Teresa Del Vecchio, die sich von ihrer wohlhabenden, italienischen Familie distanziert hat, lebt mittlerweile in Wien. Aufgrund einer Familientragödie ist sie jedoch gezwungen, für ein paar Tage in die alte Heimat zurückzukehren – dort passiert in ihrem Gästezimmer etwas sehr Mysteriöses. Dann verschwindet Teresa plötzlich spurlos. Mit diesem Fall wird Peter Gerink beauftragt, der ein Spezialist für Vermisstenfälle ist. Er erkundigt sich bei Teresas Nichte Monica, die ihr damals nach Wien gefolgt ist und mittlerweile auch dort lebt, über das Verhältnis und die Hintergründe zur Familie und erfährt, dass auch ihr Vater, also Teresas Bruder, seit einem Jahr spurlos verschwunden ist.
Da Peter Gerink bei der Suche nach Salvatore, einem berühmten Künstler, nicht behilflich sein kann, weil dafür offiziell die italienische Polizei verantwortlich wäre, empfiehlt der Ermittler eine der besten Privatdetektive – seine Frau. Mit der es zugegebenermaßen zur Zeit etwas kriselt, was bei diesem Fall natürlich nichts zur Sache tun soll.
Nur hat Elena Peter ausgerechnet mit seinem langjährigen Kollegen Dino Scatozza betrogen – was die Ermittlungen in dem Fall Teresa nicht unbedingt leichter machen. Dino ist nämlich der einzige Kollege, der der italienischen Sprache mächtig ist, und deswegen gemeinsam mit Peter nach Italien reisen und an dem Fall ermitteln muss. Schließlich beginnt die Geschichte von Teresas Verschwinden auf dem Anwesen der Del Vecchios.
Als zusätzlich auch noch ein „letztes“ Gemälde von Salvatore Del Vecchio in einem Auktionshaus auftaucht, nimmt die Ermittlung Fahrt auf…
Eine perfekte Mischung aus Wortwitz und Spannung! Peter und Dino ermitteln auf eine lockere, trotz den Problemen kumpelhafte, neckische Art, wie man es auch aus vielen Filmen und Serien kennt. Es macht sehr viel Spaß, Elena bei ihren Ermittlungen zu begleiten, sie ist eine schlagfertige, selbstbewusste Frau und wir erleben mit ihr und Monica, Nichte von Teresa und Tochter von Salvatore, ein spannendes Abenteuer.
Für mich der beste Gruber, den ich bisher gelesen habe, obwohl alle hervorragend waren. Er schafft hier einen Einblick in die Abgründe der menschlichen Seele, die einen erschauern lassen. Damit meine ich, dass das Buch nichts für schwache Gemüter ist. Das Motiv und die Art der Morde sind schauderhaft, die Geschichte aber gut durchdacht. Mit lockeren Sprüchen wird die Atmosphäre dann wieder aufgelockert. Dabei entsteht zu keiner Zeit Langeweile.
Für mich ein perfekter Thriller mit einem kleinen, vernachlässigbaren Abzug, weil mir kurz vor Ende der Kampf, ob denn das Gute oder Böse gewinnt, ein klein wenig zu lange gedauert hat.