Ausgerechnet in der verschlafenen Eifel passiert der größte Geldraub in der Geschichte der Republik. 18,6 Millionen sind weg - und mögliche Täter gibt's genug: RAF, Mafia, Kurden, Russen, Neonazis? Eine harte Nuss für Siggi Baumeister, der auch noch das Verschwinden seiner Katze Krümel aufklären muss.
An entertaining cozy mystery from the 90s located in a rural area in Western Germany, at the border to Belgium and Luxemburg.
A bit old-fashioned, but still an entertaining and enjoyable read.
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Ein Band aus der Siggi Baumeister-Reihe von Jacques Berndorf. Diese Eifelkrimis sind immer noch sehr unterhaltsam und amüsant zu lesen, auch wenn sie schon ein bisschen ältlich sind (aus den 90ern).
In dieser Folge wird in Siggis Dorfumgebung auf eine äußerst kreative und unblutige Weise ein Geldtransporter überfallen. Den Rest der Geschichte versucht Siggi herauszufinden, was passiert ist und muss sein Einsiedlerleben auf einmal mit massenhaft Besuch teilen.
Ein rundum netter Krimi, der mir gut gefallen hat und seine 3 Sterne wirklich wert ist.
Ich verstehe, wieso die Eifel-Bücher zu Lebzeiten des Jacques Berndorf (er hieß eigentlich Michael Preute und starb 2022) so großen Anklang in dieser Region fanden. Hauptsächlich natürlich, weil die Eifel darin sehr genau beschrieben ist, die Straßen, die kleinen Ortschaften, die Waldwege – ich denke, dass das zu einem Großteil wahr ist. Aber die „Krimis“, wenn man sie so überhaupt nennen kann, sind überhaupt nicht spannend, sondern gehören zum „easy reading“, heutzutage würde man dazu „beach read“ sagen, oder „cozy crime“. Sie lesen sich einfach so weg und es geht hauptsächlich um das Miteinander der handelnden Personen. Eher nebenbei wird ein Kriminalfall aufgeklärt.
In diesem Fall geht es um einen Diebstahl: Ein Geldtransporter wurde überfallen. Der Transporter hatte überraschend viel Geld geladen, 18 Millionen Mark (ja, so alt ist das Buch, von 1993 nämlich), und nun ist natürlich die Frage, wer ihn überfallen hat. Die Ermittlungen gehen in viele Richtungen und so viel kann man verraten: Am Ende wird der Fall aufgeklärt. Der Weg ist spaßig und voller Frotzeleien zwischen den Hauptpersonen.
Ganz nett, das alles. Man muss diese Bücher nicht lesen, aber man kann.
Audiobook-Rezension: In den letzten Wochen habe ich einige alte Eifel-Krimis von Jacques Berndorf angehört, zuletzt Eifel-Gold aus dem Jahr 1993. Unglaublich gewitzt wird ein Geldtransporter in der Eifel ausgeraubt, die Täter erbeuten über 18 Millionen D-Mark. Kurz darauf finden zahlreiche bedürftige Eifler Geld, in Zeitungspapier eingewickelt, mit Aufträgen darauf, was sie mit dem Geld anstellen sollen: Kindergärten bauen, neue Glocken für den Kirchturm oder einen Allzweckwagen für die Feuerwehr, aber auch einige unfähige Politiker bekommen Geld, damit sie damit Kurse zur Weiterbildung belegen können! Das klingt bizarr und ist es auch. Doch Berndorf schafft es, die Charaktere der baumeisterlichen Eifel so zu zeichnen, dass dies plötzlich alles plausibel scheint. Und in diesen Charakteren liegt auch die Stärke des Romans, während einem die Ermittlungen der offiziellen Behörden unzulänglich und planlos erscheinen mögen. Auch die Zusammenarbeit des LKA-Beamten mit den Journalisten erscheint unwahrscheinlich, aber darüber mag man hinwegsehen und sich einfach an Siggi Baumeisters Art und den Eifelmenschen erfreuen.
Die schönste, da gutmütigste der Berndorf-Eifel-Kriminalgeschichten, da hinter dem zentralen Verbrechen die gute Absicht steckt, dem (ehemaligen) "Armenhaus Deutschlands" auf die Sprünge zu helfen...