Eva ist eine Kämpferin. Ihre Kindheit opfert sie für den Traum, Balletttänzerin zu werden. Doch mit 18 bricht sie einfach zusammen - Diagnose: Krebs. Der härteste Kampf ihres Lebens beginnt. Einzig die Freundschaft zu ihrer Leidensgenossin Claudia gibt ihr die Kraft, nicht aufzugeben -
Dieses Buch hatte ich zuletzt vor vielen Jahren gelesen; in Erinnerung geblieben war mir insbesondere der Charakter von Claudia.
Beim Wiederlesen war ich überrascht davon, wie gut sich der Erzählstil gehalten hat: Die Beschreibungen sind kraftvoll und oft sehr originell ("ringelte sich wie eine altersschwache Natter" :-)). Die Hauptfigur Eva ist ein Charakter mit vielen Ecken und Kanten, der außergewöhnlich hohe Erwartungen an sich selbst hat. Claudias Charakter hat eine unglaubliche Wucht, sie beeindruckt sowohl durch ihre Stärke als auch durch ihre Empathie, die sie teils hinter einer harten Schale versteckt.
Emotional ist das Buch ein Schwergewicht: Eva, eine aufstrebende Ballerina, erkrankt an Krebs und kämpft ums Überleben. Es darum, wie man lebt, wenn (fast) keine Hoffnung mehr besteht, um Schmerzen und Tod, und welche Dinge wirklich wichtig sind.
Randnotiz: Interessant, wie sich die Welt verändert hat: In der 70er Jahre-Welt des Buches ist es normal, dass so ziemlich überall geraucht wird, auch in der Krebsklink. Das Männerbild von Eva ist recht antiquiert - gegen Ende des Buches verliebt sie sich und ihre Wahl ist in meinen Augen fragwürdig - wenn sie auch in Anbetracht von Evas Biographie durchaus stimmig ist.