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Kurts Nirvana bekannte sich zu lumpigen Klamotten, nörgelte über eigene Erfolge, benahm sich schlecht wie einst die Rolling Stones und belebte den Rock 'n' Roll nach den glatten Yuppie-80er-Jahren neu. Ungewaschen und seit der Pubertät voll gedröhnt, im amerikanischen White Trash orientierungslos aufgewachsen, war der Held des Buches stets auf der Suche nach Anerkennung, beileibe kein souveränes Arschloch. Das bescheinigen auch die vielen anderen Bücher über den armen Kerl, der sich seines kommerziellen Erfolgs gar nicht so richtig freuen konnte und wollte.
Im Verlag Hannibal liegen bereits einige Bücher zu dem Phänomen Kurt Cobain vor, aber dieses hier dokumentiert spurgenau, warum der Junkie trotz anderer Opfer des Rock 'n' Rolls nicht auf einer Stufe mit Jimi Hendrix oder Jim Morrison steht. Nach der autorisierten und folglich von Cobain geglätteten Bio von Michael Azerrad und unglücklichen Scripts wie etwa von Dave Thompson zum Thema bringt Cross das ultimative Werk, auch wenn die Liste der Nirvana-Bootlegs fehlt. --Uli Lemke
400 pages, Hardcover
First published January 1, 2001


