Januar 2037: Mit einem altersschwachen Raumschiff, der TOSOMA, sind Perry Rhodan und seine Gefährten zu einem riskanten Flug aufgebrochen. Sie wollen nach Arkon vorstoßen und das Zentrum des riesigen Sternenreiches erreichen. Doch ein fürchterliches Unglück stoppt ihren Flug.
Mit letzter Kraft erreichen die Menschen an Bord eine gigantische Station im Weltraum. Sie wird von den menschenähnlichen Mehandor bewohnt, die dort ihre Dienste anbieten. Sie reparieren Raumschiffe, sie rüsten sie aus, und sie treiben Handel - das "Gespinst", wie sie die Station nennen, ist für sie ein Lebensraum im All.
Doch wem diese Wesen helfen sollen, von dem verlangen sie einen entsetzlich hohen Preis. Als Perry Rhodan ihn hört, ist er schockiert. Um seine Mannschaft zu unterstützen, müsste er sich eigentlich weigern. Doch haben die Menschen eine Chance, sich gegen die Macht der Mehandor durchzusetzen?
Durch die kurzen Kapitel und die wechselnden Schwerpunkte war das ein Hochgeschwindigkeitsrennen. Dass die Mehandor so anders und viel differenzierter dargestellt sind macht Spaß! Die vielen Einblicke in die Motivationen, Lebensverhältnisse und Popkultur geben das nötige Fleisch auf den Rippen. Crest hadert mit seiner Unsterböichkeit? Stark! Weiter so NEO!
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Mit Belinkar wird eine interessante neue Figur eingeführt. Die kosmischen Händler, die Springer, sind hier in NEO so ganz anders wie ihre Vorbilder in der klassischen Serie. Gut so. Perry und die Arkon-Expedition scheitern also, noch bevor Arkon erreicht wird und dazu stellen sich Crest und Thora als gesuchte Systemfeinde Arkons heraus. Der Zellaktivator scheint auf Crest eine negative Wirkung zu haben. Wie immer viel Handlung in kleinen Details versteckt.
Oh Mann, schon wieder so ein Etappenroman der mehr Arbeit leistet un die Protagonisten dem Leser verhasst zu machen anstatt sie und ihre Situation auszunutzen um die Handlung voran zu bringen, nette Nebenfiguren einzuführen und die Protagonisten als Charaktere weiterzuentwickeln.
Hier haben wir jetzt Thora und Crest, die nach der kürzlichen Pleite mit dem fast katastrophal verlaufenden Atombrand an Bord der TOSOMA ohne eine Erklärung eine Reparaturplattform der Mehandor (Springer aus der Klassikserie) an, lassen Perry beid en Verhandlungen auflaufen wenn die Sippenmatriarchin nur "den Siebten" akzeptieren mag, eine 7 jährige Schuldknechtschaft von 14,5 % (jedemn siebten) der Besatzung. Bei 2200 Besatzungsmitgliedern der Arkon-Expedition wären das immerhin ca 320 Leute, die freiwillig oder per Lotterie bestimmt ihr Leben für fast ein Jahrzehnt auf Pause stellen müssten... Prost Mahlzeit. Und es kommt nicht einmal zum Angebot von Handelsmöglichkeiten mit irgendwelchen mitgebrachten Erdprodukten oder Rohstoffen oder dem Angebot arkonidische Währungseinheiten zu besorgen (wenn an Bord wirklich eine Rekrutierungsstation des Großen Imperiums für außergewöhnliche Kolonialweltler und Fremdwesen ihr Unwesen treibt sollte das doch zur Sprache kommen?) Ich kann mir nicht vorstellen, dass wirklich jedes Schiff das die Plattform ansteuert mit dieser Art des Geschäftsabschlusses einverstanden ist und zumindest laut eigener Aussage sind Plattform und Besatzung unbewaffnet... das scheint mir relativ dumm zu sein als Basis für ein mehr oder weniger auf Erpressung und Versklavung, wenn auch nur temporär, gegründetes Handelsimperium... Und dann bricht auch noch DER EINZIGE der genau weiss wie die Regeln sind, diese aus purer Überheblichkeit in einer Lage wo das nicht einmal ausdrücklich notwendig gewesen wäre... *seufz* Das Gesetz mit dem "unseren Helden darf nichts gelingen" scheint immer noch in Kraft zu sein. Und alles was gut und technologisch fortgeschritten ist muss kaputt gehen, unbenutzbar sein oder weit ausgespielt werden von überlegenen Feindkräften... Es fängt an, keinen Spaß mehr zu machen das so zu beobachten.
Die Stutenbissigkeit zwischen Sloane und Michalovna fand ich auch unterwältigend, während ihre generelle Denkerei wenigstens ein bisschen charakterbildung betreiben durfte... Die beiden Mehandor-Junkies waren irgendwie blass und wenig begeisternd da hat man den phantastischen Namen des ersten Romans von Kurt Brand "Levtan der Verräter" leider ziemlich überflüssigerweise weggeworfen... zumal er eigentlich nichts verraten hat, das war jemand anderes. Es ist frustrierend. Thora bekleckert sich bis zum Ende weiterhin nicht mit Ruhm weil sie eisern schweigt über ihre Angst dem Regenten gegenüber zu treten, die sich am Ende ja als nur zu begründet herausgestellt hat... Aber wieso geht sie dann auf diese Expedition, wenn sie eigentlich auf Terra ganz gut aufgehoben war... sie hätte doch nur die TOSOMA für fernflug untauglich erklären müssen und hätte sicher zehn, wenn nicht zwanzig Jahre gewonnen... Das Ende mit der Arkonflotte die die TOSOMA "abführt" war zwar spektakulär, aber eigentlich ziemlich losgelöst vom Rest des Romans, weil man ja vorher nie wirklich etwas über die drohende Gefahr sollte Arkon etwas von den Terranern und ihren zwei "eingeborenen Scouts" hören erfahren hat, da musste ja ein künstliches Drama um die Frage der Bezahlung über die Bühne gehen. Alles in allem wäre es mir lieber, wenn sie nie zu den Mehandor geflogen wären und stattdessen die Abgründe und Hintergründe von Thoras Charakter besser beleuchtet hätten während es darum geht ob man einen Notruf riskieren sollte oder nicht. Aber naja, geschehen ist geschehen, wenigstens war der Stil in Ordnung. Die einzige wirkliche Macke die mir hier sauer aufgestoßen ist war das penetrante einfügen von "Interkosmo" (jetzt die Mehandor Handelssprache ststt der arkonidischen Lingua Franca) Worten in den Text was zeitweise den Leseflus gerade in Szenen nur zwischen Mehandor sehr gestört hat und das sehr unpassende "Gefühl" das ich beim Lesen der zahllosen Kapitelzitate in echtem Mehandorisch hatte, das hatte den Klang von Rückwärts gerülpstem Serbokroatisch gemischt mit Filmindianerdialekten oder kodiertem Esperanto Liedgut... Es fehlte mir die Melodie, es fehlte mir der Bezug zu den Kapiteln (wenn man wenigstens über die Zitate schon ein paar der dutzenden von unverständlichen Fremdvokabeln vorab "erklärt" bekommen hätte und sich so besser zusammenreimen hätte können, aber IIRC lief das so gut wie kontaktfrei ab, ohne Überschneidungen. Tolkien hatte nicht nur ein ambitioniertes Projekt sondern auch eine Hand für die Ausgestaltung solcher sprachlicher Feinheiten. Frau Stern ist wohl weniger glücklich. Schade.
Über die Mars-Ebene sage ich besser gar nichts... nach zehn Seiten von Cyr Aescunnars Gedankenw ährend der Verfolgungsjagd (die ungefähr so spannend war wie zwei Omas auf ihren Elektroshoppern in der Fussgängerzone ohne störende Passanten oder Hindernisse) habe ich mich gefragt wieso der Kerl den Ferronen überhaupt wiederhaben wollte... dieses wegfahren und die Gedankenfunk Diskussionen Hetchers mit seinem geheimnisvollen Freund waren einfach nur nervig.
Ein eigentlich (vom Schreiben her) netter Roman dessen Handlung und PErsonal mir leider diesmal überhaupt keine Freude machen wollte.
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