochodem do Niemiec, do swojej rodzinnej miejscowości Klammroth. Dowiadujemy się, że w Klammroth nie była od kilkunastu lat. Opuściła tą miejscowość wtedy jako jedna z niewielu osób która przeżyła tragiczny wypadek, zderzenie trzech autobusów pełnych dzieci i młodzieży w tunelu. W tym wypadku zginęła większość pasażerów trzech autobusów, kilkadziesiąt dzieci i młodzieży. Anais jako jedna z niewielu przeżyła, a w dodatku ucierpiała dość mało w porównaniu do innych, którym udało się przeżyć. Tunel drogowy tuż po wypadku został zamknięty. Ma jednak dość długą historię, która sięga czasów imperium rzymskiego. Anais z córką zostaje uwikłana w intrygę związaną ze śmiercią macochy. Powracają też duchy przeszłości. I to wręcz w dosłownym tego słowa znaczeniu. Ów tunel, z którego szczęśliwie udało się wyjść Anais bez uszczerbku na zdrowiu po tym jak doszło do wypadku w tajemniczy sposób przyciąga ja. Anais ulega pokusie i postanawia wejść do tunelu. Odkrywa w nim wiele ciekawych rzeczy. Wątek metafizyczny jest dość skromny. Nie dominuje książki i mi osobiście nie przeszkadzał. Historia rodziny Anais, zagadka morderstwa macochy w większym stopniu wypełnia fabułę książki i w większym stopniu jest to książka o charakterze kryminału niż powiedzmy horroru. Poznając historię swojej rodziny oraz swojego rodzinnego miasta Anais dowiaduje się o wcześniej przemilczanych wydarzeniach, które miały miejsce za czasów gdy u władzy byli naziści. Bardzo ciekawa książka. Dość szybko udało mi się ją przesłuchać. Było to coś innego niż zwykle czytam, ale nie żałuję. Lubię takie niespodzianki książkowe.
Ich habe die schlechte Angewohnheit, nachts, wenn ich aufwache, aufzustehen, in unser kleines Bad nebenan zu gehen und in der trockenen Badewanne ein paar Seiten von dem Buch, das ich momentan lese, zu lesen. Es ist vielleicht eine ziemlich komische Angewohnheit, doch gibt es dabei eigentlich nur ein Problem: die Zeitschaltuhr. Ich habe geschätzt fünf Minuten, bis das Licht ausgeht, dann muss ich mit den Armen herumfuchteln, damit das Licht wieder angeht. Nun lag ich vor zwei Nächten eben wieder in der Badewanne und las "Klammroth". Mit der Zeit merkte ich, wie ich in den Dunkelphasen immer schneller versuchte, das Licht wieder anzubekommen, bis ich schließlich aufstand und mich dafür entschied, in meinem Zimmer im Licht der Nachttischlampe weiterzulesen. Da offenbarte sich mir das nächste Problem: der dunkle Flur. In meiner panischen Angst vor der Dunkelheit fühlte ich mich wie in der Zeit, als ich "Der Übergang" las und am liebsten nur noch mit Licht schlafen wollte. Damals glaubte ich, ununterbrochen von Virals beobachtet zu werden - diesmal hörte ich flüstern, lachen und spürte die Geister, die mich beobachteten.
Das erste Drittel von "Klammroth" präsentierte sich mir vor allem überladen. Überladen von Rhetorik, von Übertreibungen, von Spannungsschüben. Der Schreibstil wirkte wie meiner in der neunten Klasse, als ich versuchte, in Gedichtsinterpretationen so viele Stilmittel wie möglich einzubauen - es klang schrecklich. Dann: Der Berg ist also böse? Ich habe zu oft "Schneeweißchen und Rosenrot" geschaut, um böse Berge noch ernst nehmen zu können. Und schließlich versetzten mir die plötzlichen Momente der Spannung immer fast einen Herzinfarkt, da ich bei dieser dahin plätschernden Handlung nichts mehr erwartete. Doch dann wurde es besser. Der Schreibstil wurde natürlicher und besser - zunächst erst zum Ende des Kapitels hin, dann allgemein. Anscheinend musste sich Frau Grimm erst warm schreiben und versuchte, dies mit Rhetorik zu vertuschen. Nun - der Versuch schlug wie gesagt fehl.
Doch dann, circa auf Seite 200, wurde es endlich richtig gut. Und richtig spannend. Und richtig, richtig gruselig an manchen Stellen. Als mich meine Mutter fragte, was ich da lese, antwortete ich ihr jedoch "Irgendwas mit Horror, aber was das Ziel des Buches sein soll, da hab ich immer noch keine Ahnung". Denn genauso präsentierte sich mir das Buch. Nicht nur der Tunnel war ein nicht greifbares, abstraktes Dunkel, sondern eher die gesamte Geschichte, so dass ich mit der Zeit diesen Drang entwickelte, nicht mit lesen aufhören zu können, da ich nur endlich mal etwas Greifbares lesen wollte. Wie es im Buch selbst hieß:
Anais fragte sich, wann sich all diese Bruchstücke endlich zu einem Bild zusammenfügen würden. (Seite 285)
Ich fühlte mich wie im Sumpf, als ob ich mit Anais zusammen versinken würde. Denn an irgendeinem Punkt begann ich, sie beim Lesen zu fühlen, auch wenn es unglaublich erscheint. Und eben dieser Punkt machte es so schwierig, ihr noch zu vertrauen, nachdem ihre Wahrnehmung angezweifelt wurde. Das erste Mal erwachte ich und überlegte, ob wirklich alles so geschah, wie Anais es sah. Doch leider distanzierte mich das auch - zumindest teilweise -sehr von ihr, so dass es schwer viel, am Ende nochmal die Atmosphäre von der Mitte des Buches zu schaffen. Leider.
"Klammroth" enttäuscht am Anfang, raubt einem den Schlaf in der Mitte und stellt eine gesunde Distanz her am Ende. Und doch ist es trotz seiner Schwachstellen nichts für schwache Nerven. Das Buch ist abstrakte Kunst - schwer fassbar und nicht für jeden etwas.
"Klammroth" stand zunächst gar nicht unbedingt auf der Liste der Bücher, die ich unbedingt lesen wollte. Durch eine Aktion des Verlages bin ich jedoch sehr schnell auf das Buch aufmerksam geworden und fand den Inhalt so interessant, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Obwohl ich mich sehr über das Buch gefreut habe, waren meinen Erwartungen trotzdem nicht allzu hoch, dennoch hat mir die Geschichte gut gefallen, sodass ich vollauf zufrieden bin.
Isa Grimm hat bei ihrem Debütroman einen sehr angenehmen und packenden Schreibstil gewählt, der mich begeistert und gleichermaßen beeindruckt hat. Hierbei hat mir die Mischung aus Horror und Mysterythriller sehr gut gefallen. Stellenweise habe ich mir das Buch immer wieder als eine Verfilmung vorgestellt, da die Figuren, die Tunnel und die weitere Umgebung sehr detailliert beschrieben wurden, sodass ich mir alles bildlich vorstellen konnte. Einzig und allein die Dialoge fand ich ein wenig enttäuschend, da sie oftmals nicht wirklich flüssig waren. So wirken manche Gespräche untereinander wie auswendig gelernt, sodass mir hierbei die Lockerheit gefehlt hat. Besonders auffällig war dies bei Anais und ihrer Tochter Lily, die so manches Problem miteinander haben.
Mit Anais lernt man eine Protagonistin kennen, die ich nicht nur sympathisch, sondern auch gleichermaßen interessant fand. Als vor 16 Jahren die fiktive Stadt Klammroth von einer Katastrophe erschüttert wurde, gehörte sie zu den wenigen Opfern, die überlebt haben. In den Tunneln der Stadt gab es Unglücke, bei denen viele Kinder und Jugendliche getötet und verletzt wurden. Auch jetzt hat sich die Stadt immer noch nicht von dem Unglück erholt und immer mehr Einwohner wenden sich von der Stadt ab. So ging es auch Anais, jedoch musste sie nach Klammroth zurückkehren, um sich um ihren Vater zu kümmern, nachdem ihre Stiefmutter ums Leben gekommen ist. Auch nach ihrer Rückkehr spürt sie, dass in den mittlerweile stillgelegten Tunneln etwas nicht stimmt und möchte unbedingt erfahren, was wirklich in den Tunneln geschehen ist. Ihre Gedanken und ihre Ängste werden dabei nachvollziehbar und authentisch beschrieben, sodass ich mich sehr gut in sie hineinversetzen konnte. Auch die anderen Figuren wie z.B. Anais' ehemalige Klassenkameraden, ihre Tochter Lily oder auch ihr Vater sind allesamt gelungen. Lily empfand ich zwar stellenweise als recht anstrengend, allerdings gehört ihr manchmal recht stures Verhalten einfach zu ihrem Alter zu.
So gut und vor allem spannend die Geschichte auch war, das Ende konnte leider mit dem Rest des Buches nicht mithalten. Ich möchte nun nicht sagen, dass ich vom Ende enttäuscht bin, jedoch habe ich mir eine andere Auflösung gewünscht, die mich mehr mitgenommen hätte, zumal diese nicht unbedingt zur bisherigen Stimmung gepasst hat. Dennoch finde ich die Idee rund um die Tunnel mehr als gelungen. Das Ende ist dagegen wohl reine Geschmacksache.
Das Cover ist sehr gelungen. Die Farbgestaltung, der Eingang zum Tunnel, sowie die Haltung ist so perfekt dargestellt, dass es zur düsteren Atmosphäre der Geschichte passt. Die Kurzbeschreibung hat mir ebenfalls spontan zugesagt, sodass ich die Geschichte unbedingt lesen wollte.
Insgesamt konnte mich "Klammroth" mit einem spannenden und packenden Schreibstil, sowie interessanten Figuren begeistern, sodass ich dieses Buch nur selten aus den Händen legen konnte. Wer gut gemachte Thriller mit Mystery- und Horrorelementen zu schätzen weiß, sollte von daher unbedingt einen Blick auf dieses Buch werfen. Ich kann es nur empfehlen.
Anais ist mit ihrer 14jährigen Tochter Lily unterwegs nach Klammroth. Sie kommt nur noch selten an den Ort ihrer Heimat, denn die Schrecken aus der Vergangenheit haben sich tief in ihre Seele gebrannt. Vor 17 Jahren gab es im Tunnel auf der örtlichen Zufahrtsstraße einen schrecklichen Busunfall, bei dem viele Kinder gestorben sind oder schwer verletzt wurden. Anais ist eine davon, doch sie hat das Unglück beinahe unbeschadet überstanden - und die Schuldgefühle, die sie seither plagen, geben keine Ruhe.
Nur weil ihre Stiefmutter gestorben ist, kehrt sie nun nach Klammroth zurück, denn diese ist bei einem Brand in Anais´ Elternhaus ums Leben gekommen. Sie muss sich selbst um den Nachlass kümmern, denn ihr Vater ist seit Jahren in einem Pflegeheim in Klammroth und spricht kein Wort mit ihr. Ihr einziger Kontakt zu ihm sind die unregelmäßigen Anrufe des nachts, in der er ihr wirres Zeug in den Hörer raunt.
So möchte Anais nur die behördlichen Angelegenheiten regeln, um nach ein paar Tagen wieder aus Klammroth zu verschwinden. Aber die Schatten der Vergangenheit holen sie ein und greifen mit ihren flatterhaften Fingern nach ihr ...
"Leere schwarze Müllbeutel. Sie flattern da draußen in der Nacht. Flattern und wehen und flüstern." S. 41
Meine Meinung
Der Prolog hat mich gleich sehr eingenommen. Die düstere Atmosphäre des Tunnels, der ein Geheimnis birgt und ein sehr schöner Schreibstil haben mich gleich in den Bann gezogen. Dann bin ich allerdings etwas schwer reingekommen. Es ist lange Zeit unklar, wohin das ganze führen wird, was aber nicht die erhoffte Spannung erzeugt hat. Es werden viele Fragen aufgeworfen, die auch bis zum Schluss hin leider nicht alle aufgeklärt wurden.
Anais Charakter war sehr präsent und anschaulich beschrieben. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen und ihre Handlungen aufgrund ihrer Vergangenheit nachvollziehen. Am Ende gab es auch noch ein überraschendes A-ha Erlebnis, das dem ganzen eine völlig neue Wendung gegeben hat. Alle anderen Figuren waren eher blass und blieben am Rande. Ein paar kleine witzige Dialoge haben das ganze aber aufgelockert.
Die dichte Atmosphäre aus dem Prolog kam leider nicht mehr auf. Obwohl viele Aspekte wunderbar schön erzählt wurden und die Autorin auch viele passende Metaphern benutzt hat, kam ich nicht in diese unheimliche Stimmung hinein. Trotz Einsamkeit, dunkle Nächte, ständigem Regen und seltsamen Vorkommnissen hat mich der Nervenkitzel nicht gepackt. Nur einige wenige Augenblicke hat es mich kurz ein bisschen gegruselt.
Ich fand es auch sehr schade, dass der Tunnel eine viel zu untergeordnete Rolle bekommen hat. Die ganze Aufklärung war eine interessante Idee, die sich aber nicht konsequent durchgesetzt hat. Mir kam es manchmal vor, als würde ich die Handlung überfliegen, als würde etwas fehlen, so dass ich die Zusammenhänge nicht wirklich verstehen konnte.
Fazit
Eine Art Psycho-Thriller, der eher in das mystische abgetaucht ist und mit vielen Andeutungen und Verstrickungen ein bisschen den Faden verloren hat. Allerdings hat mich der wunderschöne Schreibstil fasziniert. Die Auflösung am Ende hätte ich mir allerdings anders vorstellen können.
Das Buch habe ich gekauft, weil der Klappentext und schon alleine der Titel sehr spannend klang. Ich meine "Klammroth" klingt doch schon ein wenig gruselig und bedrückend. Leider war ich von dem Buch ziemlich enttäuscht. Der Prolog begann vielversprechend, mit einer düsteren und drückenden Atmosphäre. Der Tunnel wird sofort angesprochen und wirft Geheimnisse auf, die einen neugierig machen. Danach wird das Buch leider schwach und ich bin trotz dunkler, verregneter Nächte und mysteriösen Ereignissen nicht mehr in diese geheimnisvolle, düstere Stimmung gekommen
Während des gesamten Buches versteckt die Autorin kleine Hinweise im Buch, die zum Schluss führen sollen und erzählt dabei gleichzeitig immer wieder aus der Vergangenheit und den Ereignissen in Klammroth. Dabei lockt die Autorin einem zum Teil auf die falsche Fährte, sodass sich zunächst nicht unterscheiden lässt, wer der Gute und wer der Böse ist.
Das Buch wird aus der Sicht eines Dritten geschrieben. Wenn man vorher überwiegend aus der Ich-Perspektive liest, ist das zunächst eine Umstellung. Ich hatte anfangs Probleme in die Story zu finden. Ein weiterer negativer Punkt an dieser Sichtweise ist, dass man die Charaktere vielleicht nicht so gut kennenlernt. Mit allen im Buch vorkommenden Personen bin ich einfach nicht warm geworden, sie waren mir zum Teil sogar unsympathisch. Es war mehr so ein akzeptieren der Charaktere, weil ja nun mal irgendwelche handelnden Personen in der Story vorkommen müssen. Die Geschichte an sich kam mir die ersten 240 Seiten sehr unspektakulär vor. Es hat mich mehr an eine Art Dokumentation erinnert. Das war alles ohne wirkliches Gefühl und kam mir sehr neutral erzählt vor. Zudem war mir lange überhaupt nicht klar, wo das Ganze denn bitte hinführen soll. Einigermaßen spannend wurde es erst ab den letzten 80 Seiten. Davor konnte mich das Buch überhaupt nicht packen. Die Handlung hatte dann aber für mich zum Ende hin irgendwie kaum noch Sinn und es war alles nur verwirrend. Ich hatte das Gefühl, die Autorin wollte das Buch jetzt einfach nur noch beenden - egal wie. Auch die Sache mit den "fliegenden schwarzen Müllbeuteln", die immer mal wieder zur Sprache kommen, kam mir doch sehr suspekt vor.
Das Ende selber war aber tatsächlich ein klein wenig überraschend und ist damit höchstwahrscheinlich der einzige Pluspunkt den ich geben kann, auch wenn nicht alle meine Fragen beantwortet worden sind.
Mein Fazit Ich bin ja bei Büchern im Prinzip für alles offen, aber "Klammroth" war leider so gar nicht mein Fall. Der Klappentext war vielversprechend, aber die erwartete Gänsehaut und der Gruselfaktor sind bei mir nicht wirklich eingetreten. Einzig und allein der überraschende Schluss und die doch spannenden letzten 80 Seiten konnten einen kleinen Pluspunkt sammeln (sonst hätte es wohl nur einen Punkt gegeben). Ansonsten konnte ich mit den Charakteren nichts anfangen und die Handlung war verstörend und zu 2/3 überhaupt nicht spannend. Schade eigentlich, aus der Story an sich hätte man sicher mehr rausholen können. Vielleicht hatte ich auch einfach zu hohe Erwartungen.
Vor vielen Jahren forderte eine schreckliche Tragödie in einem Tunnel nahe des Städtchens Klammroth grausam ihre Opfer. Mehrere Schulbusse verbrannten, vollgestopft mit Jugendlichen aus dem Ort. Die Überlebenden sind für ihr Leben gekennzeichnet und teilweise auf dauerhafte Hilfe und Schmerztherapie angewiesen. Anais gehörte zu diesen Jugendlichen und kam vergleichsweise glimpflich davon. Doch der Tunnel verfolgt sie seit dem Tag des schrecklichen Unfalls und lässt sie nicht mehr los. Als ihre Stiefmutter stirbt, muss sie Klammroth und damit ihre Vergangenheit wieder besuchen, da sie die Angelegenheiten regeln muss. Bereits als sie den kleinen Ort anfährt spürt sie wieder die Anziehungskraft des schrecklichen Tunnels und zusammen mit Anais scheint auch die Vergangenheit zurück nach Klammroth zu kommen. Was ist damals wirklich geschehen, was ist der Tunnel tatsächlich und worum handelt es sich bei den seltsamen Dingen, die Anais immer wieder begegnen?
Für Stammleser oder Stammzuschauer meiner kleinen Welt dürfte klar sein, warum mich diese Geschichte interessierte. Sie hört sich gruselig und gespenstisch an und das zieht mich natürlich immer schnell in seinen Bann. Zudem muss man neidisch anerkennen, dass die Covergestaltung mehr als gelungen ist.
Isa Grimm baut ihre Protagonistin Anais sehr detailliert aus. Anais ist geprägt durch ihre Vergangenheit Schriftstellerin geworden, die ihre Werke mit kontroversen Aktionskunstspektakeln bewirbt. Sie hat zusammen mit einem Musiker eine Tochter, die sich im Teenageralter befindet. Die Beziehung der Eltern ist jedoch bereits vor Jahren zerbrochen, die Tochter lebt beim Vater. Trotzdem kommt diese mit nach Klammroth, um ihrer Mutter diesen schweren Schritt etwas zu erleichtern.
Anais fühlt sich wie magisch angezogen vom dem schrecklichen Unglücksort nahe Klammroth und im Laufe der Geschichte erfährt der Leser auch warum. Trotzdem bleibt der Fokus des Buches eher auf der Charakterentwicklung denn auf dem Vorankommen in der Geschichte. Teilweise verliert sich meiner Meinung nach Isa Grimm etwas in ihr und erzeugt so gewisse Längen und kann den Spannungsbogen nicht konstant aufrecht erhalten.
Während die Story erzählt wird gibt es immer wieder Wendungen, die man nicht unbedingt so vorausahnen konnte. Das stellt für mich einen großen Pluspunkt dar. Ich mag unvorhersehbare und dennoch logische Wendungen, die jeder guten Geschichte die richtige Wirkung und Würze verleihen.
Wer jedoch eine gruselige Geschichte erwartet, der ist hier meines Erachtens eher falsch. Zwar geht es hier auch um seltsame Vorkommnisse, die sich auch nicht unbedingt erklären lassen, dennoch ist der Fokus wie bereits erwähnt auf Anais selbst gerichtet und ihr Ermitteln im Todesfall ihrer verhassten Stiefmutter.
“Klammroth” ist daher für mich ein teilweise überraschender, mäßig spannender Krimi mit übernatürlichen Elementen und einem guten und flüssigen Schreibstil. Jeder Leser, der auch gerne mal leisere Töne bevorzugt und in einen vernarbten Charakter hineintauchen möchte, könnte dies in Klammroth tun.
Hier haben wir einen weiteren Horrorthriller, den in im Oktober gelesen habe. Im Sommer dieses Jahres hat sich offenbart, dass sicher hinter dem Pseudonym Isa Grimm der erfolgreiche Autor Kai Meyer verbarg und das hat mich ehrlich gesagt überrascht, denn trotz der Hassliebe, die ich mit dem deutschen Autor verbinde, solch einen literarischen Fauxpas hätte ich ihm nicht zugetraut und anders lässt sich Klammroth leider nicht beschreiben.
Alles, blos nicht gruselig Dabei fängt es ganz vielversprechend an. Ein tragisches Unglück in der Vergangenheit, ein grusliger Tunnel und die Fragen: Was ist damals passiert und was geschieht jetzt in der Gegenwart? Doch nach einem gut gelungenen Prolog kam die Ernüchterung schnell. Als erster wäre da Anais, ich sage es euch gleich: Die gesamte Handlung wird ausschließlich von ihr getragen, leider leibt sie dennoch blass. Ich kam mit ihr überhaupt nicht klar, sie blieb für mich völlig unnahbar. Es war nicht so, dass ich sie unsympathisch fand, vielmehr, hat sie mich null interessiert. Sie blieb so verschlossen, dass ich mich nicht mal ansatzweise in sie hineinversetzten konnte.
Dadurch hatte ich schon mal eine ordentlichen Dämpfer, doch mit einer spannenden, gruseligen Handlung, hätte ich damit noch leben können. Leider ist dieses Buch vieles, aber bestimmt nicht gruselig. Der Autor versucht sichtlich eine gruselige Atmosphäre zu schaffen, mit Formulierungen, die offenbar bewusst "schaurig" sein sollen, zumeist aber nur gekünstelt wirken. Letztendlich verliert sich der Grusel auch in der wirren Handlung, in denen Schockmomente kein Raum gegeben wird, sich zu entfalten.
Nichts Halbes und nichts Ganzes Dass die Handlung verworren, aber nicht spannend war, lag vor allem daran, dass man das Gefühl hatte, das Buch könne sich nicht entscheiden, was es denn nun genau erzählen will: Das Portrait einer traumatisierten Frau? Eine übernatürliche Horrorstory? Einen Krimi? Das Buch beschäftigt sich mit dem Mysterium des Tunnels, Anais komplizierte Beziehung zu ihrem Vater und der eigene Tochter, ihre Traumatisierung durch den Unfall, der Aufklärung eines Todesfalls, der vielleicht ein Mord war, das Aufdecken der Machenschaften einer seltsamen Klinik, eine geheimnisvolle alte Villa und dazwischen schwirren dann auch nach ein paar Geisterkinder und ein alter Nazi rum. Insgesamt ergibt das einen wirren (schlecht schmeckenden) Potpourri an Handlungssträngen, von denen keiner wirklich in die Tiefe geht und die Verbindungen sehr arrangiert wirken. Die letztendliche übernatürliche Erklärung fand ich dann obendrein noch absolut lächerlich und selbst für Fanatsy unglaubwürdig.
Fazit: Klammroth möchte Vieles erzählen, verstrickt sich jedoch in den zahlreichen stark konstruierten Handlungssträngen, sodass sowohl Spannung, als auch Grusel komplett verloren gehen.
Als Anais nach 16 Jahren an den Ort zurückkehrt, den sie eigentlich zu vergessen sucht, erwartet sie Unerklärliches. Zusammen mit ihrer Tochter Lily versucht sie herauszufinden, warum ihr Elternhaus abgebrannt ist und ihre Stiefmutter sich zu diesem Zeitpunkt darin aufgehalten hat und verbrannt ist. Anais findet heraus, dass alles mit dem Tunnel zu tun hat, der ihr vor 16 Jahren zum Verhängnis wurde. Als sie weiterforscht, wünscht sie sich bald nichts sehnlicher, als endlich aus dem Albtraum aufzuwachen.
Wieder ein Buch, auf das ich durch Blogg Dein Buch aufmerksam wurde. Zusammen mit dem Bastei Lübbe Verlag wurden Exemplare davon an Blogger vergeben.
Nach Lesen der letzten Seite weiß ich nicht, was genau das Buch eigentlich für ein Genre war. Thriller, Horror, Fantasy.... es war von allem etwas dabei und letztendlich war diese Mischung ein Abtauchen in eine sehr düstere Geschichte, die mich manchmal leicht gruseln ließ. Am ehesten würde ich ihn noch in die Sparte Thriller einreihen.
Die Autorin weiß mit ihrem Schreibstil eine Stimmung aufkommen zu lassen, so dass man nach Lesen der ersten Seiten schon weiß, dass man das Buch am Besten am hellichten Tag lesen sollte, möglichst auf einem vielbesuchten Platz, so dass man gar nicht in Versuchung kommt, hinter jedem Geräusch oder jedem Schatten etwas Unerwartetes zu erwarten.
Mich hat Anais' Geschichte sehr in den Bann gezogen und innerhalb kürzester Zeit hatte ich das Buch auch verschlungen, weil ich unbedingt wissen wollte, was hinter dem Ganzen für ein Geheimnis steckt. Im letzten Drittel, wo alles anfängt, sich aufzuklären, hat sich meine Vermutung, die ich gehegt hatte, dann bestätigt – nur um dann doch wieder teilweise über den Haufen geworfen zu werden.
Die Autorin hat durch ihren Schreibstil ein beklemmendes Gefühl in mir ausgelöst, dass sich nur schwer lösen ließ und bis zum Ende hin durchgehalten hat.
Was am Anfang noch wirkt, wie ein „Heimkommen“ an den Ort des Grauens, wird zum Ende hin die Feststellung, dass das Grauen auch außerhalb ein ständiger Begleiter ist und in Klammroth eigentlich nur den Höhepunkt findet.
Was ebenfalls zur düsteren Stimmung beiträgt, ist die Tatsache, dass es die ganze Geschichte hindurch fast ununterbrochen regnet.
Ich weiß nur, dass ich jetzt, wenn ich einen Tunnel befahren oder betreten muss, diesen garantiert mit anderen vielleicht gar ängstlichen Augen sehen werde.
Der Epilog am Ende ist überraschend und lässt vielleicht mit einem Wiedersehen in Klammroth rechnen.
Einzig manche Formulierungen im Buch haben mir nicht gefallen. Auch teilweise Wiederholungen, die in meinen Augen unnötig waren und die Geschichte etwas in die Länge zogen. Dies gibt einen Punkt Abzug.
Fazit: Spannend, gruselig. Isa Grimm werde ich mir ab sofort merken.
Mehr als sechzehn Jahre ist es her, dass Anais ihr Heimatstädtchen Klammroth verlassen hat. Die Erinnerung an das Unglück, das damals dort in dem uralten Bergtunnel geschah, als Dutzende Kinder in einem verheerenden Feuer verbrannten, ist noch immer wach und unvergessen. Mit dem Tod ihrer Stiefmutter wird es unvermeidlich: Sie muss nach Klammroth zurückkehren. Gemeinsam mit ihrer vierzehnjährigen Tochter Lily macht Anais sich auf den Weg in das ruhige, dem Verfall preis gegebene Weinstädtchen, in dem noch viele der damals entkommenen Opfer leiden, und wird erneut mit dem Grauen des Tunnels konfrontiert, denn der Tunnel hat sie nie vergessen.
Zu meiner nicht geringen Überraschung hat mich dieser Horrorthriller von der ersten Seite an gefesselt und ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Von Anfang an konnte mich Anais als Protagonistin überzeugen. Ihre Ängste, ihre Gefühle sind lebendig und nachvollziehbar beschrieben, auch wenn da immer noch etwas unter der Oberfläche verborgen zu brodeln scheint und darauf wartet, hervorzubrechen.
Die drückende Stimmung in dem beinahe verwahrlosten Städtchen und die lockende, zugleich abschreckende Faszination des Tunnels schlagen den Leser in Bann, immer in der Erwartung, dass gleich Unfassbares geschehen müsse. Und so kommt es dann auch. Immer tiefer wird Anais in die Vergangenheit gesogen, die Zeit scheint in dem Örtchen stehen geblieben zu sein. Stück für Stück kommt sie der Wahrheit, vor der sie immer die Augen verschlossen hat, näher und gerät dabei in Gefahr, sich selbst zu verlieren.
Mit ihrer leichten und einfachen Sprache entführt Isa Grimm in eine Welt aus Schrecken, Angst, Schmerz und einem Hauch Mystik, der das Grauen lebendig hält. Einem Puzzlespiel gleich setzt sie Stück für Stück die Geschehnisse zusammen und jede Person bekommt ihren Platz, an dem die Geschichte zu einem Ganzen wird. Trotz mancher ekligen Grausamkeit, die mich im Allgemeinen von diesem Genre fernhält, konnte ich mich der Faszination von “Klammroth” nicht entziehen, da dieser Anteil glücklicherweise gering ausfiel.
Als leichte, aber spannende Lektüre für Zwischendurch ist dieser Horrorthriller bestens geeignet, auch wenn ich mir vorstellen kann, dass Hardcore-Thriller-Fans á la “nackt und zerhackt” hier nicht unbedingt auf ihre Kosten kommen.
Alles in allem eine schon lesenswerte Geschichte, die sich aufgrund des tollen Schreibtstils der Autorin sehr gut liest und ihre Spannungsmomente hat. Da man meiner Meinung nach jedoch mehr aus der Geschichte hätte machen können und aufgrund dessen, dass mir auch das doch recht übernatürliche Ende gar nicht gefallen hat, die Bewertung in dem Fall mit drei Sternen...
Es sind schon 5 Jahre seit dem Lesen des Buches vergangen und es widert mich immer noch an, dass mit den Wunden der Opfer der Feuerkatastrophe "Gruselstimmung" erzeugt werden sollte. Musste das nach so langer Zeit jetzt doch mal loswerden weil ich jedes Mal das Kotzen bekomme, wenn ich das Buch beim Scrollen durch meine Regale sehe.
Ich bin so glücklich, dass es vorbei ist! Mein Gott, das war einfach mal gar nicht meins und eines der schlechtesten Bücher, die ich jemals gelesen habe. Ich weine vor Freude! Warum dieses Buch so gute Bewertungen hat ist mir schleierhaft, aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden...
Ein Gruselbuch, das man kaum aus der Hand legen mag. Über weite Teile bleibt unklar, ob es ein Psychothriller oder doch ein Geisterroman ist, und das ist auch gut so - dadurch erhält der Roman eine faszinierende Mehrbödigkeit. Sehr zu empfehlen für lange, dunkle Herbstabende!