Janine fühlt sich bei ihrer Pflegefamilie beschützt und geborgen – und sie möchte dort für immer bleiben. Ihre ganze Jugend über kämpft sie darum, von ihren Pflegeeltern adoptiert zu werden, was ihre leibliche Mutter verweigert. Erst mit 18 wird Janines Traum endlich Die Pflegeeltern adoptierten sie - nun gehört sie endlich auch offiziell zur Familie. Ein Buch über Mütter und Töchter, Identität und wahre Familienbande.
Es fällt mir schwer eine Bewertung zu schreiben. Ich finde das Buch leicht und zugänglich und beschreibt den Lebensweg und die Gefühlslage von Janine Kunze gut. Leider entschied sie sich dazu (völlig unnötigerweise) alltagsrassistische Sprache zu verwenden. Daher einen Stern Abzug. Ich bereue es nicht das Buch gelesen zu haben und ich würde es auch für jemanden empfehlen, der sich ein interessante Geschichte über Pflegschaft/Langzeitpflege/Adoption usw. lesen möchte.
Geschrieben aus der Sicht eines ehemaligen Pflegekind. Ich war bei der Lesung von Fr Kunze dabei und fand ein paar persönliche Infossehr interessant. Man spürt beim lesen die Angst der Pflegemutter, dass das Jugendamt ihnen Janine vllt doch mal wegnehmen könnte. Schön, dass die Familie dich einig war Janine als Erwachsene zu adoptieren.
Das Thema Pflegekinder ist und bleibt umstritten. Janine Kunze erzählt hier ihre Gesichte in kleinen Episoden die darstellen wie der Status des Pflegekindes, sie, ihre Familie aber auch ihre Pflegefamilie über Jahre hinweg belastet hat. Sie beschreibt den Kampf den sie gefochten hat, gegen das "System" um keinen Kontakt mehr zu ihrere leiblichen Familie haben zu müssen und welche Folgen dieser mit sich brachte.
Ein bewegendes Buch das auf gute aber gleichzeitig auch erschreckende Weise darstellt wie sehr die Pflegekinder leider doch dem Willen des Systems sich beugen müssen.