Eben noch geheimnisvoll und verschlossen, wird Burma, das goldene Land, über Nacht zur boomenden Reiseregion. Martin Schacht streift durch das zauberhafte Reich der Buddhas und Pagoden, zu unberührten Stränden und durch die Millionenstadt Rangun. Burma öffnet sich - und bietet in seiner Ursprünglichkeit doch noch jene verzauberten Bilder, die in anderen Ländern Südostasien nicht mehr zu finden sind. Der Autor erkundet die heruntergekommen Schönheit der Metropole Rangun, beeindruckende Berglandschaften am Fuß des Himalaja, die schwimmenden Gärten des Inle-Sees und die Ebene von Bagan, Stadt der 2300 roten Tempel. Auf der "Road to Mandalay" folgt er dem Irrawaddy, der Lebensader Myanmars. Er verrät, wie ein Longyi natürliche Eleganz verleiht und warum Sie um den berüchtigten Teeblatt-Salat besser einen Bogen machen sollten. Was es mit den springenden Katzen auf sich hat. Und wo man bei Sonnenuntergang den Einheimischen am besten beim Ballspielen zusehen kann.
Ein spannender Einblick in eine lange verschlossene Welt. Burma soll ja das glücklichste Land der Welt sein. Dieser nicht unironische Reisebericht zeigt, welche Nachteile vermeintliche (Tropen-)"Paradiese" sowohl für die Touristen als auch vor allem die Einheimischen haben. Einen Stern Abzug dafür, dass sich das Buch nicht klar platziert: Kultureinführung oder praktischer Reiseführer? Die hier gewählte Mischung macht es stellenweise uninteressant bis schwierig, dem Text zu folgen.