Das Töten ist dem Menschen immanent. Es ist Teil unseres Lebens, unseres Seins. Axel Petermann Deutschlands bekanntester Profiler berichtet auf fesselnde Weise über die oft ebenso schwierige wie verblüffende Aufklärung authentischer Kriminalfälle und lässt uns tief in die Suche nach den Tätern eintauchen. Wahre Geschichten, die unter die Haut gehen: Die tatsächliche Bedeutung eines vermeintlich unwichtigen Fundstücks demaskiert den Täter. Erschreckende Einblicke in die bizarren Phantasien eines Sexualmörders.Nahezu 20 Jahre lang bleibt ein Mord ungeklärt, bis kriminalistisches Gespür einen Serienmörder entlarvt. Eine wahrhaft komplizierte Fallgeschichte. Ein um Rat gefragter verurteilter Serienmörder erkennt die besondere Bedeutung der symbolischen Handlung eines anderen Mordes. Tiefe Einblicke in die Psyche eines sadistischen Mörders. Erst als das Baby einer tot aufgefundenen jungen Frau vermisst wird, kann das Verbrechen aufgeklärt werden. Die schockierende Schilderung einer unfassbaren Tat.
Axel Petermann ist Fallanalytiker, so nennt man in Deutschland Profiler. Er beschreibt mehrere Fälle aus seiner Arbeit und geht dabei auch genauer darauf ein, welche Lösungsansätze den Täter überführen konnten. Ich interessiere mich sehr für True Crime, vor allem für Bücher, die von Menschen geschrieben wurden, die aus ihrer eigenen Arbeitspraxis berichten. Deshalb war "Im Angesicht des Bösen" für mich genau die richtige Lektüre. Manchen der Fälle kannte ich schon, das liegt zum einen auch daran, das Petermann recht bekannt ist und auch fürs Fernsehen über sein Arbeit berichtet. Zum anderen auch, das schon der ein oder andre Podcast einen der Fälle vorgestellt hat. Hin und wieder schweifte mir Petermann etwas zu sehr ab und ich hätte vielleicht auch eine chronologische Anordnung der erzählten Fälle besser gefunden. So hätte man vielleicht auch der eigenen Entwicklung als Fallanalytiker (immerhin ist er das erst im laufe der Zeit und nicht seit Beginn der Karriere bei der Polizei)etwas besser folgen können. Das ist zwar eher untergeordnet, ist aber eigentlich ebenfalls ein interessanter Aspekt des Buches, weil man darin auch die kriminalhistorische Dimension dieser Vorgehensweise erkennen kann.
Wer sich neben dem eigentlichen Fall, auch für die beruflichen Hintergründe eines Fallanalytikers interessiert, macht mit Petermanns Fallberichten jedenfalls nichts falsch!
Axel Petermann schafft es auch sehr authentische Art einem Kriminalfälle aus seiner Vergangenheit als Profiler näher zu bringen. Dieses Buch ist auch etwas für Leute, die keine Krimis mögen. Er erklärt sehr gut seine Arbeit als Profiler. Man kann sich sehr gut in die einzelnen Fälle hineinversetzen, dies macht das Buch sehr spannend. Ich habe alle Bücher von ihm gelesen.
3,5 Sterne- Das war auch ein interessantes True Crime Buch, was einen die Vorgehensweise eines Profilers näher erläutert hat. Ich weiß nun, der Tatort ist das wichtigste Element und erzählt viel über den Täter, da man durch ihn Rückschlüsse auf die Gefühle & Eigenschaften des Täters ziehen kann. Manche Fälle waren spannend, manche eher weniger. Die psychischen Krankheiten wurden hier nicht sehr ausführlich beleuchtet, wie es mir in Grausame Frauen so gut gefallen hat. Manchmal springt der Autor auch von einem Fall in den nächsten, um dann wieder zu dem letzten Fall zu springen..das war mir manchmal zu wirr.