Ein brüllend komischer Schlüsselroman über den Höhepunkt im Saal. Im Kreissaal. "Und jetzt wollen wir mal schön feste pressen, gell, Frau Schnidt." Das kleine Arschloch, das sich anmaßt, mit mir zusammen pressen zu wollen, heißt Dr. Wiedmann und ist so ziemlich der unsympathischste und unleckerste Kerl, der mir in den letzten zehn Jahren über den Weg gelaufen ist.
Dummerweise befinde ich mich in einer Art Unterleibsabhängigkeit von eben diesem Oberlehrertyp mit der Ausstrahlung einer alten Socke. Er riecht leider auch ähnlich.
Mit erfrischender Drastik und mit viel schrägem Mutterwitz erzählt Susanne Fröhlich vom zweifelhaften Glück der Geburt, von tollpatschigen Männern, die Vater werden wollen (und müssen), von Mediziner, die sich als Juristen entpuppen und seltsamsten Kreuzungen aus Heinz Schenk und Heiner Lauterbach.
Susanne Fröhlich ist eine deutsche Schriftstellerin und Journalistin, die hauptberuflich für den Hessischen Rundfunk arbeitet.
Susanne Fröhlich machte 1982 ihr Abitur an der Schillerschule Frankfurt. Nach abgebrochenem Jura-Studium (4 Semester) und Volontariat debütierte Fröhlich 1984 beim Hessischen Rundfunk (Hörfunk). Von 1988 bis Sommer 2007 moderierte sie das „Ausgehspiel“ in hr3. Im Fernsehen moderierte sie „Allein oder Fröhlich“, „Vorsicht Fröhlich“ oder „Wir vier“. Sie war regelmäßig Gast bei Blond am Freitag sowie in der HR-Quizshow strassen stars.
Mittlerweile hat Fröhlich mehrere Bücher veröffentlicht. „Frisch gepresst“ handelt von einer Frau namens Andrea Schnidt, die gerade Mutter wird. „Frisch gepresst“ ist der erste Roman/Hörbuch über Andrea Schnidt. Weitere sind: „Frisch gemacht“, „Familienpackung“, „Treuepunkte“ und „Lieblingstücke“. Das Buch „Jeder Fisch ist schön, wenn er an der Angel hängt“ wendet sich an weibliche Singles. In ihrem Roman „Der Tag, an dem Vater das Baby fallen ließ“ wirft die Mutter des verstorbenen Babys den Vater hinaus und beginnt eine lesbische Beziehung zur Zugehfrau. 2004 erschien Susanne Fröhlichs bisher größter Bucherfolg „Moppel-Ich“, ein Ratgeber, der sich auf humorvolle Weise mit Gewichtsproblemen auseinandersetzt. In Anlehnung an dieses Buch entstand auch ein Fernsehfilm. Im MDR Fernsehen moderiert sie die Buchsendung „Fröhlich lesen“.
Susanne Fröhlich lebt mit dem Fernsehmoderator Gert Scobel zusammen. Die beiden haben zwei Kinder.
Da ich ja vor nicht allzu langer Zeit eine ähnliche Erfahrung gemacht habe, dachte ich mir das wäre wohl der perfekte Zeitpunkt, um dieses Büchlein mal zu lesen. War auch sehr amüsant, obwohl doch um einiges anders als bei mir. Die Protagonistin - Andrea Schnidt - beschreibt hier quasi aus dem Wochenbett heraus ihre Erlebnisse im Krankenhaus direkt nach der Entbindung und in Rückblenden erzählt sie uns auch, wie es überhaupt zur kleinen Claudia gekommen ist.
Erfrischend und keineswegs langweilig erzählt, von daher zu empfehlen.
Man könnte fast meinen, die Autorin arbeitet auf das Ziel "mindestens 10 platte Gags pro Seite" hin. Ich glaube, ich habe noch nie ein Buch mit sovielen Vorurteilen gelesen. "Männer mögen X", "Frauen sind ja so", "Männer können ....", "Männer sind... " Wer nichts gegen simplen Humor und zwanghaft lustig wirkende Satzbauten hat, kommt hier sicher auf seine Kosten. Alle anderen... nicht so.
Charmantes Buch mit viel Witz. Zwischendurch gibt es immer wieder Einblendungen aus der Vergangenheit die der Zukunft keinen Abbruch tun. Erzählungen aus Sicht einer jungen, chaotischen Neu-Mutter.