Marie kann nicht fassen, wie ihre Mutter sich mit ihrem neuen Freund verändert hat – und jetzt will sie den auch noch heiraten! Bei Marie läuten alle Alarmglocken, aber schließlich ist sie alt genug, um sich das Liebesglück der beiden nicht länger anschauen zu müssen. Sie haut ab, um endlich ihre Träume zu verwirklichen, nach Friedrichskoog an die Nordsee, wo sie mit einem begehrten Praktikum ihrem Wunsch, Meeresbiologin zu werden, ein bisschen näher kommt. Dort lernt sie auch den attraktiven Vince kennen, der sich als Schatzsucher für das alte Schiffswrack der Trinity interessiert, das seit Jahrzehnten vor der Küste auf Grund liegt. Seit den 50er Jahren und einem entsetzlichen Unglück. Beim Tauchen kommen Marie und Vince einem sorgfältig verborgenen Geheimnis auf die Spur – einem Geheimnis, das jemand um jeden Preis vertuschen will ...
Elisabeth Herrmann ist eine der aufregendsten Stimmen unserer Zeit. Lebendig, abgründig, atmosphärisch – ihr Stil begeistert Krimileser seit der Veröffentlichung von Das Kindermädchen. (In der Verfilmung für das ZDF wird Jan Josef Liefers in der Hauptrolle zu sehen sein.) Mit Zeugin der Toten legt Elisabeth Herrmann nun einen Spannungsroman vor, der eine ganz ungewöhnliche Heldin vorstellt. Die Autorin lebt mit ihrer Tochter in Berlin.
Netter YA-Thriller für zwischendurch. Marie war eigentlich auch eine ganz sympathische Protagonistin, nur bedauerlicherweise leidet sie unter der verbreiteten "Ich verheimliche am besten diese relevanten Informationen vor allen, die mir weiterhelfen könnten und sage auch niemandem, dass ich in Gefahr schwebe"-ritis. *Augen verdreh* So ziemlich alle Probleme, die Magnus und Marie haben, hätten sie superschnell klären können, wenn sie einmal ein vertrauliches Gespräch mit einem Anwalt geführt hätten. Abgesehen davon war der Plot tatsächlich sehr spannend und auch wenn ich den großen Twist meilenweit habe kommen gesehen, war der Weg dahin gut gemacht.
Ich fand es ganz gut. Eindeutig bin ich nicht mehr die Zielgruppe, denn der Jugendthriller ist relativ einfach gestrickt. Wober ich zugeben muss, dass er zumindest bei der Tätersuche recht komplex gestrickt ist und ich bis zum Erkennen geben nicht wusste, wer dahintersteckt.
Marie macht ein Praktikum auf einer Seehundaufzuchtstation an der Nordsee, zum einen als Vorbereitung auf ihr Wunschstudienfach Meeresbiologie, zum anderen, um von ihrer Mutter und deren neuem Lover wegzukommen, den sie nicht leiden kann. Sie liebt die Arbeit mit den Tieren und die Rettungseinsätze, wenn sie mit dem Team im Boot hinausfährt, um gestrandete Heuler aufzunehmen.
Bei einem dieser Einsätze kollidiert das Boot mit einem Wrackteil, was zu einer aufsehenerregenden Entdeckung führt: am Rande eines tiefen Grabens liegt auf dem Meeresboden die "Trinity", die vor Jahrzehnten in einem heftigen Sturm untergegangen ist und womöglich noch wertvolle Ladung an Bord hat. Schnell ist ein US-Unternehmen zur Stelle, das den Schatz bergen will. Die Sensation geistert durch alle Medien.
Doch für Marie besteht die größte Überraschung darin, dass der Untergang der Trinity eng mit ihrer eigenen Familiengeschichte verknüpft ist, und bald steht sie, die gerade noch eine unscheinbare, unbedeutende Praktikantin war, nichtsahnend im Fokus übelwollender Figuren und muss sogar um ihr Leben fürchten.
Der Roman beginnt mit einer eindrucksvollen Sturmszene auf einem Leuchtturm und schildert die Unglücksnacht, in der die "Trinity" sank, mit die beste Szene im Buch. Was danach kommt, ist ein routiniert geschriebener Thriller um Familiengeheimnisse, Schiffsschätze und moderne Schatzjäger, in dessen Mittelpunkt Marie steht, ein unauffälliges Mädchen, das das Meer liebt, von seiner überdrehten Künstler-Mutter genervt ist, den verstorbenen Vater sehr vermisst, den neuen Liebhaber ihrer Mutter, einen etwas schmierigen Businessfritzen, abscheulich findet und ansonsten eigentlich nur seine Ruhe will.
Dass sie nicht die typische toughe Thrillerprotagonistin ist, fand ich sehr sympathisch. Der Rest des Buches reitet aber eher auf der Klischeewelle um Erbschleicher, Glücksritter und andere fiese Gestalten und lässt natürlich - wie könnte es gerade in einem Jugendroman auch anders sein - nicht mal eine unvermittelt auftauchende Romanze aus. Das liest sich durchaus spannend, wirkt aber auch an vielen Stellen und übertrieben, Hollywood lässt des öfteren grüßen. Interessant fand ich allerdings einiges Wissenswerte über Meeresgeologie und -biologie, das ich zuvor noch nicht wusste.
Was mich etwas gestört hat, war die überdimensionale Schrift. Ein, zwei Punkt kleiner hätte es sicher auch getan, es handelt sich ja nicht um ein Erstleserbuch. Sehr ärgerlich fand ich Schlampigkeiten wie ein Schiff, das plötzlich den Namen wechselt, oder die "380-Grad-Sicht" aus der Glaskuppel eines Tauchboots.
Alles in allem nichts, was man unbedingt gelesen haben muss, aber durchaus unterhaltsam.
Marie Vosskamp kann nicht fassen, welchen Freund sich ihre Mutter nach dem Tod ihres Vaters zugelegt hat! Kein Stück traut sie Magnus, der in Windeseile das Kommando über das Vosskamp´sche Familienunternehmen übernimmt - und ihre Mutter auch noch heiraten will! Marie haut ab, um endlich ihre Träume zu verwirklichen, nach Friedrichskoog an die Nordsee, wo sie mit einem begehrten Praktikum ihrem Wunsch, Meeresbiologin zu werden, ein bisschen näher kommt. Dort lernt sie auch den attraktiven Vince kennen, der sich als Schatzsucher für das alte Schiffswrack der Trinity interessiert, das vor der Küste aufgetaucht ist. Mit der Trinity, die in den 50er Jahren in einem schrecklichen Unglück gesunken ist, heben sich dunkle Geheimnisse, die viel mehr mit Marie zu tun haben, als sie sich je hätte vorstellen können. Geheimnisse, die manche lüften und andere um jeden Preis verbergen wollen ...
"Seefeuer" ist ein Jugendthriller aus der Feder von Elisabeth Herrmann.
Die Autorin vermag es den Leser ab der ersten Seite zu fesseln und ihn in einen Strudel voller Geheimnisse und Gefahren hinabzuziehen. Hat man erst einmal mit Lesen begonnen, so fällt es extrem schwer, vorzeitig damit aufzuhören, denn Elisabeth Herrmann hat ein enormes Maß an Spannung aufgebaut, das in ungeahnte Höhen schnellt und den Leser durch die Seiten fliegen lässt.
Man taucht ein in eine Geschichte voller Geheimnisse, die es zu ergründen gilt. Dabei gefiel mir die Thematik eines seit Jahrzehnten untergegangenen Schiffes ausnehmend gut. Dadurch wird der Grundstein gebildet, den eine Geschichte benötigt, die versucht, Geheimnisse aus vielen Jahrzehnten zu ergründen, die womöglich besser im Dunkeln geblieben wären. In Kombination mit einer Seehundstation wird so das ideale Setting abgebildet, das dem Leser Unterhaltung vom Feinsten bietet.
Im Verlauf der Geschichte werden sehr viele Fragen aufgeworfen, die der Leser unbedingt beantwortet wissen will, sodass man stets weiter liest und man leider viel zu schnell am Ende angelangt ist. Elisabeth Herrmann hat dieses Verwirrspiel perfekt konstruiert und die Geheimnisse des Schiffes gut durchdacht in eine packende Geschichte verpackt, die schon nach kürzester Zeit zu einem wahren Pageturner mutiert.
Die Atmosphäre ist herrlich Norddeutsch rau und stürmisch. Es scheint, als stünde man direkt selber an der Nordsee und ließe sich den Wind um die Ohren wehen. Zusätzlich ist die Atmosphäre noch mysteriös und bedrohlich. Eine ideale Mischung für diesen Thriller.
Bis zum Schluss weiß man nie, wer hinter all diesen Geschehnissen steckt, die im Zusammenhang mit der Trinity stehen. Zwar hat man bezüglich anderer Geheimnisse immer wieder einen Verdacht, welcher letztendlich entweder zerschlagen oder bestätigt wird. Doch zu keinster Zeit ist diese Geschichte vorhersehbar.
Mich hat dieser Thriller komplett zu überzeugen gewusst und mir spannende Lesestunden beschert, mit einer Geschichte, die das Zeug zu einem Blockbuster besitzt, der den Leser in die Tiefen des Meeres hinab zieht. Mit dem selben Tiefgang schildert die Autorin ihre Geschichte; atmosphärisch dicht, komplex und zu jeder Zeit ausgeklügelt konstruiert. So muss ein Thriller sein, der ohne Blut und Leichen auszukommen weiß.
Das Ende stellt den Leser zufrieden und beantwortet so gut wie alle Fragen, die im Laufe des Romans aufgelaufen sind.
Fazit: Packend und tiefgreifend wie das Meer. Spannend und atmosphärisch von der ersten bis zur letzten Seite; ein wahrer Pageturner.
Marie Vosskamp ist überglücklich, denn sie konnte eine Praktikantenstelle bei einer Seehundrettungsstation in Friedrichskoog an der Nordsee ergattern. Ihr großer Traum ist es, Meeresbiologin zu werden und dieses Praktikum ist der erste Schritt in Richtung ihrer Traumkarriere. Dass sie sich während des Praktikums auch noch fern ihrer Familie aufhält, ist ein Bonus, den es nicht zu unterschätzen gilt. Ihre Mutter ist ein wirklich lieber Mensch, aber recht unbedarft. Ihr Vater ist vor Jahren verschollen und wurde zwischenzeitlich für tot erklärt. Maries Lebensziel ist es, nach ihrem Studium, auf die Suche nach ihm zu gehen.
Soweit noch nicht genug der Dramatik, denn ihre Mutter Viola hat einen neuen Freund. Dieser ist seit kurzem Geschäftsführer des Vosskamp-Familienunternehmens und macht ihrer Mutter sogar einen Heiratsantrag, den diese annimmt. Das ist dann doch zu viel für die junge Frau, die dem neuen Mann im Leben ihrer Mutter nicht so recht über den Weg traut. In Friedrichskoog fühlt sie sich hingegen sehr wohl und gut aufgehoben, sie hat Freundschaften geschlossen und geht voll und ganz in ihren Aufgaben vor Ort auf. Marie hat die Hoffnung, nach dem Praktikum in der Seehundrettungsstation, dort auch noch ihr freiwilliges soziales Jahr absolvieren zu können.
Als sie jedoch die Nachricht erhält, dass ihre Großmutter Clara ins Krankenhaus eingeliefert wurde, muss sie zu ihr, denn zu ihr hatte Marie immer ein gutes Verhältnis. Tatsächlich gelingt es ihr, noch kurz ihre Großmutter zu sehen und ihr sogar von der aufregenden Entdeckung des Wracks des versunkenen Schiffs "Trinity" zu berichten. Marie kehrt nach Friedrichskoog zurück. Sie vertieft die Bekanntschaft zu Schatzsucher Vince, der es sich mit seinem Team zur Aufgabe gemacht hat, die Trinity zu bergen. Was Marie zu diesen Zeitpunkt noch nicht ahnt - auf der Trinity ist ein Teil ihrer Familiengeschichte begraben ...
Versunkene Geheimnisse! Der Plot des Buches wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass dieses Buch vor Intrigen nur so strotzte - einfach herrlich, wenn nach und nach aufgedeckt wird, wer alles ein falsches Spiel spielte. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Gerade Marie hatte es in der Vergangenheit, gerade mit der Problematik ihrer Mutter und dem Verschwinden ihres Vaters, nicht immer einfach und dennoch ist aus ihr eine taffe junge Frau geworden, die weiß, was sie im Leben erreichen will und die bereit ist, für ihre Ziele zu kämpfen. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.
Seefeuer ist der dritte Jugendthriller und gleichzeitig der bisher älteste, den ich von Herrmann gelesen habe. Da ich mich momentan aus irgendwelchen Gründen für das Wrack der Titanic interessiere (was für Gründe das wohl sein könnten, lol), hat mich die Thematik des Buches angesprochen. Dennoch ist vieles zu flach an der Geschichte, sodass es nur drei Sterne gab.
Marie arbeitet auf einer friesischen Insel in einer Seehundstation, als eines Tages ein altes Wrack entdeckt wird. Sie erfährt, dass dieses Wrack einst ihrer Familie gehört hat, wodurch sich ihr viele Fragen auftun, für die sie versucht, eine Antwort zu finden. Gleichzeitig gibt es jemanden, der ihr und ihrer Familie schaden will. So entsteht insgesamt viel Familiendrama, was ich eigentlich immer gerne mag. Insgesamt hat mir am besten an der Geschichte gefallen, dass sie sehr atmosphärisch und zum Teil etwas düster ist. Auch das Setting mit der Seehundstation fand ich gut, jedoch war es etwas langweilig, dass fast die gesamte zweite Hälfte des Buches nur auf einem Schiff stattfindet.
Wie gesagt, die moralische Diskussion, ob Wracks bzw. Objekte aus Wracks geborgen werden dürfen, obwohl dort Menschen gestorben sind, ist eine interessante und kontrovers diskutierte. Zu Beginn der Geschichte hat Marie dazu eine relativ eindeutige Meinung, doch für meinen Eindruck ändert sie ihre Meinung viel zu schnell, was ich sehr schade fand. Ein weiteres Problem des Buches ist, dass sich Probleme viel schneller lösen würden, wenn die Leute einfach mal miteinander reden. Zudem hat mir das Ende überhaupt nicht gefallen und die Offenbarung, wer es am Ende gewesen ist. Hier wurde das Klischee der , was ich absolut nicht leiden kann. Es gibt doch bessere Motivationen für Bösewichte, das war mir zu klischeehaft.
Eine weitere Schwäche von Seefeuer war, dass die Figuren recht eindimensional und stereotypisch waren. Zu Marie habe ich keine starke Meinung; ich hätte sie wohl sympathisch gefunden, aber die oben erwähnte Tatsache, dass sie so schnell ihre Meinung ändert, hat sie in meinen Augen etwas unsympathisch gemacht. Natürlich – wie sollte es anders sein – ist ihr Vater tot und sie hat einen mehr oder weniger bösen Stiefvater. Dennoch hat mich Maries Familiensituation an manchen Momenten schon mitgenommen, da sie doch recht traurig ist. Vince als Love Interest mochte ich nicht und eigentlich hat er mich ziemlich genervt. Marie kennt ihn nur zwei Tage und ist sofort unsterblich in ihn verliebt, was echt nervig war.
Dennoch hat mich Seefeuer insgesamt unterhalten und es wird nicht das letzte Buch gewesen sein, was ich von der Autorin gelesen habe, denn ihre Settings haben mir bisher immer sehr gut gefallen.
Am Anfang war ich wenig überzeugt von diesem Thriller. Es war einfach unübersichtlich, viel zu viele Handlungen auf einmal und zu viele unterschiedliche Ortswechsel. Die zweite Hälfte des Buches hat mich dann wiederum mehr begeistert. Dadurch, dass es nur noch auf einem Schiff spielt, kann man der Handlung besser folgen und es bleibt dennoch bis zum Ende spannend. Sogar eine kleine Liebesgeschichte wurde mit eingebaut.
Das Buch wird also meiner Meinung nach immer besser je länger man es liest. Dennoch etwas unübersichtlich und vielleicht einfach nicht mein Geschmack..
Für meinen Geschmack hat die Autorin bei einigen Szenen zu übertrieben, um eine Spannung herzustellen, was aber letztendlich nicht geklappt hat. Trotzdem gut zu lesen.
"Als Marie von einer seltsamen Frau am Hafen Worte zugeraunt bekommt, ahnt sie noch nicht, was sie bedeuten. Erst seit kurzem hat Marie ein Praktikum auf einer Seehundstation begonnen, träumt davon, Meeresbiologie zu studieren- und erstmal etwas Abstand zwischen sich und ihre schräge Mutter zu bringen. Aber dann taucht vor der Küste ein altes Schiffswrack auf: Das Wrack der Trinity, die seit Jahrzehnten und einem schrecklichen Schiffsunglück im Meer versunken war. Mit der Trinity heben sich dunkle Geheimnisse, die viel mehr mit Marie zu tun haben, als sie sich je hätte vorstellen können. Und manche lüften und andere um jeden Preis verbergen wollen. " (Klappentext)
Bei einem neuen Buch sehe ich mir zuerst immer gerne das Cover an. In diesem Fall übermittelt das Cover genau das Feeling, was ich mir beim Lesen des Klappentextes von dem Buch erhofft habe. Aufregend, geheimnisvoll, düster und irgendwie „stürmisch“. Durch den Kontrast vom dunklen Hintergrund zu der pinken Schrift, fällt es einem auch sehr schnell ins Auge. Die Geschichte an sich beginnt eher ruhig und lässt eine ganze Weile offen, wohin sie letztendlich führt. Nach und nach entwickelt sich eine interessante, facettenreiche Handlung. Eine gut ausgearbeitete und detaillierte Hintergrundgeschichte, der von der Autorin viele Seiten gewidmet wurden, erhöht immer wieder die Spannung und erhält sie aufrecht, wenn es der Protagonistin nicht so ganz gelingen will. Durch das ganze Buch zieht sich das Geheimnis um „Jane“ deren Schicksal mit Maries und dem der Trinity eng verwoben ist. Leider war die Auflösung dieses Geheimnisses für mich schon recht früh ersichtlich, sodass mir am Ende die Überraschung fehlte und die Spannung nicht mehr ganz so hoch war. Natürlich gibt es auch in diesem Buch eine Lovestory, die sich zu Gunsten des Genres aber in Grenzen hält und nur eine Nebenrolle spielt, was mir persönlich sehr gut gefallen hat.
Die Autorin hat mit Marie eine sympathische und starke Protagonistin geschaffen, die man als Leser nach wenigen Worten bereits klar vor Augen hat. Ihre Gefühle und Gedanken werden sehr gut beschrieben und sind für den Leser gut nachvollziehbar. So übertragen sich Maries Zweifel, was einen bestimmten Charakter angeht auch schnell auf den Leser, sodass dieser ihm nicht über den Weg traut und die Neugier auf seine Absichten geweckt ist. Auch die anderen Charaktere konnte ich mir schnell vorstellen und sind mir im Gedächtnis geblieben, weshalb ich es schade finde, dass einige nach ihrer Einführung schnell wieder von der Bildfläche verschwunden sind und nicht die Aufmerksamkeit bekommen haben, die ich mir für sie gewünscht hätte. Zwischendurch gibt es immer mal wieder kurze Kapitel aus der Perspektive einer unbekannten Person, die Marie eindeutig nicht positiv gesinnt ist. Das hat für mich die Spannung noch erhöht. Die Autorin schafft sowohl schnelle, spannungsgeladene Momente als auch ruhige Szenen in denen sie sich Zeit für Details nimmt. Insgesamt hat mir „Seefeuer“ gut gefallen. Es gibt einige rasante Momente, die das Herz schneller schlagen und den Leser um die Protagonistin bangen lassen. Dennoch fehlte mir ab und zu der Nervenkitzel. Trotzdem schafft die Autorin ein gutes Verhältnis zwischen Ruhe und Sturm. Ihre Zuneigung zum Detail kommt vor allem der Hintergrundgeschichte und den emotionalen Momenten zugute, was sich letztendlich auf die gesamte Handlung sehr positiv auswirkt. Zum Schluss bleibt nur noch zu sagen, dass sich „Seefeuer“ sehr gut liest und man gar nicht merkt, wie die Seiten vorbeifliegen. Ich habe diesem Buch drei von fünf Sternen gegeben und kann es vor allem jugendlichen Thriller-Liebhabern empfehlen.
Über Marie’s Leben, ihrer Liebe zur Nordsee und zu den Robben hängen düstere Wolken
Marie ist die Tochter einer alteingesessenen Cuxhavener Familie – der Name Vosskamp steht für eine Tee-Dynastie. Doch in all das passt Marie nicht so rein. Das Verhältnis zu ihrer Mutter – die sie immer nur als Viola anspricht – ist nicht erst seit dem spurlosen Verschwinden ihres Vaters etwas getrübt. Wäre da nicht Oma Clara, hätte Marie keinen mehr, der sich um sie sorgt und bemüht.
Da Marie weder Ruhm, Prestige, noch das Familienunternehmen sie momentan sehr interessieren, erfüllt sie sich nach dem Schulabschluss einen Herzenswunsch: Raus aus Cuxhaven und herausfinden, was sie mit ihrem Leben anfangen will. Sie beginnt ein Praktikum bei der Seehundrettungsstation in Friedrichskoog und ahnt nicht, wie nah sie der Vergangenheit ihrer Familie kommt:
Das Auftauchen des Wracks der versunkenen Trinity vor der Küste von Friedrichskoog verbirgt ein düsteres Geheimnis, bringt schicksalhafte Begegnungen mit sich und wird nicht nur Marie’s Leben in Gefahr bringen...
Mein Fazit “Seefeuer” ist ein gelungener Psychothriller für Jugendliche ab 14 Jahre, welcher im Vergleich zu “Das Dorf der Mörder” (Thriller für Erwachsene) weniger blutrünstig, aber keinesfalls weniger spannend ist. Um ehrlich zu sein, hat mir die Erzählweise und die Handlung von “Seefeuer” sogar ein Ticken besser gefallen. Laura Maire – bekannt als die Synchronstimme von Ashley Greene (Alice Cullen) in der Twilight-Saga und aus vielen erfolgreichen Hörbuchproduktionen, wie z. B. “Die Bestimmung” von Veronika Roth – hat Marie’s Familiengeschichte und deren Odyssee die passende Stimme und Stimmung verliehen. Von mir aus hätte es gerne ein ungekürztes Hörbuch werden können – ich hab mich von der ersten bis letzten Minute unterhalten gefühlt und mit Marie mitgefiebert.
Für mich schreit das Ende von “Seefeuer” förmlich nach einer Fortsetzung :-) und ich hoffe, Elisabeth Herrmann bleibt somit auch dem Jugendbuch weiterhin treu, denn dieses hier ist ihr meiner Meinung nach sehr gut gelungen.
Marie, 18 Jahre, macht ein Praktikum bei einer Seehundstation in Friedrichskoog. Ueberraschend muss sie nach Hause fahren, da ihre Grossmutter schwerkrank im Krankenhaus liegt. Bald darauf passieren merkwuerdige Vorkommnisse in ihrem Haus. Irgendjemand hat es auf Ihre Familie abgesehen. Wer steckt dahinter und was hat es mit dem Wrack der Trinity auf sich das ploetzlich aufgetaucht ist?
Ganz ehrlich hatte ich von dem Buch mehr erwartet. Die Charaktaere kommen leider sehr flach rueber und zudem auch sehr klischeehaft. Ich fand es an einigen Stellen auch nicht immer besonders logisch. Die Geschichte plaetschert sehr geradelining dahin, ist mit einfachen Saetzen geschrieben und auch bei der Aufloesung des Taeters gibt es keinen grossen Ueberraschungsmoment. Spaetestens ab der Mitte des Buches weiss man bereits woher der Wind weht.
Das einzige positive fand ich die Seehundstation, die am Rande miteingebaut wurde und ganz witzig fand ich die Idee, das wahre Personen aus dem Leben ebenfalls hier und da eine kleine Rolle bekommen haben. Aber ansonsten leider nur ein mittelmaessiges Buch, dass sich zwischen 2-3 Sternen fuer mich bewegt. Das kann man jetzt nicht als was negatives sehen aber ich finde bei diesem Buch merkt man ganz deutlich das es einfach ein Jugenroman ist und ich kann mir vorstellen das es den meisten Erwachsenen wahrscheinlich eher weniger gefaellt bzw. es bei Jugendlichen wahrscheinlich besser ankommt.
Am Anfang (ca. die ersten 200 Seiten) war das Buch etwas langweilig. Es ist nicht wirklich viel passiert. Das Ende war dafür ziemlich gut. Insgesamt, war das Buch aber eher mittelmäßig. Die Charaktere hatten alle keine Tiefe. Außer von Marie, der Hauptprotagoinstin erfährt man von niemanden richtig etwas über deren Vergangenheit oder andere Dinge. Alle Charakter waren wirklich zu wenig beschrieben. So hatte zum Beispiel Vince keine Familie, keine Freunde und keinen Hintergrund. Von ihm weiß man nur, dass er ungefähr Anfang zwanzig ist und auf einem Bergungsschiff arbeitet. Mehr erfährt man nicht. Das nimmt dem Buch definitiv an Spannung, denn man hat zu keiner der Figuren einen wirklichen Bezug. Die Geschichte braucht für meinen Geschmack auch zu lange, um in die Gänge zu kommen. Bei einem Thriller rechne ich eigentlich mit richtig viel Spannung, doch wirklich spannend wurde es erst ganz zum Schluss. Insgesamt ist das Buch ganz nett, aber nichts, was man sich unbedingt kaufen oder gelesen haben muss. Ohne den einigermaßen spannenden Schluss hätte es nur 2 Sterne gegeben.
Elisabeth Herrmann liefert ab, wenn es um Jugend-Thriller geht. "Seefeuer" ist vielleicht nicht ganz so stark, wie "Schattengrund" (unbedingt lesen!) oder "Lilienblut", bietet jedoch sämtliche Trademarks der Vorgängerbände: eine starke, junge Frauenfigur (Marie jammert nicht herum, sie nimmt die Dinge in die Hand), eine spannende Prämisse und einen überraschenden Plot. Die Figurencharakterisierung ist hervorragend, keiner der Protagonisten verhält sich vorhersehbar, wenn man vielleicht von Vince absieht. Seine Beziehung zu Marie ist ein echter Fall von Instalove und ging mir persönlich ein wenig zu schnell - auch wenn wohl das rasante Tempo der Geschichte die Mutter dieser Misere ist. Den Lokalkolorit der Vorgängerbände habe ich in "Seefeuer" ein wenig vermisst. Die Seehundstation bietet davon nicht gerade viel, die Villa der Vosskamps ebensowenig wie die Seafire. Und dennoch: glaubhafte Charaktere, Spannung, Plottwists, in der Hörbuchversion einzigartig gelesen von Laura Maire - was will man mehr? Jedenfalls nicht auf Nachschub warten! Zum Glück ist "Die Mühle" bereits angekündigt!