Der Traum von der Unsterblichkeit – seit Tausenden von Jahren träumen ihn die Menschen. Im Projekt Copyworld soll er wahr werden: Ein den ganzen Erdball umspannendes Computer-Monstrum wird jedem seine Wunschwelt in einer perfekten Virtualität garantieren. Und in dieser wird er ewig leben. Der Eliteschüler Hyazinth Blume ist einer der Auserwählten, die ihr Leben in den Dienst für dieses gigantische Unternehmen stellen. Diese „Märtyrer“ genießen märchenhafte Privilegien, unsichtbare Hände ebnen ihnen alle Wege, und so lebt Hyazinth sorglos in den Tag hinein. Aber dann merkt er, dass irgendetwas nicht stimmt. Er gerät in einen Strudel unbegreiflicher Vorgänge, der ihn erbarmungslos mit sich reißt und schließlich in die Reihen einer zu allem entschlossenen Untergrundarmee spült. Dort erst wird ihm das Ausmaß des zynischen Betrugs vage bewusst, und während der blutigen Schlacht um die Festung Van Zyl fasst er einen folgenschweren Entschluss. Parallel zur Geschichte Hyazinths wird die des jungen Herrschers Derek von Seemark erzählt. Diese Fantasy-Welt ist eine der Virtualitäten im Projekt Copyworld. Derek wappnet sich für den Kampf gegen seinen Onkel Rorik, der Dereks Vater Curdin ermordete um des seemärkischen Thrones Willen, und der nur mithilfe eines Bannfluchs der greisen Ahne Aja aus dem Land getrieben werden konnte – aber Ajas Kräfte schwinden, und Derek muss Verbündete um sich scharen, denn die Entscheidungsschlacht ist unausweichlich. Er liebt den Krieg nicht. Viel lieber steht er neben dem Schmied am Amboss oder streift mit seinem Dreihorn Gadar durch die Wälder – trotzdem führt keiner die Leibsense geschickter als er, und nicht zuletzt, weil seine Kampfkunst die Thar-Krieger aus dem fernen Inselreich Tsalla beeindruckt, gelingt ein mächtiges Bündnis…
Als der Autor den Roman vor einem Vierteljahrhundert schrieb, glaubte kaum jemand, dass China einmal nach der Weltherrschaft greifen könnte. "Copyworld" zeigt das Resultat eines Aufstiegs konfuzianischer Ideologie, gepaart mit maoistisch-kommunistischer Demagogie, zum Unterdrückungsinstrument der letzten Supermacht auf Erden...
Die drei Bände der Sonnenstein-Trilogie – „Im Glanz der Sonne Zaurak“, „Das Geheimnis der Sonnensteine“ und „Alarm im Tunnel Transterra“ gibt‘s ebenfalls bei Amazon! Außerdem: „Drachenkreuzer Ikaros“, „Morgen ist heute gestern“ und „Planet der Windharfen“.
Michael Szameit (1950–2014) was a German science fiction author.
Born in East Germany, he became an electrician before studying physics, which he had to abandon for health reasons. Later he worked as a sound technician, eventually becoming head of a recording studio. From 1981 to 1984 he worked in the editorial office of the Neues Leben publishing house.
In 1984, he became a freelance writer. Today he lives in Hamburg and works as an editor and journalist for the German magazine Blinker. His first short story was published 1976, his first novel in 1982.
Dieser Roman ist ein ungeschliffener Edelstein. Vom Autor noch zu DDR-Zeiten geschrieben, hätte der Roman nie die Zensur passieren können, zu offen in Sachen Sexualität und zu offensichtlich entlarvt er die Lügen und Machterhaltungsmittel in einem diktatorischen System. Aber Szameits Entwurf einer fernen Zukunft, in der die Klasse der "Martyrer" die Welt führt und mit Hilfe des Projekts "Copyworld" ein virtuelle Welt als neue Heimat für die gesamte Menschheit, in der sich die geistigen Fähigkeiten potenzieren können. Hyazinth Blume wird hier zum Spielball verschiedener Interessengruppen. Am Ende wendet er sich gegen das System, doch er kann nichts erreichen. Enthalten ist auch eine Fantasy-Erzählung, die ein Teil von "Copyworld" ist. Sehr komplex aufgebaut, voller verblüffender Ideen. Auf jeden Fall eine interessante Lektüre. Ich las es, bevor es als Buch veröffentlicht wurde und nur als Datei zirkelte.
Puhh, it was quite hard to finish, I like the story, the idea is great, but writing style and the finish just wasn't my thing. I found it quite boring and the end ist very pointless.
Quite strange book... Some interesting views about a possible future but the concept is very similar to Tad Williams "Otherland". Even if this kind of science fiction might be some kind of "traditional", i just didnt get through it..
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