Gustav Marcus König. Die Ahnen Band 4 Edition Holzinger. Taschenbuch Berliner Ausgabe, 2016, 4. Auflage Durchgesehener Neusatz bearbeitet und eingerichtet von Michael Holzinger Textgrundlage ist die Herausgeber der Michael Holzinger Viktor Harvion Umschlaggestaltung unter Verwendung des Gemälde von Karl Stauffer-Bern,1886 Gesetzt aus der Minion Pro, 10 pt.
Gustav Freytag (13 July 1816 – 30 April 1895) was a German novelist and playwright.
Freytag was born in Kreuzburg (Kluczbork) in Silesia. After attending the gymnasium at Oels (Oleśnica), he studied philology at the universities of Breslau (Wrocław) and Berlin, and in 1838 received his degree with a dissertation titled De initiis poeseos scenicae apud Germanos (Über die Anfänge der dramatischen Poesie bei den Germanen, English: On the Beginnings of Dramatic Poetry among the Germans). He became member of the student corps Borussia zu Breslau.
In 1839, he settled in Breslau, as Privatdozent in German language and literature, but devoted his principal attention to writing for the stage, achieving considerable success with the comedy Die Brautfahrt, oder Kunz von der Rosen (1844). This was followed by a volume of unimportant poems, In Breslau (1845), and the dramas Die Valentine (1846) and Graf Waldemar (1847). He at last attained a prominent position by his comedy, Die Journalisten (1853), one of the best German comedies of the 19th century.
In 1847, he migrated to Berlin, and in the following year took over, in conjunction with Julian Schmidt, the editorship of Die Grenzboten, a weekly journal which, founded in 1841, now became the leading organ of German and Austrian liberalism. Freytag helped to conduct it until 1861, and again from 1867 till 1870, when for a short time he edited a new periodical, Im neuen Reich. In 1863 he developed what is known as Freytag's pyramid.
Auch der vierte Band der Romanserie von Gustav Freytag über die deutsche Geschichte hat mir wieder viel Vergnügen bereitet. Die Handlung beginnt in Thorn im Jahr 1519. Hintergrund sind die Streitigkeiten zwischen dem Hochmeister des Deutschen Ordens und dem polnischen Königreich über die Vorherrschaft in der Region. Die Stadt Thorn laviert zwischen der Loyalität gegenüber dem Orden und der möglicherweise aussichtsreicheren Unterordnung unter den polnischen König. In der Stadt gibt es unterschiedliche Strömungen und Loyalitäten. Der titelgebende Kaufmann Marcus König hält es mit dem Orden, muss aber im Laufe der Entwicklung feststellen, dass der Ordensstaat als deutscher Vorposten keine Zukunft hat. Stattdessen steht am Ende des Romans die Umwandlung des Ordensstaates in ein weltliches Herzogtum unter polnischer Lehnshoheit. Parallel setzt sich Luther mit seiner Lehre immer stärker durch, es kommt zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Landsknechstgruppen, und eine zu Herzen gehende Liebesgeschichte gibt es natürlich auch. Am Ende tritt sogar Luther himself auf und das Geschlecht der Königs kehrt (wenn auch nur für das Schlussbild) an seinen Ursprungsort (siehe Ingo und Ingraban) zurück.
Die deutsch-nationalen und kulturkämpferisch gefärbten Töne der Luther-Überhöhung vergibt man dem Erzähler gern. Es ist ein gut gemachter Roman, der den Vergleich mit heutigen Historienschinken (a la Ken Follett) keineswegws zu scheuen braucht.