Der Roman „Brautflug“ von Marieke van der Pol, handelt von 3 Frauen, die zur Beerdigung von Frank de Rooy reisen, der vor kurzem gestorben ist. Für jede von ihnen beginnt mit dieser Reise eine Reise in die eigene Vergangenheit, die nicht nur mit angenehmen Erinnerungen verbunden ist. Es ist eine wichtige Reise, sie sind alle drei der Meinung, dass gerade ihre Anwesenheit bei der Beerdigung von besonderer Bedeutung ist.
Es geht um 3 Frauen, die auswandern, um ein besseres Leben zu beginnen. Marjorie, die sich eine Zukunft voll Liebe und Sonne sehnt, Esther, die plant ihren eigenen Brautmodenladen zu eröffnen und Ada, die aus einer gottesfürchtigen Familie stammt, über die sie Schande gebracht hat. Diese 3 Frauen treffen sich alle in Neuseeland auf einem Weingut zu einer Beerdigung von Frank wieder, den sie damals beim Brautflug kennengelernt haben.
Esther führt ein Brautatelier „Lady Esther“ und hat sich zu einer Ikone in Sachen Mode entwickelt, immer perfekt angezogen, erregt egal wo sie hinkommt Aufsehen, wird jedoch auch seit Jahren von schlechten Träumen geplagt. Marjorie ist seit einigen Jahren Witwe, vermisst ihren Mann und fragt sich dauernd, wie er sie nur verlassen konnte, er durfte doch nicht einfach sterben und sie alleine lassen. Ada ist noch immer eine schüchterne, gehorsame Frau, hinter ihrer gehorsamen Fassade verbirgt sich mehr als man auf den ersten Blick annehmen würde.
Das Flugrennen, der „Brautflug“ bei dem sie sich alle kennengelernt haben, war ein historisches Ereignis, das am 7. Oktober 1953 stattfand. Die Flying Dutchman transportiert 64 hoffnungsvolle Auswanderer nach Neuseeland, dem Land mit der niedrigsten Säuglingssterblichkeit der Welt. Dieser Brautflug verbindet die Schicksale von Marjorie, Esther, Frank und Ada fürs Leben.
Ich muss zugeben, dass ich zwei Anläufe gebraucht habe, um dieses Buch wirklich lesen zu können, da ich beim ersten Mal relativ schnell wieder weggelegt habe. Es war zwischendurch sehr anstrengend zu lesen, da mich die ständigen Perspektivenwechsel und Zeitsprünge teilweise ziemlich durcheinander gebracht haben, aber im Endeffekt muss ich sagen, dass es die Zeit wirklich wert war, die Geschichte zieht einen unbemerkt in den Bann, irgendwann ist man so gefangen davon, dass man einfach weiterlesen muss, man kann nicht mehr aufhören, man will so schnell wie möglich erfahren, wie es ausgeht. Das einzige, was ich schade finde ist, dass man Frank nie aus seiner Sicht erlebt, die Geschichte wird aus der Sicht der 3 Frauen erzählt…