Ein Vater schreibt seiner zwölfjährigen Tochter einen Brief, der sie auf ihrem Weg durch Kindheit und Jugend begleiten soll; manchmal sorgenvoll, manchmal komisch, manchmal zornig, manchmal optimistisch, aber immer voller Zuneigung und Zutrauen zu seiner Sophie. Henning Sußebach erzählt von der zunehmenden Unterwerfung der Kindheit - auch der seiner Tochter - unter Leistungsdenken, Zeitknappheit und Konkurrenzdruck, und versucht Sophie zu erklären, warum das so ist. Vor allem aber ermutigt er sie (und mit ihr alle Kinder und Eltern), die äußerlichen Erwartungen und Zumutungen nicht fraglos zu erfüllen und ihren eigenen Weg zu gehen. Henning Sußebach bringt das Lebensgefühl der heutigen Kinder und Eltern auf den Punkt. Sein dem Buch zugrunde liegender Artikel ist auf ZEIT Online einer der meistgelesenen und am häufigsten kommentierten. Ein kluges und bewegendes Plädoyer, die Kindheit, überhaupt das Leben, nicht mit Ängstlichkeit, Vor-Sorge und Eile, sondern mit Zuversicht, Neugier und Gelassenheit zu gestalten.
"Ich schildere dir nur die Welt, wie ich sie sehe, wie sie sich für mich aus all den Mosaiksteinen zusammenfügt. Mehr zu behaupten, wäre gelogen."
In den Zeilen erkennt man die Liebe eines Vaters zu seiner Tochter.
"Du sollst wissen: Das Leben passiert jetzt! In diesem Augenblick will es gelebt werden."
Das schönste Zitat stammt, finde ich, allerdings vom Pädagogen Janusz Korczak: "Aus Furcht, der Tod könnte uns das Kind entreißen, entziehen wir es dem Leben"
Der Brief wird deine Sicht auf das Leben wahrscheinlich ändern, wenn auch nur teilweise!
Als 19-jährige hat mich der Brief sehr berührt und ich bereue es, dass das Buch so lange ungelesen in meinem Regal stand. Ich konnte viele Beschreibungen mit meiner Kindheit vergleichen.